Die 42. Ausgabe unserer limitierten BLUE ROSE NUGGETS nun erhältlich - bestellt 4 Titel aus unserem Mailorder und ihr bekommt die CD mit - wie kann es anders sein - herrlicher Blue Rose-Musik - GRATIS dazu! Mehr dazu weiter unten...
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| VARIOUS ARTISTS Crazy Heart (Soundtrack) ![]() CD € 13,90 Deluxe-CD € 15,50 |
RYAN BINGHAM Roadhouse Sun ![]() CD € 14,90 2-LP € 15,90 |
RYAN BINGHAM Mescalito ![]() CD € 13,90 2-LP € 17,90 |
South-By Southwest, auch kurz SXSW genannt, steht wieder vor der Tür, und Blue Rose wird zum 16. Mal hintereinander seit 1995 bei diesem mittlerweile unbestritten größten Musikfestival der Welt in Austin dabei sein, das vom 17. bis 21. März stattfindet. Nicht allein der Auflauf an Künstlern und Bands (man schätzt die Showcases auf über 2.000 an 5 Tagen!), kennt anscheinend keine Grenzen, auch aufgrund der zu erwartenden Besucher herrscht von Mittwoch bis Samstag der totale Ausnahmezustand in der texanischen Hauptstadt. Auf www.sxsw.com sind in der "Music"-Sparte (es gibt auch noch ein Festival für Film und Interaktive Medien) die Bands und Künstler aufgeführt, wo und wann sie ihren Auftritt haben. Von Blue Rose-Seite sind das so bekannte Namen wie John Hiatt, Jon Dee Graham, Tim Easton, The Band Of Heathens, The Silos, James McMurtry, Austin Collins, Cracker, Buddy Miller, Susan Cowsill oder Drive-by Truckers. Die sind jetzt übrigens zu ATO Records gewechselt und veröffentlichten dort das neue Studioalbum Big To-Do - bei uns ab übermorgen im Mailorder erhältlich!
MAILORDER NEWS
Gehört ein JOHN MAYER in einen Blue Rose-Katalog, wird sich manche(r) fragen. Wir denken schon, wenn in seiner Biografie Namen wie Stevie Ray Vaughan, Robert Cray oder Jimi Hendrix oder Begriffe wie "Blues" fallen und er 2007 beim Crossroads-Festival zusammen mit Eric Clapton das Stück "Crossroads" wie ein Alter präsentiert hatte. Und tatsächlich darf man den 32-jährigen Musiker aus Connecticut trotz seiner Chartsplatzierungen nicht unter "Mainstream" oder "music for the masses" abstrafen. Kontinuierlich ging sein Weg nach oben, seit 2001 veröffentlichte er die Alben Room For Squares (mit dem Radiohit "Your Body Is A Wonderland"), Heavier Things (2003), Continuum (2006) und jüngst Battle Studies. Grammy-Nominierungen und -Preise zieren seine Karriere und in seiner Heimat gehört der Frauenschwarm mittlerweile zu den Superstars.| JOHN MAYER Battle Studies ![]() CD € 15,90 |
JOHN MAYER Continuum ![]() CD € 6,90 |
JOHN MAYER Heavier Things ![]() CD € 6,90 |
JOHN MAYER Room For Squares ![]() CD € 6,90 |
MAILORDER NEWS| JOHNNY CASH American VI: Ain't No Grave ![]() CD € 11,90 SPECIAL OFFER |
JOAN ARMATRADING This Charming Life ![]() CD € 12,90 SPECIAL OFFER |
I SEE HAWKS IN L.A. Shoulda Been Gold 2001-2009 ![]() CD € 14,90 |
ALLISON MOORER Crows ![]() CD € 15,90 |
FREEDY JOHNSTON Rain On The City ![]() CD € 14,50 |
HENRIK FREISCHLADER Recorded By Martin Meinschäfer ![]() CD € 14,90 |
| VARIOUS ARTISTS Blue Rose Nuggets 42 ![]() CD € 5,00 oder kostenlos! |
"Halbzeit" bei der 4. Staffel der Blue Rose Nuggets-Serie, die ausschließlich über unseren Mailorder erhältlich ist. Randvoll mit 15 Songs sowie einem großartigen Videoclip von Kris Kristofferson's "Closer To The Bone", wobei die Audio-Stücke wieder sowohl aus Auskopplungen neuer Blue Rose- bzw. New West-Alben als auch aus Songs des mittlerweile 15 Jahre umfassenden Kataloges bestehen. Ryan Bingham's Beitrag "The Weary Kind" hatte bereits einen Golden Globe-Award bekommen, wir schauen gespannt auf die Oscar-Verleihung am 7. März, wo er ebenfalls als "Best Original Song" nominiert ist und sehr gute Chancen hat. Außerdem gibt es neue Stücke von John Hiatt, Reckless Kelly und Kasey Anderson. Bisher unveröffentlichte Live-Mitschnitte von Tom Gillam sowie gleich zwei Beiträge der Blue Rose Christmas Party 2008 und 2009 runden diese 42. Ausgabe gebührend ab. Allen Bestellungen, die ab dem Datum 27.2. bei uns eingehen und die die Kriterien eines kostenlosen Exemplares erfüllen, wird die Ausgabe 42 beigelegt. Wer dennoch die Nummer 41 haben möchte (gilt bis 28.02.), der möge dies bitte im Kommentarfeld des Warenkorbes angeben. Da immer wieder neue Kunden und Interessenten zu uns stoßen, hier nochmals eine kleine Erklärung, was es mit der Blue Rose Nuggets-Reihe auf sich hat: Die NUGGETS-Serie besteht aus Songs aus allen bisher erschienenen Blue Rose-Scheiben, bunt gemischt und für heraushebend gut befunden. Darunter sind auch bisher unveröffentlichte Aufnahmen, Studio-Outtakes, Live-Recordings oder auch Videos. Die NUGGETS-Serie gibt es ausschließlich über den Blue Rose-Mailorder. Außerdem bekommt jeder, der mindestens 4 Artikel aus unserem Programm bestellt, den aktuellen NUGGETS-Sampler automatisch - KOSTENLOS - mitgeliefert (gilt für alle Bestellungen innerhalb Europas). Er muss also nicht als 5. Artikel mitbestellt werden, wie das hin und wieder welche tun. Das führt dann dazu, dass wir nochmals ein Exemplar beilegen, da wir ja nicht wissen, ob der Besteller absichtlich 2 Exemplare wollte - eines kaufen und eines geschenkt. Die Portofreigrenze (nur für Deutschland) bleibt hiervon unberührt, bei der Bestellung von mindestens 5 Artikel (da ist die kostenlose Nuggets-CD natürlich nicht eingerechnet) spart man also nicht nur das Porto, sondern bekommt obendrein noch eine CD im Wert von 5 €. Denn die NUGGETS-CD kann man auch käuflich erwerben, man muss also nicht unbedingt 4 Artikel bestellen. Dieses Angebot ist allerdings nicht so zu verstehen, dass man sich andere Compilations wünschen kann, wenn man die NUGGETS-Serie schon besitzt. Mehrfach zugesandte NUGGETS-CDs können auch verschenkt oder über Ebay versteigert werden - bei der begrenzten Auflage sicher bald ein Sammlerobjekt. Einige Ausgaben sind bereits ausverkauft... |
| JOHN HIATT The Open Road ![]() CD € 13,90 |
JOHN HIATT ist nun wirklich einer, den man niemandem, der halbwegs an amerikanischer Rock, Country, Blues und Roots Music interessiert ist, noch vorstellen muss. Selbst wer keine einzige seiner zahlreichen Platten im Regal stehen hat, wird ihn über den Umweg des Songschreibers oder Produzenten kennen. Bonnie Raitt, Jeff Healey Band, Eric Clapton & B.B.King, George Thorogood, Rodney Crowell, Gregg Allman, Steve Earle, Kelly Willis, Linda Ronstadt, The Band, Delbert McClinton, Willy DeVille, David Crosby, Emmylou Harris, Willie Nelson, Ry Cooder, Nitty Gritty Dirt Band, Neville Brothers... - diese Liste der Stars, auf deren Alben irgendwo im Kleingedruckten der Name John Hiatt steht, ließe sich unendlich verlängern! Regelmäßig und verlässlich bringt er zudem seit über 35 Jahren eigene Veröffentlichungen heraus, The Open Road heißt sein brandneues, insgesamt 20. Werk. Es ist bereits sein drittes in Folge für New West/Blue Rose und der Titel bedeutet gleich in zweifacher Hinsicht Programm.
Formal haben wir es mit einer stetig rockenden und rollenden, von schnörkellos gespielten Gitarren und einer dichten Rhythm Section angetriebenen Americana Music zu tun, die enorm frisch, dynamisch, dabei grenzenlos entspannt und optimistisch klingt. Inhaltlich stehen die 11, selbstverständlich allesamt selbst komponierten Songs für Aufbruch und Bewegung, für eine aktiv gestaltete Zukunft. Der Mann, der sich noch vor gar nicht langer Zeit als Master of Disaster bezeichnete, ist zwar im Kern seines Wesens ganz der Same Old Man geblieben, mit dem Blick auf sein Leben und die Zukunft scheint er allerdings völlig mit sich im Reinen, nach vorne orientiert, sich darauf einlassend, was alles so passiert, wenn man einfach die Straße weiterfährt und nicht ständig in den Rückspiegel schaut. Mit anderen Worten: wenn man richtig Spaß am Rock'n Roll hat!Und eine Band besitzt, die genau dieses Feeling umsetzen kann. Aber damit hatte John Hiatt ja noch nie Probleme. Man denke nur an solch famose Gestalten wie Ry Cooder, Sonny Landreth, Jim Dickinson, David Immerglück, Matt Ward, Luther Dickinson usw., mit denen er schon unterwegs war. Hier heißt der Mann für die besonderen gitarristischen Momente Doug Lancio. Der ist einer dieser jüngeren Studiomusiker aus Nashville, die eigentlich gar keinen Kontakt zur arrivierten Mainstream-Szene suchen, sondern mit Jobs für Americana Acts, Alt.Country Rocker und East Nashville Singer/Songwriter hinreichend ausgelastet sind. Das Blue Moon Orchestra von Nanci Griffith, Matthew Ryan, Patty Griffin, Tommy Womack, Will Kimbrough, Todd Snider, Steve Earle, Kim Richey, Allison Moorer und Holly Williams heißen nur die wichtigsten Adressen nachgewiesener Qualitätsarbeit Lancios an den elektrisch verstärkten 6 Saiten. Mit Bassist Patrick O'Hearn und Drummer Kenneth Blevins steht genau die perfekt eingespielte Rhythm Section zur Verfügung, die schon auf Same Old Man zu hören war und Hiatt seit geraumer Zeit auch live begleitet. Zusammen nennen sie sich vielsagend The Ageless Beauties. Hiatt spielt dazu akustische und elektrische Gitarren, das war's, mehr Instrumentierung ist für die größtenteils live in seiner zu einem Tonstudio umgebauten Garage aufgenommenen Spuren nicht nötig - quasi eine andere Variante von "Garagenrock"! Ganz in der Tradition klassischer Rockalben geht's mit dem Titelsong los: 'The Open Road' - ein druckvoller Electric Rocker wie er im Buche steht. 'Haulin'' bemüht den "on the road"-Mythos und besticht mit einem schlichten Rockabilly Beat à la Blasters oder Fabulous Thunderbirds. 'Go Down Swingin'' ist Troubadour/Erzähl-Rock in bester Bob Dylan-Manier und auf 'Like A Freight Train' pflegt John Hiatt seine tiefschwarze Country Blues-Neigung wie zuletzt auf 'Crossing Muddy Waters' mit sehr feiner Slide Guitar-Veredlung von Doug Lancio. Das stampfende, sumpfige 'My Baby' steht in der Tradition von Hiatt-Hits wie 'Riding With The King' oder 'Memphis In The Meantime'. Das wunderbar vor sich hinrollende 'Homeland' ist ein zum Albummotto bestens passender Beitrag voller Fernwehatmosphäre, Guitar Twang und Country Rock. 'Wonder Of Love' kommt als eine neue kapitale Hiatt-Ballade für die Ewigkeit und erinnert an Großtaten von Dan Penn/Spooner Oldham wie 'The Dark End Of The Street' oder 'I'm Your Puppet'. Für 'What Kind Of Man' gilt eine gehörige Tempoverschärfung, der treibende Rhythmus und das druckvolle Acoustic/Electric-Arrangement wurden von solchen Vorlagen wie 'Drive South' und 'Thing Called Love' übernommen. Der selbsterklärende Slow Rocker 'Movin' On' reiht sich ebenso nahtlos in den klug zusammengestellten Songzyklus ein wie die ausgedehnte Ballade 'Fireball Roberts' mit Anspielungen an NASCAR-Star Roberts und seinen legendären 57er Ford sowie omnipräsenter Slide-Arbeit von Doug Lancio. |
| RAINRAVENS Rattle These Walls ![]() CD+DVD € 16,90 2-LP+DVD € 27,90 |
Hinter der Veröffentlichung des 5. Studioalbums stand der Plan, mit dem neuen Werk auch wieder nach Deutschland auf eine umfangreiche Tour zu kommen, was dann auch im Oktober 2007 in die Tat umgesetzt wurde. 18 Shows waren gebucht worden, darunter auch zwei Konzerte mit den Brandos in Nürnberg und beim Rockpalast/Crossroads-Festival in der Bonner "Harmonie". Crossroads ist bekanntlich eine Kooperation mit dem Venue "Harmonie" und dem WDR-Rockpalast, einer der letzten Fernsehstationen in Europa und der Welt überhaupt, die nicht nur Live-Konzerte von Mega-Acts aufzeichnen und ausstrahlen, sondern auch kleinen und unbekannten Künstlern die Chance geben, sich mit mehreren TV-Ausstrahlungen im WDR-Fernsehen und 3sat einem größeren Publikum zu präsentieren. Am 20.10.2007 eröffneten die Rainravens den 3. Abend der Konzertserie und spielten einen beeindruckenden 75-Minuten-Set, der nun endlich in kompletter Länge vorliegt und soundtechnisch von David Ducharme-Jones selbst neu abgemischt und gemastert wurde. Für viele Besucher war es einer der besten Auftritte des gesamten 4-Tage-Festivals. Das Quartett mit Ur-Bassist David Evertson und dem neuen Drummer Rob Lee ließ sich von der Euphorie im Publikum anstecken und spielte einen grandiosen 16-Song-Set, der neben neuen Stücken aus Garden Rocket wie "Ruby", "Earth Rolls On", "Dragonfly" oder "A Beautiful One" auch ältere Songs wie "Last One Through The Door", "Dead Horse", "Rainraven's 115th Dream or Welcome To Nashville" und "Wandering Heart" aus dem 2. Album Diamond Blur sowie "Long Cold Summer", "Put Your Hand On The Radio" oder "Rose Of Jericho" aus dem gleichnamigen Album von 1999 enthielt. Wie alle Blue Rose-Veröffentlichungen der Rockpalast/ Crossroads-Serie (Brandos, Cracker) erscheint auch der Auftritt der Rainravens im CD+DVD-Combo-Paket. Rattle These Walls - Live At The Rockpalast/Crossroads Festival ist ab 5.3. über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 19.3. erhältlich. |
| JULIAN DAWSON Live ![]() 2-CD+DVD € 19,90 3-LP+DVD € 30,90 |
Das an sich wäre bei Julian Dawson nichts Besonderes, denn Live-Shows gehören bei ihm zur täglichen Arbeit. Entweder bestreitet er Soloauftritte oder nimmt sich einen zweiten Gitarristen wie etwa Richard Kennedy oder den deutschen Gitarrenvirtuosen Uli Kringler als Begleitung. Bei den Aufnahmen zu Deep Rain war allerdings bereits klar, dass die Live-Umsetzung der neuen Songs mit einer kompletten Band erfolgten musste. "Es war über zehn Jahre her, dass ich das letzte Mal mit einer Band auf Tour war, und als ich von den Aufnahmen zu Deep Rain von Nashville zurückkehrte, fühlte ich, dass die Zeit reif war, es wieder zu tun. Uli Kringler brachte mich in Kontakt mit Bassist Fontaine Burnett und dem Schlagzeuger David Mette. Schon beim Beginn der Proben spürten wir alle vier eine sowohl musikalische als auch persönliche Verbundenheit, und auf der viel zu kurzen Tour hatten wir alle unseren Spaß und wir schworen uns, es so bald wie möglich nochmals zu machen. Die lachenden und zufriedenen Gesichter der Zuschauer zu sehen bestärkte uns in diesem Vorhaben," stellte Julian Dawson im Rückblick fest. Blue Rose und Julian wollten den Moment einer Band-Show unbedingt auf Ton- und Bildträger festhalten, und für den Auftritt wurde der Frankfurter "Sinkkasten" auserkoren. Das Quartett war zu diesem Zeitpunkt bereits eine super eingespielte und gut geölte "Maschine", sowohl der Sound und das Licht im "Sinkkasten" war für eine Live-CD und -DVD geeignet, auch wenn der 22.10.2008 ein Mittwochabend und nicht unbedingt die perfekte Voraussetzung für einen gut gefüllten Club war. "Der Zuschaueransturm hielt sich bei der Show, die wir mitgeschnitten haben, zwar in Grenzen, aber die Anwesenden waren von unserem Auftritt begeistert, und die gute Stimmung sprang auf die Bühne über. Es machte mir Spaß, die neuen Songs zu spielen und die alten mit dieser tollen Truppe einer Frischzellenkur zu unterziehen," meinte Julian Dawson. Die Songs aus Deep Rain wie "That's Why God Made Saturday Night", "Girl Friday", "Walking On The Dead", "Keys To The Kingdom Of Love" oder das Titelstück wurden in den 21 Songs umfassenden Set zwischen bekannte Dawson-Nummern und "Hits" wie "We've Been Through Fire", "Uneasy Rider", "How Come You Love Me", "How Can I Sleep Without You" oder "Luckiest Man In The Western World" integriert. Das schlicht Live betitelte 3-Disk-Set im attraktiven 6-Seiten-Digipak umfasst 2 Audio-CDs mit 20 Songs, die beiliegende DVD enthält zusätzlich den Song "Perfect World", dafür fehlt auf der DVD das Stück "Blue Tattoo". Live ist ab 10.3. über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 26.3. erhältlich. |
| KASEY ANDERSON Nowhere Nights ![]() CD € 13,90 2-LP € 16,50 |
Der so genannte Grassroots-Effekt - langsam aber sicher seine Fangemeinde vergrößern mit jeder neuen Veröffentlichung, auf unbedingte Qualität und Nachhaltigkeit achten, daran glauben, dass man sich letztlich durchsetzt bei all den potenziellen Konsumenten des großen Singer/Songwriter-Marktes, den ungebrochen zahlreichen Americana-Anhängern, den Freunden handgemachten Gitarrenrocks und einer analogen Klangwelt. All diese Werte bedient KASEY ANDERSON aus dem amerikanischen Nordwesten natürlich auch mit seiner neuen Scheibe aufs Neue. Nowhere Nights ist bereits das vierte Werk des sympathischen Rockers mit der attraktiven Schmirgelstimme und ein feiner Nachfolger zum Blue Rose-Debüt The Reckoning von 2007.Gut, dass er bei solch einer Gefühlslage einen Mann an seiner Seite hat, der für Konstanz, Bodenhaftung, absolute Americana-Kompetenz und puren Rock'n Roll steht - Eric "Roscoe" Ambel! Der bekannte Spitzenproduzent des Genres, Sessionmann extraordinaire und Gitarrist mit dem besonderen Etwas begleitet Andersons Karriere nun schon seit vielen Jahren, garantiert seit dem zweiten Album Dead Roses von 2004 jene satten, griffig-riffigen Electric Guitars, die man so sehr schätzt an Platten der Bottle Rockets, Go To Blazes, Blue Mountain, Blood Oranges oder Backsliders. Der langjährige Steve Earle-Sidekick, Del Lords- & Yayhoos-Gitarrist ist für die jüngsten Kasey Anderson-Sessions sogar von seiner Heimat New York quer durch die Staaten geflogen, um im berühmten Jackpot Studio in Portland 10 der 11 neuen Tracks aufzunehmen. Der Opener, mit 'Bellingham Blues' vielsagend betitelt, stammt noch von den Brooklyn Recordings. Darin beklagt Anderson im Nachhinein sein allzu langes Verweilen in einer Stadt, in der er eigentlich gar nichts verloren hatte - "this ain't never been my town", eine späte Abrechnung, die ihm in perfekter Steve Earle-Art gelingt und vom Start an den Tenor von Nowhere Nights bestimmt. 'All Lit Up' und 'Sooner/Later' folgen dann in geradezu klassischer Anderson/Ambel-Manier: kraftvoll zupackend, mit einem kernigen Riff gesegnet, engagiert gesungen, auf den Punkt gerockt! 'Home' ist ein 6-minütiges Breitwandepos, ausgelebte Troubadour-Kultur, Storyteller-Klasse mit Sehnsuchtsatmosphäre. Und so geht es im Wechsel weiter: Kompakte Rocker einerseits und - diesmal in der Überzahl - sämige, von Folk und Country durchzogene Rock-Balladen zwischen Heartland, Texas, East Nashville, 'Nebraska' Badlands und North Carolina zum anderen addieren sich zum großen Ganzen, kapitale Stücke wie 'Torn Apart', 'Leaving Kind', der Titelsong, 'From Now On' oder das abschließende 'Real Gone', ein 7 Minuten/Triple Electric Guitar Slow Rocker mit urgewaltigem Finish, lassen Nowhere Nights schon frühzeitig im Jahr zu einem Genre-Highlight für 2010 werden. |
Nicht nur das neue (Blue Rose-) Album Naive von MICKY & THE MOTORCARS komt sehr gut bei Blue Rose-Fans an, sondern auch das zeitgleich veröffentlichte Live-Set (Doppel-CD + DVD) Live At Billy Bob's Texas. Dieses trotz Doppel-CD + DVD sehr günstige Package (€ 14,90) entwickelte sich zu einem wahren "Bestseller" über unseren Mailorder, für uns ein Grund, ein kleines Special über diesen "Club" zu machen.
schaut, der wird zunächst einmal erschlagen von der Vielzahl an Informationen und Angeboten. Da sind die Live-Konzerte nur ein Teil dessen, was da tagtäglich (geöffnet 363 Tage im Jahr!) für die ganze Familie angeboten wird. Bull-Riding, Rodeo, Gastronomie, mehrere Räume für Feiern, Konferenzen und nicht zu vergessen den Texas Showroom, in dem regelmäßig Konzerte stattfinden. Viele davon werden live mitgeschnitten und als CD und/oder DVD veröffentlicht. Wir haben einige davon im Programm und möchten diese einmal hervorheben. Es handelt sich dabei durchweg um allerbesten Americana-Stoff in Top Sound- und Video-Qualität.| MICKY & THE MOTORCARS Live At Billy Bob's Texas ![]() 2-CD+DVD € 14,90 |
CROSS CANADIAN RAGWEED Live At Billy Bob's Texas ![]() CD € 13,90 |
RANDY ROGERS BAND Live At Billy Bob's Texas ![]() CD+DVD € 14,90 |
BLEU EDMONDSON Live At Billy Bob's Texas ![]() CD+DVD € 14,90 |
MAILORDER NEWS| COAL PORTERS Durango ![]() CD € 13,90 |
K.D. LANG Recollection ![]() 2-CD € 17,90 |
RAY WYLIE HUBBARD A.Enlightenment B. Endarkenment ![]() CD € 14,90 |
MALDIVES Listen To The Thunder ![]() CD € 14,90 |
| PETER HOLSAPPLE & CHRIS STAMEY Here And Now ![]() CD € 13,90 |
BRANDON JENKINS Brother Of The Dirt ![]() CD € 15,50 |
DAVID GRISSOM 10,000 Feet ![]() CD € 9,90 |
THEM CROOKED VULTURES same ![]() CD € 14,90 2-LP € 17,90 |
SADE Soldier Of Love ![]() CD € 15,50 |
Gestern MySpace (www.myspace.com/blueroserecords), heute Facebook - Blue Rose ist ab sofort auch in diesem sozialen Netzwerk, das Menschen mit ihren Freunden, Arbeitskollegen, Kommilitonen, Berufsgruppen, Organisationen, Firmen und anderen Mitmenschen verbindet, präsent und aktiv. Ganz einfach auf das Facebook-Logo links klicken.| VARIOUS ARTISTS Crazy Heart (Soundtrack) ![]() CD € 13,90 |
Vor 2 Wochen Golden Globe-Verleihung, am Sonntag die Grammy-Feierlichkeiten und heute morgen um 5.30 Uhr Ortszeit (!) die Bekanntgabe der OSCAR-Nominierungen - in Los Angeles war in den letzten Tagen ganz schön der Teufel los. Und irgendwie war Blue Rose bei allen 3 Events direkt beteiligt - mit Gewinnern (siehe auch weiter unten)! Die Oscar-Nominierungen könnten allerdings nicht der Höhepunkt gewesen sein, wenn dann bei der eigentlichen Prämierung am 7. März die begehrten Trophäen vergeben werden. Unser Augenmerk richtet sich verständlicherweise vor allem auf den Film Crazy Heart, zu dem wir den Soundtrack anbieten (und bereits verkaufen). In insgesamt 3 Kategorien wurde der Film nominiert: - Bester Hauptdarsteller - Jeff Bridges - Beste Nebendarstellerin - Maggie Gyllenhaal - Bester Original-Song - "The Weary Kind" (gesungen von Ryan Bingham, komponiert von Ryan Bingham & T Bone Burnett) Wir sind überzeugt, dass der Song sehr große Chancen hat, den Oscar tatsächlich zu gewinnen, denn er hat alles, was ein Hit braucht und zieht den Zuhörer durch die rauchige Stimme Binghams und die dezente Arrangierung unweigerlich in den Bann. Wir drücken die Daumen und auf den Startknopf des YouTube-Videos, um den Song abzuspielen. |
STEVE EARLE gewinnt GRAMMY für sein Album Townes!| STEVE EARLE Townes ![]() CD € 13,90 2-CD € 16,90 2-LP € 20,90 BEST CONTEMPORARY FOLK ALBUM |
ZAC BROWN BAND The Foundation ![]() CD € 15,50 BEST NEW ARTIST |
LEVON HELM Electric Dirt ![]() CD € 15,90 LP € 23,90 BEST AMERICANA ALBUM |
DEREK TRUCKS BAND Already Free ![]() CD € 15,90 2-LP € 19,90 BEST CONTEMPORARY BLUES ALBUM |
LOUDON WAINWRIGHT High Wide & Lonesome ![]() 2-CD € 17,90 BEST TRADITIONAL FOLK ALBUM |
MAILORDER NEWS| RETO BURRELL Go ![]() CD € 14,90 |
AVETT BROTHERS I And Love And You ![]() CD € 13,50 2-LP € 22,90 |
PATTY GRIFFIN Downtown Church ![]() CD € 14,90 |
TINDERSTICKS Falling Down A Mountain ![]() CD € 15,90 LP € 16,90 |
BUILT TO SPILL There Is No Enemy ![]() CD € 15,90 |
JANET ROBIN Everything Has Changed ![]() CD € 14,90 |
ROSIE FLORES Girl Of The Century ![]() CD € 15,50 LP € 16,90 |
| SONS OF BILL A Far Cry From Freedom ![]() CD € 12,90 |
HOLLY WILLIAMS The Once We Never Knew ![]() CD € 8,90 |
JOHN FOGERTY Comin' Down The Road ![]() DVD € 18,90 |
Das Musikbusiness ist kein einfaches Geschäft. Das bekommen Plattenfirmen und -labels ebenso zu spüren wie andere Bereiche, die mit Musik zu haben. Wie etwa Musikzeitschriften. Da wird um Marktanteile gefeilscht, irgendwelche Medien- und Verkaufsanalysen immer so hingebogen, dass man gut dabei wegkommt. Wenn die Auflage im Vergleich zum Vorjahr um 1,5% nach oben gegangen war, im Vergleich zum Vormonat aber um 5%, dann wird natürlich dieser Wert mehr in den Vordergrund gestellt. Was im nächsten Monat schon wieder ganz anders sein kann, wenn vielleicht das Frontcover nicht anspricht oder der Inhalt nicht so doll ist - das interessiert zunächst einmal niemanden. Bloß nicht eine Tendenz nach unten!
Es hat einige Jahre gedauert. Gut Ding will Weile haben, könnte man jetzt als Entschuldigung anbringen, aber tatsächlich war es schlicht ein zeitliches Problem. Zeitaufwand hin, Zeitaufwand her - zum 15-jährigen Jubiläum mussten auch wir, und wenn wir auch die letzten sind, bei MySpace mitmachen. Tusch! Wir sind online - Blue Rose hat seit diesem Wochenende eine aktive MySpace-Seite: www.myspace.com/blueroserecords. Wir freuen uns über jeden Besuch und Freund, der sich "added", wie das "myspace-sprachlich" heißt.| RECKLESS KELLY Somewhere In Time ![]() CD € 13,90 LP+CD € 19,90 |
Mit RECKLESS KELLY kommt eine der aktuell besten Bands des Americana/Texas/Country Rock-Genres endlich auf das Blue Rose Label. 8 Alben lang hat es gedauert, aber nun ist es soweit. Und es soll sich wohl lohnen, denn mit Somewhere In Time kehrt das Quintett aus Austin wieder zurück zum gewohnt dynamisch rockenden Roots'n Country Sound und lässt die arg wuchtigen, mit zuviel Testesteron getränkten Arrangements des Vorgängers Bulletproof eine einmalige Sache bleiben. Eine Erfolgssache gleichwohl, die der Gruppe ein enorm breiteres Spektrum in den Medien und glänzende Verkäufe bis in den Mainstream einbrachte. Aber Somewhere In Time ist musikalisch dann doch ein anderes Kaliber geworden und ganz sicher ein nächster Schritt zur weiteren Legendenbildung in eigener Sache!
Schon in den Anfangsjahren galt die talentierte Band aus Austin als gehobener Geheimtipp. Drei Alben veröffentlichte sie bis zur Jahrtausendwende im privaten Rahmen: das 97er Debüt Millican, Acoustic/Live ein Jahr später und The Day in 2000. Der überregionale Durchbruch gelang dann in 2003 auf Sugar Hill mit dem fantastischen Under The Table & Above The Sun, das in seiner ganzen, vom bekannten Ray Kennedy in Nashville produzierten Pracht einem Quantensprung gleichkam. Reckless Kelly waren nun endgültig angekommen in der modernen Americana-Welt und standen mit ihrem kompakten, schnörkellosen Programm für die optimale Verknüpfung von classic Country Rock nach Art von Poco und der Nitty Gritty Dirt Band mit aktuelleren Zeitgeist-Acts wie Shakin' Apostles und V-Roys unter heftigem Einfluss der Güteklasse eines Steve Earle oder Buddy Miller. Wicked Twisted Road erschien in 2005 unter formal ähnlichen Voraussetzungen, brachte musikalisch aber etliche Neuerungen: mehr Balladen sowie Texas & Celtic Folk einerseits, dagegen hart rockende Roots Rock-Nummern mit Hang zum Southern Boogie. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde das Quintett übrigens sage und schreibe 5x hintereinander zur "Best Roots & Country Rock Band in Austin" gekürt!In 2006 beschloss der 2CD+DVD-Live Set Reckless Kelly Was Here die fruchtbare Sugar Hill-Ära. Bei einem Heimspiel-Mitschnitt im La Zona Rosa ließen sie es ausschließlich elektrisch krachen und begeisterten ihre Fangemeinde mit deftigem Roadhouse Rock'n Roll, Southern Country & Boogie und Roots Rock. Keine Frage, Reckless Kelly wuchsen in weniger als 10 Jahren von talentierten Newcomern zu echten Genre-Stars! Der nächste Karriereschritt wurde fällig und man unterschrieb beim international agierenden Yep Roc Label, befand sich schlagartig in Gesellschaft so hochkarätiger Kollegen wie Dave Alvin, Minus 5, John Doe, Gourds, Jim Lauderdale, Chuck Prophet, Rodney Crowell und Beausoleil. Bulletproof polarisierte in 2008 mit seiner "Redneck"-Attitüde und dem als Anti War-Statement gedachten, patriotischen 'American Blood'. Alte Fans waren ob der wenig Americana-freundlichen Klänge verwirrt, jede Menge falscher Freunde kamen hinzu. Dabei hatten sie es mit ihrer vielleicht allzu plakativen Kritik am Bush-Government eigentlich nur ehrlich gemeint. Jedenfalls brachte Bulletproof die erhofften Fortschritte für Verkaufszahlen und Chartsnotierungen! |
| JASON & THE SCORCHERS Halcyon Times ![]() CD € 13,90 2-LP € 22,90 |
Vor einigen Jahren, genauer gesagt im Jahre 2002, hatten wir bereits ein Album von JASON & THE SCORCHERS veröffentlicht, aber dabei handelte es sich lediglich um unveröffentlichte Outtakes und Raritäten (Wildfires + Misfires). An ein "richtiges" Album der Band war damals in keinster Weise auch nur im Geringsten zu denken oder gar zu hoffen, dass ein solches dann auch noch auf Blue Rose erscheinen würde. Doch das Musikgeschäft ist wahrlich nicht einzuschätzen, und so ist jetzt tatsächlich das eingetreten, was wir uns nie und nimmer erträumt hätten: Es gibt ein neues Album mit 14 brandneuen Songs von Jason Ringenberg, Warner E. Hodges, Al Collins und Pontus Snibb, und deshalb haben sie diesen Willkommensgruß nochmals mehr als verdient! Cowpunk ist das Stichwort! JASON & THE SCORCHERS stehen in allen sachkundigen Rocklexika als vorderste Mitbegründer des Country Punk-Movements, einer Stilrichtung aus den 80er Jahren, die diese auf den ersten Blick eigentlich krassen Gegensätze miteinander verband und für mächtig Schwung in beiden Lagern sorgte. Heute würde man dieses "Cash-meets-Clash" mit Alt.Country, Neo Southern Rock, Roots'n Boogie oder schlicht einer weiteren, allerdings radikaleren Version von Americana in Verbindung bringen, aber 1982 nannte man das einfach Cowpunk! Und - um keinen Geringeren als Dan Baird (Georgia Satellites, Yayhoos) aus den Liner Notes zu zitieren - ungefähr "25.000 Bands" stehen bei JATS in der Schuld, verdanken sie ihnen doch die eigene Daseinsberechtigung.
Nach 13 Jahren Studiopause und nur ganz seltenen Live-Reunions wird 2010 zum richtigen Comeback-Jahr für Jason & The Scorchers - mit dem kapitalen brandneuen Werk Halcyon Times! Nicht dass sich der charismatische Leadsänger und Powerhouse-Frontmann Jason Ringenberg in der Zwischenzeit zur Ruhe begeben hätte, im Gegenteil: 6 Soloalben, davon allein 5 nach Auflösung der Scorchers in 1997 (darunter zwei Platten unter dem Pseudonym Farmer John für den Children's Music-Markt) sprechen eine deutliche Sprache in Sachen ungebremster Aktivitäten. Das gilt ebenso für seinen wichtigsten musikalischen Partner an der (vornehmlich) elektrischen Leadgitarre, Warner E.Hodges. Der hat neben etlichen Recording Jobs (Susan Marshall, Tonio K., Eric Ambel) mit Centerline in 2008 sogar sein Debüt unter eigenem Namen gegeben.Die Zeit musste einfach reifen für eine echte, nicht fremdbestimmte Wiedervereinigung mit Zukunftspotenzial. Ringenberg und Hodges sind zwei Vollblutmusiker, die sich auf der Bühne und im Studio blind verstehen, dabei gegenseitig respektieren. Es war dann nicht schwierig, eine kompetente neue Rhythm Section, die mit ihnen durch dick und dünn gehen würde, zu finden, nachdem die alte (Perry Baggs & Jeff Johnson) nicht mehr zur Verfügung stand. Al Collins, Mann von Country Rock-Performerin Stacie Collins und musikalischer Leiter ihrer Band, spielt also nun den Bass und Pontus Snibb, ein Schwede mit eigentlich ganz anderen musikalischen Wurzeln, wurde anlässlich eines Gigs in Nordeuropa kurzerhand von Jason an die Trommeln und Felle beordert. Das Ergebnis konnte sich so gut hören lassen, dass er aus dem Stand zum vollwertigen JATS-Mitglied aufstieg! In dieser Quartettformation enterten sie im Frühjahr 2009 das bekannte Oceanway Studio in Nashville und... gewannen erstmal einen Pokal - als "loudest band ever", die je in diesem Studio gerockt hat! Mit solch einer Anfangseuphorie konnte dann auch nichts mehr schief gehen; und mit all den guten Freunden im selben Raum erst recht nicht. Da ist z.B. der "5. Mann", Dan Baird, Ex-Georgia Satellites-Leader und allgegenwärtiges Urgestein in Nashville's Outlaw/Southern/Alt.Boogie-Szene, als Rhythmusgitarrist auf allen Tracks. Oder Ginger (aka David Walls von den Wildhearts) und Tommy Womack (von DADDY), die mit Hodges, Baird, Collins und Ringenberg sämtliche 14 Tracks in verschiedenen Kombinationen komponiert haben. Oder last not least der Engineer/Mixer/Musiker Brad Jones, ein wahrer Analogklangmeister, der schon Acts wie Chuck Prophet, Tommy Womack, Bill Lloyd, Ass Ponys, Tim Easton, Josh Rouse und Marshall Crenshaw seinen ganz persönlichen Soundstempel aufgedrückt hat. Er hat Halcyon Times mit Warner E.Hodges produziert. Für die Basic Tracks brauchte die Truppe lächerliche drei Tage, was den erfrischenden Live-Charakter des Albums dann auch gelungen widerspiegelt. |
| VARIOUS ARTISTS Crazy Heart (Soundtrack) ![]() CD € 13,90 |
2 Golden Globe-Auszeichungen für den Film CRAZY HEART:
Zu einer ganz frühen, medienübergreifenden Erfolgsstory im Jahr 2010 reift derzeit der Film Crazy Heart heran. Soeben wurde das Regiedebüt von Drehbuchautor Scott Cooper mit zwei Golden Globes ausgezeichnet, was ihn erfahrungsgemäß automatisch auch zu einem Anwärter für den ein oder anderen Oscar machen dürfte! Der berühmte Jeff Bridges ('The Big Lebowski', 'The Fabulous Baker Boys', 'The Contender', 'Fearless') hat den einen für seine Leistung als "Bester Schauspieler" erhalten, der andere ging in der Kategorie "Bester Originalsong" an den von Ryan Bingham und T-Bone Burnett geschriebenen, von Bingham gesungenen Theme Song 'The Weary Kind'.
Die Story im Schnelldurchlauf: Bad Blake, heruntergekommener, von Whiskey und Zigaretten gezeichneter Ex-Country Star, führt nur noch ein bescheidenes Dasein abseits der Glimmerwelt. Er tingelt durch miese Clubs, tritt in Bowling Centern auf und hat schon mehrere Ehen hinter sich, aber schon seit Jahren keinen neuen Song mehr zustande gebracht. Diese von Jeff Bridges eindrucksvoll gespielte Figur trifft auf eine junge Journalistin (Maggie Gyllenhaal), die mit ihrem kleinen Sohn durch die Staaten zieht und sich anschickt, hinter Blakes Fassade zu blicken. Keine Frage: Die von Beginn an spürbaren Vibes zwischen den beiden entwickeln sich zu einer handfesten Liebesgeschichte mit allen Widrigkeiten und Leidenschaften, die ein gutes Drehbuch parat haben muss. Eine Story, natürlich eine typisch amerikanische Story, die geradezu dafür prädestiniert ist, klasse Musik darin einzuarbeiten - Musik, die wie gemalt ist für einen tollen Soundtrack!Allein der Name T-Bone Burnett bürgt dafür, dass das Album Crazy Heart keine beliebige Ansammlung von Genretracks verkauft, sondern sinnvoll, kenntnisreich und mit Liebe für Details kompiliert wurde, letztlich auch ohne den Streifen gesehen zu haben, ganz autark für sich funktioniert. T-Bone Burnett kann so etwas! Schließlich ist Crazy Heart nicht seine erste audiocineastische Aufgabe: 'O Brother, Where Art Thou?', 'Unterwegs nach Cold Mountain', 'Walk The Line', 'The Big Lebowski', 'Don't Come Knocking', 'All The King's Men', um nur die bekanntesten Projekte zu nennen... Überall hatte Burnett hier mehr als seine Finger drin - als Produzent, Songwriter, Texter, Arrangeur, Musical Director, Supervisor, Archivar, Gesangstrainer, Nebendarsteller oder schlicht als Musiker. Parallel zu diesen Aktivitäten verfolgt Burnett seine eigene musikalische Karriere und hat sich in zahlreichen Veröffentlichungen seit Anfang der 70er einen kultigen Namen als einer der innovativsten, unangepasstesten Singer/Songwriter der Staaten erworben. Ein weiteres Standbein ist seine überaus erfolgreiche Tätigkeit als Produzent. So arbeitete er u.a. für Los Lobos, Counting Crows, Wallflowers, Elvis Costello, Gillian Welch, BoDeans, Joe Henry, Bruce Cockburn, Leo Kottke, John Mellencamp und heimste vor zwei Jahren mit Robert Plant & Alison Krauss' Raising Sand gleich mehrere Grammys ein. Dieser Musikvisionär, dieser "true American Star", hat also die Filmmusik für Crazy Heart zusammengestellt, produziert und die Originalsongs in großen Teilen komponiert - und das alles im Team mit dem ebenfalls sehr bekannten Gitarristen Stephen Bruton, für den dieser Job leider der letzte war. Er verstarb im Mai 2009 nur 60-jährig an einem Krebsleiden. Den Blue Rose-Freunden braucht man den Namen Stephen Bruton natürlich nicht mehr vorzustellen. All die famosen Soloalben, sein gewichtiges Mitwirken bei den Resentments und seine jahrzehntelange Treue als Sidekick für Kris Kristofferson haben ihm internationales Renommee eingebracht. Bruton und Burnett, beide waschechte Texaner, waren seit mehreren Dekaden miteinander befreundet und unterstützten sich gegenseitig bei vielen Gelegenheiten. |
| JON DEE GRAHAM TIt's Not As Bad As It Looks ![]() CD € 13,90 LP+CD € 17,90 |
Seit drei Jahrzehnten bürgt der Name JON DEE GRAHAM für allerbeste Qualitätsarbeit in den Sparten Roots Rock, Guitar Rock und Texas Singer/Songwriter. Der rastlose, vielbeschäftigte Allroundmusiker aus Austin gilt mit seinen 50 Jahren als absolute Kultfigur der Szene, die davon ja nachgerade nicht eben wenige aufweisen kann. Jon Dee Graham lebt seine Musik im wahrsten Sinn des Wortes und vertritt vehement die Rock'n Roll-Seite von Americana. Auf seinem brandneuen Album stellt er genau das mal wieder kongenial unter Beweis und zeigt, dass mit ihm - nach vielen privaten Nackenschlägen - wieder voll zu rechnen ist. It's Not As Bad As It Looks, es ist alles halb so schlimm - so heißt der logische, konsequente Titel bei jemandem, dem es so einige Male in seiner langen Karriere überhaupt nicht gut ging, der sich aber aktuell mächtig im Aufwind zu befinden scheint!
Seine Solokarriere startete Jon Dee Graham in 1997 mit einem geradezu fulminanten Einschlag: Escape From Monster Island. Knapp zwei Jahre später folgte Summerland und Anfang 2002 Hooray For The Moon, gleichzeitig der Start zu einer ganz engen, freundschaftlichen Zusammenarbeit mit Blue Rose, die bis auf den heutigen Tag anhält und über die Jahre eher noch gefestigt wurde. The Great Battle (2004) und Full (2006) hießen die nächsten Solo-Meilensteine. In der jüngeren Vergangenheit hatte JDG mit vielen Problemen zu kämpfen, die ihn aber letztlich nie verzweifeln, sondern vielleicht sogar immer noch stärker werden ließen: So leidet sein Sohn Willie an einer seltenen Knochenkrankheit, weswegen die Austin Community 2005 das außergewöhnliche Tribute Album Big Sweet Life - mit Graham-Material in Interpretationen vieler seiner Kollegen - auf die Beine stellte. JDG selber baute einen schlimmen Autounfall im Juli 2008, von dem er sich nur langsam erholte, nur um - gerade vollständig genesen - an Weihnachten zuhause von einer Leiter zu stürzen und sich die Rippen zu brechen. Nur ein paar Tage darauf stand er dann aber schon wieder auf den Brettern des berühmten Continental Club in South Austin, wo er immer noch jeden Mittwoch ein regelmäßiges Engagement gibt. Jemand, der schon soviel erlebt hat und der auch in der Lage ist, darüber zu reflektieren und die Geschehnisse in poetisch wertige Lyrics zu transferieren, muss mit einem großen Talent gesegnet sein. Einer, der so eine kernige, kompromisslose, charakterstarke elektrische Gitarre spielt und der seiner kruden Reibeisenstimme so viel Gefühl und Leidenschaft abverlangen kann, wird gleichermaßen viel drauf haben. Und wer das dann noch in solch markante, bärenstarke Songs verpacken kann wie auf It's Not As Bad As It Looks, der hat mal wieder einen ganz großen Wurf gelandet! So wie Jon Dee Graham mit diesen 11 kapitalen neuen Tracks, die relativ kurzfristig und weitgehend spontan an nur wenigen Tagen Ende Juni 2009 im Wire Recording Studio in Austin von Stuart Sullivan (Resentments, James McMurtry, Texas Tornados, Derailers, Calvin Russell) aufgenommen wurden. Produziert von Sullivan, Graham und seinem ewigen Mitstreiter Mike Hardwick hören wir eine sehr konzentrierte Studioarbeit von Bandleader Graham und seinen Fighting Cocks, hinter denen sich nicht etwa eine neue Formation verbirgt, sondern in harten Texas Gigs ausgebildete Musiker der ersten Liga, die auch alle schon lange für JDG tätig sind, nach dem Motto "why change a winning team?": Mike Hardwick (elektrische & akustische Gitarren, Lap Steel, Pedal Steel), dazu die Rhythm Section mit Andrew Duplantis (Alejandro Escovedo, Meat Puppets, Son Volt) am Bass und Joey Shuffield (Wild Seeds, Fastball) als Drummer. |
| CRACKER Live At The Rockpalast/ Crossroads Festival ![]() 2-CD+DVD € 19,90 2-LP+DVD € 27,90 |
Noch vor dem Erscheinen ihres neuen Studioalbums Sunrise In The Land Of Milk And Honey wurden also im Oktober 2008 einige weitere Live-Termine in Deutschland eingeschoben, und am 23.10. spielte das Quartett beim zweimal im Jahr stattfindenden Crossroads-Festival, einer Kooperation des WDR-Fernsehens in Köln und der Harmonie in Bonn. Der knapp 90-minütige Set enthielt neben einigen bis dato unbekannten Stücken aus „Sunrise…“ auch alle „Klassiker“ wie etwa „Teen Angst“, „The World Is Mine“, „Euro-Trash Girl“, „Big Dipper“, „One Fine Day“, „The Riverside“ oder „Seven Days“. Insgesamt 17 Stücke iumfasste der powervolle Auftritt, der nun endlich in kompletter Länge sowohl als Video- und als Audio-Set vorliegt, wobei der Audiopart, im TV extrem komprimiert, nun mit aller Wucht aus den Lautsprechern kommt. Von Cracker gibt es bisher eh kaum Live- DVDs, diese hier wird wohl für lange Zeit so etwas wie das non plus ultra sein und wir sind schon etwas stolz, hierfür die weltweiten Rechte bekommen zu haben. Live At The Rockpapalast/Crossroads Festival ist ab sofort exklusiv über unseren Webshop erhältlich, im regulären Handel ab dem 12.02. |
| HANK SHIZZOE Breather ![]() CD € 13,90 LP+CD € 17,90 |
Der schweizer Musiker, der den Künstlernamen HANK SHIZZOE führt und in Wirklichkeit Thomas Erb heißt, hat sich in den vergangenen fast 20 Jahren von einem viel versprechenden lokalen Talent zu einem der spannendsten, stilistisch flexibelsten und mittlerweile renommiertesten Roots Rock-Musiker in ganz Europa entwickelt! Als exzellenter Gitarrist mit Ausnahmetechnik und innovativer Singer/Songwriter im zeitgenössischen Americana-Sektor ist der Name Hank Shizzoe weit über die Grenzen unseres Kontinents hinaus bekannt, die vermeintlich übermächtige "Konkurrenz" amerikanischer Spitzenkräfte braucht er schon lange nicht mehr zu fürchten. Breather ist sein 9. Album im Roots-Genre seit 1994, etliche abweichende Projekte mit anderen sowie sein jüngster Ausflug in die Theaterwelt (Von Mäusen und Menschen - Of Mice and Men) nicht mitgerechnet. Breather ist auf der einen Seite ein typisches Hank Shizzoe-Werk mit vielen vertrauten Zutaten geworden, wirkt zum anderen verblüffend abwechslungsreich, dynamisch und geradezu überbordend vor ungebremster Roots-Kreativität!Breather bietet eine beeindruckende Demonstration all seiner individuellen Stärken und ist handgemachte Americana/Rockmusik auf höchstem Niveau! 'Two Ways Of Running' heißt der von Banjo und Orgel ummantelte, auf einem Teppich aus diversen Percussion basierende, mit schneidender Lap Steel durchzogene Eröffnungssong, der langsam und swampig vor sich hin brodelt. Eine unerhörte Tempoverschärfung gibt's gleich darauf mit einer gnadenlos hastigen, rock-poppigen Schnellversion von Adriano Celentano's Hit 'Svalutation', die Shizzoe - klar! - in italienisch singt und mit einer enormen Slide-Attacke frei nach David Lindley zum gloriosen Finale trägt! Apropos David Lindley: Dessen 'When A Guy Gets Boobs', eine selbst-despektierliche, text-witzige Altersbetrachtung von Twango Bango III ist hier Track #3 und gerät mit diesem unverschämt eingängigen Gitarrenriff und dem markanten Sprechgesang praktisch zu einem Mix aus 'Spirit In The Sky' und 'Choctaw Bingo' von James McMurtry. 'Shaker' kommt als atmosphärisch dichter, stetig sirrender Klangteppich mit verschiedenen Steel'n Slide'n Swamp Guitars, wunderschönen Harmony Vocals von Shirley Grimes und herrlich absurden Metaphern wie "I am the shaker, you're the tambourine... I am the race, you are the breather... I am the train, you are the station... I am the state, you are the nation...". Erst nach 7:05 ist diese eindringliche, fast psychedelische Wortreise zu Ende. Der 'Recession Blues' erinnert in seiner Dire Straits-Nähe an den Opener von Headlines, 'Are We There Yet?', und wo Hank Shizzoe früher danach mit einer ruhigen Ballade angetreten wäre, erfolgt nun mit 'Safe New World' gar eine weitere Rock-Beschleunigung, knapp und direkt vorwärtstreibende Rhythm Section und konsequente Blues Rock-Lead Guitar inklusive! Mehr kann man in 3:24 nicht hineinbekommen. |
MAILORDER NEWS| OWEN TEMPLE Dollars And Dimes ![]() CD € 13,90 |
HOLLY WILLIAMS Here With Me ![]() CD € 9,90 |
SCOTT MILLER For Crying Out Loud ![]() CD € 12,90 |
TOM OVANS Get On Board ![]() CD € 10,90 |
SETH JAMES That Kind Of Man ![]() CD € 11,90 |
| LUCERO 1372 Overton Park ![]() CD € 12,90 LP € 12,90 |
BLUE RODEO The Things We Left Behind ![]() 2-CD € 14,90 |
TIMOTHY B. SCHMIT Expando ![]() CD € 13,90 2-LP € 16,90 |
CAROLYN MARK & NQ ARBUCKLE Let's Just Stay Here ![]() CD € 13,90 |
VARIOUS ARTISTS KGSR Broadcasts Vol. 17 ![]() 2-CD € 19,90 |
| LUCINDA WILLIAMS Essence ![]() CD € 8,90 |
LUCINDA WILLIAMS World Without Tears ![]() CD € 8,90 |
Wieder haben wir die traurige Aufgabe, den Tod eines (ehemaligen) Mitglieds der Blue Rose-Familie zu vermelden: VIC CHESNUTT, der Anfang dieser Woche nach einem Selbstmordversuch ins Koma gefallen war, ist nicht mehr aufgewacht und nach Angaben eines Sprechers der Familie am Freitag in einem Hospital in seiner Heimatstadt Athens, Georgia gestorben. Er wurde 45 Jahre alt. Auf New West/Blue Rose hatte er die beiden erfolgreichen Alben Silver Lake und Ghetto Bells veröffentlicht, erst vor wenigen Wochen war sein neuestes Album At The Cut erschienen. Nähere Umstände seines Todes sind uns noch nicht bekannt, die Lücke, die er hinterlässt, wir nicht mehr zu schließen sein, denn seine Art, Songs zu schreiben und sie zu interpretieren, war einzigartig. Seine Themen waren selten optimistisch, meist waren sie geprägt von Schmerz, Bitterkeit und Ironie, zudem zuweilen mit autobiografischem Hintergrund. Wir werden ihn immer in unseren Erinnerungen behalten, ganz sicher auch seinen großartigen Auftritt beim "Orange Blossom Special"-Festival von Glitterhouse Records am 7.6.2003. Wir haben als kleinen Abschiedsgruß den Song "Wren's Nest".
MAILORDER NEWS| LYLE LOVETT Natural Forces ![]() CD € 15,50 |
TODD WOLFE Stripped Down At The Bang Palace ![]() CD € 14,90 |
DRAG THE RIVER Primer ![]() CD € 14,90 |
ROBYN HITCHCOCK I Often Dream Of Trains In New York ![]() CD+DVD € 15,90 |
Da kommt doch tatsächlich die alte Tante EMI auf die Idee, eine Compilation über Alternative Country zu machen. Und fragt bei uns an, ob sie den Song "Tell Me Hello" von JOSEPH PARSONS dafür bekommen könnten. Solcherlei Anfragen bekommen wir (leider) nicht allzu oft auf den Tisch, also haben wir die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und der EMI nicht nur den Joseph, sondern auch noch jede Menge weiterer interessanter Acts angeboten. Wenn ein Sampler über Alternative Country, bei welchem Label hierzulande würde man fündiger werden als bei uns? Und immerhin haben es letztlich 4 Künstler des Hauses auf diese Doppel-CD geschafft, neben Joseph sind es TODD THIBAUD, LEEROY STAGGER und BLUE MOUNTAIN. Insgesamt 41 Stücke umfasst dieses ehrgeizige Paket, das exklusiv für die Elektro-Kette "Saturn" konzipiert wurde und auch nur in den Läden der "Media Markt"-Schwester verkauft wird. Die auf der Compilation enthaltenen Songs und Künstler können sich durchaus sehen lassen, wenn auch bei Künstlern wie Elton John, Richard Thompson, Norah Jones, Dean Martin oder Reamonn die Frage erlaubt sein darf, was die mit Alternative Country zu tun haben.
MAILORDER NEWS| NEIL YOUNG Dreamin' Man Live '92 ![]() CD € 15,50 |
STEPHEN STILLS Live At Shepherd's Bush (Live) ![]() CD+DVD € 19,90 |
SCOTT MILLER For Crying Out Loud ![]() CD € 12,90 |
GRANT-LEE PHILLIPS Little Moon ![]() CD € 14,90 |
JIM BRYSON Live At The First Baptist Church ![]() CD € 13,90 |
MAILORDER NEWS| TOM PETTY Live Anthology ![]() 4-CD € 24,50 9-Disc € 85,90 7-LP € 85,90 |
TOM PETTY & THE HEARTBREAKERS’ definitiver Live-Set The Live Anthology hat mit der Veröffentlichung begonnen und wird uns noch einige Wochen begleiten, denn nicht alle 3 Ausgaben wird es gleichzeitig geben. Hier eine Auflistung, was den Tom Petty-Fan erwarten wird: Neben den Live-Darbietungen ihrer eigenen Klassiker enthält The Live Anthology auch einige der beliebtesten Coverversionen, von Klassikern über okskure Favoriten bis hin zu unerwarteten Adaptionen. Standard Set(ab sofort lieferbar): 48 Tracks auf 4 CDs plus Booklet, das Artwork gestaltet von Stepard Fairey, der bekannt wurde durch das "Hope"-Poster mit Barack Obama bei der US-Präsidentenwahl 2008 Deluxe Box Set (ab 4.12. lieferbar): - 62 Tracks auf 5 CDs inklusive 14 exklusiven Songs auf der 5. CD, die nur in der Deluxe-Box erhältlich ist - DVD mit 400 Days, eine bisher unveröffentlichte Dokumentation von Martyn Atkins, gedreht während der 1995er Wildflowers-Tour - DVD mit dem bisher unveröffentlichten Neujahrskonzert 1978 in Santa Monica, CA - Vinyl der remasterten Version des Official Live 'Leg-Bootleg Albums von 1976 - 1 Blu-Ray Disk mit allen 62 Tracks in Stereo und 5.1 Surround Sound - Deluxe-Buch mit Liner Notes und den persönlichen Ansichten zum Projekt von Tom Petty, Warren Zanes, Bill Flanagan, Robert Hilburn, Joel Selvin, Austin Scaggs und Phil Sutcliffe - eine lithografische Reproduktion des Cover-Artworks (30x30 cm) - Reproduktion des 1997er Fillmore-Konzertposters - Live Anthology Notenbuch - authentische Backstage-Pässe in Satin Vinyl Deluxe Box Set (ab 15.1.2010 lieferbar): - 51 Tracks, direkt gemastert von den unkomprimierten 24-bit 96K-Daten und gepresst auf 7 Stück 180g Vinyl-LPs in audiophiler Qualität - Deluxe-Buch mit Liner Notes und den persönlichen Ansichten zum Projekt von Tom Petty, Warren Zanes, Bill Flanagan, Robert Hilburn, Joel Selvin, Austin Scaggs und Phil Sutcliffe |
| SONS OF BILL One Town Away ![]() CD € 13,90 2-LP € 24,90 |
Die SONS OF BILL ausCharlottesville, Virginia fegen seit einigen Jahren wie ein wahr gewordener Traum durch die Stereoanlagen aller Country Rock-Fans weltweit. Also, zumindest sollte das so sein, aber noch sind sie eher ein lokales Ereignis, eines für die stets gut informierte Mailorder-Gemeinschaft und natürlich eines für befreundete Musiker und Bands, die in ihren Lobpreisungen für die Kollegen nicht müde werden. Zum Beispiel die Wrinkle Neck Mules aus der Nachbarszene von Richmond. Sie sind bereits etwas länger dabei und haben den Sons Of Bill genau eine Sache voraus, nämlich schon die zweite Veröffentlichung auf Blue Rose Records! Doch jetzt wird nachgelegt, One Town Away erscheint mit etwas zeitlicher Verzögerung nun auch in unseren Breiten. Diese Band, diese Musik, dieses bAlbum gehören einfach in den Stall von Blue Rose, gar keine Frage!!
Nein, der Bandname ist nicht gelogen! In der Tat handelt es sich bei der Kreativabteilung der Sons Of Bill um... die drei Söhne von Bill: Bill Wilson, selbst ein lokal anerkannter Musiker in Virginia. Es ist gut drei Jahre her, als James, Sam und Abe Wilson zusammen mit Seth Green am Bass und Todd Wellons an den Trommeln ihr erstaunliches Debütalbum A Far Cry From Freedom auf privater Ebene veröffentlichten. Man mochte kaum glauben, was da unter dem arg selbstgestrickten Booklet an reifer Musik zum Vorschein kam: nichts weniger als die perfekte Synthese von 70er Jahre Country Rock, 90er Gitarrenrock und Alt.Country der No Depression-Generation. In den Texten wurde alten Heroen wie der Nitty Gritty Dirt Band gehuldigt, die zumindest der erst 22-jährige Bandleader James Wilson zu ihrer Blütezeit gar nicht gekannt haben kann, da wurde das ländliche Small Town-Ambiente hofiert und über Menschen gesungen, die die Grenzen ihres Countys noch nie in ihrem Leben passiert hatten. Als Teenager hatte Wilson zuvor seine Metal-Zeit durchlebt, um in 2005 endgültig der Musik von Gram, Townes, Hank, Neil, Dwight & Co. zu erliegen. Schnell waren seine beiden Brüder motiviert, die Rhythm Section dazu gecastet, erste Songs geschrieben, zusätzliche Coverversionen von Steve Earle bis Drive-By Truckers für die Live Gigs einstudiert. Auf ihrer Platte betonten sie klar das „Rock“ in Country Rock und stiegen damit direkt in die höchste Liga zu Poco bis Reckless Kelly, der Dirt Band und Whiskeytown, den Long Ryders bis Son Volt ein. Qualität, Feeling - Killeralbum! Aber dann? Wie sollte das weitergehen?Ganz simpel - mit einem Zweitwerk, das noch richtig einen draufsetzt!! Eine lange Zeit haben sie gebraucht und manch andere Band hätte man inzwischen wahrscheinlich vergessen und vielleicht nie vermisst in dieser schnelllebigen Ära, wo nur noch das neueste Produkt zählt. Doch nun sind die Sons Of Bill wieder da, nur leicht - und nicht entscheidend - umbesetzt, als Drummer fungiert jetzt Brian Caputo, sind wieder da mit One Town Away, dem endgültigen Beweis, dass A Far Cry From Freedom keine Eintagsfliege war, sondern dass wir es hier mit Typen zu tun haben, die ihren Weg machen, die ihr Ding durchziehen werden - das ist kein Diskussionsthema! 8 Songs von insgesamt 12 stammen von Bandchef, Leadsänger, Gitarrist James Wilson, zwei von Sam Wilson (Gitarren, Lead Vocals, Harmonica, Lap Steel), je einer von Keyboarder (und ebenfalls Sänger) Abe Wilson sowie vom Team James Wilson/Bassist Seth Green. Einen Favoriten vermag man nicht auszumachen, alle glänzen mit einem für ihr junges Alter erstaunlich ausgereiften Talent, Dinge des täglichen Lebens textlich interessant aufzubereiten und in eingängige dabei anspruchsvolle Melodien zu verpacken, die klar über dem Durchschnitt liegen, was das oft so unübersichtlich und ausufernd gewordene Genre zu bieten hat! Für dieses Album haben sich die Sons Of Bill nach Kalifornien unter die Fittiche von Luxusproduzent Jim Scott (Whiskeytown, Wilco, Tom Petty, Neal Casal, BoDeans) begeben, der ihnen seinen bewährten Analog-Gitarrensound verschrieben und die tollen Lead & Harmony Vocals der Wilsons extra herausgeputzt hat. Zusätzlich zum ohnehin schon göttlichen Saiten- Dreiklang hören wir auf 4 Nummern sogar noch die Pedal bzw. Lap Steel des gesuchten Studiocracks Greg Leisz! Das ergibt unterm Strich einen wahrhaft kosmischen Sound, bei dem - wie eingangs gesagt - allen Freunden dieser zeitlosen Musik das Herz aufgehen müsste. Country Rock-Fans dieser Welt, vereinigt euch und liebt diese Band. Sie hat‘s wirklich verdient!! |
MAILORDER NEWS
| ZAC BROWN BAND The Foundation ![]() CD € 15,50 |
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| SETH JAMES That Kind Of Man ![]() CD € 11,90 |
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| BUSTER JIGGS Heartache Jubilee ![]() CD € 13,90 |
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| THE MOTHER HIPS Pacific Dust ![]() CD € 12,90 LP+CD € 16,90 |
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| TOMMY GALLAGHER BAND Always Something ![]() CD € 13,90 |
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| DREW NELSON Dusty Road To Beulah Land ![]() CD € 15,90 |
Die zweite CD des sympathischen Americana-Songwriters DREW NELSON aus Michigan hat mich auf Anhieb begeistert. Die mit warmer, rauher Stimme vorgetragenen Songs orientieren sich an bekannten Vorbildern wie Dave Alvin, Greg Brown, Guy Clark, Robert Earl Keen, Bruce Springsteen (Nebraska-Phase, aber nicht so düster..) oder den frühen Aufnahmen von Joe Henry. Die semi-akustischen Arrangements passen hervorragend zu den vorwiegend im mid-tempo und leicht rockigen Balladenbereich angesiedelten Stücken,die Musik wirkt insgesamt sehr stimmig. Die Begleitmusiker (mit u.a. akustischen und elektrischen Gitarren, Dobro, Mandoline, Banjo, Pedal Steel und dezenter Rhythm Section) kommem aus der lokalen Szene und spielen äußerst musikdienlich und einfühlsam. Das gesamte Album hat sehr viel Atmosphäre und Tiefgang und verbreitet ein angenehmes Feeling. |
| RADNEY FOSTER Revival ![]() CD € 14,90 |
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| JAY FARRAR & BENJAMIN GIBBARD One Fast Move Or I'm Gone ![]() CD € 15,50 LP+DVD € 23,90 |
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| GREG TROOPER The Williamsburg Affair ![]() CD € 14,25 |
Der Titel bezieht sich auf ältere Studiosessions, die der bekannte Singer/Songwriter und Americana-Künstler 1995 in Brooklyn zusammen mit Roscoe Ambel aufgenommen hat, die aber aus label-politischen Gründen nie ans Licht der Öffentlichkeit geraten sind. Das ist nun endlich möglich und, nun da der lange Jahre in Nashville lebende GREG TROOPER nach New York zurückgekehrt ist, sogleich das erste Projekt in der neuen/alten Heimat. 10 zumeist bislang unbekannte Trooper-Stücke und eine in der Tat tierische Fassung von Wrecking Ball (Neil Young), wogegen selbst die berühmte Emmylou Harris-Interpretation nicht mitkommt!! Mit seiner damaligen Begleitband The Flatirons, in der z.B. ein Ken Blevins trommelt (s.a. Sonny Landreth, John Hiatt), und weiteren tollen Musikern wie - natürlich! - Eric Ambel höchstpersönlich, Joe Flood, Dan Zanes, Larry Campbell, Andy York. |
| OWEN TEMPLE Dollars And Dimes ![]() CD € 13,90 |
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| CAROLYN MARK & NQ ARBUCKLE Let's Just Stay Here ![]() CD € 14,90 |
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| HOLLY WILLIAMS Here With Me ![]() CD € 9,90 |
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| MIKE McCLURE Onion ![]() CD € 13,90 |
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| MICKY & THE MOTORCARS Naive/Which Way From Here ![]() 2-CD € 13,90 2-LP € 27,90 |
Bisher haben wir CDs des texanischen Smith Music Group-Labels lediglich über unseren Mailorder vertrieben - mit großem Erfolg! Bands und Künstler wie die Bart Crow Band, Cross Canadian Ragweed, Whiskey Myers, Bleu Edmondson, die Randy Rogers Band, Rich O' Toole oder auch die jüngeren Neuerscheinungen wie Austin Allsup oder Chris Osmus kommen bei unserer Kundschaft sehr gut an.Eine der populärsten Bands auf dem Americana-Sektor sind neben Cross Canadian Ragweed und Reckless Kelly wohl MICKY & THE MOTORCARS - und es bleibt alles in der Familie: Die beiden Brüder Micky und Gary Braun sind wiederum Brüder von Willy und Cody Braun, beide bei Reckless Kelly tätig. Und Cross Canadian Ragweed sind für beide Bands so etwas wie "Blutsbrüder" - sie gehen oft zusammen auf Tour oder bestreiten zumindest gemeinsam einen Abend. Die Schnittmenge der Musik ist praktisch 100% - die einen sind vielleicht etwas härter (CCR), die anderen smarter (RK), Micky & The Motorcars irgendwo zwischendrin. Mit ihrem 3. Album Careless sind wir auf das Quintett aufmerksam geworden, und mit dem Nachfolger Naive zu Beginn dieses Jahres haben sich nochmals eine Schippe drauf gelegt. Wir wollten den Jungs die Plattform für ein größeres Publikum jenseits des Großen Teichs ebnen und haben einen europaweiten Deal über das Album abgeschlossen. Da einige unserer Kunden die CD bereits besitzen, gibt es die Blue Rose-Version von Naive mit einer Bonus-CD - dem allerersten Album der Band unter dem Titel Which Way From Here aus dem Jahr 2002. Diese CD ist bereits seit langer Zeit nicht mehr erhältlich, somit sollte das Package auch für diejenigen interessant sein, die Naive bereits besitzen. Für Careless hatten Micky & The Motorcars die Latte schon ziemlich hoch gelegt. Sollte ihnen der Druck zuviel geworden sein? Schon der Titelsong als Opener schöpft Hoffnung, dass dem nicht so sein wird - catchy Start mit deftigen Gitarren und einem harten Drumbeat sowie einer (wie könnte es anders sein) mörderischen Hookline, ehe der Break zum Mitsing-Refrain einleitet. Fette Produktion, das wird bereits nach 3 Minuten deutlich. Doch nicht nur das - Micky Braun, der für fast alle Songs verantwortlich zeigt, sind wieder zwei Hände voll griffige Americana/Alt. Country-Songs von der Feder gegangen, die sowohl den Sommer auf der Terrasse, im Freibad, auf der grünen Wiese oder beim Autofahren als auch die Wintermonate vor dem warmen Kamin oder auf dem kuscheligen Sofa gnadenlos versüßen. Und auch ein Blue Rose-Künstler kommt zu Ehren - Jon Dee Graham's "Twilight" (aus The Great Battle) ROCKT wie Hölle - Micky & the Motorcars haben nicht nur wegen dieser grandiosen Coverversion die Prüfung bestanden und sind so ziemlich auf dem Country Rock-Gipfel der Neuzeit angelangt. Naive ist ab dem 6. November über unseren Mailorder lieferbar, erhältlich über den regulären Handel ab 27.11. |
| MICKY & THE MOTORCARS Live At Billy Bob's Texas ![]() 2-CD+DVD € 14,90 |
MICKY & THE MOTORCARS Careless ![]() CD € 13,90 |
MICKY & THE MOTORCARS Ain't In It For The Money ![]() CD € 13,90 |
| TIFT MERRITT Home Is Loud ![]() CD € 13,90 2-LP € 25,90 |
TIFT MERRITT als ein echtes Darling der aktuellen Americana-Szene zu bezeichnen, ist sicher nicht übertrieben! Mit ihrer variationsreichen Musik, ihrer direkten Art und ihrem ungekünstelten, extrovertierten Auftreten hat sie in den vergangenen Jahren viele Freunde weltweit gewonnen und nicht nur die Country & Roots-Herzen der Männerwelt im Handstreich erobert. Sie ist im Lauf der Zeit zu einer echten Persönlichkeit gereift, die selbstbestimmt über ihre Musik entscheidet und sich keinem vermeintlich profitablen Lager unterordnet. Vermutlich sind es genau diese, von ihren Fans so heiß geliebten Eigenschaften, die einen richtig großen Karrieredurchbruch bislang behindert haben. Für die Major Companies ist sie einfach nicht biegsam genug. Ein klarer Fall also für ein Label wie Blue Rose, sich ihrer anzunehmen. Doch bevor die Reise in eine hoffentlich gedeihliche Zukunft beginnt (Tift Merritt ist beim US-Label Concord unter Vertrag und arbeitet an einem neuen Studioalbum, wofür die Karten für uns hierzulande ganz gut stehen), gilt es zunächst mal, quasi als Appetizer, die Wiederveröffentlichung eines höchst attraktiven "verlorenen Schatzes" zu feiern: Home Is Loud!
Für eine interessierte Alt.Country-Öffentlichkeit gab es die erste Begegnung mit der charismatischen Performerin aus North Carolina anlässlich eines Albums von Two Dollar Pistols aus der blühenden Chapel Hill-Szene. In 1999 präsentierte das Alt.Country/Country Rock/Neo Honky Tonk-Sextett auf seiner dritten Veröffentlichung das bis dato unbeschriebene Talent als Sängerin neben Bandleader John Howie, ließ sie am Songwriting teilnehmen und betitelte die fertige 7-Tracks-EP dann konsequenterweise auch mit Two Dollar Pistols with Tift Merritt! Damit wurden der kleinen Powerfrau schlagartig sämtliche Türen zu all den kleinen und großen Firmen des Genres geöffnet und Tift Merritt landete schließlich beim finanzstarken Trendlabel Lost Highway, das Anfang des Jahrtausends mit kapitalen Acts wie Whiskeytown, Lucinda Williams, Ryan Adams, Robert Earl Keen und Drive-By Truckers mächtig Alarm in der Americana-Szene veranstaltete. Ihr Debüt erschien im Sommer 2002 unter enormer Medienaufmerksamkeit: Bramble Rose war ein deutlich countryorientiertes Werk geworden, das - wie man schnell lernte - nur eine Seite der facettenreichen Künstlerin markierte. In Los Angeles von Ethan Johns produziert und mit einer Mischung aus ihrer eigenen Touring Band, Johns als Multiinstrumentalist und Big Shots wie Benmont Tench (Tom Petty & the Heartbreakers) eingespielt, gab es ausschließlich Merritt-Eigenkompositionen zu hören - eine Tatsache, die von merkwürdig vielen Neidern, die in ihr lediglich ein "attraktiv aussehendes Kunstobjekt der Industrie" sahen, seinerzeit nie so richtig anerkannt wurde. Was sich spätestens 2004 mit dem zweiten Album Tambourine und dem einhergehenden, ausgeprägten Touring Schedule ändern sollte!Tambourine zeigte nämlich die ganze Bandbreite der Tift Merritt zwischen Country, Roots, Rock'n Roll, Singer/Songwriter, Alt.Americana und… ganz viel Soul (Southern Gospel, Memphis Soul, blue-eyed R&B!) auf. Bis auf McClinton Osbie Burnetts 'Your Love Made A U-Turn' hatte sie wieder alle anderen 11 Songs selber komponiert, aber diesmal kamen sogar ihre schärfsten Kritiker nicht umhin, in kollektive Begeisterung zu verfallen: 'Stray Paper', 'Good Hearted Man', 'Still Pretending', 'Late Night Pilgrim', der Titeltrack oder all die anderen waren denn einfach auch zu gut! Wieder in L.A. produziert, aber diesmal von George Drakoulias (Jayhawks, Maria McKee), aufgenommen mit Top-Session-Leuten wie Neal Casal, Mike Campbell, Robert Randolph, Don Heffington, den Texicali Horns, Gary Louris usw. Trotz einer Grammy-Nominierung für das beste Country-Album in 2004 wollte der von Lost Highway erwartete Durchbruch nicht so richtig klappen und man entschloss sich zur Trennung. Erst 3 ½ Jahre später, im Februar 2008, erschien Studioalbum #3, das heiß ersehnte Another Country, wieder in einer George Drakoulias-Produktion. Doch hier wurde ganz bewusst das große Brimborium weggelassen. Thematisch eine Hommage an ihre Europa-Zuneigung, sang Tift Merritt sogar ein Stück ('Mille Tendresses') auf französisch, gab sich auch ansonsten eher introspektiv und zurückhaltend, ganz auf ihre Qualitäten als begnadete Singer/Songwriterin konzentriert. Es spielte diesmal wieder ihre eigene Band zusammen mit den Luxusgitarristen Charlie Sexton und Doug Pettibone! |
| WRINKLE NECK MULES Let The Lead Fly ![]() CD € 13,90 2-LP+CD € 24,90 |
Vom kauzigen Bandnamen bis zur urwüchsigen Musik - diese Fünf aus Richmond, Virginia werden ihre ausgeprägten Country-Wurzeln nie verleugnen! WRINKLE NECK MULES hat sich die Gruppe vor fast 10 Jahren benannt, das riecht förmlich nach Country. Gleißende Pedal Steel Gitarren, pluckernde Banjos, singende Electric Guitars, klirrende Mandolinen und eine Vorliebe für kräftigen, südstaatengefärbten Landrock mit süffigen Harmonien... - ja, auch das ist ganz klar Country. Genauer: die perfekte Synthese zwischen klassischem früh70er Country Rock und dem, was heutzutage gerne als Alt.Country, No Depression Music und Americana Rock angeboten wird. Let The Lead Fly heißt das brandneue, von allen Fans sehnlichst erwartete Album dieser formidablen Band, die ohne Frage zu den allerstärksten dieses Genres gezählt werden muss!
Let The Lead Fly ist bereits ihr viertes Werk und daher lohnt ein Blick in die Historie. Erste Spuren der Mules lassen sich bis 2000 zurückverfolgen, als ein paar Freunde irgendwo zwischen Charlottesville und Richmond entlang der Interstate 61 begannen, Gitarren, Banjos, Mandolinen und Dobros mit Bass, Drums und Keyboards zu kombinieren und zarte Versuche des vom Bluegrass inspirierten, mehrstimmigen Harmoniegesangs zu entwickeln. Das, was sich anfangs noch sehr holperig und kantig anhörte, geriet 2003 schon sehr viel professioneller. Da veröffentlichten sie nämlich ihr Debütalbum Minor Enough und rauschten fortan mit Volldampf in all die angesagten No Depression/Alt.Americana-Zirkel. In 2004/05 konsolidierten sie ihr Line-up, tourten regelmäßig die gesamte Ostküste rauf und runter, schufen sich einen stetig wachsenden Fankreis und bereiteten im Studio ihren nächsten großen Wurf vor. Mit Hilfe des renommierten Produzenten Chris Kress (Dave Matthews Band) gelang ihnen ein Jahr später das deutlich gereifte Studioalbum Pull The Brake. Es begeisterte alle Anhänger zeitlosen Country Rocks genauso wie die Independent-Fraktion, nicht zuletzt wegen eines Duetts mit Bonnie "Prince" Billy (aka Will Oldham) auf dem Track 'Lowlight'. 2007 folgte mit The Wicks Have Met das dritte WNM-Album - gleichzeitig Debüt auf Blue Rose und internationaler Durchbruch mit Bestnoten der einschlägigen Kritiker und hohen Notierungen in den Americana Charts dieser Welt!Personell ist die Gruppe in der gesamten Dekade ziemlich stabil geblieben. Chase Heard (Gitarren, Banjo), Andy Stepanian (Gitarren, Keyboards, Dulcimer) und Mason Brent (Gitarren, Mandoline, Banjo, Pedal Steel) sind die kreativen Köpfe, hauptverantwortlich fürs Team-Songwriting, die vielen instrumentellen Finessen und für die drei abwechselnden - und hörbar markant voneinander abweichenden! - Leadstimmen. Die später hinzugestoßene Rhythm Section, Bassist Brian Gregory und Schlagzeuger Stuart Gunter, komplettiert die bewährte Quintettformation und fügt sich dazu öfter in den ausgefeilten mehrstimmigen Backinggesang ein. Let The Lead Fly nacht genau da weiter, wo The Wicks Have Met vor zwei Jahren aufhörte: bei zeitlosem Country Rock und Cosmic Americana, oft Bluegrass-unterwandert, gespickt mit Zutaten aus Southern Rock, Westcoast Pop und ländlichem Mountain Rock. Der fröhliche Titeltrack zum Start gibt mit Doppel-Banjo, dynamischer Rhythmik, fetziger Fiddle, markigem Leadgesang und Sing-a-long Chorus die Stimmung vor: "don't just stand there, raise your guns and let the lead fly", jawohl, das erinnert an die guten alten Ozark Mountain Daredevils und lässt einen spontan auf die virtuelle Tanzfläche springen! Weiter geht's mit dem lässigen, angenehm Eagles-mäßigen ('Peaceful Easy Feeling') 'Fortune Fades' inklusive subtilem, dominantem Mandolinen-Picking und dem schleppenden Rock von 'Medicine Bow'. Bei 'Dopamine Dream' wird zum ersten Mal das Tempo etwas zurückgenommen, die WNM als Songwriter-Band! Gelungener Refrain, klasse Harmony Vocals, elektrische Twin Guitars im Southern Rock-Stil versus Pedal Steel. 'The Waters All Run Dry' klingt wie ein Field Recording aus der Great Depression-Ära: klagender Woody Guthrie-Gedächtsnisgesang mit Banjoklimpern und Mandoline, von rumpelndem Country Rock unterminiert und mit einem derangierten Electric Lead-Solo abgewürzt. Das Banjo-getriebene, mit ungewöhnlichen Electric Guitar-Fills verzierte 'One Hand In The Furnace' entwickelt sich mit seinem verschlafenen Killerrefrain zu einem echten Ohrwurm - da treffen Nitty Gritty Dirt Band auf Drive-By Truckers! |
| JOSEPH PARSONS BAND Slaughterhouse Live ![]() 2-CD € 14,90 3-LP € 32,90 |
Slaughterhouse Live ist das erste Live-Album von JOSEPH PARSONS, einem der Urgesteine auf Blue Rose, seit 10 Jahren. Und ohne Zweifel ist es die beste Live-Aufnahme von Parsons bisher! Aufgenommen im Theatersaal des Alten Schlachthauses im baden-württembergischen Schwäbisch Hall am 22.10.2008, war Joseph Parsons mit seiner Band (Parsons am Gesang und an akustischer und elektrischer Gitarre, Ross Bellenoit an der E-Gitarre, Lap Steel und Gesang, Sven Hansen am Schlagzeug und Freddi Lubitz am Bass und Gesang) extrem gut eingespielt und die beste Voraussetzung für einen gelungenen Mitschnitt. "This was recorded during a fantastic tour of Europe and I was thrilled to have captured it in this recording. I hope you feel the vibe that we felt that night," stellt Parsons fest. Und genau das ist es, was diese Aufnahme hat - Vibe. Eine Stimmung, die man auf Live-Konzerten nur dann richtig fühlen kann, wenn der Künstler unmittelbar vor den Zuschauern seine Songs präsentiert. Die Dynamik, die raue, gitarrenlastige Umsetzung der eher poppigen Studioalben des Singer/Songwriters aus Pennsylvania machten die Songs zu neuen, kraftvollen Kurzgeschichten. Neben Stücken aus seinem bisherigen Katalog glänzte unter anderem das neue Stück "Myriad Of Things", "Shine" und eine leidenschaftliche Version von Marvin Gaye's "What's Going On".Käufer der CD finden in der Verpackung einen Hinweis zum Download von mehreren Videos, die während der Schwäbisch Haller Show mitgefilmt worden waren. Joseph Parsons, Jahrgang 1964, wuchs in Pennsylvania auf, zog später nach Los Angeles, Boston, New York und Louisiana, machte Musik auf den Straßen von Barcelona und anderen europäischen Metropolen, arbeitete 1991 im Rahmen des Anti Gulf War Peace Teams in Kinderheimen in Bagdad. Seit den frühen 90ern wurde Parsons in Philadelphia sesshaft, nach einigen frühen Privatplatten startete er professionell bei Blue Rose Anfang 1998 mit dem von der Kritik begeistert aufgenommenen Album 5 A.M. Ein Jahr später folgte das selbstbetitelte Album Joseph Parsons, Live In Europe bot danach feinen Stoff seiner 99er Deutschland-Tournee mit Begleitband. Mit seinen jüngsten Alben The Vagabond Tales (2005), The Fleury Sessions (2006) und Heavens Above (2008) etablierte sich Parsons endgültig in der ersten Songschreiberliga! |
| CORB LUND Losin' Lately Gambler ![]() CD € 13,90 |
'Alberta Says Hello' - endlich auch nach Deutschland und Europa! Der Song, eine wundervolle Ballade von epischen Ausmaßen, stammt vom mittlerweile 6. Album des hoch aufgeschossenen Musikers CORB LUND aus dem Westen Kanadas, der dort seit langem weit über ein lokales Ereignis hinaus wahrgenommen wird, regelmäßig vor vielen Tausend Menschen spielt und im 5. Jahr hintereinander als bester Roots Artist ausgezeichnet wurde. Etliche Juno Awards (etwa der kanadische Grammy) und im Ausland bislang kaum nachvollziehbare gute Verkäufe schmücken seine Vita. Losin' Lately Gambler ist nun das Debüt für New West/Blue Rose und soll seinen Namen als Botschafter der so genannten CanAmericana-Bewegung nicht nur in die USA sondern auch in unsere Gefilde hinüberwehen.
Corb Lund aus Edmonton, Alberta ist ein CanAmericana-Künstler wie er im Buche steht und legt mit seinem neuen Album ein weiteres Werk vor, dass sich musikalisch und thematisch mit der Geschichte seiner Region auseinandersetzt. Damit steht Lund voll in der Tradition eines Ian Tyson oder Gordon Lightfoot, trifft darüberhinaus mit seinem rootsigen Folk & Country Rock zwischen "alternative" und "neo-traditional" genau den Nerv der Zeit. Und der Kritiker, die ihn völlig zu Recht als Hoffnungsträger feiern, der eines Tages als Kanadier die USA erobern könnte - was in der Geschichte der populären Musik selten genug geschehen ist! Allerdings: So unerhört ortsgebunden viele Titel und die meisten Themen seiner Alben auch klingen, die Musik ist letztlich gar nicht so weit weg von Austin oder East Nashville, durchaus Kulturkreise, die er gerne besucht, um sich mit den dortigen Musikern auszutauschen oder - wie nun zum wiederholten Male - mit dem berühmten Drummer/Sänger/Produzenten Harry Stinson zusammenzuarbeiten.Stinson, Mitglied der Dead Reckoning-Clique sowie der aktuellen Band von Marty Stuart (Fabulous Superlatives) und bekannt von unzähligen Sessionjobs für Steve Earle, Mary Chapin Carpenter, Rodney Crowell, Kelly Willis, Emmylou Harris, Nitty Gritty Dirt Band u.v.m., hat Losin' Lately Gambler produziert und den 12 Tracks ein abwechslungsreiches, vielschichtiges Klangbild verpasst, genauso wie zuvor bei Corb Lund's Durchbruchsalben Five Dollar Bill (2002), Hair In My Eyes Like A Highland Steer (2005) und Horse Soldier! Horse Soldier! (2007). Aber bereits in der Dekade zuvor präsentierte sich Lund mit seiner Punk Band schwer aktiv und sogar richtig erfolgreich: The Smalls waren über die Landesgrenzen Albertas hinaus ein dickes Thema. Ab etwa 1995 wendete er sich dann immer mehr der traditionellen Musik zu, entdeckte Songs seiner Vorfahren, entwickelte Vorlieben für Marty Robbins, Ian Tyson, Waylon Jennings und Steve Earle. Noch Ende der 90er markierten die privat veröffentlichten und mittlerweile vergriffenen Platten Modern Pain und Unforgiving Mistress den Beginn einer spannenden und vielversprechenden Solokarriere. |
Schon der Tourauftakt in Heilbronn hinterließ bei den 140 Zuschauern einen bleibenden Eindruck. Die Songs vom neuen Album One Foot In The Ether passten sich nahtlos den vom Debüt an und auch die ausgewählten Covers (u.a. "Mighty Quinn" und "(Is Anybody Going to) San Antone" fanden einen begeisterten Anklang. Die lokale Presse war ebenfalls sehr angetan vom ersten Blue Rose-Konzert in einer neuen Location, der "Ebene 3".
| ELLIOTT MURPHY Alive In Paris ![]() DVD+CD € 13,90 2-LP+DVD € 27,90 |
Alive In Paris - nur ein weiteres Live-Album des US-amerikanischen Singer/Songwriters ELLIOTT MURPHY mit Wohnsitz in Paris? Mitnichten - zunächst handelt es sich eine Kombination aus Live-CD und-DVD, zum anderen war der Anlass der auf Ton- und Bildträger festgehaltenen Show nicht alltäglich. Murphy erklärt dazu: "Es war das Allerletzte, was ich erwartet hätte, als ich vor fast 20 Jahren nach Frankreich zog - dass meine Karriere mit einer wunderbaren Ausstellung in dem herrlichen Rathaus-Gebäude des 6. Arrondisements nahe St. Germain gefeiert werden würde. Gilles Pidard von der University 7 sammelte, unterstützt von meiner Frau Francoise Viallon-Murphy und meinem inoffiziellen Archivar Franck Dumaine, hunderte von Fotos, Posters, Albumcovers, Notizen und alles mögliche, das man sich nur vorstellen kann, um eine wahrlich umfassende Ausstellung meiner Karriere zusammenzustellen." Diese besagte Ausstellung lief über fast drei Wochen und hatte hunderte von Besucher aus der ganzen Welt. "Sogar ich erfuhr noch neue Dinge über mich," sagt Murphy dazu grinsend.Die "Last Of The Rock Stars"-Ausstellung wurde noch getoppt von einem Konzert im Salles de Fete der Stadthalle am 26.09.2008. 800 Besucher kamen zu dieser Show mit Elliott Murphy, Olivier Durand und den Normandy All Stars (Alan Fatras - Cajon, Backing Vocals und Laurent Pardo - Bass, Backing Vocals). Nach fast nunmehr 40 Jahren unterwegs auf den Live-Bühnen dieser Welt scheint Murphy seine perfekte Begleitung gefunden zu haben. Sein langjähriger Partner Olivier Durand ist eh nicht mehr wegzudenken, so sehr bilden die beiden an ihren akustischen Gitarren eine unglaubliche Einheit, und durch die Ryhthm Section gerät die Live-Performance des Quartetts zu einer Rock-Show der Sonderklasse, die sogar auf eine ansonsten unumgängliche E-Gitarre verzichten kann, mehr als ungewöhnlich bei einer Rock-Band. Der Auftritt wurde sowohl audio- als auch videotechnisch festgehalten. Murphy erklärt: "The only problem was that the balance of the audio was flawed but luckily two of my fans - Xavier and Pierre - came to the rescue. They had recorded the complete concert themselves and their recordings were absolutely perfect! We put it all together with the help of Julius and Mikael in Le Havre and François in Paris and I honestly can say that Alive In Paris is a fine representation of the excitement both fans and me and my musicians feel each of the one hundred plus nights we hit the stage every year. But this night, in my adopted hometown of Paris was truly an evening that touched my heart and that I will never forget. And I proud to say that I am ALIVE IN PARIS! 17 Songs enthielt die fulminante Show, bei der alle Musiker zur Hochform aufliefen, darunter Murphy-Klassiker wie "Sonny", "Green River", Last Of The Rock Stars", "On Elvis Presley's Birthday", "Come On Louann" oder "Diamonds By The Yard", neue Stücke ("Black Crow", "Doctor Of Mercy") sowie eine atemberaubende Version des Doors-Meilensteins "L.A. Woman". |
| KRIS KRISTOFFERSON Closer To The Bone ![]() CD € 12,90 2-CD € 17,90 |
"... too old for breakin' and too young to tame." Dieser Refrain aus 'Sister Sinead', einem zentralen Stück des neuen KRIS KRISTOFFERSON-Albums Closer To The Bone, könnte gut und gerne auch für den großen Altmeister selber gelten! Nur selten in seiner mittlerweile 40-jährigen Karriere hat sich der Sänger, Songschreiber und Schauspieler Kris Kristofferson irgendwelchen Trends angepasst oder eine Arbeit abgeliefert, hinter der er nicht zu 100% stand, hat immer seine Meinung vertreten, auch wenn es unbequem wurde. Closer To The Bone, sein 19. Solowerk (diverse Kollaborationen von Rita Coolidge bis zu den Highwaymen sowie etliche Soundtrack-Sachen nicht mitgezählt), macht da gar keine Ausnahme und ist ein würdiger Nachfolger zum 2006er Studio-Comeback-Wunder This Old Road.
Kris Kristofferson ist einer der wirklich berühmten Künstler, bei dem die Bezeichnung "Living Legend" sicher nicht zu inflationär verwendet wird. Schließlich feierte er in diesem Jahr seinen 73. Geburtstag, hat uns aber immer noch (oder gerade deshalb) eine ganze Menge zu erzählen! Und das geschieht nun bereits zum zweiten Mal auf New West/Blue Rose und gar zum dritten Mal hintereinander in Zusammenarbeit mit dem bekannten Produzenten Don Was: definitiv ein Mann für gestandene Musiker und spezielle Charaktere - Bob Dylan, Brian Wilson, Rolling Stones, Waylon Jennings, Paul Westerberg, Randy Newman, Willie Nelson, Black Crowes, Bonnie Raitt, Delbert McClinton... Zwischen A Moment Of Forever (1995) und This Old Road (2006) gab es allerdings eine extrem lange Phase, in der Kristofferson an neuen Songs und längeren Studioarbeiten kein großes Interesse hatte. Er konzentrierte sich auf Liveauftritte und gelegentliche Sessions mit seinen Highwaymen-Freunden, Johnny Cash, Waylon Jennings und Willie Nelson. Nach dem Tod von Jennings und Cash fand er dann langsam wieder in die Songwriter-Spur zurück: Kris Kristofferson, als einer der mit Liedern wie 'Sunday Mornin' Comin' Down', 'Casey's Last Ride', 'Help Me Make It Through The Night', 'Loving Her Was Easier', 'The Taker' oder 'Me And Bobby McGee' dieses Genre maßgeblich mitgeprägt hatte, setzte sich mit This Old Road ein spätes Denkmal. Erstaunlicherweise jubelten nicht nur seine mitgealterten Anhänger, er fand mit diesem Album sogar völlig neue (und deutlich jüngere!) Hörer. Und Don Was nahm dabei eine ähnliche Rolle ein wie vor Jahren Rick Rubin für Johnny Cash!Keine Überraschung also, dass Closer To The Bone die Mission von This Old Road weiterführt. Don Was und wieder dieselbe kleine Musikerrunde nehmen Kristofferson in ihre Mitte und schaffen diese intime, unter die Haut gehende Wohnzimmeratmosphäre - Teil 2! Der Titelsong setzt dabei zur Eröffnung Maßstäbe. 'Closer To The Bone', als Demoversion bereits auf dem Reissue von The Road Goes On Forever der Highwaymen 1995 zu hören, hat als einer von wenigen Tracks die gesamte Mannschaft dabei: Kristofferson-Alumnus der ersten Stunde (1970!!) Stephen Bruton mit seiner vermutlich letzten Recording Session vor seinem Tod im Mai dieses Jahres nach langer Krebserkrankung. Er spielt Mandoline, singt die zweite Stimme und ist im Verlauf der Platte glücklicherweise noch öfter zu hören, auch mit akustischer Gitarre. Don Was spielt Bass, Jim Keltner sitzt hinter den Trommeln und Wallflowers-Mann Rami Jaffee am Klavier. Der Meister selber spielt durchweg die Akustische und Mundharmonika, singt mit tiefer, warmer, ausgemergelter Stimme. Das Attribut "würdevoll" scheint für diese einzigartige Performance angemessen! Nicht nur im Titeltrack, aber da ganz besonders, blickt Kristofferson auf all die vielen Jahre zurück, reflektiert auf ganz persönliche Art, wo er heute am Abend seines Lebens steht. Ein wenig melancholisch, sicherlich gefühlvoll, aber frei von Kitsch, Pathos und allzuviel Sentiment. Eine Gratwanderung, die man beherrschen muss, eine Qualität, die er nie verloren hat! |
Zunächst hatte ich mich mit dem Gedanken getragen, zu Matthew Ryan ins "Basement" zu gehen bzw. per Taxi fahren zu lassen, aber genau hier lag der Hund begraben: Die Entfernungen der am Festival teilnehmenden Clubs waren so groß, dass es per pedes einfach zu lange gedauert hätte, vom einen zum anderen Club zu gelangen. Da läppern sich die "cab rides" ganz schön zusammen, außerdem muss man ja auch noch das Glück haben, eines am Straßenrand abzupassen. Also doch wieder direkt in die "Cannery Row" und dort schnurstracks in den "Cannery Ballroom", einer architektonischen Mißleistung. Ein riesiger Saal, da passen bestimmt 2.000 Leute rein, wovon allerdings nur etwa 500 eine gute Sicht zur Bühne haben, weil die a) rechts ins Eck gebaut wurde (und ohne Periskop ein Mensch bekanntlich nicht um die Ecke gucken kann) und b) durch zahlreiche Pfeiler das Vergnügen je nach Stehplatz ziemlich getrübt werden kann. Ein Problem war das bei HOLLY WILLIAMS freilich nicht, die zur Akustischen und männlichen Begleitung (und einer weiteren Klampfe) Songs ihres Albums Here With Me präsentierte. Eine typische Singer/Songwriterin, die sich schon allein durch die Optik von vielen Kolleginnen absetzt - langes blondes Haar, perfekte Model-Figur und eine sehr interessante Stimme.![]() Will Hoge |
![]() JD Souther (links) |
![]() Nitty Gritty Dirt Band (Jeff Hanna, Jimmy Fadden und Jimmy Ibbotson) |
![]() Delbert McClinton und Alison Moorer |
![]() Nitty Gritty Dirt Band |
![]() Emmylou Harris |
![]() John Fogerty |
![]() Buddy Miller |
![]() Cody Canada (Cross Canadian Ragweed) |
Wenn ich mir noch nicht im klaren darüber war, mit der Blue Rose-Geschichte meinen Traumjob verwirklicht zu haben, dann war sicherlich der 16. September 2009 eine Bestätigung dafür, dass es so ist. Ich kann mir nicht vorstellen, als gelernter Verwaltungsbeamter in diesem Moment in einem Rock-Club in Nashville, Tennessee zu stehen, einer Sensation beiwohnen zu können und zusammen mit vielleicht 400 weiteren über das ganze Gesicht strahlende Zeugen bei 90 Minuten für die Ewigkeit dabei zu sein. Aber der Reihe nach:
Wie weiter unten bereits erwähnt, findet von Mittwoch bis Samstag in Nashville die Americana Music Conference statt, wo sich tausende von Leuten aus der Musikbranche, und da wiederum mehrheitlich aus dem Rootsrock-Bereich, treffen und auf Panels und Workshops sowie individuellen Meetings Geschäfte abschließen, sich kennenlernen sowie Gedanken und Ideen austauschen. Dieser Konferenz angeschlossen ist ein Musikfestival, bei dem an den 4 Tagen in 5 Clubs der Stadt pro Abend 5 Künstler und Bands auftreten.
Dann wie von SXSW gewohnt der 20 Minuten-Umbau für die Band Of Heathens. Der Club hatte sich mittlerweile doch ganz schön gefüllt, was sicher nicht nur an unserer Truppe aus Austin lag, sondern es musste sich in der Stadt herumgesprochen haben, was da heute Abend noch abgehen sollte. Das Quintett war die letzten Monate praktisch pausenlos auf Tour in den USA, grasten den kompletten Mittleren Westen und Westen ab und kamen direkt im strömenden Regen aus Little Rock, Arkansas. Meine Befürchtung, die Jungs wären groggy oder ausgelaugt, war freilich unnötig. Kaum auf der Bühne, legten sie mit einem druckvollen "L.A. County Blues" los und ließen danach "Shine A Light" folgen. Und wieder hatte ich den Eindruck, dass die Band seit Mai besser geworden ist, vor allem Gordy Quist und Ed Jurdi gehen immer mehr aus sich heraus und schreien sich die Songs aus der Kehle, dass einem die Spucke weg bleibt. Seth Whitney im anständigen Kurzhaarschnitt grinst derweil wie eh und je, Colin Brooks bleibt der ruhige Pol links außen und John Chipman schüttelt seine Mähne während seinem druckvollen Schlagzeugspiel, das jedem Heavy Metal-Headbanger Konkurrenz machen würde. Nur 7 Songs blieben ihnen in den 40 Minuten, diese aber boten sie mit einer absoluten Weltklasseleistung dar, was vom Publikum auch entsprechend durch begeisterte Zwischenrufe und tosenden Applaus dankbar aufgenommen wurde. Bis auf den letzten Song des kurzen Sets ("Don't Call On Me") spielte die Band ausschließlich Stücke von neuen Album One Foot In The Ether ("Golden Calf", "You're Gonna Miss Me", "Somebody Tell The Truth" und "What's This World"), und natürlich hätten sie so noch 2 Stunden weitermachen können. Doch wir werden sie ja in Kürze bei uns zu Gast haben und alle fünf freuen sich schon sehr darauf!
Mit "When Will I Be Loved" ging es los, gefolgt von "Paradise", zwei Stücke aus dem famosen neuen Blue Ridge Rangers-Album (bei uns übrigens derzeit zum Sonderpreis im Mailordershop erhältlich!). Wer jetzt gedacht hatte, es würden nur Songs aus diesem Album gespielt werden, der sah sich getäuscht: "Born On The Bayou", "Green River", "Lodi" und "Who'll Stop The Rain" fegten über die Bühne wie ein Orkan und der Meister wurde von Song zu Song lockerer. Danach wieder ein Dreier-Gespann aus dem neuen Werk: John Denver's "Back Home Again", "Change In The Weather", dem einzigen Fogerty-Original auf dem neuen Album, und "Garden Party" von Rick Nelson. Es ging munter weiter: "Have You Ever Seen The Rain", "Big Train From Memphis", "Haunted House", "Keep On Chooglin'", "Night Time Is The Right Time" und "Rock And Roll Girls". Und immer wieder "Personalwechsel" auf der Bühne: zeitweise 5 (!) E-Gitarren, wobei mir Buddy Miller ehrlich gesagt leid tat, denn er war nur einer von vielen und konnte zu keiner Zeit zeigen, welch großartiger Gitarrist er ist. Er stand einfach nur da, grinste ohne Unterbrechnung und reihte sich in die Phalanx der Stromgitarreros ein. Ebenso überflüssig eigentlich auch der Keyboarder und die beiden Background-Stimmen, aber soll ich jetzt auch noch meckern bei diesem once-in-a-lifetime-Ereignis? Fogerty war in der Zwischenzeit vollkommen gefangen von der unmittelbaren Nähe zum Publikum, fragte dann etwa eine Dame in der ersten Reihe, ob sie jetzt tatsächlich telefonieren müsse, während er eine kleine Geschichte erzähle, die Begleitband schwitzte sich einen ab wie selten zuvor, und es ging langsam auf die Schlussgerade des 90 Minuten-Auftritts zu: "Down On The Corner", "Old Man Down The Road", "Bad Moon Rising", "Fortunate Son" und zum Abschluss natürlich "Proud Mary". 20 Songs insgesamt waren das, davon unzählige absolute Klassiker der Musikgeschichte, dargeboten von einem der ganz großen Songwriter der populären Musik vor einem Publikum, das das nicht zu fassende Glück hatte, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort gewesen zu sein.| JAMES McMURTRY Live in Europe ![]() CD+DVD € 13,90 LP+CD+DVD € 18,90 |
Just Us Kids, McMurtry's 9. Album, war im April 2008 auf Blue Rose erschienen, gefolgt von der ersten Tour durch diverse europäische Länder überhaupt. Im Januar dieses Jahres begeisterte McMurtry mit seiner Begleitband "The Heartless Bastards" (speziell für diese Tour verstärkt mit der englischen Legende Ian McLagan von den Small Faces an den Keyboards) Konzertbesucher in Deutschland, Großbritannien, Irland, den Niederlanden und Belgien. McMurtry kombinierte die besten Aufnahmen der Shows in Amsterdam und dem baden-württembergischen Geislingen für sein zweites Live-Album Live in Europe. Das Live-Set enthält neben der regulären CD eine Bonus-DVD mit Ausschnitten der Show im Amsterdamer Paradiso. Es ist das erste Mal, dass McMurtry's Fans die Möglichkeit bekommen, Live in Concert-Videoaufnahmen von ihm zu kaufen. Die Deluxe-Vinyl-Version enthält neben der 180g-LP sowohl die CD als auch die Bonus-DVD. Kumpel Jon Dee Graham, ebenfalls aus Austin, Texas, eröffnete die Europa-Shows und die Band begleitete ihn bei dessen Song "Laredo", zu sehen auf der Bonus-DVD. Live in Europe ist ab 11.9. über unseren Mailorder und ab dem 25.09. auch über den regulären Handel zu beziehen. |
| CHRIS CACAVAS Love's Been Discontinued ![]() CD € 13,90 LP+CD € 17,90 |
CHRIS CACAVAS aus Karlsruhe, Deutschland. Das hört sich zunächst vielleicht nicht ganz so sexy an wie Chris Cacavas aus Tucson, Arizona oder Los Angeles, Kalifornien. Seit langem lebt der bekannte Musiker aus den Staaten bereits in Süddeutschland der Liebe wegen, der Qualität seiner Kunst hat das gar nicht geschadet. Im Gegenteil: Mit seinem zweiten Album für Blue Rose, Love's Been Discontinued, beendet er nicht nur eine 5½-jährige Kreativpause in eigener Sache, sondern meldet sich eindrucksvoll im Lager der unangepassten, sperrigen, non-trendigen Singer/Songwriter zurück!
Seit Ende 2007 ist Love's Been Discontinued bereits in Arbeit, aber Chris Cacavas ist über die vielen Jahre seiner Karriere ein selbsternannter Kontrollfreak geworden. Statt wie vor 15 oder 20 Jahren mit seiner damaligen Band Junkyard Love einfach mal eben ins Studio zu gehen, um in Kürze und "fast live" in wenigen Tagen ein ganzes Album fertigzustellen, da tüftelt er heute lieber ewig lange an einer einzigen Nummer, bis sie perfekt klingt, bis die letzte Nuance ausgereizt ist, spielt er lieber mit selbst entwickelten Overdubs und benutzt seine aktuelle Touring Band oder vereinzelte Gäste nur für bestimmte Parts (Rhythm Section, Frauen/Backing Vocals, Geige, Percussion), die er nicht selber erfüllen kann.Das hat sich abermals gelohnt! Wie zuletzt auf Self Taut (2004) knüpft Cacavas an seine besten Solozeiten Ende der 80er bis Mitte der 90er an - was die Qualität der Songs, die akkurate, klare Produktion und die wieder deutlich verstärkte Gitarrenlastigkeit angeht. Alle, die sich ein wenig in amerikanischer Independent Rock Music auskennen, wissen natürlich, dass sich der vielseitig begabte Musiker bereits lange vorher in die Annalen fachkundiger Rocklexika eintragen konnte. Als Gründungsmitglied der legendären Green On Red aus Arizona/Kalifornien war er mit seinem typisch flirrenden Orgelsound neben Dan Stuart und (etwas später) Chuck Prophet stilprägend für die ersten wichtigen GOR-Platten wie Gravity Talks, Gas Food Lodging, No Free Lunch und The Killer Inside Me. In dieser Ära avancierte Cacavas auch zu einem der meistfrequentierten Studiomusiker für unzählige "Wüstenrock"-Sessions von Rang zwischen Tucson und Los Angeles. Sein Name steht auf den Plattenhüllen von Rich Hopkins, Chris Burroughs, River Roses, Russ Tolman, Naked Prey, Ghosthouse, Leaving Trains, Romans, Dream Syndicate, Downsiders u.v.m. Besondere Erwähnung verdienen seine engen Kontakte zu Howe Gelb/Giant Sand und Steve Wynn, die ihn immer wieder gerne als Tastenmann für ihre Tourneen rekrutierten. Selbstverständlich war er vor kurzem auch bei den umjubelten Reunions von Green On Red und Danny & Dusty maßgeblich dabei, sitzt er für Steve Wynn's aktuelles Projekt, das Dragon Bridge Orchestra, hinterm Keyboard! Auf seinem 10. Projekt, Love's Been Discontinued, widmet sich Chris Cacavas wieder verstärkt den Gitarren - akustischen und elektrischen! Im Einklang mit diversen, mehr im Rückraum verwendeten Tasteninstrumenten und seiner nur aufs erste Hören sanft klagenden, dabei nachhaltig und eindringlich wirkenden Stimme, die mitunter sehr an den frühen Neil Young erinnert, entwickelt er über 12 Songs in gut 50 Minuten eine auf Dauer hypnotisch wirkende Atmosphäre, in der sich melancholische Schwermut, psychedelisch-poppige Arrangements, die Molltonarten bevorzugendes Songwriting und eine kerngesunde Indie Rock-Attitüde treffen und zum großen Ganzen verschmelzen. Stilistische Brüche, unvermutete Tempowechsel oder Stimmungsschwankungen werden tunlichst vermieden, sodass sich dem geneigten Hörer die Chance bietet, völlig in die wunderbar dahinfließende Musik, in den Chris Cacavas-Kosmos einzutauchen. |
| TOM GILLAM Had Enough? ![]() CD € 13,90 2-LP+CD € 24,90 |
Had Enough? Nein, natürlich nicht! Das wird wohl jeder Fan auf den "fishin' for compliments"-Albumtitel des beliebten Eastcoast-gone-Texas Rockers TOM GILLAM antworten. Kennt man allerdings seine ein paar Jahre zurückliegenden, massiven gesundheitlichen Probleme, dann mag die Frage auch ein wenig an sich selbst gerichtet sein. Nach drei schweren Herzattacken im Frühjahr 2006 hing sein Leben am seidenen Faden. Ganz klar, dass man nach so einem Schicksalsschlag alles neu ordnet und die Sinnfrage stellt. Hat er getan, hat er beantwortet: mit seinem 2007er Comebackalbum und gleichzeitigem Blue Rose-Labeldebüt Never Look Back, ausführlichem Touring mit dem Ergebnis der prächtigen Live-CD Play Loud... Dig Deep und einer völlig umgekrempelten Lebensweise, die fast einer Quadratur des Kreises nachkommt - extrem auf die Gesundheit achten und trotzdem rock'n rollen was das Zeug hält! Tom Gillams neuestes Studiowerk beweist eindrucksvoll, wie gut das funktionieren kann!!
Erst kürzlich ist Gillam aus seiner langjährigen Heimat Philadelphia nach Austin gezogen, hat einige Musiker seiner Band Tractor Pull wie z.B. Gitarrist/Produzent Joe Carroll mitgenommen und vor Ort lokale Sessionmusiker ergänzt. So hören wir jetzt Alan Durham (Dumptruck, Alejandro Escovedo, Michael Hall) an der Leadgitarre, Michael "Cornbread" Traylor (Escovedo, Beaver Nelson, Billy Joe Shaver, Walter Tragert) am Bass und Vicente Rodriguez (Sister Morales, Eric Hisaw) am Schlagzeug. Keine Frage, dass sich Gillam schnell eingelebt hat, der neue, erheblich wurzelnähere Texas Sound in seiner Musik ist wirklich unüberhörbar!Tom Gillam erlangte bei uns zunächst auf Umwegen eine erste Randnotiz. Der beliebte Blue Rose-Künstler Joseph Parsons verpflichtete ihn als (Slide) Gitarristen für seine elektrische Begleitcombo, mit der er in den Jahren 2005 und 2006 gleich mehrfach auf Europa-Tournee ging, einen legendären Rockpalast-Gig bestritt und die formidablen Alben The Vagabond Tales und The Fleury Sessions einspielte. Dabei machte Gillam durch seine vitale Bühnenpräsenz, sein großes Talent als Gitarrist und nicht zuletzt durch seine sympathische Art gehörig auf sich aufmerksam. Zu diesem Zeitpunkt hatte der vermeintliche Sideman in den Staaten bereits drei eigene Alben veröffentlicht: das 1998er Debüt First Of All, Dallas (2001) und Shake My Hand (2004). Besagte Meilensteinplatte Never Look Back, eine Live-Tournee mit Tractor Pull und eine akustische Club-Visite mit Blue Rose-Act Todd Thibaud als Duo in 2008 taten ihr Übriges, um die Marke Tom Gillam hier noch stärker einzuführen. 'Real Thing' ist ein Kickstart, wie er besser kaum gelingen könnte: Unwiderstehlich vorwärts treibende akustische und elektrische Rhythmusgitarren, satter Druck von Bass und Drums, eine auf und ab jubilierende, zupackende Lead Guitar, ein permanentes Slide Solo und dann diese schnarrende, rohe, im positiven Sinn aggressive Stimme des Protagonisten - the real thing, fürwahr, kein anderer Titel wäre hier denkbar! Gleich danach ein Rückblick in die Vergangenheit, in der eben nicht immer alles so toll war, 'Ready To Begin' ist gleichzeitig eine Kampfansage an die Zukunft: "...tired of running in a race I can't win, tell the whole world that I'm ready to begin" heißt es im hymnenhaften Chorus, gespickt mit nicht enden wollenden Slidepassagen. Dann kommt 'Ride', ein garantierter künftiger Live-Hammer im Programm von Gillam und seiner Band Tractor Pull! Swampiger Roots Rock in Hochgeschwindigkeit, die Band kocht am Siedepunkt, als Stargast #1 bläst Guy Forsyth frenetisch in die Blues Harp und als Stargast #2 liefert Ed Jurdi von der Band Of Heathens einen grandiosen Beitrag am Wurlitzer Piano ab. R.o.c.k.t.!! Midtempo-Power dann: 'Weary Game' und 'Tear In The Rain' sind nur zwei Beispiele für gleich mehrere höchst melodische, handwerklich souverän gestrickte Songs mit Tiefgang, Nachdruck und Wiedererkennungs-Killerrefrain. Die fünf-minütige Endlosschleifenballade 'Million Miles Away' kommt im Stil eines verschollenen Gregg Allman-Klassikers - da möchte man glatt die überwunden geglaubte Feuerzeugschwenkkultur wieder einführen! Der Titeltrack ist ein mean & dirty Boogie Rocker in Faces/Black Crowes-Manier, '(When You) Come Around' ein Breitwandhit zum Mitsummen inkl. Eagles'schen Ooohs & Aaahs. |
| BAND OF HEATHENS One Foot In The Ether ![]() CD € 13,90 LP+CD € 17,90 |
Zur Erinnerung: BOH fanden vor drei Jahren eher zufällig im Momo's Club in Austin zusammen - drei gestandene Singer, Songwriter und Gitarristen, die allesamt den Frontmann machen können, technisch anspruchsvolle Soli an akustischen, elektrischen und Slide Gitarren beherrschen: Ed Jurdi, Gordy Quist, Colin Brooks. Anchorman und Bassist Seth Whitney und der etwas später hinzugestoßene, nun nicht mehr wegzudenkende Austin-Spitzendrummer John Chipman komplettieren das Line-Up. Mit dem zweiten lokalen CD/DVD-Release Live At Antone's wächst die allgemeine Aufmerksamkeit, zunächst in der Austin Community (die Band heimst Awards des Chronicles ein, wird zu Local Darlings), dann über die SXSW-Schiene bis nach Europa, wo Blue Rose nichts anbrennen lässt, um sie frühzeitig unter Vertrag zu nehmen. Bereits im Mai 2008 erscheint Band Of Heathens und schlägt - unterstützt von heftigem Touring - ein wie eine Bombe. Was bei One Foot In The Ether sofort auffällt ist eine durchweg druckvolle musikalische Aussage mit zum Teil opulenteren Arrangements, zunehmend elektrischen Anteilen und einem wesentlich homogeneren Sound. Bis auf eine Coverversion von 'Look At Miss Ohio' (Gillian Welch/David Rawlings) haben die drei Kreativkräfte/Songschreiber diesmal alle weiteren 11 Tracks im Team komponiert: Jurdi, Brooks und Quist fügen dabei ihre typischen Autorenstile wie in einem Puzzle zusammen, sodass aus den vielen Teilen ganze Bilder entstehen. Bilder mit Rock'n Roll-Dynamik, Gospel-Flair, Soul-Farbe, R&B-Groove, Balladen-Power, Americana-Wissen. Und diese Einzelbilder wiederum werden mit einem geradezu traumhaft sicheren Gespür für die optimale Kopplung in Fluss gebracht - ein wahrer Strom aus Talent und Können, Leidenschaft und Hingabe, Anspruch und Ehrgeiz. Die Ambitionen sind offensichtlich, noch mehr als auf ihrem Debüt, wofür man songmäßig ja aus dem prallen Backkatalog der vergangenen Jahre schöpfen konnte, ein konsequent neues Werk zu schaffen, das die Erfolgsgeschichte fortschreiben soll und aus dem man für die nächsten 280 Live-Tage-pro-Jahr genügend potenten Stoff beziehen kann. |
Vom Start weg besticht One Foot In The Ether durch die mittlerweile verbrieften BOH-Qualitäten. 'L.A. County Blues' ist ein lässiger, dabei engagierter Shuffle Rocker im Stil der frühen Little Feat. Mehrere elektrische Gitarren, Slide, Orgel und die konsequent griffige Rhythm Section von Bassist Seth Whitney und Drummer John Chipman, sowie die sich durch das gesamte Album ziehenden mehrstimmigen Gesangssätze bestimmen das Szenario, die bildhafte Leftfield-Poesie im Geist eines Hunter S.Thompson setzt dabei früh höchste Maßstäbe an die weiteren Lyrics! 'Say' und 'Shine A Light' sind positive Vibes ausstrahlende Clap-along-Nummern mit sämigem Gospelgesang und herrlich altmodischen Analog-Keyboards (Lowry Organ, Wurlitzer Piano). Wechselnde Lead Vocals, ein Lowell George-Gedächtnis-Slide Solo, an New Orleans-style Marching Bands gemahnende Drums & Percussion - weitere Zutaten, die besonders 'Shine A Light' praktisch aus dem Stand zu einem künftigen Crowdpleaser prädestinieren! 'Golden Calf' ist ein in intelligente, aufwühlende Worte verpackter Protestsong gegen Ignoranz und Wegschauen, der mit seinen "maschinenhaften" Soundscapes, der sägenden Slide und verfremdeten Vocals an die Art von Ry Cooder-Filmusiken wie Blue Collar und Blue City erinnert. Zur Erholung folgt das von Colin Brooks' Mandoline vorangetriebene Semi-Akustik-Stück 'What's This World', wo sich im Verlauf noch eine schöne Slide-Passage reinwindet und die Rhythm Section Fahrt aufnimmt; da kommen BOH den Resentments schon sehr nahe! 'You're Gonna Miss Me' ist einer dieser charakteristischen Little Feat-meet-Subdudes-style Boogie Stomper: Dobro, Klavier, Electric Slide, Lap Steel, Gospelgesang, New Orleans-Rhythmik, Cowbell, Handclaps - nearly perfect!! Mit seinen 6:12 Minuten eignet sich 'Somebody Tell The Truth' auch formal als Beispiel für die Jam Rock-Quote der Band: Jeder der drei Frontmänner bekommt sein Solo, seinen Spot im Rampenlicht, kann sich mit den anderen duellieren, um im Triple Guitar Sound von feister Orgel unterminiert, von Bass und Drums angeschoben, einem fulminanten Finale entgegenzusteuern. 'Look At Miss Ohio' wird in der ruhigen Art von The Band zelebriert, leise schmatzende, sich in famose Soli steigernde Gitarren, eine weit ausholende Lap Steel, flächige Orgelmuster und rollende Klavieruntermalung sowie die vielleicht einfühlsamsten Vocals ever von Gordy Quist wirken noch lange im Kopf nach.| DRIVE-BY TRUCKERS The Fine Print ![]() CD € 13,90 2-LP € 20,90 |
Nach sieben Studioalben und einer personellen Zäsur vor etwa drei Jahren zieht eine der besten und wichtigsten Southern Rock/Americana Bands dieser Tage Bilanz: nicht einfach mit einer Best Of-Kompilation, sondern mit einem praktisch neuen Werk, das Outtakes, Alternativversionen und anderweitig Unveröffentlichtes von 2003-2008 enthält - 12 famose Tracks, die sich im durchweg eigenständigen Album The Fine Print (A Collection Of Oddities And Rarities 2003-2008) ganz prächtig zusammenfinden.Ab 2003 hatten DRIVE-BY TRUCKERS aus Athens, Georgia das beneidenswerte Stadium der wenigen Rockbands erreicht, die einfach gar nichts mehr falsch machen können! Kontinuierlich feilten sie seit gut sechs Jahren an ihrer Legende der hippen "No Depression-Southern Rocker", die mit beispielloser Passion vermeintliche ideologische Gräben zwischen Lynyrd Skynyrd und Neil Young überbrückten, eine musikalische Liga schufen, in der sich die Black Crowes und Bottle Rockets mit Slobberbone, Black Oak Arkansas und den frühen Outlaws kongenial vereinten. Ihr epochales Album jener Zeit hieß Decoration Day und es war nicht nur das Labeldebüt auf New West/Blue Rose, sondern auch das erste mit einem neuen Mann, der sich als dritter Leadgitarrist, dritter Sänger und dritter Songautor vom Start weg fortan gleichberechtigt neben den Gründungsmitgliedern Patterson Hood und Mike Cooley behaupten sollte und auch auf den folgenden Veröffentlichungen gewichtige Akzente setzte: Jason Isbell! Dieses Kreativtrio war auch für die oftmals kongenialen Songs auf den beiden nächsten Werken verantwortlich: The Dirty South (2004) und A Blessing And A Curse (2006). Komplettiert wurde das Line-Up von der Rhythm Section um den langjährigen Drummer Brad Morgan und Shonna Tucker, die ab 2004 Earl Hicks am Bass ersetzte. Die Jahre 2006/2007 bedeuteten für die DBT die härteste innerbetriebliche Zerreißprobe. Jason Isbell brach schließlich aus, ging in seine Heimat Muscle Shoals zurück und machte sein Ding - wie wir heute wissen - mit großem Erfolg und auf weiterhin sehr hohem Niveau unter eigenem Namen als Jason Isbell & The 400 Unit. Nach einer längeren Auszeit bündelten die Rest-Truckers Mitte 2007 ihre Kräfte, verpflichteten den beständigen Freund und Gastmusiker John Neff als festes Mitglied für spezielle Saitenaufgaben von Pedal & Lap Steel bis zu diversen akustischen und elektrischen Gitarren, schoben Shonna Tucker mit ersten eigenen Songs und Lead Vocals mehr in den Vordergrund und setzten ihre Karriere mit dem vorzüglichen "Comeback"-Album Brighter Than Creation's Dark auf Re-Start! |
| DELBERT McCLINTON Acquired Taste ![]() CD € 13,90 2-CD € 19,90 |
Hoch in den 60ern gelingt dem alten Haudegen DELBERT McCLINTON nochmals - wie schon so oft zuvor - eine interessante Karrierewendung mit seinem ersten neuen Studioalbum nach vier Jahren, Acquired Taste. Es war zuletzt etwas ruhig geworden um den weißen Roots'n Blues'n Americana-Shouter, der es sich im neuen Millennium mit einer Serie von kommerziell erfolgreichen und hoch dekorierten Veröffentlichungen auf New West/Blue Rose vielleicht ein wenig zu gemütlich einrichtete. Am Ende war die Inspiration abhanden gekommen und es benötigte immerhin den Luxusproduzenten Don Was, um McClinton den nötigen Kick für ein solch außergewöhnlich starkes Werk wie Acquired Taste zu vermitteln.Eine erste frühe Erwähnung findet McClinton bereits 1962 als Harmonikaspieler auf Bruce Channels Hit 'Hey Baby'. Es geht die Sage, dass er mit seinem Solo den jungen John Lennon massiv beeinflusst habe. Immer schon mehr der Blues-Seite amerikanischer Roots Music zugewandt spielte er in seiner texanischen Heimat zwischen Lubbock und Fort Worth mit Sonny Boy Williamson, Jimmy Reed und lokalen Acts wie den Ron-Dels, Straightjackets und Bobby Crown & The Kapers. Anfang der 70er zog es ihn mit seinem langjährigen musikalischen Partner Glen Clark nach Los Angeles (Delbert & Glen), bevor er fortan - zurück in Houston - LPs am Fließband für ABC, Capricorn, Capitol, Alligator, Curb, Mercury und MCA aufnahm. Schon in diesen Dekaden besaß er für Kritiker und Musikerkollegen absoluten Kultstatus. Weit vor heute gängigen Genrebezeichnungen wie "Americana" oder "Roots Rock" ließ er auf seinen Platten Blues und Country, Rock'n Roll und Texas Roadhouse, blue-eyed Soul Pop und R&B-Balladen auf betont lässig wirkende Art und Weise verschmelzen, verbunden durch seine Bands mit durchweg erstklassigen Musikern und getragen von seiner originellen und leicht wiederzuerkennenden Shouter-Stimme! McClintons in jeder Weise (Musik, Erfolg, Label, Band) konstanteste Schaffensphase beginnt 2001 mit der New West/Blue Rose-Ära, die bis heute anhält. Das 2001er Labeldebüt Nothing Personal erhält einen Grammy als "Best Contemporary Blues Album", ebenso wie in 2005 Cost Of Living in der Sparte "Best Contemporary Blues Recording". Dazwischen halten Room To Breathe (2002) und das Doppel-Werk Live (2003) Niveau und Erfolg hoch, wenngleich künstlerische Überraschungen, Produktionsveränderungen oder gar eine musikalische Wendung ausbleiben. Aber Delbert McClinton ist über die Jahrzehnte unantastbar geworden, er gehört zu den so genannten "national treasures", denen in den Staaten auf ewig die Treue gehalten wird, egal was passiert. Es war New West-Labelboss Cameron Strang höchstpersönlich, der den erneuten Kontakt zwischen Don Was und Delbert McClinton initiierte. Was hatte 2006 mit der Produktion von This Old Road des New West-Kollegen Kris Kristofferson mal wieder ganze Arbeit geleistet und für Bob Dylan, Brian Wilson, die Rolling Stones, Waylon Jennings, Paul Westerberg, Randy Newman, Willie Nelson, Black Crowes, Bonnie Raitt mehrfach nachgewiesen, dass er mit einem tiefen Respekt vor dem Lebenswerk alter Heroen, aber auch mit einer gewissen Unbekümmertheit dichter an die Künstler herankommt als manch anderer und sie deshalb zu ungeahnten Höchstleistungen anspornen kann. Was im Fall von Delbert McClinton bedeutet: Die Inspiration ist wieder da, die Texte sind roher, der Sound direkter und die Stimme bluesig-authentischer, die Balladen kommen süffiger, die Gesamtatmosphäre wirkt verschwitzter als zuvor. Kurzum: Herz & Seele & Sex sind in Delbert McClinton's Musik zurückgekehrt! |
| BOTTLE ROCKETS Lean Forward ![]() CD € 13,90 |
Prächtig in Form und regelrecht angriffslustig beweisen die BOTTLE ROCKETS aus St.Louis mit ihrer brandneuen Studioscheibe, dass sie auch heute noch zu den wichtigsten Akteuren des amerikanischen Gitarrenrock-Genres zählen. Jene Art Guitar Rock, die je nach Bedarf und Laune mal mit Alt.Country, dann mit Punkelementen oder einfach mit dem immer gültigen Einmaleins des großen Neil Young & Crazy Horse-Lehrbuchs angereichert wird. Lean Forward heißt das ersehnte Werk, auf das die Fans drei Jahre warten mussten. Dass dieses "Vorbeugen" auch ein "vorwärts in die Vergangenheit" beinhaltet, dürfte hier für zusätzliche Begeisterung sorgen!
Denn Lean Foward bedeutet die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit der Band mit ihrem langjährigen 90er Jahre-Produzenten, dem berühmten Eric "Roscoe" Ambel. Genau ein Jahrzehnt ist es nämlich schon her, dass er mit ihnen Brand New Year auf die Beine stellte, für viele Beobachter das letzte konsequent harte Gitarrenrock-Brett der Bottle Rockets. In jedem Fall das letzte in einer beeindruckenden Serie von famosen Ambel-Produktionen. Als es damals darum ging, den mühsam aber stetig errungenen Erfolgsweg weiter auszubauen, folgte um die Jahrtausendwende allerdings eine Phase mit Auflösungserscheinungen, internem Bandfrust, Labelschwierigkeiten und kreativen Sackgassen. Es ging es in vielerlei Hinsicht mit der Gruppe bergab.Das Quartett aus St.Louis existiert seit Anfang der 90er in unterschiedlichen Besetzungen, nur die beiden Gründungsmitglieder Brian Henneman (Guitar, Lead Vocals, Chef) und Drummer Mark Ortmann sind nahtlos bis heute dabei. Mit ihrem Starter Bottle Rockets sorgten sie 1993 für Aufregung, präsentierten sie doch eine ganz eigene Mischung aus Country Rock, Guitar Rock, Southern Boogie, Cowpunk und Trucker Flair - übrigens etliche Jahre vor den Drive-By Truckers und Slobberbone! Und geraume Zeit bevor die Modebegriffe No Depression und Alt.Country Einzug in den Medien hielten. Die folgenden, in enger Zusammenarbeit mit Produzent/Gitarrist Eric Ambel entstandenen Alben The Brooklyn Side (94) und 24 Hours A Day (97) stabilisierten ihren Ruf als laute Rock'n Roller mit klasse Songs und höheren Ambitionen, beide kamen sogar auf Atlantic Records heraus. Nach Problemen mit dem Major Label veröffentlichten die Bottle Rockets Ende 98 ein ruhiges Miniintermezzo (Leftovers) und starteten ein Jahr später mit dem fulminanten Blue Rose-Debüt Brand New Year wieder so richtig durch! Anfang 2002 erschien das letzte Album in der alten Formation, Songs Of Sahm (auch auf Blue Rose), ein origineller Tribut an Doug Sahm (Sir Douglas Quintet) mit 13 seiner bekanntesten Songs, darunter Gassenhauer wie 'Mendocino'. Die von Warren Haynes (Gov't Mule) produzierte 2003er CD Blue Sky kann man stilistisch und personell als eine Art Übergangsplatte betrachten: die Bottle Rockets - nachdenklicher, subtiler, leiser als je zuvor und kurz vor einem umfassenden Karrierecheck. |