Die 45. Ausgabe unserer limitierten BLUE ROSE NUGGETS nun erhältlich - bestellt 4 Titel aus unserem Mailorder und ihr bekommt die CD mit - wie kann es anders sein - herrlicher Blue Rose-Musik - GRATIS dazu! Mehr dazu weiter unten...




02.09.

MAILORDER NEWS

NEUZUGÄNGE WOCHE 35/2010

LLOYD COLE
Broken Record


CD € 16,90
LP € 18,90
erscheint am
10.9.
ROBERT PLANT
Band Of Joy


CD € 16,90
2-LP € 25,90
erscheint am
10.9.
KIM RICHEY
Wreck Your Wheels


CD € 14,50
STONEHONEY
The Cedar Creek Sessions


CD € 14,25
RICHARD THOMPSON
Dream Attic


CD € 15,50
2-CD € 17,90
2-LP € 19,90
SID SELVIDGE
I Should Be Blue


CD € 14,25

SPECIAL OFFERS

JOHNNY CASH
American VI:
Ain't No Grave


CD € 8,50
BOB DYLAN
Together Through
Life


CD € 8,50
JOHN CALE & BAND
Live At Rockpalast



2-CD € 14,90
2-LP € 19,90
2-DVD € 18,90
LANCE LOPEZ
Salvation From
Sundown


CD+DVD € 15,90
ROGER McGUINN'S
THUNDERBYRD
Rockpalast


DVD € 16,90
WILCO
Kicking Television



2-CD € 8,90
BRUCE SPRINGSTEEN
Working On A Dream
(Deluxe Edition)


CD+DVD € 8,90



01.09.


VARIOUS ARTISTS
Blue Rose Nuggets 45


CD € 5,00
oder kostenlos!
Die ursprüngliche Idee unserer Mailorder Only-CD-Serie Blue Rose Nuggets, neben aktuellen sowie älteren Songs auch bisher unveröffentlichte Stücke, sowohl Live- als auch Studiomaterial, "beizupacken", wird mit der vorliegenden Ausgabe Nr. 45 wohl auf die Spitze getrieben. Die Anzahl an raren Songs war nie so groß wie diesmal: Schon fast obligatorisch ist der Beitrag der Blue Rose Christmas Party 2008 – der dritte Soloauftritt nach Tom Gillam und Julian Dawson ist nun erhältlich: Chris Cacavas ist diesmal an der Reihe mit zwei Stücken, darunter die bisher überhaupt nicht auf Tonträger erhältliche Nummer „The Gift“. Sons Of Bill, die im letzten Jahr zur Blue Rose-Familie gestoßen und gleich sehr gut angekommen waren, geben uns exklusiv 3 neue Songs für diese Compilation, die bisher lediglich auf einer EP erschienen waren, die die Band auf Konzerten verkauft hatte. Todd Thibaud schließlich beschließt die CD mit „Song For Katja (A New Star In Heaven)“, einem Stück, das einer guten Freundin des Singer/Songwriters und auch einem großen Fan unseres Labels gewidmet ist, die vor einigen Monaten nach einem jahrelangen Kampf gegen eine heimtückische Krankheit gestorben war, wobei er von den "Blue Roses" Joseph Parsons, Tom Gillam und Sean Staples unterstützt worden war. Todd hat einen Nachruf für Katja verfasst, den wir für all diejenigen, die sie nicht gekannt haben, hier ebenfalls abdrucken möchten: "About five years ago I was on tour in Germany with my band and we had just finished our show at a great club in Hannover called The Blues Garage. A young girl came up to me after the set, in her early 20's at that point, dressed in motorcycle gear and looking very excited. She introduced herself and told me that her dad had recommended she check out my music; he thought she’d like it. So on this particular evening she had decided to hop on her bike and ride from Hamburg to Hannover to attend our show. Being a motorcycle enthusiast myself, I thought that was pretty cool. Thankfully she really liked the show and I gained a fan that night, but more importantly over the months and years that followed I gained a really good friend as well. Sadly not long after I met Katja she was diagnosed with a terrible cancer, a cancer that ultimately took her life. She fought very hard and bravely for a very long time, but ultimately she just couldn’t overcome it. Earlier this year Katja passed away. Much too soon, much too young. Those of us who were lucky enough to know Katja are left with memories of a girl who never gave up, never seemed to lose hope, was always positive and smiling and glad to be alive. She’s one of the bravest people I think I’ll ever meet. I’m sure that Katja had her bad days, anyone in her position would. But through it all, she never stopped “living” her life. She just kept going forward, day by day. She taught us a lot about what’s possible in the face of adversity and I only hope that I can find the same courage and grace that she showed when life puts me to the test. I wrote this song for Katja after she passed and I asked some of her friends to contribute to the recording of the song. Everyone submitted beautiful parts and it was up to me to do the final mix and send it off to Edgar at Blue Rose Records for this compilation. It was one of the toughest mixes I've ever had to do; I think because I just wanted it to be perfect. Of course it's not perfect, no mix ever is, and certainly there are mix engineers out there more skilled than yours truly. But the song is there, the parts are there, and I hope at the very least you'll be able to hear the love we all felt, and still feel for Katja. As the lyric says - love never ends. This one's for you Katja, we miss you. Todd Thibaud - August, 2010."

Neben diesen besonderen Songs gibt es wie immer einige Neuheiten, darunter auch einen „Willkommensgruß“ eines weiteren neuen Blue Rose-Künstlers, Chris Brecht aus Austin, Texas. Mit „Black Cloud“ von Hardpan, gesungen und geschrieben von Terry Lee Hale, ist diesmal nur ein einziger Song aus dem großen Label-Katalog dabei, der allerdings zum Besten gehört, was der Singer/Songwriter aus Seattle geschrieben hat.

Da immer wieder neue Kunden und Interessenten zu uns stoßen, hier nochmals eine kleine Erklärung, was es mit der Blue Rose Nuggets-Reihe auf sich hat:
Die NUGGETS-Serie besteht aus Songs aus allen bisher erschienenen Blue Rose-Scheiben, bunt gemischt und für heraushebend gut befunden. Darunter sind auch bisher unveröffentlichte Aufnahmen, Studio-Outtakes, Live-Recordings oder auch Videos.
Die NUGGETS-Serie gibt es ausschließlich über den Blue Rose-Mailorder. Außerdem bekommt jeder, der mindestens 4 Artikel aus unserem Programm bestellt, den aktuellen NUGGETS-Sampler automatisch - KOSTENLOS - mitgeliefert (gilt für alle Bestellungen innerhalb Europas). Er muss also nicht als 5. Artikel mitbestellt werden, wie das hin und wieder welche tun. Das führt dann dazu, dass wir nochmals ein Exemplar beilegen, da wir ja nicht wissen, ob der Besteller absichtlich 2 Exemplare wollte - eines kaufen und eines geschenkt. Die Portofreigrenze (nur für Deutschland) bleibt hiervon unberührt, bei der Bestellung von mindestens 5 Artikel (da ist die kostenlose Nuggets-CD natürlich nicht eingerechnet) spart man also nicht nur das Porto, sondern bekommt obendrein noch eine CD im Wert von 5 €. Denn die NUGGETS-CD kann man auch käuflich erwerben, man muss also nicht unbedingt 4 Artikel bestellen. Dieses Angebot ist allerdings nicht so zu verstehen, dass man sich andere Compilations wünschen kann, wenn man die NUGGETS-Serie schon besitzt.
Mehrfach zugesandte NUGGETS-CDs können auch verschenkt oder über Ebay versteigert werden - bei der begrenzten Auflage sicher bald ein Sammlerobjekt. Einige Ausgaben sind bereits ausverkauft...


Die Songliste der 45. Ausgabe:
1. LEEROY STAGGER - Holy Water / aus dem Album Little Victories
2. RECKLESS KELLY - Little Blossom / aus dem Album Somewhere In Time
3. JON DEE GRAHAM - Beautifully Broken / aus dem Album It's Not As Bad As It Looks
4. CHRIS CACAVAS - Wash Those Fears Away
5. CHRIS CACAVAS - The Gift
Beide Songs live aufgenommen bei der Blue Rose Christmas Party in der Blues Garage in Isernhagen am 13.12.2008 (bisher unveröffentlicht)
6. HARDPAN - Black Cloud / aus dem Album Hardpan
7. JOHN HIATT - Haulin' / aus dem Album The Open Road
8. TOM GILLAM - Dallas / aus dem Album Better Than The Rest: An Anthology
9. SONS OF BILL - Life In Shambles
10. SONS OF BILL - Long Stumble Home
11. SONS OF BILL - Lost Love And Indie Rockers
12. JASON & THE SCORCHERS - Golden Days / aus dem Album Halcyon Times
13. CHRIS BRECHT & DEAD FLOWERS - Not Where You Are / aus dem Album Dead Flower Motel
14. TODD THIBAUD & THE BLUE ROSES - Song For Katja (New Star In Heaven) (bisher unveröffentlicht)
Einige Freunde von Katja wie Joseph Parsons, Tom Gillam und Sean Staples unterstützten Todd bei diesem Song
15. LEEROY STAGGER - Hell Of A Life (MPEG Video Clip) / live aufgenommen im Red River Saloon in Heilbronn am 22.10.2009



01.09.

 
    
SOMMER-PAKET


10 CD € 15,00


SOMMER/HERBST-PAKET-SPECIAL

10 CDs für € 15,00 bzw. € 25,00


Viele unserer Kunden erinnern sich sicher an unser letztjähriges "Sommer-Paket-Special", als wir 10 CDs aus einem knapp 90 Titel umfassenden Titelpool für schlappe 15 Euro angeboten hatten. Da der Sommer - zumindest kalendarisch - bis zum 21.9. dauert, haben wir für die Laufzeit dieses Katalog noch schnell eine weitere SOMMER-PAKET-AKTION zusammen gebastelt. Gleiche Konditionen, also 10 CDs aus einem Titelpool von 93 Titel, zum Preis von wiederum gerade mal 15 Euro.

HERBST-PAKET


10 CD € 25,00

Da während der Laufzeit dieses Kataloges der Herbst hierzulande Einzug hält, bieten wir darüber hinaus auch gleich noch eine 10-CD-HERBST-PAKET-AKTION an, die zwar "unverschämte" 25 Euro kostet, dafür aber auch aktuellere und zum Teil limitierte Doppel-CD-Editionen enthält. 53 Titel befinden sich in diesem Pool, genügend, denken wir, um die Qual der Wahl zu schaffen.

Die Anzahl pro Titel in einem Paket ist auf 3 Stück begrenzt.

Gerne stellen wir auf Wunsch auch diemal wieder "Lass-dich-überraschen-Pakete" nach unserer Wahl zusammen.

Diese Preise gelten ausschließlich für das Sommer- bzw. Herbst-Paket, bei Einzelbestellungen gilt der normale Preis. Das Paket wird wie ein einzelner Artikel behandelt, d.h. es fallen zusätzlich 4,00 € Porto an. Es können auch mehrere Pakete in einer Bestellung geordert werden.

Es sind zwar in der Regel ausreichende Stückzahlen für die Laufzeit dieses Kataloges vorhanden, doch kann es trotzdem vorkommen, dass der eine oder andere Titel ausverkauft wird. Wir empfehlen daher, die aktuell lieferbaren Titel auf unserer Website abzufragen.

Der beiden Titelpools enthalten Alben von u.a. STEVE EARLE, JOHN HIATT, BAND OF HEATHENS, AUSTIN COLLINS, RICKIE LEE JONES, STEVE WYNN, CRACKER, BLUE MOUNTAIN, JULIAN DAWSON, CHRIS CACAVAS und viele andere.

Zu den ausführlichen Infos über die beiden Pakete bitte auf die entsprechenden Bilder oben. Bei einer Online-Bestellung bitte die ausgewählten Titel beim Check Out mit dem Warenkorb in das weiße Kommentarfeld einsetzen. Kleiner Tipp: Die ausgewählten Titel mit "Strg+C" festhalten (kopieren) und im Kommentarfeld mit "String+V" einfügen und evtl. auswählen/streichen. Das erspart das langwierige Eintippen.
Mit dem blauen BUY-Button das Paket als 1 Artikel in den Warenkorb legen. Nach Abschluss des "Einkaufs" auf den Warenkorb klicken und den Bestellvorgang beenden (Name, Adresse, Zahlungsart etc. eingeben). Dann bitte in das weiße Kommentar-Feld wie oben beschrieben die gewünschten Titel des Pools eingeben und Bestellung abschicken.

    
 



29.08.


Bitte vormerken: Am kommenden Freitag, 3.9. bringt das Internet-Radio rockradio.de wiederum von 16 bis 17 Uhr eine komplette Stunde lang Musik unserer Veröffentlichungen.



23.08.

MAILORDER NEWS

SPECIAL OFFER

RYAN BINGHAM
Junky Star


CD € 13,50
2-LP € 15,50
Ab jetzt im Vorverkauf - das neue Studioalbum Junky Star von RYAN BINGHAM & THE DEAD HORSES zum Sonderpreis! Bestellungen werden bis zum Erscheinungsdatum (7.09.2010) gesammelt und dann unverzüglich ausgeliefert. Sollte eine Order mehrere Titel umfassen, bitte mitteilen, ob eine Teillieferung erfolgen soll (mit extra Porto-Berechnung für das Ryan Bingham-Album - 2,00 € für die CD/4,00 € für die LP).

Junky Star ist das neueste Werk des Shooting Stars der US-Americana-Szene, nachdem er mit dem "Theme"-Song zum Film "Crazy Heart" nicht zuletzt auch wegen einem gewonnenen Oscar in aller Munde ist. Wir haben das neue Album, das T-Bone Burnett produziert hat, leider noch nicht gehört, aber wir gehen einfach mal davon aus, dass es an die Qualität der beiden Vorgänger Roadhouse Sun und Mescalito heran reicht. Eine Verkommerzialisierung nach seinem Mega-Erfolg mit "The Weary Kind" schloss der Singer/Songwriter aus, obwohl er schon eine Sekunde mit dem Gedanken verschwendet habe, jetzt nur noch Musik für die Massen und die Charts zu machen. Aber schon dieser Gedanke habe Übelkeit in ihm hervorgerufen.



20.08.

MAILORDER NEWS




JOHN MELLENCAMP
No Better Than This


CD € 13,50
Sonderpreis!
Der Musiker hat sich emanzipiert: Von den Springsteen-Vergleichen, die ihn vor allem während seiner ersten Karrierejahre begleiteten, entfernte er sich rasch und versuchte sich stattdessen an etwas schöngeistigerem Folkrock. In den USA wurde er damit zum Star - in Deutschland verkauften sich seine Alben wie der Genre-Meilenstein The Lonesome Jubilee (1987) dagegen nur mäßig. So ist Mellencamp seit 30 Jahren nicht unbedingt ein Geheimtipp, aber doch jemand, der einen sehr eng umrissenen Käuferkreis anspricht. No Better Than This dürfte daran wenig ändern - denn auch wenn die Geschichte der Platte eine spannende ist: Musikalisch ist kein besonderer Bruch zu den Vorgängern festzustellen. Mellencamp nahm die Songs, die er zuvor in einer nicht einmal 14 Tage andauernden Tour de Force geschrieben hatte, nicht wie früher im Tonstudio auf, sondern arbeitete an ihnen dort, wo er sich nun einmal aufhielt, während er gemeinsam mit Willie Nelson und Bob Dylan im Sommer 2009 Konzerte spielte. Wobei das nicht ganz richtig ist: Er suchte sich dort, wo er gerade spielte, Orte aus, an denen musikalisch gesehen immer etwas passierte. Etwa die Sun Studios in Memphis - hier arbeiteten Elvis Presley, Johnny Cash und Carl Perkins - oder jenes Zimmer im Gunter Hotel in Los Angeles - es war die Nummer 414 -, in dem der legendäre Blueser Robert Johnson 1936 seine ersten Stücke aufnahm. In der First African Baptist Church in Savannah, Georgia, spielte er nicht nur einen Song ein, sondern ließ sich auch noch taufen. (Heilbronner Stimme vom 19.8.2010)

WEITERE NEUZUGÄNGE WOCHE 33/2010

PETER FRAMPTON
Thank You
Mr. Churchill


CD € 14,90
LP € 28,90
DARRELL SCOTT
A Crooked Road



2-CD € 16,50
PETER CASE
Wig!



CD € 14,90
LP € 15,90
STEVIE RAY VAUGHAN
Couldn't Stand
The Weather


2-CD € 16,90



19.08.

LEEROY STAGGER kommt mit Band in wenigen Wochen wieder auf Tour nach Deutschland und Holland. Genau ein Jahr zuvor war er bereits hier gewesen, um sein Blue Rose-Debüt Everything Is Real zu promoten. Neben den zahlreichen Shows in den letzten Monaten fand er auch noch Zeit, Songs für ein neues Album zu schreiben, das den Titel Little Victories trägt und seit 14 Tagen bereits über unseren Webshop erhältlich ist. Auf dem neuen Album enthalten ist unter anderem auch das Stück "I Believe In Love", das Leeroy bereits während der letzten Deutschland-Tour im Programm hatte und auch beim Auftritt im Heilbronner "Red River Saloon" am 22. Oktober 2009 gespielt hatte. Wir haben den Song sowohl video- als auch audio-technisch mitgeschnitten und jüngst auf YouTube gestellt.






10.08.

MAILORDER NEWS

NEUZUGÄNGE WOCHE 32/2010

TIRED PONY
The Place We Ran From


CD € 16,90
LP € 18,90
ARCADE FIRE
The Suburbs


CD € 16,90
SHERYL CROW
100 Miles From Memphis


CD € 16,90



09.08.


Der Firmensitz von Blue Rose ist Abstatt, nur einen Steinwurf entfernt von der "Metropole" Heilbronn. Die dortig ansässige einzige Tageszeitung, die Heilbronner Stimme, ist eine große Unterstützung. Von uns veranstaltete Konzerte werden grundsätzlich mit Text, manchmal größer, manchmal kleiner, teils mit Bild des Künstlers, ankündigt, je nachdem, was der verfügbare Platz hergibt. Hinterher gibt es immer ausführliche Konzertbesprechungen, darüber hinaus wird immer wieder einmal ein Update über die Labelarbeit abgedruckt. Wie auch am heutigen Montag wieder - ein groß aufgemachtes Feature ist da zu bewundern, das natürlich auch online nachzulesen ist.



05.08.

MAILORDER NEWS

NEUZUGÄNGE WOCHE 31/2010

MARK OLSON
Many Colored Kite


CD € 15,50
MIKE McCLURE BAND
Zero Dark 30


CD € 14,50



03.08.

LEEROY STAGGER & THE WILDFLOWERS
Little Victories


CD € 13,90
2-LP+CD
€ 24,90
Nach einem knappen Jahrzehnt der regelmäßigen Veröffentlichungen und pausenlosen Touren gehört der kanadische Singer/Songwriter und Roots & Country Rocker LEEROY STAGGER wahrlich nicht mehr zu den Unbekannten innerhalb der weltweiten CanAmericana-Liebhaberszene. Besonders mit seinem letzten Werk Everything Is Real, gleichzeitig sein Debüt auf Blue Rose, gelang ihm der Durchbruch zu internationaler Anerkennung und der Einzug in die globalen Americana Charts. Little Victories ist bereits sein 6. Album unter eigener Regie. Es trägt zum ersten Mal auch den Namen seiner aktuellen Band und entspricht auf ganzer Linie einer würdigen, konsequenten Fortsetzung seiner musikalischen Vita.

Seit ein paar Jahren wohnt Leeroy Stagger in Lethbridge in der Provinz Alberta, südlich von Calgary mitten im kanadischen Hinterland gelegen. Sein Umzug aus der kulturellen Westcoast-Metropole Vancouver ging einher mit einer bewusst gewählten neuen Lebensweise, speziell dem Abschwören von Drogenkonsum jeder Art, besonders vom Alkohol. Hier findet er die erforderliche Ruhe und Muse für seine poetischen Texte, die sich wie selbstverständlich mit den Widrigkeiten, aber auch mit den Reizen des Alltags in all den Small Towns der weiten Prairie, und den nötigen Abstand zur Reflektion mit der eigenen, gar nicht so lange zurückliegenden Vergangenheit, beschäftigen.

"Everyone's fryin', everyone's stealin', everyone's lyin', everyone's dyin'..." - heißt es in der desolaten Story des Openers 'Everyone's On Drugs', auch die erste Single in seiner Heimat und quasi eine Abrechnung mit seinem früheren Leben in Fremdbestimmung und Abhängigkeit. Über einem markanten Riff entwickelt sich ein Balladenrocker der Extraklasse, der zum Mitsummen einladende Refrain gerät förmlich zu einer schonungslosen Antidrogenhymne. 'Long Way Home' verhandelt Einsamkeit, Fernweh und Liebesleid innerhalb von 4 Minuten, lässt aber am Ende doch noch eine Tür für bessere Zeiten offen - "...it's a long, long way to happiness". Beispielhaft für viele Leeroy Stagger-Songs: Da werden Depressionen gepflegt, der alltägliche Stumpfsinn beklagt, gescheiterten Beziehungen hinterher geblickt, von falschen Freunden erzählt, aber jetzt wird der Frust nicht mehr im Alkohol ertränkt, sondern mit einem geradlinigen, sinnerfüllten Leben fernab der Süchte besiegt - auch wenn man mitunter noch scheitert oder nur in kurzen Schritten vorankommt. Das sind dann die kleinen Erfolge des Lebens - 'Little Victories' fürwahr!

'Sit Around This House' greift ein weiteres beliebtes Stagger-Thema auf, "ich hasse diese Stadt, komme aber nicht weg, obwohl ich es immer wieder versuche". Ein zügig galoppierender Country/Folk Rocker mit akustischer Lead Guitar und Harmony Vocals von Gitarrist Kevin Kane sowie Pedal Steel von Veteran Bob Egan (Blue Rodeo, Freakwater, Sadies), der die bis hierhin etwas schwermütige Stimmung des Albums erheblich auflockert. 'Holy Water' bietet sumpfig-stampfenden Acoustic Roots Rock, der einer Südstaatentruppe zur Ehre gereichen würde. Hier kann die exzellent aufeinander eingespielte Band - allen voran Axeman Kevin Kane, dazu Bassist Tyson Maiko und Drummer Kyle Harmon - alle Register ziehen. Das erstaunlich Memphis-soulige, von Sessiongast Geoff Hillhorsts Orgel und der Einmann-Bläsersektion von Daniel Lapp (Carolyn Mark) unterstützte 'Good Things' ist ein echtes Herzblut-Duett mit der bekannten kanadischen Singer/Songwriter-Kollegin Romi Mayes. Kevin Kane beweist hier seine ganze Vielseitigkeit, indem er den Steve Cropper gibt.

Nach dem geradlinigen Heartland Rocker 'Waste Of Wedding' setzt sich Kane für 'Poor Little Rock Star' ans Klavier. Bei diesem später mit schwer dräuenden elektrischen Gitarren versetzten Track erinnert Leeroy Stagger - nicht zum ersten Mal - sehr an Ryan Adams. 'Way Down The Bottom' mit herb-schöner Pedal Steel von Studiogast Bob Egan ist langsamer Country Rock, auf den ein Gram Parsons stolz sein würde - wahrlich eine große Nummer! 'George's Blues' kommt im klassischen Texas Folk-Stil von Guy Clark und Townes Van Zandt, beginnt nur mit akustischer Gitarre zu Staggers Troubadour-Gesang und erfährt dann mit Mundharmonika und zweiter Gitarre etwas Prairieweite. Und zitiert nebenbei die bekannteste Songzeile von Kris Kristofferson. Stark im Kontrast dazu erleben wir danach lebendig rockenden CanAmericana-Stoff mit klarsten Bekenntnissen zur historischen Musik von The Band und Blue Rodeo. Kevin Kane spielt dazu perfekte Fills auf seiner Elektrischen, um dann im richtigen Moment das finale Solo von der Leine zu lassen! Gar als Steigerung folgt 'She Will Be Received', bei dem die Wildflowers völlig befreit von allen Songvorgaben einfach nur lustvoll abrocken, bevor der Boss mit 'I Believe In Love' seine persönliche "Do/Don't Do"-Liste abarbeitet, dabei angelegentlich Einblicke in seine bodenständige Sicht der Dinge bietet und - Achtung: Seltenheitswert! - regelrecht freundlich in die Zukunft blickt: "I don't believe in a world of war/ I don't believe we are born to hate/ I don't believe that the church is justice..., I believe in the power of people/ I believe that we all should be free/ I believe in love..."!!

Allerdings wäre Stagger nicht authentisch, entließe er uns mit solch einer Perspektive. So setzt er zum Schluss mit 'Love Will Let You Down' eine sehr getragene, melancholische Marke. Ein Lied mit viel Klavier, sentimentalem, wehmütigem Gesang, "sing-a-long"-Refrain und großem Streicherpathos, fast ein Gegenentwurf zu 'All You Need Is Love', eher ein 'Only Love Can Break Your Heart'; ja, in der Tat: Die Beatles grüßen Neil Young, nichts weniger! Welch ein starker Abgang von Leeroy Stagger & The Wildflowers nach 13 Tracks in einer knappen Stunde!

Little Victories ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 20. August erhältlich.



01.08.

VARIOUS ARTISTS
The Blue Rose Rockestra (Blue Rose Christmas Party 2009)


CD € 12,00
2-LP € 27,90
Mit dem geplanten Box-Set der Blue Rose Christmas Party wird es nun wieder nichts. Im Vorjahr war die umfassende Aufarbeitung daran gescheitert, dass uns die Bottle Rockets keine Genehmigung zur Veröffentlichung ihres Auftritts gaben, da sie mit der Show total unzufrieden waren, im Dezember 2009 waren es die Tücken der Technik, die uns einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Die Festplatte des Aufnahmeequipments hatte einen Defekt, sodass die Daten des Auftritts der US Rails leider unwiederbringlich verloren waren. Da wir noch kein Okay von Jason & the Scorchers hinsichtlich deren Show haben und die Abmischung des großartigen Auftritts von Willie Nile noch gar nicht fertig ist, haben wir uns entschlossen, mit der Jam-Session des Blue Rose Rockestras zu beginnen.
Trotz dreier Band-Sets in voller Länge (US Rails, Jason & The Scorchers, Willie Nile) warteten die Zuschauer in der gut gefüllten Blues Garage in Isernhagen auf den bereits zur Tradition gewordenen Auftritt der Blue Rose Jam-Band, die weit nach Mitternacht noch einmal so richtig einheizen sollte. Der seitherige "Musical Director" Julian Dawson war an diesem Samstag verhindert, Tom Gillam sprang dafür gerne in die Bresche und tüftelte zusammen mit seinen US Rails-Kumpels und den Scorchers (Jason Ringenberg und Willie Nile mit Band stießen erst kurz vor Beginn der Christmas Party hinzu) am Vorabend in gemütlicher Runde beim Chinesen das Gerüst des Rockestra-Auftritts zusammen. Wie in den Vorjahren wurden Songvorschläge gemacht, für gut oder schlecht befunden, die Lead Vocals verteilt und daneben neue Freundschaften geschlossen. Am nächsten Morgen war zwar wieder ein Briefing in einem Hotelzimmer anberaumt worden, aber so richtig schien Tom Gillam seine "Bandmitglieder" nicht im Griff gehabt zu haben, denn es tauchten nur vereinzelte Musiker auf, um für den Auftritt zu proben. Konnte das gut gehen? Alle Bedenken waren wie weggewischt, als das vielköpfige Rockestra mit dem Opener "Helpless" startete, gefolgt von "Suite: Judy Blue Eyes". Warner E. Hodges legte einen Gang zu bei "Fortunate Son" und "Ooh Las Vegas", den Willie Nile mit "Rave On" und "I Wanna Be Sedated" noch höher schaltete. Tom Gillam rockte die Blues Garage mit grandiosen Versionen von "Rocky Mountain Way" und dem "Statesboro Blues", ehe die US Rails mit Verstärkung "50 Ways To Leave Your Lover", "All Along The Watchtower" und "Jokerman" folgen ließen. Zum Ende des 90 Minuten-Auftritts folgten "Ooh La La" (im Original von den Faces) und das große Finale mit "Like A Rolling Stone".
Und wieder hatte sich gezeigt, was Vollblutmusiker aus dem Stand heraus auf der Bühne an begeisternder Musik zaubern können, zusammen mit Kollegen der Zunft, die sich teilweise erst an dem Abend kennengelernt geschweige denn jemals zuvor zusammen gespielt hatten. Spontaneität wird beim Blue Rose Rockestra groß geschrieben und ist ganz sicher auch der Grund für den anhaltenden Erfolg, auch wenn ein solcher Auftritt "nur" aus Coverversionen besteht.



01.08.



Wir haben wieder einmal einen kleinen Streifzug durch das World Wide Web gemacht und einige schöne Reviews unserer jüngsten Veröffentlichungen entdeckt, die wir euch nicht vorenthalten möchten:

LEEROY STAGGER - Little Victories:
countryjukebox.de

TOM GILLAM - Better Than The Rest - An Anthology:
musicheadquarter.de
countryjukebox.de

THE DUSTIN BENTALL OUTFIT - Six Shooter:
musicheadquarter.de

JULIAN DAWSON - Live:
hooked-on-music.de
rocktimes.de
gaesteliste.de

RAINRAVENS - Rattle These Walls - Live At The Crossroads/Rockpalast Festival:
musicheadquarter.de
hooked-on-music.de

US RAILS - US Rails:
countryjukebox.de
gaesteliste.de

THE SLUMMERS - Love Of The Amateur:
rocktimes.de
gaesteliste.de

RICH HOPKINS & LUMINARIOS - El Otro Lado/The Other Side:
hooked-on-music.de
musikansich.de
gaesteliste.de

SUSAN COWSILL - Lighthouse:
countryjukebox.de
musicheadquarter.de
hooked-on-music.de
gaesteliste.de



30.07.

MAILORDER NEWS

NEUZUGÄNGE WOCHE 30/2010

GOV'T MULE
Mulennium



3-CD € 16,50
BLACK CROWES
Croweology



2-CD € 14,90
LOS LOBOS
Tin Can Trust



CD € 14,90
BIG HEAD TODD
& THE MONSTERS
Rocksteady


CD € 15,90
BARNEY BENTALL
The Inside Passage



CD € 15,50
Der Vater von
DUSTIN BENTALL!
LOUDON WAINWRIGHT III
10 Songs For
The New Depression


CD € 14,25
JOAN JETT
& THE BLACKHEARTS
Greatest Hits


2-CD € 14,90



25.07.


TOM GILLAM
Better Than The Rest - An Anthology


CD € 13,90
2-LP+CD
€ 27,90
Better Than The Rest - An Anthology von TOM GILLAM, einem der aktuell prominentesten Blue Rose-Acts - was soll man sich darunter vorstellen? Eine schlichte Best Of-Kopplung, eine chronologische Karrierewerkschau oder eine Sammlung von Demos, Outtakes und Livematerialien? Eigentlich nichts von alledem, sondern fast ein richtig neues Produkt, das in Gillams Discographie höchst eigenständig für sich stehen wird. "Fast" nur deshalb, weil es sich in der Tat um älteren Stoff handelt, den allerdings kaum jemand kennt!

Die meisten hier in Europa haben Tom Gillam durch Blue Rose anlässlich seiner Never Look Back-CD in 2007 kennengelernt. Gut, so mancher aufmerksame Musikfan, der auch mal gerne hinter die Kulissen schaut und das Kleingedruckte in den CD-Beilagen liest, wird bereits zuvor den Namen Tom Gillam als Sideman von Labelkollege Joseph Parsons entdeckt haben. Die beiden liefen sich vor Jahren in ihrer damaligen Heimatstadt Philadelphia über den Weg und so gelangte Gillam zunächst auf Parsons' The Vagabond Tales (Blue Rose, 2005) und wurde danach festes Bandmitglied als (Slide) Gitarrist. Er nahm in den Jahren 2005/06 gleich mehrfach an den vielen Europa-Gigs der Joseph Parsons Band teil, bestritt u.a. auch das legendäre Rockpalast-Konzert, das als Bonus-DVD der folgenden Parsons-Veröffentlichung The Fleury Sessions beigegeben wurde (Blue Rose, 2006). Mit seinem kompetenten, kraftvollen Gitarrenspiel und seiner sympathischen Bühnenpräsenz konnte er nachweislich das Publikum für sich einnehmen, ohne dabei dem Hauptakteur die Schau zu stehlen.

Danach kam Tom Gillams Karriere so richtig ins Rollen: Das Album Never Look Back markierte den Durchbruch in 2007 - mit einem Epochen umspannenden stilistischen Rundumschlag vom 70er Jahre (Country) Rock à la Poco, Eagles und ganz viel Joe Walsh über die Musik solcher Americana Stars wie Steve Earle und John Hiatt bis zum gesunden, kraftvollen Mainstream Rock eines John Mellencamp oder Bob Seger. Die fulminante 2008er Live-CD Play Loud...Dig Deep und ein weiteres Studioalbum in 2009, selbstironisch Had Enough? betitelt, erweiterten sein internationales Standing bei den Fans und seinen Rang innerhalb der Blue Rose-Hierarchie.

Weitgehend im Nebel blieb dagegen bis heute die Tatsache, dass es für Tom Gillam bereits ein musikalisches Leben davor gab. Drei frühe Alben stehen da nämlich auf seinem Konto, die sicher nicht oft über den Atlantik geflogen wurden: das 1998er Debüt First Of All, Dallas von 2001 und das in einschlägigen Gazetten von "No Depression" bis "Freight Train Boogie" goutierte Shake My Hand (2004). Bewegten sich die beiden ersten Platten noch deutlich im klassischen Country/Roots/Folk Rock-Bereich, so erweiterte Gillam mit Album #3 sein Spektrum, steuerte auf einen straighteren Rockkurs - mit reichlich Americana-Wissen als Fundament, versteht sich!

Die nun vorliegende Zusammenstellung Better Than The Rest würdigt genau diese Ära, bietet einen Auszug der wichtigsten Stücke, von Tom Gillam höchstpersönlich - nicht chronologisch, sondern rein nach Gusto! - ausgewählt und in den liebevoll gestalteten Liner Notes ausführlich besprochen: drei Tracks vom Debütalbum und je vier der beiden anderen. Dazu kommt der vielleicht wichtigste Song seiner gesamten Karriere: 'Never Look Back', nicht nur Titelstück der gleichnamigen CD, sondern Bindeglied zwischen dem "alten und neuen" Tom Gillam, die aber - wie wir beim Hören der Anthology sofort merken - so unterschiedlich gar nicht sind! Doch damit nicht genug, Better Than The Rest hat auch noch drei bislang unveröffentlichte Tracks aufzubieten: 'Fountain Bleu', eine herrlich dahinfließende, semiakustische Ballade mit melodischer Leadgitarre und schöner Steel, entstanden während der Never Look Back-Sessions; dann 'Emily', ein kraftstrotzender 6:42-Electric Rocker von 2009, der ungemein an Neil Youngs 'Words' erinnert und auf dem seine Begleitband Tractor Pull, insbesondere der zweite Leadgitarrist Craig Simon, alle Register ihres Könnens zieht; und schließlich 'Long Way Home' aus der Shake My Hand-Phase - Tom Gillam verschärft auf Country-Kurs, mit Backingchor, Harmonica, Pedal Steel und Endlosrefrain zum entfesselten Mitsummen!

Better Than The Rest ist optisch und musikalisch ein hochwertiges Produkt geworden, dem man unbedingt anmerkt, wieviel Leidenschaft und Herzblut Tom Gillam dafür aufgebracht hat. Und Zeit! Ein kleines Wunder, bedenkt man seine vielen Aktivitäten, gerade auch mit dem aktuellen US Rails-Projekt, und seine Ankündigung, bereits wieder an neuen Songs zu arbeiten! Außerdem kündigt er schon mal vorsorglich eine mögliche Fortsetzung der Anthology an... Genießen wir doch erst einmal diese!

Better Than The Rest - An Anthology ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 13. August erhältlich.



20.07.

Auf der "Jagd" nach weiteren Unterschriften für unsere Gibson Les Paul-Gitarre, die wir als einen der Hauptpreise unserer 15-Jahre-Jubiläumsaktion CATCH THE PREMIUMS anbieten, konnten wir jüngst 2 weitere großartige wie auch kaum unterschiedlichere Singer/Songwriter für ein Autogramm gewinnen. JULIAN DAWSON machte einen kurzen Abstecher nach Heilbronn, um Exemplare seines Buches über den Musiker Nicky Hopkins zu signieren. Richtig in Schwung, war es dann auch kein Problem, seinen Namen auf die Les Paul zu schreiben. Direkt nach dem Signierungsprozedere schaute ich er sich zusammen mit Labelmanager Edgar Heckmann das Fußball-WM-Spiel Deutschland-England an. Viel Grund zum Jubel hatte der Engländer Julian Dawson allerdings dabei nicht...

KRIS KRISTOFFERSON, mittlerweile stolze 74 Jahre alt und immer noch "on the road", um seine bewegenden und weltbekannten Songs wie "Me And Bobby McGee", "Help Me Make It Through The Night", "Sunday Mornin' Comin' Down", "The Taker", "Loving Her Was Easier", Jody And The Kid", "The Silver Tongued Devil And I", "For The Good Times", "Best Of All Possible Worlds", "Casey's Last Ride", "Darby's Castle", "To Beat The Devil" oder "Why Me", nur von der akustischen Gitarre begleitet, einem andächtig und ergriffen lauschenden Publikum zu präsentieren, machte für 3 Konzerte auch wieder in Deutschland Halt. Wir waren Zeuge im Zirkuszelt in Tuttlingen und im Serenadenhof in Nürnberg, und beide Shows waren so gut wie bzw. ausverkauft. Beim Honberg-Sommer-Festival drängten sich Jung und Alt, um so nahe wie möglich an der "Living Legend" zu sein, sangen viele Songs mit, worauf Kristofferson das Venue mit einer Kirche verglich und sichtlich gerührt war von so viel Begeisterung. Der Serenadenhof, Innenhof der Nürnberger Kongresshalle, war wiederum komplett bestuhlt, Kristofferson nicht zum Anfassen, da die Bühne dazu einfach zu weit weg war, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat und auch hier jedes "Thank You" nach den Songs mit stürmischem Beifall aufgenommen wurde.

Unserem Wunsch, sowohl die Gibson Les Paul zu signieren als auch eine Akustikgitarre mit seiner Unterschrift zu veredeln, kam er sehr gerne nach. Wie die Gibson-E-Gitarre ist auch die Akustik-Gitarre Bestandteil und Premium-Preis unserer Jubiläums-Gewinn-Aktion CATCH THE PREMIUMS, die bis einschließlich 10.12.2010 läuft. Jeder Mailorderkunde hat bei dieser Aktion die Gelegenheit, seine Chancen auf einen der Premium-Preise selbst zu bestimmen, indem er einen möglichst hohen Umsatz über Käufe aus dem Angebot in unserem Mailorder-Shop erzielt. Zu weiteren Einzelheiten bzgl. unserer Jubiläums-Aktionen bitte hinunterscrollen zum 1.5.



16.07.

Nur für kurze Zeit: Personal Vinyl Edition-LPs werden - solange der Vorrat reicht - auf clear Vinyl geschnitten!



16.07.

 
Nachdem das zweite Studioalbum One Foot In The Ether der BAND OF HEATHENS jetzt auch schon wieder 10 Monate "alt" ist und die Fans bereits auf ein neues Album hoffen, gibt es gleich 2 gute Nachrichten: Die Band findet zwischen ihrem vollen Tour-Terminkalender immer wieder Zeit, um ins Studio zu gehen und Stücke für ein neues Album aufzunehmen. Während einer dieser Studioaufenthalte hat die Band einen Song eingespielt, der eigentlich nur positiv aufgenommen werden könnte, wenn der Anlass dazu nicht so unglaublich traurig und ärgerlich wäre: "Free Again" behandelt den unzumutbaren Zustand im Golf von Mexiko, wo seit 3 Monaten unvorstellbare Mengen Öl für die größte Ölpest der US-Geschichte sorgen. Wollen wir nur hoffen, dass die Meldung von heute Morgen, wonach erstmals seit drei Monaten kein Öl mehr aus dem Bohrloch im Golf von Mexiko strömt, nicht nur von kurzer Dauer ist. Experten von BP sei es danach gelungen, alle Ventile eines Auffangzylinders in 1500 Meter Tiefe zu schließen. Das Ölleck gut 60 Kilometer vor der US-Küste sei damit vorübergehend abgedichtet, sagte ein BP-Manager.

"Free Again" gibt es als kostenlosen Download! "Like everyone, we've been watching what's been happening (not happening?) in the Gulf of Mexico this summer. We took a couple of days in the studio to record some new material and this song came out. We're sharing it with you as a free download. We hope you dig it," gibt das Quintett aus Austin, Texas auf ihrer Website bekannt. Zum Herunterladen des Songs auf das "Free Download"-Logo klicken.





15.07.

MAILORDER NEWS




12.07.

MAILORDER NEWS




CINDY BULLENS
Howling Trains And Barking Dogs


CD € 15,90
Zum Teil ist wohl auch der nicht funktionierende Email-Verkehr zwischen CINDY BULLENS und Blue Rose der Grund, warum das neue Album der Singer/Songwriterin aus Maine nicht bei uns erschienen ist. Sie hatte uns Anfang des Jahres Demos zum Hören geschickt, wir diese allerdings nicht erhalten. Nachdem sie nichts mehr von uns gehört hatte und weil auch ihr US-Label auf einen weltweiten Deal gedrängt hatte, unterschrieb sie für Howling Trains And Barking Dogs bei Koch/MC Records. Schade, denn das neue Werk hätte prima zu uns gepasst, denn es ist so viel Americana in dem Album wie nie zuvor in einem Bullens-Album. Das liegt sicher auch daran, dass neun der elf Stücke in Nashville geschrieben worden waren. Nicht kürzlich, sondern bereits zwischen 1990 und 1995, als sie dem Drängen einiger Kollegen nachgegeben hatte und für eine Woche nach Tennessee fuhr. Ein Entschluss, den sie als einen der besten ihres Lebens bezeichnet. Sie kam mit unglaublich vielen Musikern und Songschreibern zusammen, darunter Radney Foster, Bill Lloyd (diese hatten das erfolgreiche Duo Foster & Lloyd gebildet), Matraca Berg, Al Anderson, Mary Ann Kennedy, Kye Fleming, Jess Leary, Jimmy Tittle, Kim Richey oder Wendy Waldman. "Labour Of Love" war der Titelsong zu Foster's zweitem Soloalbum und "Whistles & Bells" hatten die Dixie Chicks ursprünglich gesungen. Diese beiden Stücke sowie sieben weitere benutzt Bullens, um sich selbst ein kleines Tribute-Album zu machen. Unterstützt wird sie dabei von langjährigen Wegbegleitern wie Bob Colwell am Bass und Akkordeon, Ginger Cote am Schlagzeug oder Stephen B. Jones an Gitarren. Radney Foster ist ihr Duettpartner bei - klar - "Labour Of Love" und ihre beiden "Refugees"-Partnerinnen Deborah Holland und Wendy Waldman steuern die Backing Vocals bei "Whistles & Bells" bei. Die meisten der Songs sind im 4/4-Takt, nur wenige Balladen befinden sich dazwischen. Mit "Love Gone Bad" als Opener wird die Richtung sofort deutlich - das Dobro, die Fiddle, das Akkordeon - das ist Americana Country, wie sie es sich für ihr Album vorgestellt hatte, und wenn auch auf den weiteren 10 Stücken die Gitarren - akustische und elektrische - überwiegen, dann klingt das alles immer richtig gut - und sogar nach Cindy Bullens, die Mitte der Siebziger Jahre ausgezogen war, um ein Rock'n'Roller zu werden und jetzt auch als Americana-Interpretin zu glänzen vermag.



08.07.

MAILORDER NEWS


Endlich wieder lieferbar!!!


STATESBORO REVUE
Different Kind
Of Light


CD € 16,50
Da hatten wir wieder einmal einen wirklich sehr guten Titel über unsere Stammtischrunde besprochen, und was war dann? Die wenigen Exemplare, die wir erhalten hatten, waren ruck-zuck verkauft und kein Nachschub in Sicht. Labelmanager Edgar Heckmann brachte von seinem letzten Besuch in Austin im Juni nochmals einen Schwung CDs mit, die er direkt von der Band erhalten hatte, doch auch diese waren am ersten Tag nach seiner Rückkehr verkauft. Jetzt endlich flatterte ein größeres Paket ins Lager und wir sollten die vielen Kunden, die bisher leer ausgegangen waren, mit dieser CD versorgen können.

Wie schrieb Stammtischbruder Manfred Stanzel über das Album:
Ich hatte die Band für 3 oder 4 Songs bereits 2009 irgendwo in Austin live gesehen, das war Southern Rock mit Potential, das hatte ich bemerkt, aber dass die erste CD dieser Austin-Band eine derart klasse Scheibe wird, ist für mich doch überraschend. Der Name der Band ist Programm: Benannt nach einem der besten Songs der Allman Brothers Band überhaupt - dem von der scharfen Slide Duane Allmans geprägten "Statesboro Blues", ein Song für die Ewigkeit - stehen die Bezüge schon beim ersten Hören fest. Eben die Allman Brothers der frühen Siebziger, als Dickey Betts seine besten Songs schrieb und der Southern Rock deutliche Country-Rock-Bezüge bekam, die Marshall Tucker Band und Lynyrd Skynyrd kann man erwähnen. Von den aktuellen Bands sind Whiskey Myers, Black Crowes und die Band Of Heathens wegen der vielschichtigen Gitarrenarrangements zu nennen. Den 5 Musikern ist eine äußerst abwechslungsreiche rootsy Southern Rock CD mit viel Blues, Soul, Country und modernem Texas Rootsrock gelungen. Satt produziert prägt die charakteristische Stimme des Frontmannes Stewart Mann sowie die beiden Lead - und Slidegitarristen Todd Laningham und Will Knaak den Sound der Band, die sich mit akustischen und vielen elektrischen Gitarren sehr geschickt ergänzen. Dazu kommen immer wieder effektvolle Mundharmonika-, Orgel- und Pianopassagen. Das Fundament bildet eine gute Rhythmusgruppe mit viel Southern Groove. Alle 12 Songs sind phantastisch, trotzdem will ich einige herausheben. Das Album startet satt mit dem Roadhouse-Rocker "Little Girl Like You" mit Slide-Gitarre und Boogie-Piano, kommt beim typischen Southern-Rocker "Shine On" zu einem Höhepunkt mit tollen E-Gitarren und variabler Stimme, um in der Mitte des Albums bei den eingestreuten Balladen die ausgefeiltesten Arrangements zu präsentieren. "Over You" mit Dobro und dem typischen Gesang erinnert an die besten frühen Balladen von Gregg Allman. Die zweite Hälfte des Albums prägen wieder rockige Stücke mit klangvollen Gitarren, schönen Keyboards und kräftigem Gesang. Ein ganz herausragendes Album, wie ich es lange nicht gehört habe, und bestimmt ein Highlight des Jahres.



30.06.

NEUE TITEL IM MIDPRICE!

Folgende Titel sind ab sofort im Midprice angesiedelt und kosten über unseren Mailorder nur je € 8,90:
TREVOR ALGUIRE - Thirty Year Run (CD)
JULIAN DAWSON - Deep Rain (CD)
TOM GILLAM - Play Loud... Dig Deep (CD)
WILLIE NILE - Live From The Streets Of New York (CD+DVD)
JOSEPH PARSONS - Heavens Above (CD)



30.06.

Welcome to Blue Rose:
DUSTIN BENTALL


THE DUSTIN BENTALL OUTFIT
Six Shooter


CD € 13,90
2-LP € 24,90
Der Name Bentall ist für den jungen Musiker DUSTIN BENTALL aus Vancouver, Kanada sicher eine Verpflichtung zu guter handgemachter Musik mit starken Songs. Sein Vater Barney hatte ja vor allem in den 90ern mit Barney Bentall & The Legendary Hearts kanadische Rockgeschichte geschrieben. Aber auch heute liefert er noch ausgezeichnete Alben ab, wie die letzten beiden Solo-CDs (Gift Horse - 2006 und The Inside Passage - 2009) belegen. Barney hat zum Glück nie versucht, seinen Sohn in eine bestimmte musikalische Richtung zu drängen. "There's no question I've learned more from him than anyone else in the business. He never pushed the guitar on me but was always there to answer any questions I had, and left the actual learning up to me. I spent a few years wishing he had cracked the whip a little more but I have come to realize that the style I have developed has been a product of my own chosen influences. The old man proved over and over that he can rock with the best of them. I've always been really proud of that and hoped that it's written in my DNA."

Für die Entwicklung einer eigenen musikalischen Handschrift war für Dustin Bentall noch ein weiterer Musiker von großer Bedeutung: Gram Parsons. Im Booklet der Six Shooter-CD ist ein Bild, das den jungen Musiker vor dem Joshua Tree Inn zeigt, in dem GP 1973 gestorben ist.

Auf einem zweimonatigen Urlaubstrip durch Kanada mit einem guten Freund im Jahr 2004 begann Dustin, die Songs für sein Debütalbum zu schreiben. Der Urlaub endete in einer Katastrophe: Bei einem Autounfall wurden die beiden jungen Männer schwer verletzt. Diese Grenzerfahrung zwischen Leben und Tod ist sicher mit dafür verantwortlich, dass Dustins Debüt-Album Streets With No Lights (2007) "erwachsener" klang, als es das Lebensalter des jungen Musikers erwarten ließ.

Jetzt liegt mit Six Shooter der Zweitling des kanadischen Talents vor. Und das Album ist ein gutes geworden: Zehn der elf Songs stammen aus der Feder von Dustin. Die einzige Fremdkomposition der Platte ist der Song "Three Thousand Miles" des jungen Songwriters Corin Raymond aus Toronto. The Outfit besteht natürlich aus Dustin (Vocals, Rhythm Guitar und Harmonica), Pat Steward (Drums), Del Cowsill (Bass, BG Voc., Guitar) und dem neuen Leadgitarristen Adam Dobres. Als Gastmusiker sind der Pedal Steeler Johnny Ellis, der ja unter anderem auch die CDs von Leeroy Stagger mit seinem sehr geschmackvollen Spiel bereicht hat, Dustin's Freundin Kendel Carson (BG Vocals), Randall Prescott (Harmonica) und Luke Doucet (Guitar) zu hören.
Kommen wir zum Wesentlichen, nämlich der Musik des jungen kanadischen Songwriters und seiner Band: Der erste Song "Railroad" ist gleich eine klassische Countryrock-Nummer mit einer tollen Pedal Steel. Textlich geht es ebenso klassisch um den "lonesome hobo". Richtig stark ist der Refrain des Songs: "Heartbreaking on a road less taken / Heartbreaking in a boxcar racing down / The old railroad" mit einer wunderbaren Melodie, die man gar nicht oft genug hören kann. "Take The Money" bleibt dem Genre Countryrock treu. Neben der phantastischen Pedal Steel von Johnny Ellis gibt es ein richtig gutes Gitarrensolo von Adam Dobres. Die einzige Coverversion "Three Thousand Miles" erinnert von der Stimmung her ein wenig an Blue Rodeo. Und das ist ja wahrlich keine schlechte Referenz.
Auch in "Draft Dodger" geht es textlich um den einsamen Vagabunden. Musikalisch ist hier eher der Folkrock eines Neil Young angesagt. Ein langes Gitarrensolo zeigt die Klasse des neuen Leadgitarristen. Mit dem Titeltrack "Six Shooter" wird das Tempo deutlich angezogen. Nicht zu überhören ist die Gretsch "White Falcon" von Luke Doucet. Ellis spielt hier ein eigentümlich klingendes Instrument namens Ektar. Das folgende "Arizona" ist dagegen fast Classic Country mit einer Prise Westernswing. Was jetzt schon klar ist: "Six Shooter" ist eine sehr abwechslungsreiche Scheibe geworden. Etwas düsterer als alle anderen Songs ist "Secrets". Schon die ersten Textzeilen passen zur düsteren Stimmung des Songs: "I feel the weight come crashing down / I walk around but I don't make a sound". Der nächste Song "Little Bird In A Big Wind" klingt wie ein klassischer Countryrocker aus der 70er Jahren, wieder mit einem sehr starken Refrain, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Mein aktueller Lieblingssong des Albums ist "The Sweetest Of Heart" mit zwei explosiven Gitarrensoli von Adam Dobres. Klasse. Deutlich mehr Pop-Appeal hat das letzte Stück der CD: "Desert Of Our Minds" erinnert vor allem im Refrain an den einen oder anderen Song der Beatles.

Definitiv hat der junge kanadische Songwriter zusammen mit seiner sehr guten Band eine CD eingespielt, die gegenüber dem ausgezeichneten Debüt eine klare Steigerung darstellt. Vor allem das Songwriting von Dustin ist deutlich reifer geworden. Dustin Bentall ist Teil einer neuen Generation von Roots (Country, Blues usw.) orientierten Musikern/Bands in Kanada wie Matt Mays, Leeroy Stagger, NQ Arbuckle, Luke Doucet, Justin Rutledge, John Henrys, Deep Dark Woods, Cuff The Duke und vielen anderen. Sicher gibt es nicht so viele Musiker/Bands wie beim südlichen Nachbarn, aber das Niveau ist ausgesprochen hoch. Ich hoffe, mit meinen Reviews ein klein wenig dazu beizutragen, dass den kanadischen Musikern mehr Beachtung zukommt. (Mailorderkunde Michael Stepien als Gastrezensent)

Six Shooter ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 30. Juli erhältlich.



30.06.

MAILORDER NEWS




30.06.

Welcome to Blue Rose:
US RAILS


US RAILS
US Rails


CD € 13,90
2-LP € 27,90
 
US RAILS: Ben Arnold, Matt Muir, Tom Gillam, Scott Bricklin
und Joseph Parsons (v.l.n.r.)

Seit längerem geistert der Name US RAILS durch die gut informierten Americana-Zirkel links und rechts des Atlantiks. Eine neue kleine Supergroup mit einigen bekannten Singer/Songwritern soll sich an der US-Ostküste zusammengefunden haben und mit ersten Konzerten in den einschlägigen Clubs für Aufmerksamkeit sorgen. Spätestens nach einer kurzen Stippvisite im Dezember 2009 bei der Blue Rose Christmas Party in Hannover steht auch für hiesige Fans fest: Jawohl, US Rails sind ein echtes Pfund, doch es gibt noch keinen Tonträger zu erwerben. Mit dem längst überfälligen Erscheinen des selbstbetitelten Debüts US Rails wird diese Lücke nun endlich geschlossen!

Gleich vier ansonsten eigenständige Künstler (plus Drummer) bilden den musikalischen Verbund von US Rails, man steht damit formal in der Tradition von CSNY bis Traveling Wilburys und ähnlich gelagerter Fälle auf Blue Rose wie die Resentments und Flatlanders aus Texas, ESP (Easton/Stagger/Phillips) oder Hardpan. US Rails sind direkte Erben der Formation 4 Way Street aus Philadelphia. Es handelt sich dabei zunächst um keinen Geringeren als Joseph Parsons. Der sympathische, mittlerweile in Niedersachsen lebende Singer/Songwriter gehört seit 1998 mit 8 eigenen offiziellen Veröffentlichungen sowie Kollaborationen mit Todd Thibaud und dem bereits erwähnten Hardpan-Projekt unbedingt zu einem der ultimativen Eckpfeiler des Blue Rose-Labels. Der Mann mit der warmen, sonoren Stimme, der wie kaum ein anderer den melodischen, sensiblen Folk Rock beherrscht, aber auch und gerade live mitunter richtig zupacken kann, muss nach all seinen Alben und unzähligen Tourneen - besonders auch in unseren Breitengraden - natürlich niemandem mehr vorgestellt werden! Mitte des Jahrzehnts betrieb er neben seiner Solokarriere jene 4 Way Street, die mit ihrem Bandnamen sicher nicht ganz zufällig an das berühmte CSNY-Erfolgsalbum appellierten. Mit dabei waren Ben Arnold, Scott Bricklin und Jim Boggia sowie im erweiterten Kreis Drummer Matt Muir. Während Boggia ausgestiegen ist, um eigenen Ambitionen zu folgen, machen die übrigen nahtlos bei US Rails weiter und holen sich zur Komplettierung ihres Quintetts einen weiteren Eastcoast Rocker hinzu, den es erst vor zwei Jahren nach Austin, Texas verschlagen hat: Tom Gillam, seines Zeichens ebenfalls arrivierter Blue Roser der Güteklasse "A" und einer, der schon oft mit Joseph Parsons zusammen unterwegs war - live und auf Platte.

Der Star ist das Team! Auf ihrem in der Nähe von Paris eingespielten Debütalbum erweisen sich die Fünf als absolut gruppentauglich, ausgeprägte Egotrips finden nicht statt, auch wenn die individuellen Stärken und verschiedenen Charaktere selbstverständlich Stück für Stück leicht zu identifizieren sind, im Songwriting und anhand von völlig unterschiedlichen Leadstimmen. So geben Parsons, Arnold, Bricklin und Gillam bereits im Opener 'My Lucky Stars', gleichzeitig eine Art Erkennungslied der Band, ihre gesangliche Visitenkarte ab - jeder bekommt eine Strophe, um dann im Refrain auf harmonieträchtige Weise zusammenzutreffen. Welch ein Hors D'Oeuvre für eine durchweg tolle Platte mit insgesamt 14 Tracks, darunter einigen von Soloscheiben bekannten Nummern in neuen US Rails-Arrangements, extra für dieses Projekt geschriebenen Kompositionen und einer fantastischen Coverversion zum fulminanten Ende, die - denkt man an hochentwickelte Folk Rock-Harmonien und erinnert sich an den 4 Way Street-Querverweis - nur von einer Quelle stammen kann: Crosby, Stills & Nash. Es ist der Klassiker 'Suite: Judy Blue Eyes' von Stephen Stills!

Bis dahin gibt es reichlich Folk & Roots Rock, Americana, Gitarrenrock, Harmonieballaden und komplexen Rock mit Slide Guitar. Tom Gillam's 'Simple Plan', 'Shine Your Light' und 'Ready To Begin' sowie Joseph Parsons' 'Sun Gonna Shine', 'Burning Fire' und 'Brown Me In The Sun' kommen dabei auf dem hohen Niveau, das man von den beiden Blue Rose-Acts gewohnt ist. Vielleicht sind es aber gerade die Stücke der bei uns noch Unbekannteren, Ben Arnold und Scott Bricklin, die bei US Rails Salz und Pfeffer in die Americana-Suppe streuen. Ben Arnold spielt Keyboards (Klavier, E-Piano, Orgel) und Gitarren, hat sicher die markanteste, weil "rostigste" Stimme und brilliert hier mit solchen Songperlen wie 'Rainwater' und 'The New Goldrush'. Seit 1995 bringt er eigene CDs heraus, zuletzt wurde er - übrigens zusammen mit US Rails-Drummer Matt Muir - bei den Indie Pop/Rockern Pistol For Ringo gesichtet. Multiinstrumentalist, Produzent, Recording Engineer, Sänger und Songwriter Scott Bricklin hat ebenfalls bereits eine lange Karriere hinter sich: Mit seinem Bruder Brian spielte er in der 80er Kultband Bricklin, dann bei Martin's Dam, tourte viel mit Joseph Parsons, begleitete die Figgs und Graham Parker, lebt seit ein paar Jahren in Paris. Bei US Rails ist er hauptamtlich am Bass zu hören und als Sänger seiner Stücke, z.B. 'Spell' und 'Good TImes'.

US Rails ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 2. Juli erhältlich.



30.06.

MAILORDER NEWS

SPECIAL OFFERS



Was viele Fans der JAYHAWKS nicht wissen - die Band gab es schon vor ihrem Meilenstein-Album Hollywood Town Hall. Bereits 1986 (!) war The Jayhawks erschienen, damals nur in einer Auflage von 2.000 LPs gepresst. Jetzt erstmals auf CD erhältlich unter dem Titel The Bunkhouse Album und nicht nur für Jayhawks-Fans ein absolutes Muss!

Bei der Gelegenheit möchten wir nicht versäumen, weitere großartige Alben dieser leider völlig unterbewerteten Band vorzustellen. Bei DEN Preisen eine gute Chance, hier zuzugreifen!



Wie wild hatten wir um das neue Studioalbum von TIFT MERRITT gekämpft, doch Universal wollte uns die Lizenzrechte einfach nicht geben, da halfen auch die Interventionen von Tift selbst und ihrem Management nichts. Aber aufgeschoben ist aufgehoben und wir sind überzeugt, dass wir über kurz oder lang noch zum Zuge kommen werden. Freuen wir uns derweil über das neue Album See You On The Moon, das wir für kurze Zeit zum Sonderpreis anbieten, wobei wir dann auch gleich "unser" Tift Merritt-Album Home Is Loud sowie die drei Vorgängeralben zum "Special Price" anbieten - Another Country im Übrigen mit 5 Bonustracks versehen!




21.06.

MAILORDER NEWS

NEUZUGÄNGE WOCHE 24/2010

STEVE WINWOOD
Revolutions



CD € 16,90
STEVE MILLER BAND
Bingo!



CD € 16,50
MERLE HAGGARD
I Am What I Am



CD € 16,50
STEPHANIE FINCH
Cry Tomorrow



CD € 15,50
FRED EAGLESMITH
Cha Cha Cha



CD € 13,90

CROWDED HOUSE
Intriguer



CD € 16,90
CD+DVD € 22,90
MARY CHAPIN
CARPENTER
The Age Of Miracles


CD € 15,50
CHUCK PROPHET
Dreaming Waylon's
Dreams


CD € 15,50
JULIAN DAWSON
Nicky Hopkins -
Eine Rock-Legende


Buch € 22,95
versandkostenfreie
Lieferung!
CRAZY HEART
(UK-Import)



DVD € 20,90
Blu-ray € 29,50



15.06.

Das reguläre WIN THE PRIZES-Jubiläums-Preisausschreiben wird aufgewertet - noch spannendere/lukrativere/fanbezogenere Preise zu gewinnen!

Einige unserer Kunden und Freunde des Hauses waren teils etwas enttäuscht, als sie von unseren beiden Jubiläums-Aktionen gehört hatten. Vor allem die umsatzabhängige CATCH THE PREMIUMS-Aktion ließ für viele die Hoffnung schwinden, in den Genuss solcher verlockender Preise wie USA-Reise, von Blue Rose-Künstlern signierte Musikinstrumente oder Hauskonzerte zu kommen.
Aus diesem Grunde werden wir auch für das für alle Kunden/Freunde/Fans ausgelobte "normale" Preisausschreiben mit "Premium"-Preisen ausschmücken. Dazu gehört ab sofort eine weitere E-Gitarre der Firma Gibson, die uns für dieses Preisausschreiben zur Verfügung gestellt wurde. Wie schon bei der CATCH THE PREMIUMS-Aktion handelt es sich um eine Original Gibson Les Paul, gebraucht, allerdings in Top-Zustand, und das Sahnehäubchen werden die Autogramme sämtlicher Mitglieder der BAND OF HEATHENS sein. Einer der drei Songschreiber/Sänger/Gitarristen des Quintetts aus Austin, Texas, Gordy Quist, machte den Anfang und setzte im Gibson Showroom in der texanischen Hauptstadt und gleichzeitigen "Live Music Capital of the World" seine Unterschrift auf den silbergrauen Korpus. Wir werden natürlich auch die Unterschriften-Aktionen der übrigen Bandmitglieder für die Nachwelt festhalten.

Um die Chance wahrzunehmen, dieses herrliche Stück zu gewinnen, muss man nur den Teilnahmecoupon des Preisausschreibens ausfüllen und an uns zurücksenden. Zu finden sind die Coupons in unserem zweimonatlich erscheinenden Mailorderkatalog (der nächste erscheint bereits Anfang Juli) oder als PDF-Datei zum Ausdrucken weiter unter auf dieser NEWS-Seite (bitte zum zum 1.5. herunterscrollen). Der Einsendeschluss ist der 10.12.2010.






15.06.

A GIBSON ON TOUR

Unsere Reise mit der Gibson Les Paul durch Texas erwies sich als sehr erfolgreich, was die Sammlung von weiteren Unterschriften von Blue Rose-Artists betrifft. Jede Menge kamen hinzu, wobei ein Bild von JAMES McMURTRY nachgereicht werden muss, nachdem der nur zwischen Aufbau und Konzert schnell sein Autogramm abgeben konnte. Außerdem hat mit OWEN TEMPLE ein Künstler unterschrieben, der gar nicht zur Blue Rose-Familie gehört. Noch nicht - wir stehen kurz vor Abschluss der Vertragsverhandlungen und die Unterschrift auf der Gibson bedeutet praktisch bereits ein "JA" zur Veröffentlichung seines neuen Albums Mountain Home.

Die GIBSON ON TOUR-Aktion ist Bestandteil und Premium-Preis unserer Jubiläums-Gewinn-Aktion CATCH THE PREMIUMS, die bis einschließlich 10.12.2010 läuft. Jeder Mailorderkunde hat bei dieser Aktion die Gelegenheit, seine Chancen auf einen der Premium-Preise selbst zu bestimmen, indem er einen möglichst hohen Umsatz über Käufe aus dem Angebot in unserem Mailorder-Shop erzielt. Zu weiteren Einzelheiten bzgl. unserer Jubiläums-Aktionen bitte hinunterscrollen zum 1.5.

 
Bruce Hughes (Resentments)
 
Herb Belofsky (ex-Rainravens)
 
Andy Van Dyke (Rainravens)
 
Jon Dee Graham
 
Tom Gillam
 
Austin Collins & The Rainbirds
 
Owen Temple
 
Cody (links) und Willy Braun (Reckless Kelly)
 
Michael Hall



11.06.

MAILORDER NEWS

NEUZUGÄNGE WOCHE 23/2010

THE GASLIGHT ANTHEM
American Slang



CD € 14,90
LP € 13,90
CAROLE KING &
JAMES TAYLOR
Live At The Troubadour


CD+DVD € 17,90
THE SADIES
Darker Circles



CD € 13,90
LP € 14,90
COURT YARD HOUNDS
Court Yard Hounds



CD € 14,90
MATTHEW RYAN
Dear Lover



CD € 12,90
TOM PETTY &
THE HEARTBREAKERS
Mojo


CD € 16,50
2-LP € 29,90
BRUCE SPRINGSTEEN
& E STREET BAND
London Calling


DVD € 19,90
BluRay € 21,90

STONE TEMPLE PILOTS
Stone Temple Pilots



CD € 16,50
WILLIE NELSON
Country Music



CD € 14,90
THE JOHN HENRYS
White Linen



CD € 15,50
JOSH RITTER
So Runs The
World Away


CD € 14,50
LP € 14,50
KAREN ELSON
The Ghost Who Walks



CD € 15,50
LP € 15,50
BROTHERS OF
THE SOUTHLAND
Blue Sunrise


CD € 14,25
WILLIE NELSON &
ASLEEP AT THE WHEEL
Willie And The Wheel


CD € 15,50

SPECIAL TEXAS ARTISTS PICK
(beide waren die absoluten Gewinner der diesjährigen Austin Music Wards-Verleihung)


BOB SCHNEIDER
Lovely Creatures



CD € 14,50
SARAH JAROSZ
Song Up In
Her Head


CD € 15,90



14.05.

MAILORDER NEWS

NEUZUGÄNGE WOCHE 19/2010




13.05.

Es ist noch eine Weile hin bis September, aber bereits jetzt wurden die Nominierungen für die diesjährigen Americana Music Awards bekannt gegeben, die am 9. September im Ryman Auditorium in Nashville verliehen werden. Von Blue Rose-Sicht aus auch in diesem Jahr wieder vertreten ist die BAND OF HEATHENS, die in der Kategorie "Duo/Group Of The Year" nominiert ist. Außerdem aus der Blue Rose-Familie in der engen Auswahl: Corb Lund ("New & Emerging Artist"), BUDDY MILLER ("Instrumentalist Of The Year") und Ryan Bingham mit dem Song "The Weary Kind" aus dem Film Crazy Heart.

Hier die komplette Nominierten-Liste:

ALBUM OF THE YEAR
The List, by Rosanne Cash
A Friend of a Friend, by Dave Rawlings Machine
Downtown Church, by Patty Griffin
A. Enlightenment B. Endarkenment (Hint: There is no c), by Ray Wylie Hubbard

ARTIST OF THE YEAR
Ryan Bingham
Patty Griffin
Levon Helm
Steve Earle
Ray Wylie Hubbard

DUO/GROUP OF THE YEAR
The Avett Brothers
Carolina Chocolate Drops
Band of Heathens
Dave Rawlings Machine

INSTRUMENTALIST OF THE YEAR
Buddy Miller
Dave Rawlings
Will Kimbrough
Sam Bush

NEW & EMERGING ARTIST
Sarah Jarosz
Ryan Bingham
Hayes Carll
Corb Lund
Joe Pug

SONG OF THE YEAR
“The Weary Kind (Theme From Crazy Heart)"
Written by Ryan Bingham and T Bone Burnett-performed by Ryan Bingham
"Drunken Poets Dream"
Written by Hayes Carll and Ray Wylie Hubbard performed by Ray Wylie Hubbard
"Ruby"
Written by Dave Rawlings and Gillian Welch-performed by Dave Rawlings Machine
"I and Love and You"
Written and performed The Avett Brothers

Wie im letzten Jahr wird die Verleihung der Awards wieder von Jim Lauderdale moderiert, die "Haus-Band" wird wiederum geleitet von Buddy Miller.
"Ganz leise ist Americana zur am schnellsten wachsenden Gemeinschaft die Musikindustrie geworden," sagte AMA-Direktor Jed Hilly. "Die Nominierten präsentieren die Elite der Elite, und wir könnten nicht stolzer sein, als mit solch großartigen und einfallsreichen Künstlern zu arbeiten."

Vom 8. bis 11. September findet in Nashville, Tennessee die 11. Americana Festival and Conference statt und bietet täglich Seminare, Panels und Internet-Workshops im Sheraton Nashville Downtown Hotel. Die Veranstaltung beinhaltet mehr als 100 Showcases in den wichtigsten Venues der Stadt. 2009 nahmen etwa 1.000 Vertreter aus der Musikindustrie an der Konferenz teil und mehr als 12.000 Fans pilgerten zu den Veranstaltungen. Auch in diesem Jahr wird Blue Rose wieder vertreten sein, das eingespielte Team Edgar Heckmann/Thomas Dewers wird wie schon beim SXSW-Festival in Austin einen Blog zu den Ereignissen verfassen.



08.05.

A GIBSON ON TOUR

Einer der Hauptpreise der CATCH THE PREMIUMS-Aktion anlässlich unserer "15 Jahr-Feier" ist eine E-Gitarre der Firma Gibson, und zwar eine wunderschöne und nagelneue Les Paul Studio. Diese Gitarre wird während der Dauer dieser Aktion (Näheres dazu siehe weiter unten) auf Konzerte mitgenommen, bei denen Blue Rose-Künstler auftreten und die dieses Instrument dann signieren. Da es ein Frevel wäre, diese Gitarre anschließend ihrem eigentlichen Sinn zuzuführen, ist sie natürlich auch für Jede(n) ein absolutes Sammlerstück, die/der dieses herrliche Teil nicht spielen kann und es stattdessen da platziert, wo es hingehört - an die Wand!

Die A Gibson On Tour-Aktion begann gestern in Geislingen, zwischen Stuttgart und Ulm gelegen, wo THE BAND OF HEATHENS eine weitere grandiose Show ablieferten, und zwar mit einem sehr ungewöhnlichen Set, bestehend aus selten live gespielten Stücken wie etwa den Covers "Two Hands" und "If I Needed You" (Townes Van Zandt), "(Is Anybody Going To) San Antone" (Doug Sahm), "Handbags And Gladrags" (Michael d'Abo/Rod Stewart) und "Millionaire" (Kevin Welch), aber auch eigenen Songs wie "No Great Mystery", "Love Me Till The Sun Shines", "Philadelphia", "Bella Negra", "Quarter And Dimes" oder "Water In The Sky". Vor einer stattlichen Zuschauerkulisse (200 Besucher hatten den Weg in die "Rätsche" gefunden, darunter gar einige Hardcore-Fans aus Essen) wurden aber auch "Pflichtnummern" (ja gibt es die überhaupt bei der Band???) wie "L.A. County Blues", "Unsleeping Eye" oder "Shine A Light" nicht außer acht gelassen.

Die Pause zwischen den beiden Sets wurde zum Signieren der Les Paul genutzt. Der Anfang ist hiermit gemacht, weitere Acts folgen bereits in zwei Wochen, wenn die "Gibson Tour" über den großen Teich nach Austin, Texas fortgesetzt wird. Da wird es dann Unterschriften (und Beweisfotos) in geballter Form geben!




08.05.

MAILORDER NEWS


THE IAIN AD VENTURE
Ride The Times


CD € 14,90
Es sollte bloß niemand auf den Gedanken kommen, dass ein Album eines Blue Rose-Künstlers nicht unseren Gefallen gefunden hat, wenn ein neues Werk nicht auf unserem Label erscheint. Auch das Projekt der Blue Rose-Acts IAIN MATTHEWS und AD VANDERVEEN hätten wir liebend gerne unter unsere Fittiche genommen, doch leider bestand der Geldgeber für diese Geschichte auf einen "weltweiten" Deal mit den beiden Protagonisten. Was das dann für Deutschland heißt, können wir aus Erfahrung nur vermuten...
Wer die dem letzten Matthews-Album Zumbach's Coat beiliegende DVD kennt, der weiß, in welche Richtung Ride The Times geht - komplett akustisch gehaltene Instrumentierung, 2 akustische Gitarren, hin und wieder eine Mundharmonika, dazu die beiden sich super ergänzenden Stimmen von Matthews und Vanderveen. Die Lead Vocals werden "brüderlich" geteilt, die 2. Stimme kommtt dann immer rechtzeitig dazu, um ein unheimlich warmes Arrangement zu geben. Die Songauswahl wird ebenfalls den meisten Fans der beiden zum Teil bekannt sein, sie sind Stücke wie "Unravel" oder "The Moment That Matters" ebenso vertreten wie ungewöhnlich viele Coverversionen von Warren Zevon, Tom Waits, Lynn Miles, Chip Taylor oder Neil Young.
WEITERE NEUZUGÄNGE WOCHE 18/2010




01.05.

MAILORDER NEWS

NEUZUGÄNGE WOCHE 17/2010




     
01.05.

 
    
Große Jubiläums-AKTIONEN!
Großartige Preise zu gewinnen!!!

CATCH THE PREMIUMS, WIN THE PRIZES!!!

Wir feiern das 15-jährige Jubiläum von Blue Rose und was wäre eine solche Feier ohne eine dem Anlass entsprechende Aktion, mit der wir uns bei unseren Kunden und Freunden für die jahrelange Treue bedanken möchten?

Wir haben 2 wunderbare Aktionen vorbereitet, die bestimmt eure Zustimmung finden:

Aktion CATCH THE PREMIUMS
Wir stellen diverse "Premium"-Preise zur Verfügung, die diejenigen Kunden erhalten sollen, die über unseren Mailorder den höchsten Umsatz über einen bestimmten Zeitraum erzielen.

Aktion JUBILÄUMS-GEWINNSPIEL
Jede Person, die die Teilnahmebedingungen erfüllt (siehe unten), kann mitmachen und Warengutscheine, Musikzeitschriften, CDs, LPs, DVDs sowie weitere attraktive Preise oder gewinnen.

Beide Aktionen beginnen am 1. Mai 2010 um 0.00 Uhr und enden am 10. Dezember 2010 um 24 Uhr.

Hier die Einzelheiten:

CATCH THE PREMIUMS
Jeder Mailorderkunde hat bei dieser Aktion die Gelegenheit, seine Chancen auf einen der Premium-Preise selbst zu bestimmen, indem er einen möglichst hohen Umsatz über Käufe aus dem Angebot in unserem Mailorder-Shop erzielt. Und die Preise können sich wahrlich sehen lassen, wobei wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einmal sagen können, wie viele Preise es letztlich geben und was der "Hauptpreis" sein wird. "Hauptpreis" ist in unserem Fall mehr subjektiv von Seiten des Gewinners zu betrachten, da ihm der eigentliche 3. Preis eventuell mehr bedeutet als der "Hauptpreis". Dieser ist derzeit der

Besuch des SXSW Music Festivals in Austin, Texas im März 2011

Er beinhaltet den Flug, 7 Übernachtungen in einem sehr guten Hotel in Downtown Austin, ein Wristband zum Einlass in die vielen Konzerte während des Festivals sowie ein Taschengeld von € 200. Außerdem sind "Familienanschluss" (sowohl Blue Rose-Labelmanager Edgar Heckmann als auch weitere regelmäßige SXSW-Gänger werden mit von der Partie sein) und Reisetipps inbegriffen. Weitere großartige Preise werden etwa eine E-Gitarre der Firma Gibson sein, die wir über mehrere Monate auf Konzerte mitnehmen und von den Musikern signieren lassen (Fotos werden auf unserer Website gepostet und den "Vollzug" bestätigen), Blue Rose-Künstler werden handsignierte Musikinstrumente und andere Memorabilia-Gegenstände zur Verfügung stellen sowie Hauskonzerte anbieten. Ein weiterer Premium-Preis ist ein kostenloser 2-Tage-Aufenthalt in einem Tonstudio, in dem ein Solist oder gar eine komplette Band (max. 5 Personen) eine professionelle Aufnahme einspielen können. Der Outdoor-Ausstatter Jack Wolfskin hat uns hochwertige Produkte zur Verfügung gestellt, darüber hinaus gibt es viele Warengutscheine sowie Abonnements verschiedener Musikzeitschriften. Die Palette an Preisen wird sich im Laufe der nächsten Monate ständig erweitern.

Es stellt sich jetzt natürlich die Frage, wie man an diese Preise kommt bzw. was man dafür tun muss. Bringen wir es kurz auf einen Nenner: Die Kunden, die über unseren Mailorder am kauffreudigsten sind, sollen die besten Gewinne "abgreifen". Wir werden ab 1.5. den getätigten Umsatz jedes Einzelnen bis einschließlich 10.12.2010 festhalten und danach nach Umsatzgröße auswerten. Der Kunde mit dem wertmäßig größten Umsatz (evtl. Versandkosten werden dabei nicht berücksichtigt) darf sich aus dem Topf der zur Verfügung stehenden Preise den für ihn wertvollsten aussuchen, danach folgt die Nummer 2, anschließend die Nr. 3 usw,, bis alle Preise vergeben sind.

Bereits in Kürze werden wir die ersten PREMIUM-Preise etwas näher vorstellen!

JUBILÄUMS-GEWINNSPIEL
Die Teilnahme an unserem Gewinnspiel ist nicht an Käufe aus unserem Shop gebunden. Um daran teilnehmen zu können, muss lediglich ein Teilnahmecoupon ausgefüllt werden. Dieser Coupon muss an uns zurückgeschickt werden, entweder per Email, Fax oder Brief. Zu finden ist dieser Coupon in diesem Katalog sowie in den folgenden 3 Ausgaben, ferner kann auf unserer Website ein Exemplar als pdf-Datei heruntergeladen werden. Außerdem besteht in Kürze die Möglichkeit, den Coupon online auszufüllen und direkt an uns zurück zu mailen. Der Einsendeschluss für diesen Coupon ist wie bereits erwähnt der 10.12.2010, 24 Uhr (bei Briefen gilt das Datum des Poststempels). Ferner liegt er allen Mailorder-Bestellungen bei.

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Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass die Teilnahme bei der CATCH THE PREMIUMS-Aktion automatisch bei einer Bestellung erfolgt. Wer nicht daran teilnehmen möchte, soll uns dies bitte wissen lassen. Für die Teilnahme am JUBILÄUMS-GEWINNSPIEL (eine Teilnahme an beiden Aktionen ist natürlich auch möglich) muss der Teilnahme-Coupon komplett und korrekt ausgefüllt und an uns zurück geschickt werden.

Teilnahmebedingungen:
Teilnahmeberechtigt sind alle am 1.5.2010 volljährigen Personen. Für eine gültige Teilnahme am Gewinnspiel muss der Teilnehmer seinen vollständigen Namen (Vor- und Nachname), seine Anschrift, Telefonnummer sowie Emailadresse angeben. Ohne eine vollständige Angabe der Daten werden Einträge als ungültig betrachtet und der Anspruch auf Teilnahme bzw. den gewonnenen Preis verfällt. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind alle Mitarbeiter und Angehörige der Firma Massacre Records GmbH. Die Gewinner des Gewinnspiels werden per Los ermittelt, die Gewinner der Premium-Preise nach Auswertung der während des Aktionszeitraumes getätigten Umsätze. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Auszahlung des Gewinnwertes in bar ist nicht möglich. Unter allen Einsendern werden die Gewinner ermittelt und nach Ende der beiden Jubiläumsaktionen entweder per Mail oder per Brief benachrichtigt. Gewinnansprüche können nicht auf andere Personen übertragen werden. Der Gewinner muss seinen Gewinn bis spätestens 30 Tage nach der Ziehung annehmen. Geschieht dies nicht, verfällt der Anspruch auf den Gewinn. Die Firma Massacre Records GmbH gibt Ihre persönliche Daten nicht an Dritte weiter. Druckfehler, Irrtümer, Änderungen sind vorbehalten.

    
 



01.05.

Welcome to Blue Rose:
the slummers


THE SLUMMERS
Love Of The Amateur


CD € 13,90
LP € 19,90
 
the slummers:
JD Foster, Diego Sapignoli, Dan Stuart, Antonio Gramentieri (v.l.n.r.)
love of the amateur ist das Debutalbum von the slummers.

Die Band wurde von Dan Stuart und JD Foster gegründet, nachdem sie sich die Frage gestellt hatten, ob sie ihre musikalische Unschuld wiederentdecken können. Mr. Stuart war der Kopf der in den 80ern legendären Band Green on Red sowie die eine Hälfte von Danny & Dusty, während Mr. Foster ein gefragter Produzent und Sideman (Calexico, Patty Griffin etc.) ist. Das Album wurde von Antonio Gramentieri produziert, der zusammen mit Percussionist Diego Sapignoli auch die musikalische Unterstützung und Inspiration lieferte. Die Songs wurden in NYC geschrieben, aufgenommen in Richmond, Virginia und abgemischt in Senigallia, Italien. Trotz ihrer gesammelten künstlerischen Erfahrungen bestehen alle Mitglieder darauf, dass the slummers nichts weiter als eine Gemeinschaft von Amateuren in Geist und Bestimmung sind. Gentlemen, die sie alle sind, kann man sie beim Wort nehmen:

let us now celebrate the amateur, pure of heart and motive, in it only for the experience. here we beckon, come slum with us, downtown and beyond, the love never stops…

Mr. Stuart und Mr. Foster haben sämtliche Kompositionen gemeinsam geschrieben, gemeinsam gesungen und Gitarren neben verschiedenster, ausgesuchter modernster Vorrichtungen gemeinsam gespielt. Mr. Gramentieri und Mr. Sapignoli haben alles mit allem, vom Bariton bis zum Vibraphon, ausgefüllt. Das Album beginnt mit der Beefheart-Absurdität "Rift Valley Evolutionary Blues" und endet mit dem hoffnungsvollen, klagenden "Waiting For You". Das Songmaterial geht vom Wire-inspirierten "Bread and Water" und Keith trifft Nino Rota bei "Bowery Boy" bis hin zur George Jones-Reinheit von "All About You". Der persönlichste und auch haarsträubendste Song von allen ist "Ironbound" - nur ein Take, JD Foster's Lieblingsstück. Mr. Gramentieri's persönliche Note und sein Feinschliff sind vielschichtig und gleichzeitig nobel, zeigen einen deutlichen Schritt weg vom Ho Hum Ghetto des Alt.Country oder Americana - wie auch immer. Bravo Maestro!

Weitere Anmerkungen zu the slummers:
Bisherige Vorweise: Ronnie Lane, Calexico, Vinicio Capossela, Patty Griffin, Danny & Dusty, Lucinda Williams, Marc Ribot, Richmond Fontaine, Richard Buckner, Aidoru, Hugo Race, Damo Suzuki, Green on Red, Dwight Yoakam, Bobby Solo
Einwohner von: NYC, Modigliana, Cesena
Frühere Aufenthaltsorte: Rome, LA, London, Austin, Madrid, Tucson, Sydney
Zeitvertreibe: badminton, mathematics, dishwashing, lingerie, skiing, coffee, poetry
Noch nie enthüllt: fear of locusts, nervous breakdown, loss of spleen, pavor nocturnus

Love Of The Amateur ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 28. Mai erhältlich.



01.05.

VARIOUS ARTISTS
The Blue Rose Rockestra (Blue Rose Christmas Party 2008)


CD € 12,00
2-LP € 27,90
Eigentlich war wieder eine opulente Box der Christmas Party 2008 wie in den Jahren 2006 und 2007 geplant, doch diverse Probleme ließen dies letztlich scheitern. Zum einen war der Auftritt der Band Of Heathens bereits auf CD erschienen, dann erteilten uns die Bottle Rockets eine Absage, ihren Auftritt zu veröffentlichen, weil sie unzufrieden mit ihrer Show gewesen waren. Blieben also die Soloauftritte von Julian Dawson, Tom Gillam, Hank Shizzoe, Chris Cacavas, Todd Thibaud und Joseph Parsons sowie die Jam-Session mit dem Blue Rose Rockestra. Eine Doppel-CD mit diesen Auftritten wäre nur eine halbherzige Geschichte gewesen, als haben wir uns entschlossen, die Soloauftritte auf die kommenden Blue Rose Nuggets-Ausgaben zu verteilen und das BLUE ROSE ROCKESTRA auf einer neuen Ausgabe der Official Blue Rose Bootleg-Serie zu verewigen.

Wie zur Christmas Party von 2007 trafen sich wieder die Musiker inklusive Eric "Roscoe" Ambel, der die Bottle Rockets verstärken sollte, am Vorabend in einem Restaurant in Hannover zu einem kurzen Briefing, bei dem die Songvorschläge gesichtet und entweder ins Programm genommen oder gestrichen wurden. Am nächsten Vormittag wurde in einer gemeinsamen Runde im Hotel der Ablauf besprochen und am Nachmittag wurden die Songs auf der Bühne der Blues Garage in Isernhagen kurz angespielt. Das war es dann auch schon, weitere Proben gab es nicht. Was sich die Besucher am Abend kaum vorstellen konnten, denn die Coversongs kamen so locker und reibungs- und vor allem fehlerlos rüber, dass man annehmen musste, die Jungs hätten das schon mehrmals zuvor abgespult. Daran erkennt man dann wirkliche Vollblutmusiker, denen die Tonart und die Gitarrengriffe genügen, um Klassiker aus 40 Jahren Rockmusikgeschichte gekonnt zu interpretieren. Julian Dawson war wieder der perfekte "Musical Director" und hatte die Kollegen auf und hinter der Bühne fest im Griff. Artig wurden die Lead Vocals aufgeteilt, und so hatten die 450 Besucher ihre wahre Freude an dieser Jam-Session, die folgende Songs enthielt: "Seven Bridges Road" (Steve Young, Eagles), "Mary Jane's Last Dance" (Tom Petty), "Up On Cripple Creek" (The Band), "Revolution" (Beatles), "Friend Of The Devil" (Grateful Dead), "Wasn't Born To Follow" (Byrds), "Daydream Believer" (Monkees), "Can't Find My Way Home" (Blind Faith), "Willie And The Hand Jive" (Johnny Otis, Eric Clapton), "Bad Moon Rising" (CCR), "I'll Make Love To You Anytime" (JJ Cale), "Das Model" (Kraftwerk), "You Don't Know How It Feels" (Tom Petty), "Spirit In The Sky" (Norman Greenbaum), und "Always On My Mind" (Brenda Lee, Elvis Presley).



01.05.


SUSAN COWSILL
Lighthouse


CD € 13,90
2-LP € 24,90
Was für eine Stimme, was für eine Sängerin?!! Die famose SUSAN COWSILL hat sich rar gemacht in den letzten Jahren, aber die Zeit gut genutzt zur Verarbeitung des Katrina Desasters und zum Songschreiben; ja, auch darüber. Susan Cowsill lebt seit vielen Jahren in New Orleans und hat die Katastrophe praktisch hautnah miterlebt. Kein Wunder also, dass sie sich mit den Opfern leicht identifizieren kann und ein Großteil der Songs auf ihrer neuen CD unmittelbar oder indirekt davon handelt. Lighthouse ist erst ihr zweites Soloalbum nach dem ebenfalls auf Blue Rose erschienenen Debüt Just Believe It von 2004, aber es ist so kraftvoll und stark geworden - musikalisch, inhaltlich und poetisch -, dass man ohne zu Übertreiben von einem wirklich schwergewichtigen Americana Statement für 2010 sprechen kann!

 
Susan Cowsill @ SXSW 2010
Susan Cowsill ist eine Musikerin mit langer Vergangenheit. So gehörte sie bereits als Kinderstar mit 8 Jahren zu den Cowsills, einer Familienband (mit 5 Brüdern und der Mutter), die in den 60ern etliche Hits verbuchen konnte, z.B. 'The Rain, The Park And Other Things' und eine Version von 'Hair'. Allerdings sollte es bis zum Beginn der 90er Jahre dauern, bis sie musikalisch auf eigenen Beinen stand und ihre Karriere selbstbewusster plante. Das erste Mal ließ sie ernsthaft aufhorchen mit einer Version von Sandy Dennys 'At The End Of The Day', nachzuhören auf dem fabelhaften Sampler True Voices von 1990. Eines war danach klar: Von dieser Stimme würde man definitiv bald noch mehr hören...

Was auf zwei Ebenen geschah. Zum einen wurde sie durch die Partnerschaft mit Peter Holsapple (ex-dB's) festes Mitglied der legendären Continental Drifters. Andererseits gründete sie mit ihrer Freundin Vicki Peterson (Bangles) die geheimnisvollen Psycho Sisters, ein stimmgewaltiges Frauen/Harmony Vocals-Duo, das es zwar nie bis zu einer eigenen Veröffentlichung schaffte, sich dafür auf zahlreichen Alben anderer verewigte: Steve Wynn, Chris Cacavas, Giant Sand, Jolene, Kennedys, Jules Shear u.v.m. Anfang der 90er zogen die Drifters, nunmehr mit dem vokalen Aushängeschild Cowsill/Peterson/Holsapple, von Los Angeles nach New Orleans und traten einen, wenn auch nicht gerade kommerziellen, so doch in jedem Fall künstlerischen Siegeszug besonders in Europa an. Zwischen 1995 und 2001 veröffentlichte Blue Rose 5 Drifters-Scheiben - sie waren gespickt mit überragenden Gesangsbeiträgen von Susan Cowsill und mit vielen ihrer Songs, die nicht selten zu den Highlights zählten: 'Desperate Love', 'Spring Day In Ohio', 'The Way Of The World', 'Cousin', 'Snow', 'Someday'...

Die Probleme der Continental Drifters, die letztlich zur Auflösung der Supergroup führten, waren vor allem zwischenmenschlicher Natur, als sich Cowsill und Holsapple trennten und sie mit dem Drifters-Drummer Russ Broussard eine Beziehung einging, die bis auf den heutigen Bestand hat und auch künstlerisch auf fruchtbaren Boden fiel. So bilden die beiden ein perfektes Songwriter-Team, das bereits große Teile von Just Believe It zusammen komponierte. Zwar stand mit der fantastischen Interpretation von (erneut!) Sandy Dennys Klassiker 'Who Knows Where The Time Goes' eine Covernummer im Mittelpunkt, aber der Rest waren ausschließlich Stücke aus der Feder von Cowsill bzw. Cowsill/Broussard: der endgültige Beweis, dass die sympathische Frau aus New Orleans nicht nur gesanglich zu begeistern weiß, sondern auch als Songwriterin die Topplätze der Americana-Liga erreicht hat.

Lighthouse knüpft stilistisch genau da an, wo Just Believe It vor über 5 Jahren aufhörte: Schwerpunktmäßig stehen warme, gefühlvolle Balladen im harmonischen Einklang mit mitteltemperierten Folk Rock-Nummern und wenigen, schnelleren Roots Pop-Tracks mit klassischem Louisiana-Flair. Ähnlich wie damals schon bei den Continental Drifters hören wir eine ausgezeichnete Balance von akustischen und elektrischen Instrumenten inmitten eines mit vielen Gitarren, Klavier, Orgel, Bass und Drums reichhaltig arrangierten Bandsounds. Neben lokalen Spitzenmusikern wie Aaron Stroup & Tad Armstrong (von der Band Middletown), Gitarrist Alex McMurray (von der Avantgarde/Roots-Combo Royal Fingerbowl) und natürlich Russ Broussard am Schlagzeug erleben wir ein paar Promis mit Extrabeiträgen. So spielt der berühmte kalifornische Sessiongitarrist Waddy Wachtel seine markante elektrische Gitarre auf dem persönlich berührenden 'River Of Love'. Es stammt von Barry Cowsill, der in den Katrina-Fluten unter besonders tragischen Umständen ums Leben kam. Diesen Song zu singen und ins Zentrum von Lighthouse zu stellen, war für Susan Cowsill eine ganz besondere Herausforderung aber auch eine Art Bewältigung und Trost zugleich. Ihre anderen Brüder Bob, Paul & John sowie Vicki Peterson, die ja seit einigen Jahren auch Schwägerin ist, singen hier die Harmoniestimmen. Denkwürdig!

Auf einer anderen persönlichen Nummer, 'Avenue Of The Indians', singt kein Geringerer als Jackson Browne im Duett. Es geht hier um einen ihrer vielen Wohnorte, den letzten (Indian Avenue in Middletown, Rhode Island), bevor die Cowsills zur Berühmtheit gelangten und ihre Privatsphäre verloren. Browne gilt als absoluter Fan von Cowsill, mit seiner Hilfe wurde alles getan, um den in New Orleans aufgenommen Tracks an der Westküste den letzten Schliff, den bestmöglichen Klang mit auf den Weg zu geben: Browne's Haustonmeister Bill Lane stand für den finalen Mix bereit, für das Mastering konnte man Gavin Lurssen gewinnen, der für alle T-Bone Burnett-Projekte der letzten Jahre verantwortlich war und für Bob Dylans Together Through Life, für etliche Tom Petty-Alben... - eine teure, aber lohnende Sache!

Lighthouse ist so reich an Bildern, Geschichten und Klängen, dass man über jeden einzelnen Song ganze Kapitel erzählen könnte. Der Titeltrack ist eine karg, nur mit Klavier und Cello arrangierte Ballade über den Leuchtturm als Sinnbild für Heimkehr, Hoffnung und Bodenhaftung. Jimmy Webbs 'Galveston', bekannter in der Hitversion von Glen Campbell, kommt in einer intimen Folkversion nur mit akustischen Gitarren. In 'ONOLA' verarbeitet Cowsill all ihre Zweifel während der Flut, in dieser Stadt weiterleben zu können, die Stärke für einen Neuanfang aufzubringen: "oh New Orleans, I'm growing weaker everyday, I no longer have the strength to stay." Und: "and when I come back, I'll find it's just a dream, a real bad dream, a terrible dream."

Aber Cowsill findet immer eine Lösung zum Guten, einen Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit, Grund zum Optimismus. So beschließt sie dieses enorme Album mit dem 7:37 Minuten langen Epos 'Crescent City Sneaux', das nicht nur den kürzlich erstmalig errungenen, damit historischen Super Bowl-Erfolg der New Orleans Saints erwähnt, sondern am Ende in eine furiose Jam Session mit Zitaten aus 'Iko Iko' und 'When The Saints Go Marching In' mündet. Bewegend, aufwühlend, hoch emotional - New Orleans lebt!

Lighthouse ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 14. Mai erhältlich.



01.05.


RICH HOPKINS & LUMINARIOS
El Otro Lado/The Other Side


CD € 13,90
2-LP € 24,90
Das Blue Rose-Urgestein Rich Hopkins meldet sich zurück mit einer neuen Scheibe, und zum ersten Mal nach über vier Jahren steht sogar der Name Luminarios wieder groß drauf! Seit 1992 gibt es die Luminarios entweder als Trio, Quartett, Quintett oder einfach als lockere Session befreundeter Musiker; immer handelt es sich dabei um ein klares Rich Hopkins-Ding, im Gegensatz zu all den anderen Projekten des berühmten Wüstenrock-Paten aus Tucson, Arizona, wie Sidewinders, Sand Rubies, Underbelly, Woodcocks etc., bei denen er sich die Führungsrolle teilt. RICH HOPKINS & LUMINARIOS stehen für bedingungslosen Gitarrenrock, wahren Tucson Rock'n Roll, Byrds-style Psychedelic Pop, höchste Elektrizität und urwüchsige Power. El Otro Lado/The Other Side macht da selbstredend keine Ausnahme!

Das neue Luminarios-Werk befindet sich also einerseits klar auf Kurs des 2006er Vorgängers The Horse I Rode In On und solch kapitaler Klassiker wie Dirt Town, El Paso und The Glorious Sounds Of, profitiert andererseits aber auch von Hopkins' neuer Lebenssituation. Der Gute hat bekanntlich seine große Liebe Lisa Novak gefunden, und die sorgt nicht nur für privates Glück und emotionales Wohlbefinden, sondern bringt sich als gestandene Musikerin kompetent und überraschend deutlich ein in den eigentlich von sehr maskulinen Attributen geprägten Hopkins'schen Wüstenkosmos. Das war bereits auf ihrer gemeinsamen CD Loveland (Blue Rose, 2008) zu vermerken und das ist auch hier zu hören auf El Otro Lado, denn Novak hat ihren festen Platz in der Quartettformation neben den altbewährten Rhythmusleuten Ken Andree/Bass und Bruce Halper/Drums (s.a. Sidewinders, Sand Rubies) eingenommen. So erhält sie Co-Credits als Produzentin und bis auf zwei Nummern auch als Songschreiberin (und wir denken da nicht an Linda McCartney!), sie spielt Gitarre und Percussion, trägt mit ihrer dunklen, nasalen Altstimme kräftig zu den bis dato ausgefeiltesten Luminarios-Backing Vocals bei und übernimmt den ein oder anderen Leadpart in Feinabstimmung mit ihrem Gatten. Jede Wette auch, dass sich der bei diesen ganz speziellen, jingle-jangligen Twang-Klängen, die sich wie ein roter Faden durchs Album ziehen, von ihrer harmonieträchtigen Americana/Pop-Vergangenheit hat beeinflussen lassen.

El Otro Lado/The Other Side handelt thematisch von der Kehrseite des American Dream und ist deswegen durchaus als ein sozialpolitisches Rich Hopkins-Statement zu bewerten. Nicht zum ersten Mal beschäftigt sich ja der "Godfather of Desert Rock" mit den Menschen aus der Southside von Tucson, die durch viele, wenn nicht alle Raster eines sinnerfüllten Lebens gefallen sind und nur noch für einen Rest Würde kämpfen. Arbeitslose, illegale Grenzgänger, entwurzelte Indianer, Homeless People, verschuldete Ex-Mittelschichtler, Mexikaner im Ghetto... Das ist die Klientel der Casa Maria Soup Kitchen, einer wichtigen sozialen Einrichtung mit kostenloser Verpflegung für Bedürftige, die mittlerweile einen dramatischen Zulauf erfahren hat. Dort erzählt Amalia Tovar ihre Geschichte, mitgeschnitten von Hopkins auf Recorder und eingebaut in eines von zwei monumentalen, zentralen Stücken: den 8 ½-minütigen Titeltrack 'El Otro Lado Suite' mit einer Einführung auf akustischer, "spanischer" Gitarre und einem typischen Rich Hopkins-Sprechgesang-Kracher daran anknüpfend, komplett mit drückenden Gitarrenbrettern, knackharter Rhythm Section, süffigen Chorrefrains und scharfen Trompetenschüben von Javier Gamez im Calexico-Ambiente. Dieser Trompeter veredelt mit seinem prägnanten Spiel übrigens auch noch den zweisprachigen, ambitionierten Kuba-Rocker 'Guajira' (mit Ausschnitten aus einer historischen Rede des umstrittenen Staatsführers Batista aus der revolutionären Pre-Castro-Ära) und 'Better Days', die einzige semiakustische Ballade des gesamten Albums mit zusätzlichen Arrangements von Cello und Klavier. Die zweite zentrale Nummer heißt 'Breathe In/Out', ein 7-minütiger Slow Rocker mit mehreren übereinander geschichteten, dräuenden Electric Guitars, einem stoischen Crazy Horse-Beat, verklärten Vocals und einem Refrain frei nach 'Like A Hurricane' - Acid Rock in der Wüste von Arizona! Dagegen nehmen sich der melodische 60s-style Rock des Openers 'Love Is A Muse', das ebenfalls stark an Neil Young angelehnte 'World On Fire' oder der hyper-twangige Folk Rock von 'Good Intentions' und 'U R Not Alone' (beide im Duettgesang-Stil von 'Loveland'!) geradezu als musikalisches "Erholungsgebiet" aus.

Das Songwriting auf El Otro Lado ist dermaßen qualitativ hoch und die Musik so vielseitig wie wahrscheinlich auf keiner Luminarios-Platte zuvor, dass auch die beiden übrigen Tracks unbedingt erwähnt gehören, stehen sie den anderen doch in keiner Weise nach, im Gegenteil! 'Lou Reed' ist praktisch die eine große Lisa Novak-Nummer, auf der sie gesanglich glänzen kann und man sich nichts sehnlicher als ein baldiges neues Soloalbum von ihr wünscht. Ganz "nebenbei" erleben wir hier außerdem die beiden allerbesten Rich Hopkins-Gitarrensoli der ganzen CD: knapp, kantig, auf den Punkt, Feedback-getränkt!

"Woke up this morning, it's time to get out of this town, see my luck's turned a little sour these days, I can turn it around..." Das abschließende 'Land Of Broken Dreams' komprimiert textlich und musikalisch die vorangegangenen gut 40 Minuten nochmal in einem kolossalen Finale. Von den singenden und kontrolliert lärmenden Gitarren über richtig starke Rich Hopkins-Vocals bis zum brodelnden Druck der Band passt alles wie von übermächtiger Hand gesteuert zusammen! Dies ist dann nichts weniger als die Quintessenz des Desert Rock in Reinkultur!!

El Otro Lado/The Other Side ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 28. Mai erhältlich.



18.04.

MAILORDER NEWS


TIM EASTON
Live At Water Canyon


CD € 12,90
SPECIAL OFFER!
Wir sind ja schon seit vielen Jahren der Überzeugung, dass TIM EASTON einer der unterbewertetsten Singer/Songwriter auf diesem Planeten ist. Nicht nur zeigt er mit jedem Album seine Kreativität, ob es sich nun um ruhigere Werke oder um Rockalben handelt oder ob die Songs mehr durch sparsame Produktionen oder durch Unterstützung mit einer knallharten Gitarrenrockband überzeugen. Eines ist immer deutlich zu erkennen: Die unglaubliche Fähigkeit, Songs zu schreiben, sie zu interpretieren. Tim Easton mag körperlich nicht zu den größten Songschreibern gehören, doch inhaltlich hält er diesen Anspruch spätestens seit seinem Album Special 20, wenn nicht sogar schon seit den Zeiten der Haynes Boys.
Bei unseren holländischen Kollegen von Sonic Rendezvous hat er nun ein "kleines" Album veröffentlicht, das Tim Easton so wiedergibt, wie er seine Kunst am besten zeigen kann: Nur mit akustischer Gitarre und Mundharmonika präsentiert er 10 seiner Songs. "Nur" 10 Songs, denn mit seinem Repertoire könnte er locker 4 Stunden ohne Pause auf der Bühne stehen. Und diese Songs wie "Special 20", "All The Pretty Girls Leave Town", "Baltimore", Lexington Jail" oder "Next To You" wurden vor einer familiären Kulisse bei der Water Canyon Coffee Company im Yucca Valley aufgenommen, einem guten Stopp für Singer/Songwriter, wenn sie durch die Mojave Wüste zwischen Los Angeles und Phoenix oder Las Vegas reisten, ehe es geschlossen wurde. Die hohe Decke und die harten Pflastersteine an der Wand erzeugen eine unglaubliche Akustik, perfekt für eine Stimme und eine Gitarre. Tim Easton könnte nicht passender sein für diesen ca. 50 Personen Platz findenden Raum, und die bei diesem Konzert anwesenden Zuhörer werden sicher mit unserer Meinung konform gehen, dass vom Bob Dylan, ehe er sich zum "Judas" machte und zur E-Gitarre griff, zum Tim Easton unserer Zeit viele Parallelen sind.
WEITERE NEUZUGÄNGE IM GENERAL STORE WOCHE 15/2010

GRATEFUL DEAD
Crimson, White
& Indigo


3-CD+DVD
€ 33,90
ROKY ERICKSON
& OKKERVIL RIVER
True Love Cast


CD € 14,90
WADE BOWEN
Live At Billy
Bob's Texas


2-CD+DVD
€ 14,90
PAUL BRADY
Hooba Dooba



CD € 14,90
DIRTMUSIC
BKO



CD+DVD € 15,90
2-LP+CD+DVD
€ 26,90



17.04.

MAILORDER NEWS



DER STAMMTISCH empfiehlt

Im Januar 2008 hatten wir den STAMMTISCH ins Leben gerufen, um euch einige mehr oder weniger unbekannte CDs ans Herz zu legen, die einige Musikfreaks mitbringen und dann vorstellen. Das ist nicht etwa eine fingierte Runde, wie das schon mancher vermutet hat, nein, diese Gruppe gibt es real! Diese Musikabende finden regelmäßig unregelmäßig beim Blue Rose-Labelmanager Edgar Heckmann statt, wo Profis der Szene sowie "normale" Fans ihre neuesten Errungenschaften austauschen, "Blind Listenings" veranstalten, indem sie CDs laufen lassen und die anderen erraten sollen, wer da gerade auf dem Plattenteller liegt, sich durch Unmengen von CDs von Künstlern/Bands kämpfen, die sich einen Plattenvertrag erhoffen und ganz nebenbei auch das eine oder andere kühle Bier reinziehen.
Die Runde dieses Musikabends besteht aus von 3 bis hin zu 6 Personen. Wir möchten diese kleine Runde dazu nutzen, einige der CDs, über die wir uns da so auslassen und die wir für besonders empfehlenswert halten, euch an dieser Stelle näherzubringen. Es handelt sich dabei um nicht in jedem Plattenladen erhältliche Schätzchen und von denen wir teils nur begrenzte Stückzahlen vorrätig haben.

Vor zwei Wochen war der Stammtisch wieder mal zusammengekommen, und wie immer war der Abend kurzweilig und mit viel guter Musik gefüllt. Folgende Perlen haben sie diesmal für euch herausgepickt:


MARK STUART
& THE BASTARD SONS
Bend In The Road


CD € 12,90
Die CD beginnt traditionell mit klassischem Country und Bluegrass, mit Fiddle, Banjo, akustischen Gitarren und Standup-Bass. Mit "When Love Comes A Callin´" und "Power Of A Woman folgen echte Country-Rockern mit fetzigen Telecasters und schönen Soli. "Bend In The Road" ist die 4. CD von Mark Stuart And The Bastard Sons, die früher als Bastard Sons Of Johnny Cash in San Diego Musik machten. Das war die gleiche Richtung, die gleiche Thematik ("Walk Alone", "Distance Between", "Mile Markers" heißen die alten Platten). Fast alles Roadsongs, Lieder von Abschieden, vom Ankommen, von Frauen, von der Rastlosigkeit.
Mit der 4. CD ist Mark Stuart als alleinigem Frontmann, der fast alles selbst geschrieben hat und besser singt denn je, etwa wie eine Mischung aus Merle Haggard, Jamey Johnson und Waylon Jennings, eine abwechslungsreiche und die bisher beste Platte gelungen, die viele Stile wie Bluegrass, Country, Country Rock, Barrelhouse Boogie, etwas Westcoast und Roots-Rock vereint. Das klingt, wie wenn man abends irgendwo im Westen der USA unterwegs ist und aus einem Honky Tonk-Schuppen eine Band mit viel Spaß spielen hört. Zur Unterstützung hat sich Stuart so unterschiedliche Musiker ins Studio geholt wie Alan Mirikitani, der eigentlich mit den Buddaheads harten Bluesrock spielt und mit Stuart produziert hat, JD Mannes, der schon manche Country Rock Scheibe mit seiner Pedal Steel veredelt hat, oder Taras Prodaniuk, der lange für Lucinda Williams den Bass gezupft hat. Herausgekommen ist eine stimmige Platte, die unspektakulär mit handgemachter Musik überzeugen kann und ihre Höhepunkte bei den elektrischen, rockigen Nummern hat, neben den oben genannten "Way Down The Road" mit einer wunderbaren Orgel. Aber auch Balladen sind vertreten ("Lonestar, Lovestruck Blues" mit Mandoline, die dem Song ein wunderbares old timy feeling verleiht , oder das herrlich relaxte "Carolina") und die CD wird nie langweilig. Die CD ist außerdem in einem schönen und passenden Digifile verpackt

STATESBORO REVUE
Different Kind
Of Light


CD € 15,50
Ich hatte die Band für 3 oder 4 Songs bereits 2009 irgendwo in Austin live gesehen, das war Southern Rock mit Potential, das hatte ich bemerkt, aber dass die erste CD dieser Austin-Band eine derart klasse Scheibe wird, ist für mich doch überraschend. Der Name der Band ist Programm: Benannt nach einem der besten Songs der Allman Brothers Band überhaupt - dem von der scharfen Slide Duane Allmans geprägten "Statesboro Blues", ein Song für die Ewigkeit - stehen die Bezüge schon beim ersten Hören fest. Eben die Allman Brothers der frühen Siebziger, als Dickey Betts seine besten Songs schrieb und der Southern Rock deutliche Country-Rock-Bezüge bekam, die Marshall Tucker Band und Lynyrd Skynyrd kann man erwähnen. Von den aktuellen Bands sind Whiskey Myers, Black Crowes und die Band Of Heathens wegen der vielschichtigen Gitarrenarrangements zu nennen. Den 5 Musikern ist eine äußerst abwechslungsreiche rootsy Southern Rock CD mit viel Blues, Soul, Country und modernem Texas Rootsrock gelungen. Satt produziert prägt die charakteristische Stimme des Frontmannes Stewart Mann sowie die beiden Lead - und Slidegitarristen Todd Laningham und Will Knaak den Sound der Band, die sich mit akustischen und vielen elektrischen Gitarren sehr geschickt ergänzen. Dazu kommen immer wieder effektvolle Mundharmonika-, Orgel- und Pianopassagen. Das Fundament bildet eine gute Rhythmusgruppe mit viel Southern Groove. Alle 12 Songs sind phantastisch, trotzdem will ich einige herausheben. Das Album startet satt mit dem Roadhouse-Rocker "Little Girl Like You" mit Slide-Gitarre und Boogie-Piano, kommt beim typischen Southern-Rocker "Shine On" zu einem Höhepunkt mit tollen E-Gitarren und variabler Stimme, um in der Mitte des Albums bei den eingestreuten Balladen die ausgefeiltesten Arrangements zu präsentieren. "Over You" mit Dobro und dem typischen Gesang erinnert an die besten frühen Balladen von Gregg Allman. Die zweite Hälfte des Albums prägen wieder rockige Stücke mit klangvollen Gitarren, schönen Keyboards und kräftigem Gesang. Ein ganz herausragendes Album, wie ich es lange nicht gehört habe, und bestimmt ein Highlight des Jahres.

JESS KLEIN
Bound To Love


CD € 14,90
Bereits 7. CD der aus Boston / Massachusetts stammenden, mittlerweile jedoch wie so viele anderen Musiker in Austin / Texas lebenden jungen Singer- / Songwriterin, leider noch immer ein Geheimtip. Aber vielleicht gibt ihr die umtriebige Künstlerszene in Austin den hochverdienten Schub zu einem höheren Bekanntheitsgrad. ´Scrappy´ Jud Newcomb (Resentments) hat die sympathische Künstlerin auch gleich unter seine Fittiche genommen und spielt souverän sämtliche akustischen und elektrischen Gitarren und sonstigen Saiteninstrumente. Außerdem hat er die CD zusammen mit Mark Addison (Keyboards) produziert und wird bei einem Song als Co-Autor angeführt. Mit Ausnahme des von John Hiatt komponierten Titels Before I Go stammen alle Songs von Jess Klein selbst. Die gesamte CD verbreitet einen angenehmen, flockigen Sound in entspannter Folk-Pop-Soul-Rock Melange, wobei Jess mit ihrer kräftigen, attraktiv-sympathischen, unmittelbaren Stimme herausragt. Höhepunkt und erster Anspieltip ist der Song Fool, bei dem der ebenfalls in Austin beheimatete Singer- / Songwriter Slaid Cleaves die männlichen Vocals beisteuert. Jess Klein überzeugt auch mit dieser neuen CD durchweg und die lebendige Künstlerszene in Austin bringt ihr hoffentlich den längst fälligen Aufschwung


BRAD COLERICK
When I'm Gone


CD € 14,90
Vom ersten zum zweiten Werk 19 Jahre Pause, dann alle zwei Jahre eine neue begeisternde CD, wahrlich ein ungewöhnlicher Verlauf für eine Musikerkarriere. Aber Brad Colerick aus Lincoln / Nebraska, der sich mittlerweile in L.A. an der Westcoast niedergelassen hat, begeistert die Roots-Rock Freunde nun seit 2005 in zweijährigem Rhythmus mit neuen Veröffentlichungen. Auch When I´m Gone steht seinen Vorgängern in nichts nach und überzeugt nachhaltig mit den aus Westcoast- / Acoustic Country- / Country Rock- und Bluegrass Elementen bestehenden Songs. Die warme, einfühlsame, sympathische Stimme erinnert teilweise stark an die allseits beliebten Blue Rose Artists Todd Thibaud und Joseph Parsons . Auch alte und geschätzte Haudegen wie James Taylor, Jackson Browne, Dan Fogelberg, J.D. Souther und Herb Pedersen sind nicht weit weg. Die bei einigen Songs bestechenden Harmony-Vocals erinnern ebenfalls an die ruhmreichen 70er-Jahre der o.a. Musikstile. Akustische und elektrische Instrumente (dezent rockend) wechseln sich ab, die sehr einfühlsam agierenden, versierten Begleitmusiker (u.a. Kenny Edwards, Larry Klein, Herb Pedersen, Tom Walsh, Bill Bryson) dürfen ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Insgesamt eine sehr empfehlenswerte CD, wie auch die beiden Vorgänger von 2005 (Cottonwood) und 2007 (Lines In The Dirt).

CASEY DONAHEW BAND
Moving On


CD € 12,90
Prächtiger "Red Dirt"-Countryrock voller Leidenschaft. Herrliche Melodien - die aus Burleson/Texas stammende Casey Donahew Band gilt in den dortigen Red Dirt-Kreisen wie ein behütetes Geheimnis in der Szene. Ihr Stil ist vergleichbar mit der Eli Young Band, Reckless Kelly, Cross Canadian Ragweed und Wade Bowen. Dieser "Pure Texas Country", wie sie ihre Musik nennen, muss schon durch das Wort "Rock" ergänzt werden, denn die Casey Donahew Band weist wirklich alle Merkmale des Country Rock auf.


BO PHILLIPS BAND
Dirt Road


CD € 13,90
Schon die Hinweise beim Lebenslauf von Bo Phillips reichen aus, um die Musik zu beschreiben, die der Bruder von Stoney LaRue (1. Hinweis) macht. Aufgewachsen in Stillwater, Oklahoma (2. Hinweis), bekam er mit 9 Jahren eine Gitarre geschenkt, und durch die TV-Sendung "Austin City Limits" wuchs seine Begeisterung für Musker wie Waylon Jennings, Willie Nelson oder Stevie Ray Vaughn (3. Hinweis). Dennoch zu er es vor, was Ordentliches zu lernen und ging aufs College, um anschließend 6 Jahre lang als Lehrer zu arbeiten. Doch das Fieber, Musik zu machen, ließ ihn nicht los, und Freunde wie Cody Canada von Cross Canadian Ragweed, Stoney LaRue oder Mike McClure (4. Hinweis) wiesen ihm den Weg zu seiner Bestimmung. Und so schmiss er den Lehrerjob hin und gründete letztlich seine eigene Band, die die Bühne geteilt hat mit Acts wie Micky & The Motorcars, Wade Bowen, Randy Rogers Band, Reckless Kelly oder Bleu Edmondson (5. Hinweis). Okay - die Hinweise sollten genügen - Red Dirt ist wohl der Oberbegriff der Musik, die Bo Phillips macht, also elektrischen Alt. Country Rock der melodischen Art. Erschienen iist "Dirt Road" auf dem allseits zuverlässigen Smith Group-Label, was zusätzlich für Qualität bürgt. Wer also auf eine der vorgenannten Bands steht, der kann auch hier bedenkenlos zugreifen



16.04.


AUSTIN COLLINS
Wrong Control


CD € 13,90
LP € 19,90
Wrong Control - einer von diesen mysteriösen, merkwürdig in die Irre leitenden Albumtiteln, suggeriert er doch, dass der gerade erst von Blue Rose bei uns erfolgreich eingeführte Texaner AUSTIN COLLINS bereits auf Abwege geraten oder irgendetwas falsch gelaufen sein mag... Aber der junge Singer/Songwriter aus Austin ist natürlich ein freidenkender Künstler und so sei ihm jegliche Fantasie bei seinen Songs und Texten gestattet. Zumindest weckt so ein Titel Interesse und wirft zunächst Fragen auf, in Wirklichkeit befindet sich Austin Collins aber mit seiner Musik voll auf Erfolgskurs und hat eine klare Vorstellung davon wie sie klingen soll. Wrong Control ist seine dritte Veröffentlichung und zum ersten Mal steht der Name seiner Band gleichberechtigt auf dem Cover. Nur ein Indiz dafür, dass sich in der Tat doch einiges geändert haben könnte!

Wrong Control ist ganz klar rockiger geraten als die Vorgänger Something Better (2005) und Roses Are Black (Blue Rose, 2008). Denn eigentlich kommt Collins vom Country, Country Rock bzw. Alt.Americana Rock. Wie für viele Kids in seiner Heimatstadt Houston waren Robert Earl Keen und Steve Earle große Heroen, bevor man sich mit den wirklich wichtigen Vorbildern wie Son Volt, Jayhawks, Whiskeytown und Wilco beschäftigte. All das hat unüberhörbar Spuren in Austin Collins' Musik hinterlassen. Besonders das Blue Rose-Debütwerk Roses Are Black strotzte nur so vor kraftvollen Bezügen zu diesen Bands und zu Neil Young & Crazy Horse genauso wie zu den Bottle Rockets oder Whipsaws. Ohne den Texas-Troubadour-Aspekt dabei zu vernachlässigen und die Twang-Gitarren herunterzumischen. Arrangements mit Fiddle und Akkordion, Pedal Steel und Dobro taten ein Übriges, um diese CD letztlich in die Alt.Country (Rock)-Sektion zu stellen. Ohne diese Vorgeschichte zu kennen und völlig losgelöst nur für sich betrachtet würde man das mit Wrong Control sicher nicht machen!

Rockiger also! Mit einer gehörigen Portion Pop dabei, Austin Collins redet sogar von seinem "Pop Album", meint natürlich jene Art Indie Pop/Rock, die heute angesagt ist und zusammen mit Alt.Country oder Alt.Americana eine spannende Gemengelage bildet, die für eine große Akzeptanz unter gerade jüngeren Hörern, für höhere Zuschauerzahlen in den Konzerten und sogar für eine gewisse Radioakzeptanz sorgt. Dabei sind die wichtigsten Koordinaten dieser Produktion dieselben geblieben wie zuvor: Die Rainbirds - wie gesagt: jetzt ebenbürtig im Fokus - bilden die "mehr-als"-Begleitung. Sowohl Gitarrist Dylan McDougall als auch Drummer Craig Bagby (im Studio auch am Bass und an den Keyboards) haben eigenes Songmaterial zur Verfügung gestellt und singen laut in den Refrains mit, auf seinem eigenen 'Forever Avenue' hat McDougall sogar den Part des Leadvokalisten übernommen. Daneben haben wir es hier auch wieder mit demselben Aufnahmeteam zu tun: Will Johnson (Centro-matic/South San Gabriel/Molina & Johnson) hat produziert, sein Recording Engineer im Austiner Ramble Creek Studio war Britton Beisenherz, der ja u.a. schon mit Milton Mapes, Deadman und Telegraph Canyon gearbeitet hat.

Zusammen ist ihnen eine einfachere, sehr straighte Herangehensweise an das Material der 10 neuen Stücke gelungen. Die Gitarren - und das sind diesmal garantiert keine Twang-Gitarren! - rocken dominant und völlig schnörkellos, die Hooks und Riffs sitzen messerscharf, während die analog gespielten Rhythmusinstrumente oft einer Soundwäsche unterzogen werden, die dann wahrlich eher auf eine trendige Indie Pop-Produktion zielt als auf Texas-style Roots Rock. Über allem thront der Gesang von Austin Collins: prägnant, zielgerichtet, kernig, aber auch auf sympathische Weise durchaus "hitverdächtig" und für sehr viele Ohren geeignet. Dieses Kartenhaus würde allerdings in sich zusammenfallen, bildeten nicht die famosen Songs die Basis für alles! Wo dann auch der Albumtitel Wrong Control plötzlich wieder Sinn macht. Denn es wäre keine Austin Collins-Platte, wenn die Songs nicht mit unglücklichen Beziehungen, Versuchen aus einer verkorksten Vita auszubrechen und dramatischen Lebenswendungen zu tun hätten! Gleich im Eröffnungsstück 'Just The Same' geht's um eine unverdaute Trennung, ebenso wie im zentralen Titeltrack und später in 'Frailer Ground', in dem der eigentlich sehr nette Herr Collins ungeschönt beschreibt, wie böse er werden kann, wenn seine Geliebte andere Wege geht. Dann wird aus "wrong control" wohl eher "no control"! In Songs wie 'Care', 'Island' und 'Worn' geht es textlich regelrecht düster und verloren, bisweilen kryptisch zu - wahrlich nicht der einfachste Stoff für einen vermeintlichen Texacana Troubadour mit klassischer Grundausbildung.

Ein Image, das Austin Collins wahrscheinlich gar nicht (mehr) weiter pflegen möchte! Auch wenn Wrong Control fast versöhnlich mit einer waschechten Alt.Country-Ballade Marke "Ryan Adams-gibt-den-Neil Young" abschließt, der einzigen hier überhaupt: 'Centerpiece' bietet sogar eine Pedal Steel Guitar auf (gespielt von Todd Pertll/Thrift Store Cowboys), entspricht aber auch sonst genau dem Americana-Geist des "alten" Austin Collins.

Wrong Control ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 7. Mai erhältlich.



11.04.

MAILORDER NEWS

NEUZUGÄNGE IM GENERAL STORE WOCHE 14/2010




10.04.

Ein Frühjahrsputz im GENERAL STORE ist angesagt. Oder ein Garage Sale. Oder Ausverkauf. Was auch immer - wir sind durch die Regale gegangen und haben Titel herausgezogen, die uns für neue Artikel den Platz versperren und deshalb raus müssen. Und wenn wir etwas mmachen, dann nicht halbherzig, sondern richtig. Und daher sind die Preise auch entsprechend "schweinisch günstig". Aber Achtung - die verfügbaren Stückzahlen der einzelnen Titel gehen selten über die Zahl "5" hinaus. Wer also zuschlagen möchte, der sollte sich nicht lange den Kopf zerbrechen.

LPs:
Guns N Roses - Chinese Democracy € 8,00
R.E.M. - Accelerate € 15,00
R.E.M. - Best Of € 8,00

DVDs:
Steve Earle - Live At Montreux 2005 € 7,00
R.E.M. - Accelerate € 12,00
Supersuckers - From The Audio/Video Dept: Live In Anaheim € 5,00
>
CDs:
Jackson Browne - Looking East € 5,00
Collective Soul - Collective Soul € 4,00
Robert Cray Band - This Time € 9,00
Double Trouble - Been A Long Time € 4,00
Bob Dylan - Time Out Of Mind € 4,00
Bob Dylan - Love And Theft € 4,00
Bob Dylan - Modern Times € 4,00
Guns N Roses - Chinese Democracy € 4,00
Indigo Girls - Poseidon And The Bitter Bug € 9,00
Rickie Lee Jones - Magazine € 4,00
Long Ryders - Three Minute Warnings - Live In New York City € 8,00
Rhett Miller - Rhett Miller € 8,00
Nirvana - MTV Unplugged in New York € 4,00
Nirvana - From The Muddy Banks Of Wishkah € 4,00
Ozark Mountain Daredevils - 13 € 4,00
Radiohead - In Rainbows € 6,00
R.E.M. - Live At The Olympia In Dublin (Deluxe) € 14,00
R.E.M. - And I Feel Fine…The Best Of The I.R.S. Years 1982-1987 € 4,00
R.E.M. - Accelerate € 6,00
Randy Rogers Band - Randy Rogers Band € 8,00
Todd Snider - The Excitement Plan € 8,00
Bruce Springsteen - We Shall Overcome: The Seeger Sessions € 5,00
Starsailor - Love Is Here € 4,00
Matthew Sweet - Blue Sky On Mars € 4,00
Various Artists - Blood On The Highway/The Ken Hensley Story € 4,00
The Verve - Fourth € 7,00
The Who - Endless Wire € 3,00
Brian Wilson - That Lucky Old Sun € 5,00
Amy Winehouse - Back To Black € 4,00
Neil Young - Archives 1 (10-CD-Edition) € 150,00



05.04.

Immer werden wir nach den Aufnahmen der Blue Rose Christmas Party von 2008 und von 2009 gefragt. Nun, hier ein Update, das allerdings ziemlich deprimierende Fakten enthält.

Zunächst zu der Party von 2008 mit der Band Of Heathens, den Bottle Rockets und dem Blue Rose Rockestra. Der Auftritt der Band Of Heathens wurde ja bekanntlich bereits auf CD veröffentlicht, die Bottle Rockets hatten uns monatelang vertröstet. Vor kurzem kam die ersehnte Email, die allerdings nicht so ausgefallen war, wie wir uns das erhofft hatten. Die Band war nämlich absolut unzufrieden mit dem Auftritt, alle Songs wären viel zu schnell gespielt worden, entschuldigte sich, dass sie die Party "ruiniert" hätte, obwohl wir überhaupt nicht den Eindruck hatten. Im Gegenteil: Der Set war hervorragend, die Songliste allererste Sahne. Aber aus der Sicht der Musiker ist das oft anders und so müssen wir die Entscheidung akzeptieren. Eventuell können wir eine Handvoll der Songs verwenden, aber das muss noch abgeklärt werden.
Ohne den Set der Bottle Rockets macht es keinen Sinn, wie in den Jahren 2006 und 2007 eine Box zusammenzubasteln. Die Einzelauftritte von Tom Gillam, Julian Dawson, Hank Shizzoe, Joseph Parsons, Chris Cacavas und Todd Thibaud mit jeweils 3 Songs werden wir je Künstler auf den kommenden Blue Rose Nuggets-Ausgaben veröffentlichen, als evtl. "Zuschlag" dann auch noch die die "Qualitätskontrolle" passierten Bottle Rockets-Stücke. Die Jam-Session mit dem Blue Rose Rockestra werden wir in eine Official Blue Rose Bootleg-Edition stecken.

Der Super-GAU traf uns bei der letztjährigen Party. Beim Checken der Aufnahmen musste Recording Wizard Andy Horn feststellen, dass aufgrund eines technischen Defektes der Festplatte nicht alle Daten vorhanden waren, allerdings konnte er nicht bestimmen, ob jetzt die eine oder andere Spur komplett fehlte, ob die Bands teilweise nicht komplett vorhanden waren oder ob eine Band überhaupt nicht verwendet werden konnte. Die Festplatte wurde an eine Spezialfirma in England geschickt, die für teures Geld versuchen sollte zu retten, was zu retten möglich war. Das Ergebnis war - eine Band musste komplett "dran glauben", was für uns von allen Optionen noch immer die beste war, so hart es auch klingen mag. Die US Rails um Joseph Parsons und Tom Gillam hatte es "erwischt", die Daten waren unwiederbringlich verloren bzw. nicht (mehr) vorhanden. Dafür waren die Auftritte von Jason And The Scorchers, Willie Nile und dem Rockestra komplett erhalten und Andy Horn arbeitet bereits beim Abmischen der Aufnahmen.

Einen kleinen Vorgeschmack gibt es bereits von JASON AND THE SCORCHERS - hier das Video zu "Deep Holy Water", einem neuen Song, zu finden auf dem (Blue Rose-) Album Halcyon Times. Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei Thomas Zettelmann und seinem Kollegen, die die kompletten 7 Stunden mitgefilmt hatten und ohne die wir keine "laufenden Bilder" als Erinnerung an eine weitere denkwürdige Christmas Party hätten.




04.04.



April 2010

1. John Hiatt - The Open Road
2. Otis Gibbs - Joe Hill's Ashes
3. Matt Harlan - Tips & Compliments
4. Zoe Muth - Zoe Muth & The Lost High Rollers
5. Krista Detor - Chocolate Paper Suites
6. JW Roy - Weet het Zeker
7. The Chieftains & Ry Cooder - San Patricio
8. Drive By Truckers - The Big To Do
9. Eric Bibb - Booker's Guitar
10. The Steel Wheels - Red Wing
11. Jason & the Scorchers - Halcyon Times
12. Mark Erelli - Little Vigils
13. Kasey Anderson - Nowhere Nights
14. The Coal Porters - Durango
15. Johnny Cash - Ain't No Grave
16. Tim Grimm - Farm Songs
17. Allison Moorer - Crows
18. David Olney - Dutchman’s Curve
19. Tori Sparks - The Scorpion in the Story
20. Becky Schlegel - Dandelion
21. Over Mountain Men - Glorious Day
22. Mumford& Sons - Sigh No More
23. Sleepy Driver - Steady Now
24. Meg Hutchinson - The Living Side
25. Patty Larkin - 25



02.04.

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NEUHEITEN Woche 13/2010 im General Store




30.03.



Wir haben wieder einmal einen kleinen Streifzug durch das World Wide Web gemacht und einige schöne Reviews unserer jüngsten Veröffentlichungen entdeckt, die wir euch nicht vorenthalten möchten:

THE DUSTIN BENTALL OUTFIT - Six Shooter:
musicheadquarter.de

JULIAN DAWSON - Live:
hooked-on-music.de
rocktimes.de

RAINRAVENS - Rattle These Walls - Live At The Crossroads/Rockpalast Festival:
musicheadquarter.de

US RAILS - US Rails:
countryjukebox.de

THE SLUMMERS - Love Of The Amateur:
rocktimes.de

SUSAN COWSILL - Lighthouse:
countryjukebox.de
musicheadquarter.de
hooked-on-music.de

RICH HOPKINS & LUMINARIOS - El Otro Lado/The Other Side:
musicheadquarter.de

AUSTIN COLLINS - Wrong Control:
hooked-on-music.de
musicheadquarter.de
rocktimes.de

JOHN HIATT - The Open Road:
countrymusicnews.de
hooked-on-music.de
weser-kurier.de
Aachener Zeitung - az-web.de
rocktimes.de
chill-music.net
countryjukebox.de

KASEY ANDERSON - Nowhere Nights:
hooked-on-music.de
rocktimes.de
countryjukebox.de

CRACKER - Live At The Rockpapast Crossroads Festival:
hooked-on-music.de
musicheadquarter.de

JASON & THE SCORCHERS - Halcyon Times:
hooked-on-music.de
Track4-info.de
countryjukebox.de
rocktip.de
rocktimes.de

JON DEE GRAHAM - It's Not As Bad As It Looks:
hooked-on-music.de
rocktimes.de

HANK SHIZZOE - Breather:
hitparade.ch
rocktimes.de
countryjukebox.de
gaesteliste.de
kassel-zeitung.de
badische-zeitung.de
bernerzeitung.ch
saarbruecker-zeitung.de

RECKLESS KELLY - Somewhere In Time:
hooked-on-music.de
track4.de
rocktip.de
countryjukebox.de

SONS OF BILL - One Town Away:
hooked-on-music.de

VARIOUS ARTISTS - CRAZY HEART Motion Picture Soundtrack:
hooked-on-music.de
countrymusicnews.de
laut.de
countrymusicstars.de
countryjukebox.de

KRIS KRISTOFFERSON - Closer To The Bone:
computerbild.de
country.de
musikreviews.de
plattentests.de
schallplattenmann.de



27.03.

South-By Southwest, auch kurz SXSW genannt, ist bereits seit einer Woche Geschichte, und Blue Rose war zum 16. Mal hintereinander seit 1995 bei diesem mittlerweile unbestritten größten Musikfestival der Welt in Austin dabei, das vom 17. bis 21. März stattfand.

Wie in den letzten Jahren üblich, haben Labelmanager Edgar Heckmann und Thomas (Chill Music) Dewers von den SXSW-Tagen berichtet. Ihr Tagebuch oder "Blog", wie das zeitgeistmäßig heute heißt, ist soweit fertig, lediglich die Videos müssen zum Teil noch zum Laufen gebracht bzw. einige weitere eingefügt werden.

Es ist unmöglich, SXSW in wenigen Worten zu erklären. SXSW ist so groß geworden, das kann sich jemand, der noch nie dort war, nicht vorstellen. In diesem Jahr prahlen die Veranstalter wieder mit ca. 1.900 offiziellen Teilnehmern, die von Mittwoch bis Samstag von 20 Uhr bis 1 Uhr im Stundentakt in weit über 100 Locations jeweils ca. 40 Minuten spielen. Der letzte Act um 1 Uhr kann auch schon mal überziehen, aber um 2 Uhr ist Schluss. Das reicht dann aber auch, denn der Tag beginnt bereits um 12 Uhr bei den zahlreichen Day Parties. Dort spielen die Künstler und Bands in der Regel keine 40, sondern 20 oder 25 Minuten. Zu diesen Tagesshows kommen dann auch unzählige Acts, die keine offizielle Einladung erhalten haben, sodass sicher 2.500 und mehr sich in Austin tummeln. Ohne einen ausgeklügelten Plan ist man da hoffnungslos aufgeschmissen. Sollte man zu den Abendkonzerten ein Wristband haben (kostete in diesem Jahr 165 Dollar) oder noch besser ein "Badge" für ca. 600 Dollar, sind die Day Parties immer kostenlos. Wer sich mal die Zeit nehmen und die riesen Liste an Teilnehmern durchscrollen möchte: http://sxsw2010.sched.org/. Da kann man dann alle Möglichkeiten auswählen - die offizielle Liste, die Parties, die "unofficial parties" usw usw.



27.03.

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NEUHEITEN Woche 12/2010 im General Store




11.03.

MAILORDER NEWS


DRIVE-BY TRUCKERS
The Big To-Do


CD € 14,50
Nach dem Verkraften des Weggangs von Jason Isbell, nach der Aufwertung des ständigen Gasts John Neff zum vollen Bandmitglied, nach der Erkenntnis, dass Bassistin Shonna Tucker auch Songs schreiben/singen kann, nach einer stilistischen Umorientierung vom high-octane Triple-Guitar-Attack zu deutlich Americana-freundlichen Tendenzen auf Brighter Than Creation's Dark, nach der bärenstarken "Interimslösung" The Fine Print mit Outtakes & Leftovers, für die andere Bands ihr Leben geben würden, ja... nach all dem, was soll da kommen?! Nichts weniger als die Neuerfindung des DBT'schen Southern Rock'n Roll, die praktisch einer Neuerfindung des Rades gleichkommt! Es rockt mächtig und gewaltig von der ersten Sekunde an, nicht selten mit gleich drei elektrischen Leadgitarren vorneweg. Lediglich für einen Moment in der Mitte und für ein paar Songs am Ende besinnt man sich auf Pedal Steel, auf die typische DBT-Ballade, auf akustische Gitarren, auf Entschleunigung. Ansonsten regiert der Rock, der Drive-By Truckers Southern Rock! The Big To-Do ist das 10. Album der legendären Band aus Athens, Georgia. Es gibt 13 brandneue Titel: 7 von Patterson Hood, 3 von Mike Cooley, 2 von Shonna Tucker. Produziert hat wie immer David Barbe, Artwork wie immer von Wes Freed. Es gibt ein neues Mitglied: Jay Gonzalez spielt alles mit Tasten von der B3 bis zum Akkordion, vom Mellotron bis zum E-Piano. Neu ist auch das Label: statt New West/Blue Rose nun ATO - schade, extrem schade!



11.03

MAILORDER NEWS

SPECIAL OFFER


JOE BONAMASSA
Black Rock


CD € 13,90
Ltd.CD € 14,90
LP € 14,90
VÖ: 19.03.
Ab jetzt im Vorverkauf - das neue Studioalbum von JOE BONAMASSA zum Sonderpreis (gilt bis zum 31.03.2010)! Bestellungen werden bis zum VÖ-Datum (19.03.) gesammelt und dann unverzüglich ausgeliefert. Sollte eine Order mehrere Titel umfassen, bitte mitteilen, ob eine Teillieferung erfolgen soll (mit extra 2,00 € Porto-Berechnung für das Bonamassa-Album).

Mit seinem neuen Album Black Rock setzt JOE BONAMASSA erneut neue Maßstäbe! Er ist zur Zeit der angesagteste und erfolgreichste Blues Rock Musiker. Gastauftritt von Blues-Legende B.B. King (Gesang und Gitarre in dem Song "Night Life")!

Joe Bonamassa ist der neue Stern am Rock-Olymp. Ende 2009 wurde er vom englischen Classic Rock Magazin zum 'Breakthrough Artists of the Year' gekürt. 2009 begeisterte er die Blues Rock-Welt mit seinem sensationellen Album The Ballad Of John Henry und setzte im Herbst mit der Veröffentlichung einer der besten Live DVDs Live From The Royal Albert Hall neue Maßstäbe. Bonamassa wird auch 2010 wieder mit Titelstories und ausverkauften Konzerthallen punkten. Special Guest auf Black Rock ist die Blues-Ikone B.B.King. Er verleiht mit seinem Gesang und seinem unvergleichlichem Gitarrenspiel dem Song "Night Life" eine ganz besondere Note. King entdeckte den nur 12 Jahre alten Bonamassa vor über 20 Jahren und nahm ihn damals in sein Vorprogramm mit auf. Produziert wurde das neue Werk von keinem geringeren als Kevin Shirley (Aerosmith, Iron Maiden, Rush, Journey & Led Zeppelin) in den Black Rock Studios auf Santorini in Griechenland.

Die hochwertige limitierte Edition kommt als Digibook mit 32-seitigem Booklet!

Dann wollen wir zu Ehren des neuen Albums auch die früheren Alben dieses "Wunderkindes" nochmals in den Vordergrund rücken. Was für das neue Album gilt, sollte für den Backkatalag erst recht gelten - SONDERPREISE!!!




08.03.

"...and the winner is...

...'The Weary Kind' by Ryan Bingham and T-Bone Burnett!"



Unsere Hoffnungen wurden erfüllt - bei der Oscar-Verleihung gewann der Film Crazy Heart tatsächlich zwei der begehrten Trophäen. Natürlich wird in den Nachrichten vor allem der Sieg von Jeff Bridges in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" hervorgehoben, den er auch verdient hat. Die Rubrik "Music (Original Song)" wird dabei stiefmütterlich behandelt bzw. gar nicht erwähnt, wobei für uns als "Plattenfirma" diese Auszeichnung weit mehr Bedeutung hat, da wir den Soundtrack zum Film anbieten, auf dem der Song "The Weary Kind" ebenfalls vertreten ist. Die Auszeichnung für RYAN BINGHAM katapultiert den bisher nur bei Insidern bekannten Singer/Songwriter in eine ganzlich andere Region, dabei hat er mit Mescalito und Roadhouse Sun bereits zwei großartige Alben veröffentlicht. Die Auszeichnung ist umso höher zu bewerten, da sich Bingham (und Co-Writer T-Bone Burnett) unter anderem nicht nur gegen die Singer/Songwriter-Legende Randy Newman durchsetzen konnte, sondern da dieser gleich mit 2 Beiträgen aus dem Film Die Prinzessin und der Frosch (The Princess and the Frog) nominiert gewesen war.

Crazy Heart war am 5. März in Deutschland angelaufen. Wer jetzt vergeblich im örtlichen Kinoangebot nach dem Film sucht, muss sich nicht wundern, wenn er ihn nicht findet, da der Verleih gerade mal knapp 60 Kopien gezogen hatte und der Film derzeit in nicht einmal 50 Städten dieser Republik zu sehen ist. Wir hoffen, dass sich diese Situation nach den Oscar-Erfolgen schnell ändert.

Lustige kleine Anekdote am Rande: Jeff Bridges hatte sich u.a. auch gegen George Clooney durchsetzen können, der für seine (Haupt-) Rolle in dem Film Up In The Air leer aus ging. Und wie heißt Clooney in dem Film? Nicht Jack Smith, nicht Billy Lester, nicht Frank White - er heißt Ryan Bingham!

VARIOUS ARTISTS
Crazy Heart
(Soundtrack)


CD € 13,90
Deluxe-CD € 15,50
RYAN BINGHAM
Roadhouse Sun



CD € 14,90
2-LP € 15,90
RYAN BINGHAM
Mescalito



CD € 13,90
2-LP € 17,90



27.02.

Wir haben wieder einmal bei diversen CDs den Rotstift angesetzt und in den Midprice- und Budget Price-Bereich "degradiert":

Neu im Midprice (je € 8,90 außer Brandos € 13,90):
THE BAND OF HEATHENS - The Band Of Heathens (CD)
THE BASEBALL PROJECT - Vol. 1: Frozen Ropes And Dying Quails (CD)
BLUE MOUNTAIN - Omnibus (CD)
BLUE MOUNTAIN - Midnight In Mississippi (CD)
RANDALL BRAMBLETT - Now It's Tomorrow (CD)
THE BRANDOS - Town To Town, Sun To Sun - Live in Germany 2007 (2-CD+DVD)
GOV'T MULE - High & Mighty (CD)
BEN LEE - The Rebirth Of Venus (CD)
JAMES McMURTRY - Just Us Kids (CD)
ELLIOTT MURPHY - Notes From The Underground (CD)
SCRAPPY JUD NEWCOMB - Ride The High Country (CD)
OLD 97s - Blame It On Gravity (CD)
MARK OLSON & GARY LOURIS - Ready For The Flood (CD)
MARKUS RILL - The Things That Count (CD)
SCOTT WEILAND - Happy In Galoshes (2-CD)
JORDAN ZEVON - Insides Out (CD)

Neu im Budget Price (je € 4,90):
IAIN MATTHEWS - Sparkler - Best Of The Texas Recordings 1989-2004 (2-CD) - ausverkauft!
SAND RUBIES - Mas Cuacha
WRINKLE NECK MULES - The Wicks Have Met



27.02.

MAILORDER NEWS

NEUHEITEN Woche 7+8/2010




27.02.


JOHN HIATT
The Open Road


CD € 13,90
JOHN HIATT ist nun wirklich einer, den man niemandem, der halbwegs an amerikanischer Rock, Country, Blues und Roots Music interessiert ist, noch vorstellen muss. Selbst wer keine einzige seiner zahlreichen Platten im Regal stehen hat, wird ihn über den Umweg des Songschreibers oder Produzenten kennen. Bonnie Raitt, Jeff Healey Band, Eric Clapton & B.B.King, George Thorogood, Rodney Crowell, Gregg Allman, Steve Earle, Kelly Willis, Linda Ronstadt, The Band, Delbert McClinton, Willy DeVille, David Crosby, Emmylou Harris, Willie Nelson, Ry Cooder, Nitty Gritty Dirt Band, Neville Brothers... - diese Liste der Stars, auf deren Alben irgendwo im Kleingedruckten der Name John Hiatt steht, ließe sich unendlich verlängern! Regelmäßig und verlässlich bringt er zudem seit über 35 Jahren eigene Veröffentlichungen heraus, The Open Road heißt sein brandneues, insgesamt 20. Werk. Es ist bereits sein drittes in Folge für New West/Blue Rose und der Titel bedeutet gleich in zweifacher Hinsicht Programm.

Formal haben wir es mit einer stetig rockenden und rollenden, von schnörkellos gespielten Gitarren und einer dichten Rhythm Section angetriebenen Americana Music zu tun, die enorm frisch, dynamisch, dabei grenzenlos entspannt und optimistisch klingt. Inhaltlich stehen die 11, selbstverständlich allesamt selbst komponierten Songs für Aufbruch und Bewegung, für eine aktiv gestaltete Zukunft. Der Mann, der sich noch vor gar nicht langer Zeit als Master of Disaster bezeichnete, ist zwar im Kern seines Wesens ganz der Same Old Man geblieben, mit dem Blick auf sein Leben und die Zukunft scheint er allerdings völlig mit sich im Reinen, nach vorne orientiert, sich darauf einlassend, was alles so passiert, wenn man einfach die Straße weiterfährt und nicht ständig in den Rückspiegel schaut. Mit anderen Worten: wenn man richtig Spaß am Rock'n Roll hat!

Und eine Band besitzt, die genau dieses Feeling umsetzen kann. Aber damit hatte John Hiatt ja noch nie Probleme. Man denke nur an solch famose Gestalten wie Ry Cooder, Sonny Landreth, Jim Dickinson, David Immerglück, Matt Ward, Luther Dickinson usw., mit denen er schon unterwegs war. Hier heißt der Mann für die besonderen gitarristischen Momente Doug Lancio. Der ist einer dieser jüngeren Studiomusiker aus Nashville, die eigentlich gar keinen Kontakt zur arrivierten Mainstream-Szene suchen, sondern mit Jobs für Americana Acts, Alt.Country Rocker und East Nashville Singer/Songwriter hinreichend ausgelastet sind. Das Blue Moon Orchestra von Nanci Griffith, Matthew Ryan, Patty Griffin, Tommy Womack, Will Kimbrough, Todd Snider, Steve Earle, Kim Richey, Allison Moorer und Holly Williams heißen nur die wichtigsten Adressen nachgewiesener Qualitätsarbeit Lancios an den elektrisch verstärkten 6 Saiten. Mit Bassist Patrick O'Hearn und Drummer Kenneth Blevins steht genau die perfekt eingespielte Rhythm Section zur Verfügung, die schon auf Same Old Man zu hören war und Hiatt seit geraumer Zeit auch live begleitet. Zusammen nennen sie sich vielsagend The Ageless Beauties. Hiatt spielt dazu akustische und elektrische Gitarren, das war's, mehr Instrumentierung ist für die größtenteils live in seiner zu einem Tonstudio umgebauten Garage aufgenommenen Spuren nicht nötig - quasi eine andere Variante von "Garagenrock"!

Ganz in der Tradition klassischer Rockalben geht's mit dem Titelsong los: 'The Open Road' - ein druckvoller Electric Rocker wie er im Buche steht. 'Haulin'' bemüht den "on the road"-Mythos und besticht mit einem schlichten Rockabilly Beat à la Blasters oder Fabulous Thunderbirds. 'Go Down Swingin'' ist Troubadour/Erzähl-Rock in bester Bob Dylan-Manier und auf 'Like A Freight Train' pflegt John Hiatt seine tiefschwarze Country Blues-Neigung wie zuletzt auf 'Crossing Muddy Waters' mit sehr feiner Slide Guitar-Veredlung von Doug Lancio. Das stampfende, sumpfige 'My Baby' steht in der Tradition von Hiatt-Hits wie 'Riding With The King' oder 'Memphis In The Meantime'. Das wunderbar vor sich hinrollende 'Homeland' ist ein zum Albummotto bestens passender Beitrag voller Fernwehatmosphäre, Guitar Twang und Country Rock. 'Wonder Of Love' kommt als eine neue kapitale Hiatt-Ballade für die Ewigkeit und erinnert an Großtaten von Dan Penn/Spooner Oldham wie 'The Dark End Of The Street' oder 'I'm Your Puppet'. Für 'What Kind Of Man' gilt eine gehörige Tempoverschärfung, der treibende Rhythmus und das druckvolle Acoustic/Electric-Arrangement wurden von solchen Vorlagen wie 'Drive South' und 'Thing Called Love' übernommen. Der selbsterklärende Slow Rocker 'Movin' On' reiht sich ebenso nahtlos in den klug zusammengestellten Songzyklus ein wie die ausgedehnte Ballade 'Fireball Roberts' mit Anspielungen an NASCAR-Star Roberts und seinen legendären 57er Ford sowie omnipräsenter Slide-Arbeit von Doug Lancio.

Am Ende beschließt 'Carry You Home' ein jederzeit überzeugendes, in weiten Teilen begeisterndes John Hiatt-Album, das ganz sicher auch noch in etlichen Jahren in der Rückschau zu den befriedigendsten Großtaten im opulenten Backkatalog des vielseitigen Musikers gehören sollte. Und man darf jetzt schon gespannt sein, welcher Topstar welchen dieser neuen Hiatt-Songs zum Hit machen wird!

The Open Road ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 12.3. erhältlich.



27.02.


RAINRAVENS
Rattle These Walls


CD+DVD € 16,90
2-LP+DVD € 27,90
Lange 6 Jahre hatte es gedauert, bis im Januar 2007 Garden Rocket, das neue Album einer der "dienstältesten" Bands auf Blue Rose, der RAINRAVENS, erschien. Nach vielen Umbesetzungen hatten sich die beiden treibenden Kräfte der Band aus Austin, Texas, Andy van Dyke und David Ducharme-Jones, wieder zusammengerauft und präsentierten durchweg neues Material.

Hinter der Veröffentlichung des 5. Studioalbums stand der Plan, mit dem neuen Werk auch wieder nach Deutschland auf eine umfangreiche Tour zu kommen, was dann auch im Oktober 2007 in die Tat umgesetzt wurde. 18 Shows waren gebucht worden, darunter auch zwei Konzerte mit den Brandos in Nürnberg und beim Rockpalast/Crossroads-Festival in der Bonner "Harmonie". Crossroads ist bekanntlich eine Kooperation mit dem Venue "Harmonie" und dem WDR-Rockpalast, einer der letzten Fernsehstationen in Europa und der Welt überhaupt, die nicht nur Live-Konzerte von Mega-Acts aufzeichnen und ausstrahlen, sondern auch kleinen und unbekannten Künstlern die Chance geben, sich mit mehreren TV-Ausstrahlungen im WDR-Fernsehen und 3sat einem größeren Publikum zu präsentieren.
Am 20.10.2007 eröffneten die Rainravens den 3. Abend der Konzertserie und spielten einen beeindruckenden 75-Minuten-Set, der nun endlich in kompletter Länge vorliegt und soundtechnisch von David Ducharme-Jones selbst neu abgemischt und gemastert wurde. Für viele Besucher war es einer der besten Auftritte des gesamten 4-Tage-Festivals. Das Quartett mit Ur-Bassist David Evertson und dem neuen Drummer Rob Lee ließ sich von der Euphorie im Publikum anstecken und spielte einen grandiosen 16-Song-Set, der neben neuen Stücken aus Garden Rocket wie "Ruby", "Earth Rolls On", "Dragonfly" oder "A Beautiful One" auch ältere Songs wie "Last One Through The Door", "Dead Horse", "Rainraven's 115th Dream or Welcome To Nashville" und "Wandering Heart" aus dem 2. Album Diamond Blur sowie "Long Cold Summer", "Put Your Hand On The Radio" oder "Rose Of Jericho" aus dem gleichnamigen Album von 1999 enthielt.

Wie alle Blue Rose-Veröffentlichungen der Rockpalast/ Crossroads-Serie (Brandos, Cracker) erscheint auch der Auftritt der Rainravens im CD+DVD-Combo-Paket.

Rattle These Walls - Live At The Rockpalast/Crossroads Festival ist ab 5.3. über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 19.3. erhältlich.



27.02.


JULIAN DAWSON
Live


2-CD+DVD € 19,90
3-LP+DVD € 30,90
JULIAN DAWSON hatte für 2008 mal wieder ein umfangreiches Aktionspaket geschnürt. Neben einigen gut verteilten Auftritten quer durch Europa, dem Schreiben der letzten Kapitel eines Buches über Keyboards-Legende Nicky Hopkins und einer kompletten Neubearbeitung seiner Website widmete er sich so ehrgeizig und intensiv wie lange nicht mehr dem brandneuen Albumprojekt Deep Rain. Mit der Veröffentlichung des neuen Studiowerkes war auch eine Tour verbunden.

Das an sich wäre bei Julian Dawson nichts Besonderes, denn Live-Shows gehören bei ihm zur täglichen Arbeit. Entweder bestreitet er Soloauftritte oder nimmt sich einen zweiten Gitarristen wie etwa Richard Kennedy oder den deutschen Gitarrenvirtuosen Uli Kringler als Begleitung. Bei den Aufnahmen zu Deep Rain war allerdings bereits klar, dass die Live-Umsetzung der neuen Songs mit einer kompletten Band erfolgten musste. "Es war über zehn Jahre her, dass ich das letzte Mal mit einer Band auf Tour war, und als ich von den Aufnahmen zu Deep Rain von Nashville zurückkehrte, fühlte ich, dass die Zeit reif war, es wieder zu tun. Uli Kringler brachte mich in Kontakt mit Bassist Fontaine Burnett und dem Schlagzeuger David Mette. Schon beim Beginn der Proben spürten wir alle vier eine sowohl musikalische als auch persönliche Verbundenheit, und auf der viel zu kurzen Tour hatten wir alle unseren Spaß und wir schworen uns, es so bald wie möglich nochmals zu machen. Die lachenden und zufriedenen Gesichter der Zuschauer zu sehen bestärkte uns in diesem Vorhaben," stellte Julian Dawson im Rückblick fest.

Blue Rose und Julian wollten den Moment einer Band-Show unbedingt auf Ton- und Bildträger festhalten, und für den Auftritt wurde der Frankfurter "Sinkkasten" auserkoren. Das Quartett war zu diesem Zeitpunkt bereits eine super eingespielte und gut geölte "Maschine", sowohl der Sound und das Licht im "Sinkkasten" war für eine Live-CD und -DVD geeignet, auch wenn der 22.10.2008 ein Mittwochabend und nicht unbedingt die perfekte Voraussetzung für einen gut gefüllten Club war. "Der Zuschaueransturm hielt sich bei der Show, die wir mitgeschnitten haben, zwar in Grenzen, aber die Anwesenden waren von unserem Auftritt begeistert, und die gute Stimmung sprang auf die Bühne über. Es machte mir Spaß, die neuen Songs zu spielen und die alten mit dieser tollen Truppe einer Frischzellenkur zu unterziehen," meinte Julian Dawson. Die Songs aus Deep Rain wie "That's Why God Made Saturday Night", "Girl Friday", "Walking On The Dead", "Keys To The Kingdom Of Love" oder das Titelstück wurden in den 21 Songs umfassenden Set zwischen bekannte Dawson-Nummern und "Hits" wie "We've Been Through Fire", "Uneasy Rider", "How Come You Love Me", "How Can I Sleep Without You" oder "Luckiest Man In The Western World" integriert.

Das schlicht Live betitelte 3-Disk-Set im attraktiven 6-Seiten-Digipak umfasst 2 Audio-CDs mit 20 Songs, die beiliegende DVD enthält zusätzlich den Song "Perfect World", dafür fehlt auf der DVD das Stück "Blue Tattoo".

Live ist ab 10.3. über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 26.3. erhältlich.



26.02.


KASEY ANDERSON
Nowhere Nights


CD € 13,90
2-LP € 16,50
Der so genannte Grassroots-Effekt - langsam aber sicher seine Fangemeinde vergrößern mit jeder neuen Veröffentlichung, auf unbedingte Qualität und Nachhaltigkeit achten, daran glauben, dass man sich letztlich durchsetzt bei all den potenziellen Konsumenten des großen Singer/Songwriter-Marktes, den ungebrochen zahlreichen Americana-Anhängern, den Freunden handgemachten Gitarrenrocks und einer analogen Klangwelt. All diese Werte bedient KASEY ANDERSON aus dem amerikanischen Nordwesten natürlich auch mit seiner neuen Scheibe aufs Neue. Nowhere Nights ist bereits das vierte Werk des sympathischen Rockers mit der attraktiven Schmirgelstimme und ein feiner Nachfolger zum Blue Rose-Debüt The Reckoning von 2007.

Und Nowhere Nights ist anders. Nicht unbedingt in seiner Grundhaltung oder gar im Sound, nein, anders in der Stimmung, in den Songs, in den Texten. Kasey Anderson hat seinen Lebenslauf einer intensiven Bestandsaufnahme unterworfen und die ein oder andere Sache nachhaltig hinterfragt, sozusagen seine ganz private Inventur vorgenommen. Das Ergebnis sind persönliche, introvertierte Songs, die deutliche Einblicke in sein Seelenleben bieten. Das im Einklang mit einem Umzug von Bellingham, Washington nach Portland, Oregon, rein meilenmäßig keine große Sache, für Andersons Leben eine entscheidende Wende: weg vom standardisierten Alltagstrott in der Provinz, hin zu mehr Szene, Nachbarschaft und Geselligkeit. Genau im Umkehrschluss dazu handeln seine Lieder nun nicht mehr so sehr vom kritischen Blick in die Welt, insbesondere von der Schieflage der Nation unter der Bush-Ära, sondern vorzugsweise von eigenen Belangen, Beziehungen und Bedürfnissen.

Gut, dass er bei solch einer Gefühlslage einen Mann an seiner Seite hat, der für Konstanz, Bodenhaftung, absolute Americana-Kompetenz und puren Rock'n Roll steht - Eric "Roscoe" Ambel! Der bekannte Spitzenproduzent des Genres, Sessionmann extraordinaire und Gitarrist mit dem besonderen Etwas begleitet Andersons Karriere nun schon seit vielen Jahren, garantiert seit dem zweiten Album Dead Roses von 2004 jene satten, griffig-riffigen Electric Guitars, die man so sehr schätzt an Platten der Bottle Rockets, Go To Blazes, Blue Mountain, Blood Oranges oder Backsliders. Der langjährige Steve Earle-Sidekick, Del Lords- & Yayhoos-Gitarrist ist für die jüngsten Kasey Anderson-Sessions sogar von seiner Heimat New York quer durch die Staaten geflogen, um im berühmten Jackpot Studio in Portland 10 der 11 neuen Tracks aufzunehmen. Der Opener, mit 'Bellingham Blues' vielsagend betitelt, stammt noch von den Brooklyn Recordings. Darin beklagt Anderson im Nachhinein sein allzu langes Verweilen in einer Stadt, in der er eigentlich gar nichts verloren hatte - "this ain't never been my town", eine späte Abrechnung, die ihm in perfekter Steve Earle-Art gelingt und vom Start an den Tenor von Nowhere Nights bestimmt.

'All Lit Up' und 'Sooner/Later' folgen dann in geradezu klassischer Anderson/Ambel-Manier: kraftvoll zupackend, mit einem kernigen Riff gesegnet, engagiert gesungen, auf den Punkt gerockt! 'Home' ist ein 6-minütiges Breitwandepos, ausgelebte Troubadour-Kultur, Storyteller-Klasse mit Sehnsuchtsatmosphäre. Und so geht es im Wechsel weiter: Kompakte Rocker einerseits und - diesmal in der Überzahl - sämige, von Folk und Country durchzogene Rock-Balladen zwischen Heartland, Texas, East Nashville, 'Nebraska' Badlands und North Carolina zum anderen addieren sich zum großen Ganzen, kapitale Stücke wie 'Torn Apart', 'Leaving Kind', der Titelsong, 'From Now On' oder das abschließende 'Real Gone', ein 7 Minuten/Triple Electric Guitar Slow Rocker mit urgewaltigem Finish, lassen Nowhere Nights schon frühzeitig im Jahr zu einem Genre-Highlight für 2010 werden.

Kasey Anderson spielt selber akustische und elektrische Gitarren, bläst die "Campfire"-Harp, drückt jedem einzelnen Stück seinen besonderen gesanglichen/stimmlichen Stempel auf. Er wird von seiner aktuellen Touring Band kompetent begleitet: Dan Lowinger (Electric Guitar), Bo Stewart (Bass), Julian MacDonough (Drums). Der im lokalen Pacific Northwest-Raum bekannte Keyboarder Lewi Longmire (Paul Benoit, Caleb Klauder, James Low, Bingo, Moonshine Hangover) fügt mit seinem komplexen Klavier- und Orgelspiel zusätzliche Farbe hinzu, aber nicht zuletzt wegen des auch als Musiker äußerst aktiv mitwirkenden Produzenten Eric Ambel bleibt Nowhere Nights eine klare Gitarrenrock-Platte!

Nowhere Nights ist ab 1.3. in unserem Webshop, im regulären Handel ab dem 12.3. erhältlich.



03.02.

Gestern MySpace (www.myspace.com/blueroserecords), heute Facebook - Blue Rose ist ab sofort auch in diesem sozialen Netzwerk, das Menschen mit ihren Freunden, Arbeitskollegen, Kommilitonen, Berufsgruppen, Organisationen, Firmen und anderen Mitmenschen verbindet, präsent und aktiv. Ganz einfach auf das Facebook-Logo links klicken.



29.01.

Wir wollten eure TOP 10-Alben des Jahres 2009 wissen!

Ende letzten Jahres hatten wir euch gebeten, uns eure TOP 10-Alben des Jahres 2009 zu nennen, und dieser Bitte wurde dann auch reichlich nachgekommen. Insgesamt konnten wir 224 Alben notieren, für die zumindest 1 Stimme abgegeben wurde, was eine doch sehr breitgefächerte Interessengruppe zeigt, die auch Musik unseres Labels konsumiert. Aber welches sind denn nun die Lieblingsplatten der Blue Rose-Fans und -Hörer?
Wir wollen euch nicht länger auf die Folter spannen - hier sind eure TOP 20-Alben des Jahres 2009:

1. The Band Of Heathens - One Foot In The Ether
2. Wilco - The Album
3. Todd Thibaud - Broken
4. Sons Of Bill - One Town Away
5. Black Crowes - Before The Frost/Until The Freeze
6. Bob Dylan - Together Through Life
7. Tom Gillam - Had Enough?
8. Gov't Mule - By A Thread
9. Chris Cacavas - Love's Been Discontinued
10. Steve Earle - Townes
11. Ad Vanderveen - Faithful To Love
12. Bottle Rockets - Lean Forward
13. Lucero - 1372 Overton Park
14. Cross Canadian Ragweed - Happiness And All The Other Things
14. U2 - No Line On The Horizon
16. Will Hoge - The Wreckage
16. Mark Knopfler - Get Lucky
16. Monsters Of Folk - Monsters Of Folk
19. Derek Trucks Band - Already Free
20. Blue Rodeo - The Things We Left Behind

Dass The Band Of Heathens Wilco schlagen würden, die in mehreren Polls als Sieger hervorgegangen waren, war nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Noch weniger allerdings der fantastische 4. Platz von Sons Of Bill, die erst zum Jahresende erschienen waren und voll eingeschlagen haben. Freuen dürfen sich ganz bestimmt auch Todd Thibaud, Tom Gillam und Chris Cacavas über ihre Platzierungen.

Die 5 Warengutscheine im Wert von jeweils 10 € gehen an:
Gudrun Bodenstein
Markus Baran
Wolfgang Uka
Wolfgang List
Oliver Thomas

Herzlichen Glückwunsch! Das nächste Gewinnspiel zum 15. Jubiläum folgt schon in Kürze - und was für eines!!!



26.01.

Es hat einige Jahre gedauert. Gut Ding will Weile haben, könnte man jetzt als Entschuldigung anbringen, aber tatsächlich war es schlicht ein zeitliches Problem. Zeitaufwand hin, Zeitaufwand her - zum 15-jährigen Jubiläum mussten auch wir, und wenn wir auch die letzten sind, bei MySpace mitmachen. Tusch! Wir sind online - Blue Rose hat seit diesem Wochenende eine aktive MySpace-Seite: www.myspace.com/blueroserecords. Wir freuen uns über jeden Besuch und Freund, der sich "added", wie das "myspace-sprachlich" heißt.



26.01.

Welcome to Blue Rose:
RECKLESS KELLY


RECKLESS KELLY
Somewhere In Time


CD € 13,90
LP+CD
€ 19,90
Mit RECKLESS KELLY kommt eine der aktuell besten Bands des Americana/Texas/Country Rock-Genres endlich auf das Blue Rose Label. 8 Alben lang hat es gedauert, aber nun ist es soweit. Und es soll sich wohl lohnen, denn mit Somewhere In Time kehrt das Quintett aus Austin wieder zurück zum gewohnt dynamisch rockenden Roots'n Country Sound und lässt die arg wuchtigen, mit zuviel Testesteron getränkten Arrangements des Vorgängers Bulletproof eine einmalige Sache bleiben. Eine Erfolgssache gleichwohl, die der Gruppe ein enorm breiteres Spektrum in den Medien und glänzende Verkäufe bis in den Mainstream einbrachte. Aber Somewhere In Time ist musikalisch dann doch ein anderes Kaliber geworden und ganz sicher ein nächster Schritt zur weiteren Legendenbildung in eigener Sache!


Schon in den Anfangsjahren galt die talentierte Band aus Austin als gehobener Geheimtipp. Drei Alben veröffentlichte sie bis zur Jahrtausendwende im privaten Rahmen: das 97er Debüt Millican, Acoustic/Live ein Jahr später und The Day in 2000. Der überregionale Durchbruch gelang dann in 2003 auf Sugar Hill mit dem fantastischen Under The Table & Above The Sun, das in seiner ganzen, vom bekannten Ray Kennedy in Nashville produzierten Pracht einem Quantensprung gleichkam. Reckless Kelly waren nun endgültig angekommen in der modernen Americana-Welt und standen mit ihrem kompakten, schnörkellosen Programm für die optimale Verknüpfung von classic Country Rock nach Art von Poco und der Nitty Gritty Dirt Band mit aktuelleren Zeitgeist-Acts wie Shakin' Apostles und V-Roys unter heftigem Einfluss der Güteklasse eines Steve Earle oder Buddy Miller. Wicked Twisted Road erschien in 2005 unter formal ähnlichen Voraussetzungen, brachte musikalisch aber etliche Neuerungen: mehr Balladen sowie Texas & Celtic Folk einerseits, dagegen hart rockende Roots Rock-Nummern mit Hang zum Southern Boogie. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde das Quintett übrigens sage und schreibe 5x hintereinander zur "Best Roots & Country Rock Band in Austin" gekürt!

In 2006 beschloss der 2CD+DVD-Live Set Reckless Kelly Was Here die fruchtbare Sugar Hill-Ära. Bei einem Heimspiel-Mitschnitt im La Zona Rosa ließen sie es ausschließlich elektrisch krachen und begeisterten ihre Fangemeinde mit deftigem Roadhouse Rock'n Roll, Southern Country & Boogie und Roots Rock. Keine Frage, Reckless Kelly wuchsen in weniger als 10 Jahren von talentierten Newcomern zu echten Genre-Stars! Der nächste Karriereschritt wurde fällig und man unterschrieb beim international agierenden Yep Roc Label, befand sich schlagartig in Gesellschaft so hochkarätiger Kollegen wie Dave Alvin, Minus 5, John Doe, Gourds, Jim Lauderdale, Chuck Prophet, Rodney Crowell und Beausoleil. Bulletproof polarisierte in 2008 mit seiner "Redneck"-Attitüde und dem als Anti War-Statement gedachten, patriotischen 'American Blood'. Alte Fans waren ob der wenig Americana-freundlichen Klänge verwirrt, jede Menge falscher Freunde kamen hinzu. Dabei hatten sie es mit ihrer vielleicht allzu plakativen Kritik am Bush-Government eigentlich nur ehrlich gemeint. Jedenfalls brachte Bulletproof die erhofften Fortschritte für Verkaufszahlen und Chartsnotierungen!

Somewhere In Time ist ein aufwändiges und engagiertes Konzeptwerk geworden in Form einer Rückschau auf die eigene Jugend und dem, was die Band während ihrer Sozialisation an Einflüssen erlebt hat. Und das ist eng mit der Person von Underground/Americana-Pate Pinto Bennett verknüpft. Bennett war Boss der Famous Motel Cowboys, einer der einflussreichsten Bands in Idaho, jener Ecke der USA, aus dem die Familie Braun stammt. Und damit sind wir bei den Personalien von Reckless Kelly: Bandleader, Hauptsongschreiber und Leadsänger Willy Braun bildet zusammen mit seinem Bruder Cody Braun (Geige, Mundharmonika, Mandoline, Gesang) den Kern von Reckless Kelly. Hinzu kommt die Rhythm Section mit Drummer Jay Nazz und dem Gründungsbassisten Chris Schelske, der bereits auf den ersten Alben spielte und jetzt nach 7 Jahren zurückgekehrt ist. Leadgitarrist David Abeyta rundet seit etwa einer Dekade das Lineup ab. Wir haben es bei Reckless Kelly also insgesamt mit einer sehr beständigen, verlässlichen Besetzung zu tun, die über ein Höchstmaß an Erfahrung verfügt und in dem ein Rädchen nahtlos ins andere greift.

Von Anbeginn ihrer Karriere haben Reckless Kelly Stücke von Pinto Bennett gespielt bzw. haben die Brauns Songs mit ihm gemeinsam komponiert. Diesmal steht ihr gesamtes Album im Namen des Idols: Alle 12 Tracks stammen aus der Feder Bennetts, teilweise mit Co-Writern wie Richard Dobson, Baxter Black oder dem Famous Motel Cowboy Mark "Sergio" Webb. Laut Willy Braun war es eher ein Problem, Songs auszumustern und die Auswahl auf 12 Lieblingstitel zu begrenzen. Ein "Volume Two", so denn gewünscht, sei jederzeit möglich!

Somewhere In Time rudert nach der erwähnten "Power Americana"-Phase also zurück zu den alten Roots & Country Rock-Werten, die Reckless Kelly so beliebt gemacht haben. Ja, das Album ist ihr countryhaftestes überhaupt, Cody Brauns Geige und Mandoline stehen durchweg heftig im Vordergrund und der in der Texas-Szene allgegenwärtige Pedal Steel-Gitarrist Lloyd Maines wirkt als prominenter Gastmusiker auf 7 Stücken vehement mit! Weitere Special Guests sind die Gitarristen Mark "Sergio" Webb und Rob Matson sowie Fiddler Teddy Ray Jones von den vor einigen Jahren aufgelösten Famous Motel Cowboys, Harmonica-Ass Mickey Raphael (Willie Nelson Band), Bukka Allen (Terry Allens Sohn) mit Orgel und Akkordion sowie drei illustre Typen als Duettsänger: der große Joe Ely, ein glühender Reckless Kelly-Anhänger, Pinto Bennett selber, sowie ein gewisser Micky Braun...

Und so schließen sich die familiären und musikalischen Kreise der Braun Family auf Blue Rose. Denn Vater Muzzie Braun hat neben Willy & Cody noch zwei weitere Söhne: Micky & Gary Braun sind die Köpfe von Micky & The Motorcars, praktisch eine Art Parallelband zu Reckless Kelly und gleichermaßen inspiriert von der Aura des Pinto Bennett. Sie sind noch nicht ganz so erfolgreich und weltweit bekannt, aber dafür mit ihrem aktuellen Album Naive ein paar Monate früher auf Blue Rose erschienen!

Somewhere In Time ist ab sofort über unseren Mailorder, ab dem 12. Februar auch im regulärenc Handel erhältlich.





24.01.

Welcome to Blue Rose:
JASON & THE SCORCHERS

JASON & THE SCORCHERS
Halcyon Times


CD € 13,90
2-LP € 22,90
Vor einigen Jahren, genauer gesagt im Jahre 2002, hatten wir bereits ein Album von JASON & THE SCORCHERS veröffentlicht, aber dabei handelte es sich lediglich um unveröffentlichte Outtakes und Raritäten (Wildfires + Misfires). An ein "richtiges" Album der Band war damals in keinster Weise auch nur im Geringsten zu denken oder gar zu hoffen, dass ein solches dann auch noch auf Blue Rose erscheinen würde. Doch das Musikgeschäft ist wahrlich nicht einzuschätzen, und so ist jetzt tatsächlich das eingetreten, was wir uns nie und nimmer erträumt hätten: Es gibt ein neues Album mit 14 brandneuen Songs von Jason Ringenberg, Warner E. Hodges, Al Collins und Pontus Snibb, und deshalb haben sie diesen Willkommensgruß nochmals mehr als verdient!

Cowpunk ist das Stichwort! JASON & THE SCORCHERS stehen in allen sachkundigen Rocklexika als vorderste Mitbegründer des Country Punk-Movements, einer Stilrichtung aus den 80er Jahren, die diese auf den ersten Blick eigentlich krassen Gegensätze miteinander verband und für mächtig Schwung in beiden Lagern sorgte. Heute würde man dieses "Cash-meets-Clash" mit Alt.Country, Neo Southern Rock, Roots'n Boogie oder schlicht einer weiteren, allerdings radikaleren Version von Americana in Verbindung bringen, aber 1982 nannte man das einfach Cowpunk! Und - um keinen Geringeren als Dan Baird (Georgia Satellites, Yayhoos) aus den Liner Notes zu zitieren - ungefähr "25.000 Bands" stehen bei JATS in der Schuld, verdanken sie ihnen doch die eigene Daseinsberechtigung.


Nach 13 Jahren Studiopause und nur ganz seltenen Live-Reunions wird 2010 zum richtigen Comeback-Jahr für Jason & The Scorchers - mit dem kapitalen brandneuen Werk Halcyon Times! Nicht dass sich der charismatische Leadsänger und Powerhouse-Frontmann Jason Ringenberg in der Zwischenzeit zur Ruhe begeben hätte, im Gegenteil: 6 Soloalben, davon allein 5 nach Auflösung der Scorchers in 1997 (darunter zwei Platten unter dem Pseudonym Farmer John für den Children's Music-Markt) sprechen eine deutliche Sprache in Sachen ungebremster Aktivitäten. Das gilt ebenso für seinen wichtigsten musikalischen Partner an der (vornehmlich) elektrischen Leadgitarre, Warner E.Hodges. Der hat neben etlichen Recording Jobs (Susan Marshall, Tonio K., Eric Ambel) mit Centerline in 2008 sogar sein Debüt unter eigenem Namen gegeben.

Die Zeit musste einfach reifen für eine echte, nicht fremdbestimmte Wiedervereinigung mit Zukunftspotenzial. Ringenberg und Hodges sind zwei Vollblutmusiker, die sich auf der Bühne und im Studio blind verstehen, dabei gegenseitig respektieren. Es war dann nicht schwierig, eine kompetente neue Rhythm Section, die mit ihnen durch dick und dünn gehen würde, zu finden, nachdem die alte (Perry Baggs & Jeff Johnson) nicht mehr zur Verfügung stand. Al Collins, Mann von Country Rock-Performerin Stacie Collins und musikalischer Leiter ihrer Band, spielt also nun den Bass und Pontus Snibb, ein Schwede mit eigentlich ganz anderen musikalischen Wurzeln, wurde anlässlich eines Gigs in Nordeuropa kurzerhand von Jason an die Trommeln und Felle beordert. Das Ergebnis konnte sich so gut hören lassen, dass er aus dem Stand zum vollwertigen JATS-Mitglied aufstieg!

In dieser Quartettformation enterten sie im Frühjahr 2009 das bekannte Oceanway Studio in Nashville und... gewannen erstmal einen Pokal - als "loudest band ever", die je in diesem Studio gerockt hat! Mit solch einer Anfangseuphorie konnte dann auch nichts mehr schief gehen; und mit all den guten Freunden im selben Raum erst recht nicht. Da ist z.B. der "5. Mann", Dan Baird, Ex-Georgia Satellites-Leader und allgegenwärtiges Urgestein in Nashville's Outlaw/Southern/Alt.Boogie-Szene, als Rhythmusgitarrist auf allen Tracks. Oder Ginger (aka David Walls von den Wildhearts) und Tommy Womack (von DADDY), die mit Hodges, Baird, Collins und Ringenberg sämtliche 14 Tracks in verschiedenen Kombinationen komponiert haben. Oder last not least der Engineer/Mixer/Musiker Brad Jones, ein wahrer Analogklangmeister, der schon Acts wie Chuck Prophet, Tommy Womack, Bill Lloyd, Ass Ponys, Tim Easton, Josh Rouse und Marshall Crenshaw seinen ganz persönlichen Soundstempel aufgedrückt hat. Er hat Halcyon Times mit Warner E.Hodges produziert. Für die Basic Tracks brauchte die Truppe lächerliche drei Tage, was den erfrischenden Live-Charakter des Albums dann auch gelungen widerspiegelt.

Die Mehrzahl der 14 Songs sind schnelle Cowpunk-Nummern auf Rockabilly-Basis und ruppige Boogie Rocker mit East Nashville Outlaw-Charme, oft kompromisslos und völlig schnörkellos gespielt um die drei Minuten herum: das grandios eröffnende 'Moonshine Guy'/'Releasing Celtic Prisoners', der griffige "Radiohit" 'Mona Lee', 'Fear Not Gear Rot', 'Gettin' Nowhere Fast', 'Better Than This' (mit Warner E.Hodges als Leadsänger!) und 'We've Got It Goin' On', das sich zum krönenden Abschluss mehr als Kampfansage denn als Zukunftsversprechen einhämmert! Die übrigen Titel bewegen sich im elektrischen bis semi-akustisch/elektrischen Country Rock- bis Southern Rock-Segment inklusive dem ein oder anderen Ausflug zu Neo Honky Tonk, Hard Rock und immerhin ein wenig Alt.Country Rock, auch wenn Jason Ringenberg das nicht mehr hören möchte: "This is definitely NOT an 'alt-country' record, and I let everyone know I wanted no part of that... I wanted to RAWK by God!"

So rawken/rocken 'Beat On The Mountain' und 'Mother Of Greed' mit fetten Saitenteppichen aus akustischen & elektrischen Rhythmusgitarren (Dan Baird) sowie Mandoline & Electric Lead (Warner E.Hodges), steht mit 'Land Of The Free' ein mächtiges, mit "Led Skynyrd"-Zitaten unterwandertes Epos an zentraler Stelle, gerät das mit schmierigen, feisten Rockgitarren gespickte 'Deep Holy Water' auf Drivin' N Cryin'-meet-Georgia Satellites-Gleise. Der 'Twang Town Blues' beginnt als brodelnder, swampy Storyteller Blues, um dann im Refrain in den typischen Jason-Rockabilly-Modus zu verfallen - zusammengehalten von Hodges' dominanter und in der Tat sehr "twangiger" Axework. Brillant! 'When Did It Get So Easy (To Lie To Me)' ist eine Art unplugged Southern Roots-Session, komplett live-im-Studio und mit Dan Baird als Duettsänger aufgenommen.

Obwohl Halcyon Times sich in seiner ganzen Dynamik und urwüchsigen Kraft an der Frühphase von JATS orientiert und vielleicht auch der ein oder andere augenzwinkernde Blick zurück riskiert wird, steht das Album mit dieser musikalischen Vielfalt, der allzeit überzeugenden Qualität und in seiner Gesamtästhetik für Zukunft und Entwicklung. Wie Warner E.Hodges es uns allen "androht" - die nächsten 25 Jahre mögen heranrollen: "Let it rock!". Yeah!!

Die CD-Version von Halcyon Times ist ab sofort über unseren Mailorder erhältlich, die Doppel-LP (180g-Pressung plus Bonustrack!) und als Download ab 19. Februar auch im regulären Handel und in den einschlägigen Digitalstores wie iTunes oder Amazon.



24.01.

2 Golden Globe-Auszeichungen für den Film CRAZY HEART:
- Best Performance by an Actor in a Motion Picture - Drama: JEFF BRIDGES
- Best Original Song - Motion Picture: "The Weary Kind (Theme From Crazy Heart)" (Music & Lyrics By: Ryan Bingham and T Bone Burnett)


VARIOUS ARTISTS
Crazy Heart
(Soundtrack)


CD € 13,90
Zu einer ganz frühen, medienübergreifenden Erfolgsstory im Jahr 2010 reift derzeit der Film Crazy Heart heran. Soeben wurde das Regiedebüt von Drehbuchautor Scott Cooper mit zwei Golden Globes ausgezeichnet, was ihn erfahrungsgemäß automatisch auch zu einem Anwärter für den ein oder anderen Oscar machen dürfte! Der berühmte Jeff Bridges ('The Big Lebowski', 'The Fabulous Baker Boys', 'The Contender', 'Fearless') hat den einen für seine Leistung als "Bester Schauspieler" erhalten, der andere ging in der Kategorie "Bester Originalsong" an den von Ryan Bingham und T-Bone Burnett geschriebenen, von Bingham gesungenen Theme Song 'The Weary Kind'.


Die Story im Schnelldurchlauf: Bad Blake, heruntergekommener, von Whiskey und Zigaretten gezeichneter Ex-Country Star, führt nur noch ein bescheidenes Dasein abseits der Glimmerwelt. Er tingelt durch miese Clubs, tritt in Bowling Centern auf und hat schon mehrere Ehen hinter sich, aber schon seit Jahren keinen neuen Song mehr zustande gebracht. Diese von Jeff Bridges eindrucksvoll gespielte Figur trifft auf eine junge Journalistin (Maggie Gyllenhaal), die mit ihrem kleinen Sohn durch die Staaten zieht und sich anschickt, hinter Blakes Fassade zu blicken. Keine Frage: Die von Beginn an spürbaren Vibes zwischen den beiden entwickeln sich zu einer handfesten Liebesgeschichte mit allen Widrigkeiten und Leidenschaften, die ein gutes Drehbuch parat haben muss. Eine Story, natürlich eine typisch amerikanische Story, die geradezu dafür prädestiniert ist, klasse Musik darin einzuarbeiten - Musik, die wie gemalt ist für einen tollen Soundtrack!

Allein der Name T-Bone Burnett bürgt dafür, dass das Album Crazy Heart keine beliebige Ansammlung von Genretracks verkauft, sondern sinnvoll, kenntnisreich und mit Liebe für Details kompiliert wurde, letztlich auch ohne den Streifen gesehen zu haben, ganz autark für sich funktioniert. T-Bone Burnett kann so etwas! Schließlich ist Crazy Heart nicht seine erste audiocineastische Aufgabe: 'O Brother, Where Art Thou?', 'Unterwegs nach Cold Mountain', 'Walk The Line', 'The Big Lebowski', 'Don't Come Knocking', 'All The King's Men', um nur die bekanntesten Projekte zu nennen... Überall hatte Burnett hier mehr als seine Finger drin - als Produzent, Songwriter, Texter, Arrangeur, Musical Director, Supervisor, Archivar, Gesangstrainer, Nebendarsteller oder schlicht als Musiker. Parallel zu diesen Aktivitäten verfolgt Burnett seine eigene musikalische Karriere und hat sich in zahlreichen Veröffentlichungen seit Anfang der 70er einen kultigen Namen als einer der innovativsten, unangepasstesten Singer/Songwriter der Staaten erworben. Ein weiteres Standbein ist seine überaus erfolgreiche Tätigkeit als Produzent. So arbeitete er u.a. für Los Lobos, Counting Crows, Wallflowers, Elvis Costello, Gillian Welch, BoDeans, Joe Henry, Bruce Cockburn, Leo Kottke, John Mellencamp und heimste vor zwei Jahren mit Robert Plant & Alison Krauss' Raising Sand gleich mehrere Grammys ein.

Dieser Musikvisionär, dieser "true American Star", hat also die Filmmusik für Crazy Heart zusammengestellt, produziert und die Originalsongs in großen Teilen komponiert - und das alles im Team mit dem ebenfalls sehr bekannten Gitarristen Stephen Bruton, für den dieser Job leider der letzte war. Er verstarb im Mai 2009 nur 60-jährig an einem Krebsleiden. Den Blue Rose-Freunden braucht man den Namen Stephen Bruton natürlich nicht mehr vorzustellen. All die famosen Soloalben, sein gewichtiges Mitwirken bei den Resentments und seine jahrzehntelange Treue als Sidekick für Kris Kristofferson haben ihm internationales Renommee eingebracht. Bruton und Burnett, beide waschechte Texaner, waren seit mehreren Dekaden miteinander befreundet und unterstützten sich gegenseitig bei vielen Gelegenheiten.
Crazy Heart besteht aus einer gut hörbaren, flüssig gekoppelten Kombination aus historischen Titeln sowie brandneu und exklusiv für dieses Projekt eingespielten Nummern. Zur ersten Kategorie zählen die Klassiker 'Hello Trouble' von Buck Owens, 'My Baby's Gone' von den Louvin Brothers, Lightnin' Hopkins' 'Once A Gambler', Waylon Jennings' 'Are You Sure Hank Done It This Way', ferner der große Townes Van Zandt mit 'If I Needed You' und Burnetts langjährige Ehefrau, die bekannte Singer/Songwriterin Sam Phillips mit 'Reflecting Light'. Hausaufgaben erledigt!

Die zweite Abteilung aber hat's so richtig in sich! Hauptdarsteller Jeff Bridges singt gleich 5 Songs - in altersweiser Manier und mit raspeliger Stimme frei nach Kris Kristofferson, Guy Clark oder John Prine - und teilt sich einen weiteren mit dem irischen Schauspielerstar Colin Farrell ('Ordinary Decent Criminal', 'War Zone', 'Minority Report', 'Alexander'). Farrell mimt in Crazy Heart den Vertreter der jüngeren Americana-Generation, die es den ausgebrannten "alten Säcken" wie Bad Blake zeigen wollen. Er bekommt mit dem von Ryan Bingham & T-Bone Burnett geschriebenen 'Gone, Gone, Gone' auch noch eine zweite Chance, sein Sangestalent unter Beweis zu stellen! Apropos Ryan Bingham... Der texanische Singer/Songwriter/Gitarrist hat zuletzt mit seinen starken Alben für Lost Highway Aufsehen erregt und brilliert hier mit zwei Beiträgen: 'I Don't Know' und das anfangs erwähnte, Golden Globe-prämierte 'The Weary Kind'. Altstar Robert Duvall ('The Godfather', 'Apocalypse Now', 'Colors', 'The Apostle'), mittlerweile 79, singt in 51 Sekunden acapella eine bizarr-schöne Version von Billy Joe Shaver's 'Live Forever'.

Der größte Teil jener Originaltracks wurden von Burnett & Bruton bzw. Burnett & Bingham geschrieben, das von Jeff Bridges gesungene 'Brand New Angel' stammt aus der Feder von Iowa-Songwriter Greg Brown. Stilistisch wird ein breiter, durchaus moderner Americana-Rahmen abgedeckt, ein wohl geratener Mix aus Country, Folk, Roots'n Roll, Cajun und Alt.Country Rock. Die Aufnahmesessions fanden in Los Angeles statt, unter Beteiligung der üblich verdächtigen Burnett-Clique. So erleben wir neben T-Bone Burnett (Acoustic Guitar) und - leider nur noch marginal - Stephen Bruton (Electric Guitar, Mandotar) solch illustre Studiocracks wie Greg Leisz (Pedal Steel), Buddy Miller (Electric Guitar), Patrick Warren (Orgel), Thomas Canning (Piano), Dennis Crouch (Bass), Jay Bellerose (Drums) und Joel Guzman (Akkordion). Und alle erwähnten Namen sind Garanten dafür, dass Country nicht zwingend so klingen muss, wie man Country gemeinhin erwartet!

Wir bieten über unseren Mailorder vorrangig die Deluxe-Edition von Crazy Heart im Digipak an, die im Vergleich zur regulären Version im Jewelcase 6 zusätzliche Stücke sowei ein umfangreicheres Booklet enthält. Fans der Plastik-Verpackung können wahlweise auch die "Normal"-Version erhalten.




01.01.


JON DEE GRAHAM
TIt's Not As Bad As It Looks


CD € 13,90
LP+CD € 17,90
Seit drei Jahrzehnten bürgt der Name JON DEE GRAHAM für allerbeste Qualitätsarbeit in den Sparten Roots Rock, Guitar Rock und Texas Singer/Songwriter. Der rastlose, vielbeschäftigte Allroundmusiker aus Austin gilt mit seinen 50 Jahren als absolute Kultfigur der Szene, die davon ja nachgerade nicht eben wenige aufweisen kann. Jon Dee Graham lebt seine Musik im wahrsten Sinn des Wortes und vertritt vehement die Rock'n Roll-Seite von Americana. Auf seinem brandneuen Album stellt er genau das mal wieder kongenial unter Beweis und zeigt, dass mit ihm - nach vielen privaten Nackenschlägen - wieder voll zu rechnen ist. It's Not As Bad As It Looks, es ist alles halb so schlimm - so heißt der logische, konsequente Titel bei jemandem, dem es so einige Male in seiner langen Karriere überhaupt nicht gut ging, der sich aber aktuell mächtig im Aufwind zu befinden scheint!

 
Jon Dee Graham
(SXSW 2009 @ Mother Egan's)
Foto: Uwe Schuppann
Seit Ende der 70er Jahre ist der Name Jon Dee Graham in Gitarrenrock- und Roots-Kreisen ein fester Begriff. Zunächst stieg er 1979 für zwei Jahre als Gitarrist bei den Skunks ein, einer der wenigen überregional bekannten Punk Rock Bands aus Austin. Als Mitglied der legendären True Believers begann er danach seine bis auf den heutigen Tag andauernde Zusammenarbeit mit Alejandro Escovedo, einer weiteren Americana-Ikone aus Texas. John Doe Band, mit Calvin Russell in Europa, Michelle Shocked, Dan Stuart und Trish Murphy, Country Music mit Kelly Willis, zig weitere Studiojobs von Gourds über Silos, Michael Hall und Reckless Kelly bis zu Ray Wylie Hubbard und Eliza Gilkyson sind nur die wichtigsten Stationen auf dem Weg zu einem wirklich Großen. Nebenbei unterstützt er zahlreiche unbekannte Acts und neue Interpreten, produziert hier und musiziert da. Nicht zu vergessen natürlich die Resentments, seine "Freizeittruppe" mit dem in diesem Jahr verstorbenen Stephen Bruton, "Scrappy" Jud Newcomb, Bruce Hughes und John Chipman, mit der er regelmäßig im Saxon Pub auftrat und die etliche viel beachtete Blue Rose-Veröffentlichungen auf dem Markt hat!

Seine Solokarriere startete Jon Dee Graham in 1997 mit einem geradezu fulminanten Einschlag: Escape From Monster Island. Knapp zwei Jahre später folgte Summerland und Anfang 2002 Hooray For The Moon, gleichzeitig der Start zu einer ganz engen, freundschaftlichen Zusammenarbeit mit Blue Rose, die bis auf den heutigen Tag anhält und über die Jahre eher noch gefestigt wurde. The Great Battle (2004) und Full (2006) hießen die nächsten Solo-Meilensteine. In der jüngeren Vergangenheit hatte JDG mit vielen Problemen zu kämpfen, die ihn aber letztlich nie verzweifeln, sondern vielleicht sogar immer noch stärker werden ließen: So leidet sein Sohn Willie an einer seltenen Knochenkrankheit, weswegen die Austin Community 2005 das außergewöhnliche Tribute Album Big Sweet Life - mit Graham-Material in Interpretationen vieler seiner Kollegen - auf die Beine stellte. JDG selber baute einen schlimmen Autounfall im Juli 2008, von dem er sich nur langsam erholte, nur um - gerade vollständig genesen - an Weihnachten zuhause von einer Leiter zu stürzen und sich die Rippen zu brechen. Nur ein paar Tage darauf stand er dann aber schon wieder auf den Brettern des berühmten Continental Club in South Austin, wo er immer noch jeden Mittwoch ein regelmäßiges Engagement gibt.

Jemand, der schon soviel erlebt hat und der auch in der Lage ist, darüber zu reflektieren und die Geschehnisse in poetisch wertige Lyrics zu transferieren, muss mit einem großen Talent gesegnet sein. Einer, der so eine kernige, kompromisslose, charakterstarke elektrische Gitarre spielt und der seiner kruden Reibeisenstimme so viel Gefühl und Leidenschaft abverlangen kann, wird gleichermaßen viel drauf haben. Und wer das dann noch in solch markante, bärenstarke Songs verpacken kann wie auf It's Not As Bad As It Looks, der hat mal wieder einen ganz großen Wurf gelandet! So wie Jon Dee Graham mit diesen 11 kapitalen neuen Tracks, die relativ kurzfristig und weitgehend spontan an nur wenigen Tagen Ende Juni 2009 im Wire Recording Studio in Austin von Stuart Sullivan (Resentments, James McMurtry, Texas Tornados, Derailers, Calvin Russell) aufgenommen wurden. Produziert von Sullivan, Graham und seinem ewigen Mitstreiter Mike Hardwick hören wir eine sehr konzentrierte Studioarbeit von Bandleader Graham und seinen Fighting Cocks, hinter denen sich nicht etwa eine neue Formation verbirgt, sondern in harten Texas Gigs ausgebildete Musiker der ersten Liga, die auch alle schon lange für JDG tätig sind, nach dem Motto "why change a winning team?": Mike Hardwick (elektrische & akustische Gitarren, Lap Steel, Pedal Steel), dazu die Rhythm Section mit Andrew Duplantis (Alejandro Escovedo, Meat Puppets, Son Volt) am Bass und Joey Shuffield (Wild Seeds, Fastball) als Drummer.

Gemeinsam spielen sie sich völlig teamorientiert durch ein bemerkenswert frisches und abwechslungsreich gekoppeltes Programm von fetzigen Rockern, bluesigen Rootsnummern und süffigen Balladen im typischen JDG-Stil. Kracher wie der Opener "Beautifully Broken", "PopSong" und "My Lucky Day" werden jeden künftigen Gig anheizen, ein swampiger Slip'n Slide Gospel wie "God's Gonna Give You What You Need" wird die Roots-Herzen höher schlagen lassen. "Gilead", "(Let's Get It) While It's There" und "La La (La-La-La)" beweisen einmal mehr Grahams Talent für die Verknüpfung von spannender Erzählkunst, lässigen Refrains und instrumenteller Finesse, wirken wie die eher nachdenklichen Stücke "Burning Off The Cane", "I Said, Best" oder der unter die Haut gehende Abschluss "I Will Be Happy Again" noch lange nach. Jawohl, "I Will Be Happy Again" als eindrucksvolles Überlebens-Statement, Jon Dee Graham ganz einsam und alleine mit seiner elektrischen Gitarre und dieser unnachahmlichen Stimme, die so mächtig klingen kann, aber auch so unendlich sehnsüchtig und verletzlich! Happy again... - das ist es, wonach er sich verzehrt, wofür er lebt, das, was ihm seine vielen Fans weltweit so sehr gönnen würden.

It's Not As Bad As It Looks ist ab sofort über unseren Webshop erhältlich, im regulären Handel ab dem 19.1.



01.01.


CRACKER
Live At The Rockpalast/
Crossroads Festival


2-CD+DVD
€ 19,90
2-LP+DVD
€ 27,90
 
Foto: Reinhard Näkel
Nach mehreren Anläufen hatte es im Oktober 2009 dann doch noch geklappt. Zweimal mussten Cracker ihren Auftritt beim Rockpalast/Crossroads-Festival in der Harmonie in Bonn absagen und es sah so aus, als würde das nie etwas werden. Erst wenige Monate zuvor war die Band aus Richmond, Virginia in Deutschland auf Tour gewesen, wo übrigens die ersten zarten Bande zwischen ihr und Blue Rose geknüpft worden waren. Cracker ist eine amerikanische Gitarrenrock-Institution im weitesten Sinn, die ihren Einstand Anfang 1992 feierte und mit einigen Unterbrechungen bis heute existiert. Die beiden Chefs und einzigen Konstanten über all die Jahre sind Mastermind David Lowery und sein kongenialer „Deputy“ Johnny Hickman. Bereits zuvor hatte Sänger/Songschreiber/Gitarrist Lowery Indie Rock-Geschichte geschrieben: Camper Van Beethoven hieß der klangvolle Name jener Kapelle aus dem kalifornischen Santa Cruz, die mit ihrem innovativen, geistreichen und musikalisch äußerst wandlungsfähigen College Rock in der zweiten Hälfte der 80er zur absoluten Kultband einer ganzen Generation wurde. Ihr ‚Take The Skinheads Bowling‘ avancierte zur Underground Radio-Hymne und stand für eine kulturelle Gegenhaltung in den starren Reagan/Bush- Zeiten. Cracker war danach praktisch die erwachsen gewordene, professionellere Weiterführung des CVB-Mythos: Lowery, dazu Hickman als hauptamtlicher Gitarrist, aber auch gelegentlicher Singer/Songwriter, sowie diverse wechselnde Bandmitglieder wurden - nun von Richmond, Virginia aus - mit etlichen klassischen Alben (Kerosine Hat, The Golden Age, Gentleman‘s Blues) zu einer festen Größe des Alternative Rock vor der Jahrtausendwende und läuteten im neuen Millennium die Americana Rock-Phase ein. In der Tat bewegt sich Cracker auf einem schmalen Grat zwischen im Grunde bereits konventionellem Roots Rock mit Tendenzen zu Folk & Country und frühen Punk & Indie-Einflüssen mit krachenden Gitarren und entfesselten Liveauftritten. Ihren enormen Stellenwert bezieht die Band daraus, dass sie sich von beiden Lagern nicht 100%ig vereinnahmen lässt, ihren ganz eigenen Kurs steuert und damit kultur- und generationenübergreifenden Einfluss nimmt.

Noch vor dem Erscheinen ihres neuen Studioalbums Sunrise In The Land Of Milk And Honey wurden also im Oktober 2008 einige weitere Live-Termine in Deutschland eingeschoben, und am 23.10. spielte das Quartett beim zweimal im Jahr stattfindenden Crossroads-Festival, einer Kooperation des WDR-Fernsehens in Köln und der Harmonie in Bonn. Der knapp 90-minütige Set enthielt neben einigen bis dato unbekannten Stücken aus „Sunrise…“ auch alle „Klassiker“ wie etwa „Teen Angst“, „The World Is Mine“, „Euro-Trash Girl“, „Big Dipper“, „One Fine Day“, „The Riverside“ oder „Seven Days“. Insgesamt 17 Stücke iumfasste der powervolle Auftritt, der nun endlich in kompletter Länge sowohl als Video- und als Audio-Set vorliegt, wobei der Audiopart, im TV extrem komprimiert, nun mit aller Wucht aus den Lautsprechern kommt. Von Cracker gibt es bisher eh kaum Live- DVDs, diese hier wird wohl für lange Zeit so etwas wie das non plus ultra sein und wir sind schon etwas stolz, hierfür die weltweiten Rechte bekommen zu haben.

Live At The Rockpapalast/Crossroads Festival ist ab sofort exklusiv über unseren Webshop erhältlich, im regulären Handel ab dem 12.02.





01.01.


HANK SHIZZOE
Breather


CD € 13,90
LP+CD € 17,90
Der schweizer Musiker, der den Künstlernamen HANK SHIZZOE führt und in Wirklichkeit Thomas Erb heißt, hat sich in den vergangenen fast 20 Jahren von einem viel versprechenden lokalen Talent zu einem der spannendsten, stilistisch flexibelsten und mittlerweile renommiertesten Roots Rock-Musiker in ganz Europa entwickelt! Als exzellenter Gitarrist mit Ausnahmetechnik und innovativer Singer/Songwriter im zeitgenössischen Americana-Sektor ist der Name Hank Shizzoe weit über die Grenzen unseres Kontinents hinaus bekannt, die vermeintlich übermächtige "Konkurrenz" amerikanischer Spitzenkräfte braucht er schon lange nicht mehr zu fürchten. Breather ist sein 9. Album im Roots-Genre seit 1994, etliche abweichende Projekte mit anderen sowie sein jüngster Ausflug in die Theaterwelt (Von Mäusen und Menschen - Of Mice and Men) nicht mitgerechnet. Breather ist auf der einen Seite ein typisches Hank Shizzoe-Werk mit vielen vertrauten Zutaten geworden, wirkt zum anderen verblüffend abwechslungsreich, dynamisch und geradezu überbordend vor ungebremster Roots-Kreativität!

Nach einer langen Geschichte mit 6 hervorragenden Veröffentlichungen auf CrossCut Records, dem international anerkannten deutschen Blues Label, kam Hank Shizzoe vor drei Jahren zu Blue Rose, um noch stärker in die pralle Americana-Welt der Singer/Songwriter und Roots Rocker vorzudringen. Das im Herbst 2007 erschienene, äußerst erfolgreiche Blue Rose-Debütalbum Headlines bot sich dafür regelrecht an, im April 2009 legte man mit dem umfangreichen 2 CD/1 DVD-Set Live In Motown sogar noch nach! Auf beiden Platten firmierte der Schweizer zusammen mit seiner langjährigen Begleitcombo The Directors, für Breather dagegen verwendete er nur auf einigen wenigen Tracks Akustikbassist Michel Poffet und /oder Drummer Christopher Beck, jene Directors-Rhythm Section. Ansonsten haben wir es hier rein formal betrachtet mit einem Solowerk zu tun, da Shizzoe gleich alle Instrumente selber spielt: akustische & elektrische Gitarren, diverse Slide & Lap Steel Guitars, Bass, Piano, Bouzouki, Banjo, Ukulele, Orgel, Harmonica, Schlagzeug und Percussion. Und er singt natürlich, mit dieser aus Tausenden herauszuhörenden Schotterpisten/Reibeisen-Stimme, die sich besonders für die talking-bluesigen, spukigen Singer/Songwriter-Nummern perfekt eignet, aber auch bei den anderen, zum Teil erstaunlich schnellen, stark (roots-) rockenden Stücken so wandlungsfähig und klangtechnisch so gut aufgenommen scheint wie nie zuvor!

Breather bietet eine beeindruckende Demonstration all seiner individuellen Stärken und ist handgemachte Americana/Rockmusik auf höchstem Niveau! 'Two Ways Of Running' heißt der von Banjo und Orgel ummantelte, auf einem Teppich aus diversen Percussion basierende, mit schneidender Lap Steel durchzogene Eröffnungssong, der langsam und swampig vor sich hin brodelt. Eine unerhörte Tempoverschärfung gibt's gleich darauf mit einer gnadenlos hastigen, rock-poppigen Schnellversion von Adriano Celentano's Hit 'Svalutation', die Shizzoe - klar! - in italienisch singt und mit einer enormen Slide-Attacke frei nach David Lindley zum gloriosen Finale trägt! Apropos David Lindley: Dessen 'When A Guy Gets Boobs', eine selbst-despektierliche, text-witzige Altersbetrachtung von Twango Bango III ist hier Track #3 und gerät mit diesem unverschämt eingängigen Gitarrenriff und dem markanten Sprechgesang praktisch zu einem Mix aus 'Spirit In The Sky' und 'Choctaw Bingo' von James McMurtry. 'Shaker' kommt als atmosphärisch dichter, stetig sirrender Klangteppich mit verschiedenen Steel'n Slide'n Swamp Guitars, wunderschönen Harmony Vocals von Shirley Grimes und herrlich absurden Metaphern wie "I am the shaker, you're the tambourine... I am the race, you are the breather... I am the train, you are the station... I am the state, you are the nation...". Erst nach 7:05 ist diese eindringliche, fast psychedelische Wortreise zu Ende. Der 'Recession Blues' erinnert in seiner Dire Straits-Nähe an den Opener von Headlines, 'Are We There Yet?', und wo Hank Shizzoe früher danach mit einer ruhigen Ballade angetreten wäre, erfolgt nun mit 'Safe New World' gar eine weitere Rock-Beschleunigung, knapp und direkt vorwärtstreibende Rhythm Section und konsequente Blues Rock-Lead Guitar inklusive! Mehr kann man in 3:24 nicht hineinbekommen.

Das J.J.Cale/Dire Straits-mäßige 'Only In America' ist ein weiterer Beweis für die Songschreibkunst Hank Shizzoe's, bringt er hier mit wenigen treffsicheren Sätzen gesellschaftskritische Beobachtungen auf den Punkt. Auch jetzt wird eine schnelle Nummer von einer noch schnelleren abgelöst: 'I Still Want You' eilt im Höchsttempo knapp über die 2 ½-Minutenmarke und leistet sich am Ende sogar noch ein furioses Slide-Duell in Sonny Landreth-Manier! 'Split The Loot' ist lässig-coolster Country Twang & Steel, bevor der Schweizer ein nächstes Mal seine perfekte Mehrsprachigkeit präsentiert: anhand einer roots-rockenden, Banjo-pluckernden, Slide-getriebenen Hammerversion von Jacques Dutronc's 1966er Superhit 'Et Moi, Et Moi, Et Moi'. Zum Abschluss einer in jeder Hinsicht überzeugenden Produktion hören wir das beschwingte 'One Cup Of Coffee And A Cigarette', einen wahren Rausschmeißer im Stil von Bob Dylan's 'Love And Theft', mit Texas Shuffle, Roots'n Roll Groove, Kirmes-Orgel und Dancehall-Atmosphäre.

Breather ist ab sofort ausschließlich über unseren Webshop erhältlich, im regulären Handel ab dem 05.02.