Die 55. Ausgabe unserer limitierten BLUE ROSE NUGGETS nun erhältlich - bestellt 4 Titel aus unserem Mailorder und ihr bekommt die CD mit - wie kann es anders sein - herrlicher Blue Rose-Musik - GRATIS dazu! Mehr dazu weiter unten...





12.05.

MAILORDER NEWS



JOSH ABBOTT BAND
Small Town
Family Dream


CD € 13,90
BETTYSOO
& DOUG COX
Across The Borderline


CD € 14,90
RETO BURRELL
Sunshine & Snow



CD € 13,90
KATE CAMPBELL
1000 Pound
Machine


CD € 14,50
DEEP DARK WOODS
The Place I
Left Behind


CD € 13,90
JOHN FULLBRIGHT
From The
Ground Up


CD € 13,90

PAT GREEN
Songs We Wish
We'd Written II


CD € 14,90
CAROLE KING
Legendary Demos



CD € 14,90
BORIS McCUTCHEON
Utrecht



CD € 14,90
JODI SHAW
Waterland



CD € 14,90
TURNPIKE TROUBADOURS
Goodbye Normal
Street


CD € 13,90
ALEXA WOODWARD
It's A Good Life...



CD € 14,90


WEITERE NEUZUGÄNGE WOCHE 18+19/2012

ALLMAN BROTHERS
Washington D.C.
12/13/70


CD € 14,90
LUKA BLOOM
This New
Morning


CD € 15,90
GLENN FREY
After Hours



CD € 13,90
Deluxe-CD
€ 14,90
GRATEFUL DEAD
Dark Star



LP € 36,90
COWBOY JUNKIES
Nomad Series
(Box Set)


5-CD € 23,90
WILLIE NELSON
Heroes



CD € 13,90

SPECIAL OFFERS

BLACK CROWES
Three Snakes And
One Charm


CD € 6,50



09.05.

In unserem letzten Email-Newsletter vom 5. Mai hatten wir auf diverse Label-Aktivitäten hingewiesen, die wir an dieser Stelle nochmals und zudem etwas ausführlicher abdrucken möchten. Wer eine solche "Online-Depesche" erhalten möchte, der kann sich über unsere Startseite und Klicken des "Newsletter Sign Up"-Logos registrieren lassen.

*** Wir haben für Künstler und Bands, die entweder völlig oder so gut wie unbekannt sind, ein neues Preislevel eingeführt - den Newcomer Price (mit einem Endverbraucherpreis von maximal 10 Euro). Gestartet haben wir mit DREW LANDRY, einem grandiosen Singer/Songwriter aus Louisiana. Bei einem Verkaufspreis unter 10 Euro bedeutet das nicht, dass die Musik weniger wert oder gar schlecht wäre. Wir möchten damit einen Anreiz geben, auch für einen unbekannten Act einen Kauf zu "riskieren", wobei wir bei dem Erlös keinesfalls kostendeckend arbeiten. Aber wir setzen auf langfristige Partnerschaften, auf dass sich die Investition lohne, zudem hat bei unserer langjährigen Labelpolitik sicher öfter das Herz eine größere Rolle gespielt als der Verstand...

***Der nächste Newcomer Price-Künstler steht bereits in den Startlöchern - LINCOLN DURHAM lief Labelmacher Edgar Heckmann bei dessen jüngstem Besuch in Austin über den Weg und drückte ihm sein Album The Shovel Vs The Howling Bones in die Hand. Schon das Produzententeam Ray Wylie Hubbard und George Reiff ließ ihn aufhorchen, die Musik noch viel mehr. Selten hatte er ein so hammermäßiges Roots-/Singer-Songwriter-Album in den letzten Jahren gehört - enorm abwechslungsreich, mit vielen tollen instrumentalen Arrangements und einem Hit für die bessere Radiolandschaft: Wer den Internetsender KNBT aus Austin, TX regelmäßig hört, der kennt zweifellos "Clementine", ein Song, der sich in der Gehörgänge fräst und sie nicht mehr verlässt. Bei uns ab Mitte Juni erhältlich!

Zwei Stücke aus dem Album, "Drifting Wood" und "Last Dawn", gibt es auf YouTube zu sehen:




***Kein Newcomer mehr und auch kein Blue Rose-Frischling ist PAUL THORN. Pimps & Preachers war im Januar 2011 erschienen und auf Anhieb ein Erfolg. Nun legt der ehemalige Profiboxer nach mit What The Hell Is Goin On, auf dem Thorn ausschließlich Songs von Kollegen covert wie zum Beispiel Ray Wylie Hubbard ("Snake Farm"), Lindsey Buckingham ("Don't Let Me Down Again"), Buddy & Julie Miller ("Shelter Me Lord"), Rick Danko ("Small Town Talk"), Donnie Fritts ("She's Got A Crush On Me") oder von der Band Free ("Walk In My Shadow") - alle in Thorn'scher Manier, versteht sich.



***Tragische Dinge waren in den letzten Wochen und Monaten geschehen, und bei beiden Ereignissen betraf es ehemalige Bassisten von Bands unseres Labels: Bereits am 17. Februar verstarb Michael Davis, ehemaliges Mitglied der Rock-Legende MC5 und der Blue Rose-Gemeinde als langjähriges Mitglied von Rich Hopkins & Luminarios ein Begriff, im Alter von 68 Jahren an Leberversagen. Rich Hopkins und Mike hatten sich in Tucson kennengelernt. Bereits bei der ersten Luminarios-Tour unter der Regie von Blue Rose im Februar 1997 war er dabei und brachte von da an bei jeder Show sein "Kick Out The Jams" und die Clubs zum Kochen. Nach einem Motorradunfall im Jahr 2006 zog sich Davis ziemlich zurück und engagierte sich für wohltätige Zwecke.

Mark McCoy war langjähriges Mitglied von Micky & The Motorcars und fiel bei den Live-Shows vor allem durch seine kontroverse Kleidung auf - nicht in Jeans und Holzfällerhemd, sondern in feinem Zwirn und Krawatte stand er rechts außen und verzog kaum eine Miene. Im Dezember 2011 hatte er die Band verlassen und kehrte in seine Heimatstadt Stanley in Idaho zurück. Er war ersetzt worden durch Joe Fladger, der auch bei der letzten Deutschland-Tour von Micky & The Motorcars im Januar 2012 dabei war. McCoy war am 21. April zusammen mit einem Freund auf einem Floß Angeln. Als das Floß gegen einen im Wasser unsichtbaren Holzpflock stieß, mussten die beiden Männer in den reißenden Fluss springen. Der Freund konnte sich ans Ufer retten, McCoy blieb in der hereinbrechenden Dunkelheit verschwunden. Erst 4 Tage später wurde sein Leichnam etwa 10 km vom Unfallort entfernt gefunden.

***Nachdem uns bei solchen Schicksalsschlägen teilweise vorgeworfen wird, wir würden auf unserer Website nicht darauf eingehen, möchten wir anmerken, dass wir deshalb keinesfalls herzlos oder gar unbeteiligt sind. Auf unserer Facebook-Seite haben wir über beide Ereignisse berichtet, für einen Hinweis auf unserer Website fehlt uns einfach oftmals die Zeit. Blue Rose ist eine kleine Firma, wir haben kein "Redaktionsteam", das sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert, der komplette Apparat wird von 3 Personen bewältigt. Wir kommen mit unserem eigentlichen Tagesgeschäft gerade so über die Runden und müssen bei Dingen, die nicht direkt unser "Business" betreffen, hin und wieder Abstriche machen. Wir hoffen hier auf euer Verständnis.

***Ebenfalls um Verständnis bitten wir bei Bestellungen der Personal Vinyl-LPs. Alle diese Aufträge werden "on demand" bearbeitet, d.h. jede LP-Bestellung wird einzeln gefertigt, es gibt keine Lagerhaltung. Lieferzeiten von 14 Tagen müssen einkalkuliert werden, bei dringenden Bestellungen möchten wir bitten, einen Liefertermin anzugeben.

***Einen kleinen Vorgeschmack auf eine weitere Blue Rose-Neuheit gibt es bereits auf der jüngsten Ausgabe der Blue Rose Nuggets-Serie. SHURMAN ist ein Quartett aus Austin und macht astreinen Americana-Rock. Mit Inspiration veröffentlichen sie ihr bereits 6. Album, und schon seit Jahren stehen sie auf unserer Wunschliste. Vertragliche Verpflichtungen haben eine Zusammenarbeit bisher verhindert, jetzt also hat es endlich geklappt - eine Veröffentlichung ist für Ende Juni vorgesehen.

Einen kleinen Vorgeschmack bietet die Live-Version das Album-Tracks "Back To Texas", aufgenommen im März 2012 während des SXSW-Festivals in Austin:



***Bereits Anfang Juni erscheint ein brandneues Album der dB's! Falling Off The Sky ist nicht nur das erste Album des Quartetts seit einem Vierteljahrhundert, es wurde zudem in der Originalbesetzung mit Peter Holsapple, Chris Stamey, Gene Holder und Will Rigby aufgenommen. The dB's gehörten neben R.E.M. und den Replacements zu den bekanntesten Vorreitern der Indie Pop/Rock Scene Anfang der 80er Jahre, die Alben Repercussion oder Stands For Decibels zählen zu den Klassikern des Genres. Falling Off The Sky klingt so frisch wie der Sound vor 30 Jahren, und auch das englische Musikmagazin "Uncut" ist voll des Lobes, verteilt 8 von 10 Punkten und stellt fest: "...picks up pretty much - musically anyway - where it left off: quirky, earwormy Stamey cuts, Peter Holsapple's pop-rock knockouts, rich harmonies, shimmering guitar leads, some playful sonic touches at the edges, and hooks galore."

Während des diesjährigen South-By Southwest-Festivals (SXSW) in Austin, Texas waren die dB's mehrmals aufgetreten - hier ein Song des neuen Albums, live mitgeschnitten im Hinterhof des Irish Pub "Ginger Man":



***Ein alter Bekannter lässt auch wieder von sich hören: JON DEE GRAHAM. Garage Sale heißt sein neues Album, das ebenfalls im Juni bei uns erscheinen wird. Wir hatten die Gelegenheit, im März im Aufnahmestudio in einige Stück reinzuhören und können sagen, dass es kein übliches JDG-Album geworden ist. Verschiedene musikalische Stile ergeben ein "weird record", wie sich Jon Dee ausdrückte, der übrigens vor zwei Wochen ein künstliches Kniegelenk bekam, nachdem er vor Schmerzen kaum noch Stehen geschweige denn Gehen konnte. Die Operation ist gut verlaufen und er kann bereits wieder Live-Shows machen - Geld muss rein in die Kasse, das Musikerleben ist selten ein Honigschlecken.

***Hartnäckigkeit zahlt sich aus - nach dieser Devise arbeiten wir schon seit Anfang an: Bereits im Oktober 2011 wurde bei der "Americana Music Conference" in Nashville der Kontakt zum Management der kanadischen Band THE SKYDIGGERS und von JIM CUDDY von Blue Rodeo hergestellt, doch es dauerte bis jetzt, ehe die Verträge in trockenen Tüchern sind. War das Thema SKYDIGGERS bisher nur auf die Veröffentlichung eines CD+DVD-Compilation-Albums unter dem Titel The Truth About Us - A Twenty Year Retrospective beschränkt, hat die Band zwischenzeitlich zudem ein neues Studioalbum unter dem Titel Northern Shore eingespielt, so dass wir nun beide Alben zeitgleich veröffentlichen werden. So kommen sowohl langjährige Fans dieser grandiosen CanAmericana-Band als auch "Neueinsteiger" voll auf ihre Kosten.
JIM CUDDY und Greg Keelor sind bei der kanadischen Musikinstitution Blue Rodeo so etwas wie Lennon/McCartney bei den Beatles oder Jagger/Richards bei den Stones. Skyscraper Soul heißt das aktuelle Soloalbum von JIM CUDDY, das in Kürze nun endlich auch in Europa zu haben sein wird - auf Blue Rose! Für alle Fans von Blue Rodeo ein Must Have!

Als kleinen Appetizer haben wir das Video zum Song Everyone Watched The Wedding" aus dem Album Skyscaper Soul - das wird ohne Frage eines unserer Jahres-Highlights!



***Seit vielen Jahren bereits vergriffen ist das 2. Album von - ja, man muss es nun so bezeichnen - ex-Band Of Heathens-Mitglied COLIN BROOKS. Blood And Water war seit Beginn der BOH-Ära nur sehr schwer über diverse Internet-Webshops zu bekommen, viele Fans der Band und von Colin verzweifelten beim Versuch, das Album ausfindig zu machen. Wir können nun endlich Abhilfe schaffen - Blood And Water erscheint im Sommer 2012 auf Blue Rose, und zwar nicht nur in einer wie im Original recht billigen Stecktasche, sondern mit umfangreichem Booklet und allen Songtexten. Colin ist derzeit noch auf der Suche nach einem oder mehreren zusätzlichen Song(s) - hoffen wir, dass er fündig wird. Wenn nicht - auch so hat Blood And Water spätere BOH-Klassiker wie "Cornbread", "Heart On My Sleeve", "Motherland" oder "Jenny Was A Keeper" zu bieten, zudem sind darauf bei Live-Shows begeistert aufgenommene Stücke wie der Titelsong, "Water In The Sky" oder "Wheels On The Ground" zu finden, was das Album zu einem absoluten Hit-Album macht.

Wir haben COLIN BROOKS im März in Austin TX bei einem seiner raren Auftritte gesehen und das Stück "Cornbread" als Video mitgeschnitten:



Bei dem Re-Release von Blood And Water wird es nicht bleiben - COLIN BROOKS wird in der 2. November-Hälfte auf Tour nach Deutschland kommen! Nicht mit Band, aber auch nicht solo - er wird begleitet von einem weiteren Blue Rose-Singer/Songwriter, OWEN TEMPLE, und wie schon Todd Thibaud mit Tom Gillam oder mit Joseph Parsons werden die beiden ein gemeinsames Programm vorstellen, bei dem sie abwechselnd ihre eigenen Stücke präsentieren und vom Duo-Partner begleitet werden.

Der Song "Jacksboro Highway" stammt aus seinem jüngsten Album Mountain Home und ist nur ein Beispiel für OWEN TEMPLE's hervorragendes Songwriting.



*** THE BAND OF HEATHENS entdecken neue Einnahmequellen. Nachdem sie bereits seit einigen Monaten Aufnahmen der jeweiligen Live-Shows, direkt nach den Konzerten auf einem USB-Stick verkaufen, haben sie jetzt auch mit dem Online-Verkauf begonnen. Für knapp 10 (MP3) bzw. 13 US-Dollar (FLAC) können komplette Shows in astreiner Soundqualität über www.livedownloads.com oder www.nugs.net erworben werden. Startschuss ist mit der Show vom 3. März im The Maple Leaf in New Orleans.

***Weitere Alben in Arbeit von u.a. PLAINSONG (Fat Lady Singing), THE RESENTMENTS (Live Stuttgart 2006 und neues Studioalbum), TOM GILLAM und CODY CANADA & THE DEPARTED.

***SONS OF BILL stehen als erste Band für unsere diesjährige Christmas Party fest, die am 8.12. nach 2 Jahren Pause wieder in der Blues Garage in Isernhagen stattfindet. Auf weitere Teilnehmer möchten wir uns noch nicht festlegen - wer weiß, was für Perlen wir in diesem Jahr noch veröffentlichen werden... Doch das Quintett aus Charlottesville, Virginia kommt nicht nur für die Christmas Party nach Deutschland - Tourdaten auf unserer ON Tour-Seite.

Wie nicht anders zu vermuten, ist das jüngste Album der SONS OF BILL, Sirens, hervorragend bei den Fans angekommen. Durchweg radiotaugliche, catchy Songs, klasse Produktion, tolle Musiker - die Teile, aus dem ein Erfolgsalbum entsteht. Genau - hier ein "Making Of"-Video zum Album:



***Immer größerer Beliebtheit erfreut sich die einmal pro Monat ausgestrahlte BLUE ROSE RADIO SHOW beim Internetradio rockradio.de. Immer am 3. Montag im Monat präsentiert Hobby-DJ Edgar Heckmann von 22 bis 24 Uhr Neues von Blue Rose und viele andere Songs aus dem Americana-Bereich. Die nächste Ausgabe findet am 21. Mai statt, die April-Sendung, bei der zum wiederholten Mal Thomas Dewers (Chill @ Blue Rose-Macher) zu Gast war, kann in kompletter Länge über unsere Website (hierzu bitte zum Eintrag vom 23.4. scrollen) gestreamt werden.

***Wenn wir gerade bei Internetradios sind - gerne weisen wir wieder einmal auf unseren Haus-und-Hof-Sender KNBT Radio New Braunfels hin, der bei uns im Büro täglich für beste Unterhaltung sorgt. Die Ausgabe im Webradio entspricht 100% dessen, was zeitlich im FM-Radio in New Braunfels, TX und Umgebung zu hören ist. Wir kennen keinen Sender, der ein so großartiges Americana-Radioprogramm anbietet wie KNBT und bei dem auch Blue Rose-Künstler regelmäßig zu hören sind.
Fleißig Werbung macht der Sender bereits für den Americana Music Jam, der am Sonntag, 20. Mai in der Gruene Hall von New Braunfels stattfindet. Es ist die mittlerweile 16. Ausgabe dieser 12-Stunden-Veranstaltung, die pünktlich um 12 Uhr mittags beginnt (bei uns um 19 Uhr abends) und bis etwa Mitternacht andauert. Die Show wird komplett von KNBT live im Webradio übertragen - mit von der Partie sind u.a. Reckless Kelly, Micky & The Motorcars, James McMurtry, Tom Gillam Band, Cody Canada & Seth James, Robert Earl Keen, Ray Wylie Hubbard, Scott Miller, Wade Bowen oder Zack Walther & The Blooms, um nur einige zu nennen. Beste (Radio-) Unterhaltung am Sonntagabend bis in die frühen Morgenstunden ist garantiert!

***Beim gleichen Sender hat TOM GILLAM eine wöchentliche Show: Tom Gillam's Cosmic Power Hour läuft immer sonntags von 22 bis 24 Uhr, für uns wäre das 5 bis 7 Uhr morgens und damit der perfekte Wach- und Muntermacher. Für Langschläfer gibt es bei www.knbt.fm ein Archiv, in dem viele von Toms Sendungen abgelegt sind und in voller Länge angehört werden können.



30.04.


VARIOUS ARTISTS
Blue Rose Nuggets 55


CD € 5,00
oder kostenlos!
Ehe wir vor mittlerweile 55 Ausgaben mit unserer exklusiven CD-Serie Blue Rose Nuggets begonnen hatten, veröffentlichten wir regelmäßig unter dem Titel Blue Rose Collection eine Übersicht von bei uns erschienenen Alben. Zu Beginn war diese Serie auch im Handel außerordentlich erfolgreich und für uns eine schöne und zielgerichtete Werbung für uns Label und unsere Veröffentlichungen. Im Laufe der Jahre gingen allerdings die Verkäufe immer mehr zurück und wir veröffentlichen nur noch sporadisch Compilations unter der "Collection"-Serie. Wir nutzen für die Zusammenfassung unserer jüngsten Releases vielmehr immer wieder die Nuggets-Serie, und so enthält die Nummer 55 wieder einmal auf 76 Minuten 17 Songs aus 17 Alben aus den letzten 7 Monaten. Darunter befindet sich auch ein Stück der Band Shurman, einer Band aus Austin, Texas, die wir direkt nach dem SXSW-Festival im März 2012 unter Vertrag genommen haben. Das Album Inspiration werden wir im Mai veröffentlichen - ein Gitarrenrockalbum einer Band, die zu uns passt wie die Fast aufs Auge!

Die Blue Rose Nuggets-CD Vol. 55 wird ab sofort allen Bestellungen, die die Voraussetzungen einer kostenlosen Beilage erfüllen, automatisch beigelegt. Wer noch die Nr. 54 haben möchte, der möge dies bitte bei der Bestellung im weißen Kommentarfeld kundtun.

Da immer wieder neue Kunden und Interessenten zu uns stoßen, hier nochmals eine kleine Erklärung, was es mit der Blue Rose Nuggets-Reihe auf sich hat:
Die NUGGETS-Serie besteht aus Songs aus allen bisher erschienenen Blue Rose-Scheiben, bunt gemischt und für heraushebend gut befunden. Darunter sind auch bisher unveröffentlichte Aufnahmen, Studio-Outtakes, Live-Recordings oder auch Videos.
Die NUGGETS-Serie gibt es ausschließlich über den Blue Rose-Mailorder. Außerdem bekommt jeder, der mindestens 4 Artikel aus unserem Programm bestellt, den aktuellen NUGGETS-Sampler automatisch - KOSTENLOS - mitgeliefert (gilt für alle Bestellungen innerhalb Europas). Er muss also nicht als 5. Artikel mitbestellt werden, wie das hin und wieder welche tun. Das führt dann dazu, dass wir nochmals ein Exemplar beilegen, da wir ja nicht wissen, ob der Besteller absichtlich 2 Exemplare wollte - eines kaufen und eines geschenkt. Die Portofreigrenze (nur für Deutschland) bleibt hiervon unberührt, bei der Bestellung von mindestens 5 Artikel (da ist die kostenlose Nuggets-CD natürlich nicht eingerechnet) spart man also nicht nur das Porto, sondern bekommt obendrein noch eine CD im Wert von 5 €. Denn die NUGGETS-CD kann man auch käuflich erwerben, man muss also nicht unbedingt 4 Artikel bestellen. Dieses Angebot ist allerdings nicht so zu verstehen, dass man sich andere Compilations wünschen kann, wenn man die NUGGETS-Serie schon besitzt.
Mehrfach zugesandte NUGGETS-CDs können auch verschenkt oder über Ebay versteigert werden - bei der begrenzten Auflage sicher bald ein Sammlerobjekt. Einige Ausgaben sind bereits ausverkauft...


Die Songliste der 55. Ausgabe:
1. SONS OF BILL - Santa Ana Winds / aus dem Album Sirens
2. MICKY AND THE MOTORCARS - Big Casino / aus dem Album Raise My Glass
3. TOM GILLAM - Hand Me Down Blues / aus dem Album Rustic Beauty
4. RICH HOPKINS & LUMINARIOS - It's Not Out There / aus dem Album Buried Treasures
5. THE REFUGEES - Chain Stores, Malls And Restaurants / aus dem Album Three
6. ISRAEL NASH GRIPKA - Four Winds / aus dem Album Barn Doors And Concrete Floors
7. DEADMAN - This Old World's Not Gonna Change / aus dem Album Take Up Your Mat And Walk
8. THE BAND OF HEATHENS - Judas 'Scariot Blues / aus dem Album The Double Down - Live In Denver Vol. 2
9. LEEROY STAGGER - Capitalism (Must Die!) / aus dem Album Radiant Land
10. RUTHIE FOSTER (with The Blind Boys Of Alabama) - Long Time Gone / aus dem Album Let It Burn
11. SHURMAN - Hometown Judgement Day / aus dem Album Inspiration
12. I SEE HAWKS IN L.A. - Bohemian Highway / aus dem Album New Kind Of Lonely
13. WRINKLE NECK MULES - When The Wheels Touch Down / aus dem Album Apprentice To Ghosts
14. CAROLYN WONDERLAND - St. Marks / aus dem Album Peace Meal
15. DREW LANDRY - Lap Of Luxury / aus dem Album Sharecropper's Whine
16. US RAILS - Ring A Big Bell / aus dem Album Southern Canon
17. HANK SHIZZOE - Hey Now Say Now / aus dem Album Live At The Blue Rose Christmas Party 2010



30.04.


TODD THIBAUD
Music Star
11 April 11


CD € 15,00
TODD THIBAUD hat vor wenigen Tagen seine Duo-Tour durch Deutschland beendet, wo er von seinem langjährigen Musiker-Kollegen und Freund Sean Staples begleitet worden war. Speziell für diese Tour hatten wir in Zusammenarbeit mit Todd eine Live-CD produziert, mitgeschnitten im Music Star in Norderstedt im April 2011, nachdem viele Besucher und Fans von ihm nach einer CD gefragt hatten, die eine Show von Thibaud/Staples enthält. 15 Stücke sind auf der nur auf der CD enthalten, darunter viele "Klassiker" wie "Johanna's Dreams", "The Right One", "Sweet Destiny", "Three Words" oder "Isn't Love My Friend?". Nachdem diese CD nur auf den Konzerten erhältlich war und noch einige Restbestände vorhanden sind, bieten wir das Album exklusiv über unseren Mailorder an, allerdings nur solange der Vorrat reicht.



29.04.

MAILORDER NEWS



DAVE ALVIN
Eleven Eleven
Expanded


3-CD+DVD
€ 28,90
NELS ANDREWS
Scrimshaw



CD € 14,90
PETER BRODERICK
http://www.
itstartshear.com


CD € 15,50
DAVE CARTER
Little Blue Egg



CD € 14,90
CROOKED STILL
Friends Of Fall



CD € 9,90
DR. DOG
Be The Void



CD € 15,90
DRY THE RIVER
Shallow Bed



CD € 13,90
2-LP € 25,90
DAVID FERGUSON
David Ferguson



CD € 12,90

RACHEL HARRINGTON
The Knock Outs



CD € 14,90
GORDON LIGHTFOOT
All Live



CD € 17,90
DREW NELSON
Tilt-A-Whirl



CD € 17,90
NEW RIDERS OF
THE PURPLE SAGE
17 Pine Avenue


CD € 15,90
KELLY PARDEKOOPER
Yonder



CD € 14,90
PUNCH BROTHERS
Who's Feeling
Young Now?


CD € 14,90
JUSTIN ROBINSON
& THE MARY ANNETTES
Bones For Tinder


CD € 13,90

MO ROBSON BAND
Can't Afford The Luck



CD € 14,90
THE SHINS
Port Of Morrow



CD € 14,90
LP € 19,90
CHIP TAYLOR & THE
NEW UKRAINIANS
F**k The Perfect People


CD € 15,90
MARTIN ZELLAR
& THE HARDWAYS
Roosters Crow


CD € 14,90


WEITERE NEUZUGÄNGE WOCHE 16+17/2012

JOE BONAMASSA
Beacon Theatre:
Live From New York


2-DVD € 17,90
Blu-ray € 17,90
BILLY BRAGG
& WILCO
Mermaid Avenue


3-CD+DVD
€ 28,90
DELTA MOON
Black Cat Oil



CD € 16,90
GRATEFUL DEAD
The Very Best Of



2-LP € 37,90
PETER HAMMILL
Consequences



CD € 15,90
WARREN HAYNES
Live At The
Moody Theater


2-CD+DVD € 16,90
GARLAND JEFFREYS
The King Of
In Between


CD € 15,90
SETH LAKEMAN
Tales From The
Barrel House


CD € 15,90

MOTHER'S FINEST
Live At Rockpalast



2-CD € 14,90
DVD € 16,90
ANDERS OSBORNE
Black Eye Galaxy



CD € 15,90
WALTER TROUT
Blues For The
Modern Daze


CD € 15,90
Ltd.CD € 15,90
2-LP € 17,90
LOUDON WAINWRIGHT III
Older Than My
Old Man Now


CD € 15,90
RUFUS WAINWRIGHT
Out Of The Game



CD € 13,90
CD+DVD € 18,50
JACK WHITE
Blunderbuss



CD € 13,90
WOVENHAND
Live At Roepaen



CD+DVD € 16,90
2-LP+DVD € 24,90

SPECIAL OFFERS

GRAYSON CAPPS
Wail & Ride



CD € 8,90
LOS LOBOS
Tin Can Trust



CD € 7,90
TRAVELING WILBURYS
Collection



2CD+DVD € 15,90
VARIOUS ARTISTS
Por Vida - Tribute
To A. Escovedo


2-CD € 6,90
VARIOUS ARTISTS
Enjoy Every Sandwich
Songs Of Warren Zevon


CD € 6,90
ausverkauft!
NEIL YOUNG
Live Massey Hall



CD+DVD € 9,50



29.04.

Welcome to Blue Rose:
DREW LANDRY



DREW LANDRY
Sharecropper's Whine


CD € 9,50
2-LP € 27,90
"Tellin' my stories, playin' my songs". DREW LANDRY gilt als eines der größten Singer/Songwriter-Talente der Americana-Szene… in seiner Heimat im Südwesten Louisianas. Aber der gestandene Mittdreißiger ist dort so sehr verwurzelt, seine vielen Aktivitäten sind so eng mit der Region verknüpft, dass ihn über die Landesgrenzen hinaus noch kaum jemand kennt. Eine 10-teilige Filmserie, die auch auf YouTube kursiert, hat ihm viele neue Anhänger verschafft, durch die Veröffentlichung seines dritten Albums Sharecropper's Whine bei Blue Rose Records erhält er nun auch die Chance, eine internationale Karriere auf der EuroAmericana-Schiene zu starten. Dieses rundum überzeugende, fantastische Werk beweist, welches Potenzial er zu bieten hat und dass er mit seiner charakterstarken Art haargenau zum musikalischen Roots-Zentrum des Labels passt!

Drew Landrys musikalische Laufbahn begann in 2003 während einer Scott Biram/Hank III Tour. Er arbeitete als Roadie für den Enkel von Hank Williams, als der ihn ermutigte, eine seiner Shows mit einem eigenen Programm zu eröffnen. Seitdem stand Landry u.a. mit Stars wie Billy Joe Shaver, David Allen Coe, Charlie Louvin, Dwight Yoakam, Johnny Winter und Cross Canadian Ragweed auf derselben Bühne. In 2004 veröffentlichte er sein Debüt Keep What's Left, eine 17 Track-Kopplung mit "Field Recordings für das 21. Jahrhundert" - eine sehr archaische Mischung aus Country Blues, Honky Tonk und Cajun Folk im Wissen um seine Vorbilder Jimmie Rodgers, Leadbelly und Woody Guthrie. Danach arbeitete er an einem nächsten Album, das deutlich bandmäßiger und southern-rockiger werden sollte. Jedoch machten ihm finanzielle Probleme und Katastrophen wie Hurricane Katrina einen dicken Strich durch seine Veröffentlichungsrechnung. Erst im Frühjahr 2006 erschien in abgespeckter Fassung Tailgaten Relief And Hurricane Companion von Drew Landry And The Dirty Cajuns. Mit 'Category 5' enthielt die EP einen Schlüsselsong zur desolaten Situation in Louisiana nach Katrina: "maybe next time all the old and sick and poor won't have to die". Ja, Landrys Texte stecken voller poetischer Kraft einerseits, bringen seine Anliegen und Befindlichkeiten andererseits gnadenlos auf den Punkt!

Drew Landry sieht sich nicht nur als Musiker, sondern engagiert sich sozial, vertritt bedingungslos seine Meinung, die Sorgen seiner Mitbürger, den Schutz seiner Umwelt. Und scheut keine Mühen und Hindernisse, um seinem Protest über die von Menschen hausgemachten Tragödien an geeigneter Stelle Ausdruck zu verleihen. Schlicht spektakulär und ohne Parallele zeigt ein Videomitschnitt im Internet, wie er im Sommer 2010 nach der Havarie der Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko vor dem Presidential Oil Spill-Kommittee ein beeindruckendes Statement abgibt über das, was seine Leute dort bewegt und wie sehr sie ihre Existenzen gefährdet sehen. Er packt seine Gitarre aus und trägt den anklagenden 'BP Blues' vor. Herrlich entlarvend, wie die Damen und Herren Politiker sich danach völlig verunsichert in Worthülsen flüchten… Das ist nur ein Beispiel für den Aktivisten Drew Landry. Als gelegentlicher Fischer und Landschaftsarbeiter fühlt er sich der Natur stark verbunden, das Verhältnis von Umwelt, Mensch und Arbeit muss passen. So ist er fest integriert in der Cajun Culture und gilt als musikalisches Sprachrohr der Crawfisher. Wann immer es möglich ist, beteiligt er sich an Aktionen im Atchafalaya Delta: Müll wegräumen, Bäume pflanzen, gegen Zypressenfällung protestieren, als Journalist über lokale Belange berichten, etc.

Trotz alledem hat Drew Landry in 2008 CD #3 fertiggestellt, Sharecropper's Whine. Ein Album mit Vorgeschichte. Denn zunächst gab es kein größeres Interesse, erst der mittlerweile oberkultige 'BP Blues' verlieh ihm neuen Schwung. Das Stück wurde von Warner Brothers für eine Charity Single erworben, Landry arbeitete daraufhin mit Dr. John und anderen an der Deepwater Memorial EP, geriet in das von New Orleans-Ikone Bobby Charles inspirierte 'Solution To Pollution'-Projekt. Plötzlich also mittendrin im ambitionierten Americana-Geschehen, erinnerte man sich in 2011 wieder an Sharecropper's Whine, Landry fügte drei neue Bonus Tracks hinzu und brachte die CD offiziell selber heraus. Blue Rose hat diese letzte Version nun lizensiert und mit einem eigenen, dicken Booklet versehen, in dem neben den Recording-Angaben erstmalig alle Landry-Texte nachzulesen sind.

Und das ist nicht unwichtig. Selbst für eingefleischte Kenner des sogenannten Southern Drawls dürfte Landrys spezielle Reibeisenstimme zu einer echten Herausforderung werden, die es schwierig macht, all die Metaphern, Fachausdrücke und Name Droppings in seinen Lyrics zu erkennen. Transportiert werden diese meist sehr eindringlichen, gesellschaftskritischen und mit teils sarkastischen bis anprangernden Zeilen versehenen Texte in Form einer typisch südstaatlichen Musikmixtur aus Singer/Songwriter Folk, Roots Rock, Folk Blues und Southern Rock mit einer feinen Prise Cajun. Die Arrangements sind durchweg vielfältig und abwechslungsreich. So basieren alle Songs zunächst auf Landrys Gesang und seiner Akustikgitarre, werden dann je nach Stimmung mal nur mit einer Mandoline auf dem Opener 'Strength Of A Song', mit Mundharmonika auf dem Antikriegslied 'Over There', mit Fiddle beim Umweltprotest von '3rd World Country Blues' oder mit heulender Pedal Steel bei der kolossalen, bittersüßen Generalabrechnung mit dem amerikanischen Traum in 'Last Man Standin' ergänzt - laut Kris Kristofferson übrigens "die beste Zustandsbeschreibung in einem Folk Song seit 30 Jahren".

Die Mehrzahl der 17 Tracks (mit einer Gesamtspielzeit von 75 Minuten!) kommt semiakustisch/elektrisch mit Rhythm Section, Electric Slide und/oder Lead Guitar, dazu manchmal mit Banjo, Mandoline, Geige, Akkordion oder Klavier. Zu dieser Fraktion gehören der wunderbar holpernde, an Levon Helm/The Band erinnernde Titelsong, das 7:24 lange 'Jouvenile Delinquent', das ganz im Stil von Kevn Kinney/Drivin' N Cryin' loskracht, der Slide Guitar Rock'n Roll von 'Lap Of Luxury' frei nach John Hiatt w/Sonny Landreth, das autobiografische 'Out West' mit durchdringender Blues Harp und mächtig abrockenden Twin Lead Electric Guitars in allerfeinster Southern Rock-Kultur oder das böse, zynische 'Conspiracy Theory', das in den USA allein für den "not suitable for radio play"-Sticker sorgt!

Insgesamt sind etwa 25 Musiker aus South Louisiana und East Texas beteiligt, darunter auch etliche bekannte wie Jason Meaux, Sam Broussard, Richard Comeaux, Jonno Frishberg und Andrew Duplantis (von Coteau, Zachary Richard, Cajun All Stars, Lil' Band Of Gold, Michael Doucet & Cajun Brew, Son Volt) sowie Freunde von Mamou, Ossun Express und Red Stick Ramblers.

Mit Sharecropper's Whine hat sich Drew Landry eindrucksvoll in die Galariege besonderer Singer/Songwriter katapultiert. Vergleiche zu solch hochkarätigen Kollegen wie Calvin Russell, John Hiatt, David Munyon, Chris Knight, John Mellencamp und Malcolm Holcombe liegen auf der Hand, zu Dylan, Springsteen und Van Zandt sind sie gerne gestattet!

Sharecropper's Whine ist ab sofort über unseren Mailorder, ab 25. Mai auch im regulären Handel erhältlich. Dieses Album wird europaweit zum Newcomer Price angeboten werden und sollte überall unter 10 Euro erhältlich sein. Wenn nicht, bitte uns eine kurze Notiz zukommen lassen.



23.04.

Am Montag, den 16. April, lief beim Internetradio www.rockradio.de die April-Ausgabe der BLUE ROSE RADIO SHOW mit Blue Rose-Labelmacher und Hobby-DJ Edgar Heckmann sowie seinem wiederholten Studiogast Thomas Dewers, seines Zeichens verantwortlich für die Chill @ Blue Rose-Abteilung bei den Blauen Rosen.

Beide stellten in den 2 Stunden (naja, genau genommen waren es 15 Minuten länger) zahlreiche Neuheiten des Labels sowie viele weitere interessante neue Entdeckungen aus dem Americana- und Rootsrock-Bereich vor.

Wer die Sendung verpasst haben sollte, kann sie jetzt im Archiv nachzuhören. Dazu bitte auf den blauen PLAY-Button rechts klicken. Eine Playlist der Sendung haben wir auch - und zwar hier.



22.04.


WRINKLE NECK MULES
Apprentice To Ghosts


CD € 13,90
2-LP € 24,90
Deutlich rockiger und druckvoller, mehr elektrische Gitarren als Banjo, weniger Heuschober-Flair als die große Festival-Bühne. Auf diese kurze, plakative Formel lässt sich die jüngste Entwicklung der famosen Alt.Country Rocker WRINKLE NECK MULES bringen, nachdem man nur die ersten Stücke ihres brandneuen Albums Apprentice To Ghosts gehört hat. Das Quintett aus Richmond, Virginia begeistert aber nicht nur mit Lautstärke und Vehemenz, sondern hat auch sonst wieder sehr viel zu bieten auf der countryfizierten Rock-Seite unter dem ewig weiten (Alt.)Americana-Firmament. Mit der dritten CD in Folge auf Blue Rose erweisen sich die Mules als eine beachtliche Größe, mit der immer stärker gerechnet werden muss!

Vor ein paar Jahren erschien uns diese Band wie ein wahr gewordener Traum von der perfekten Synthese zwischen klassischem früh70er Country Rock und dem was heute gerne als Alt.Country, No Depression Music und Americana angeboten wird! Eine Band, die den Beweis antritt, dass stilistisch konventionelle Musik nicht von vorgestern klingen muss und dass die aktuelle, junge Szene ohne die alten Vorlagen hoffnungslos verloren wäre. Eine Band, die nicht polarisiert, sondern College Kids, Cosmic Cowboys und biertrinkendes Country-Volk zusammenführt, die unterschiedlichste Altersgruppen für sich vereinnahmen kann und die von Platte zu Platte immer besser wird. Und erfolgreicher. The Mules rule!

Erste Spuren lassen sich bis 2000 zurückverfolgen, als ein paar Freunde zwischen Charlottesville und Richmond entlang der Interstate 61 begannen, Gitarren, Banjos, Mandolinen und Pedal Steels mit Bass und Drums zu unterstützen und jenen typischen, vom Bluegrass inspirierten, mehrstimmigen Harmoniegesang zu entwickeln. Das 2003er Debütalbum Minor Enough zeugte bereits von früher Klasse und erstaunlicher Professionalität. In den Jahren 2004/05 konsolidierten die Wrinkle Neck Mules ihr Line-up, tourten regelmäßig nicht nur in den Staaten des Südostens, sondern von Kalifornien bis nach Holland und Schottland, erspielten sich eine stetig wachsende Fangemeinde und veröffentlichten mit Unterstützung des renommierten Produzenten Chris Kress (Dave Matthews Band) das deutlich gereifte Studioalbum Pull The Brake in 2006. Wahren Kultstatus, besonders bei der Independent-Fraktion im Netz, erlangte dabei der Track 'Lowlight' wegen des Duetts mit Bonnie "Prince" Billy (aka Will Oldham).

Ab 2007 wurden die Wrinkle Neck Mules ein kapitaler Blue Rose-Baustein mit Dauerwirkung! Zunächst erschien The Wicks Have Met und katapultierte sie endgültig in die Alt.Country Rock-Champions League. Mit der ausgesprochenen Vielseitigkeit von gleich zwei bis drei Leadsängern, einer ausgewogenen Mischung aus elektrischen und akustischen Instrumenten inkl. Pedal Steel, Banjo und Mandoline und einem absolut erstklassigen Material in einer Bandbreite von Poco bis Son Volt, von Ozark Mountain Daredevils bis Drive-By Truckers, von Nitty Gritty Dirt Band bis Long Ryders blühten sie auf zu einer Genre-Referenzband mit höchstem Gütesiegel! Im Herbst 2009 folgte dann Let The Lead Fly, ein in allen Belangen mehr als würdiger Nachfolger - Bestnoten der einschlägigen Kritiker und hohe Notierungen in den Americana Charts dieser Welt waren mit diesem Album garantiert!

Personell ist die Gruppe ziemlich stabil geblieben. Die Gründungsmitglieder Chase Heard (Gitarren, Banjo), Andy Stepanian (Gitarren, Keyboards) und Mason Brent (Gitarren, Mandoline, Pedal Steel) sind auch die kreativen Köpfe, hauptverantwortlich fürs Songwriting, die vielen instrumentellen Finessen und die drei abwechselnden Leadstimmen, wobei Stepanian mit seiner kratzigen Kehle (etwa zwischen Steve Earle und Brent Best von Slobberbone) heraussticht und so etwas wie der Gleichere unter Gleichen im Team zu sein scheint. Die Rhythm Section mit Bassist Brian Gregory und Schlagzeuger Stuart Gunter komplettiert die bewährte Quintettformation und fügt sich dazu öfter in den ausgefeilten mehrstimmigen Harmoniegesang ein. Für die Produktion von Apprentice To Ghosts haben die Wrinkle Neck Mules ihre klammen finanziellen Verhältnisse ins Positive verkehrt und aus der Not eine Tugend gemacht: 11 von den 12 Tracks wurden in einem kleinen Studio in Ruckersville, Virginia an nur 5 Tagen praktisch "live" aufgenommen, unter weitgehendem Verzicht auf Overdubs oder andere soundtechnische Feinheiten. Klar, dass dabei - wie immer zuletzt - der befreundete Chris Kress an den Maschinen und Reglern saß, auch für den rauen Final Mix verantwortlich war. So klingt das Album sehr spontan, ungehobelt und direkt, oder wie die Amerikaner gerne sagen: straight in your face!

Von Beginn an, also mit dem langsam dräuenden, rumpeligen 'When The Wheels Touch Down' startend, sind diese live-mäßigen Bedingungen fast körperlich zu spüren. Auch über die folgenden Titel - das schnellere, an die Meat Puppets erinnernde 'Stone Above Your Head', 'On Wounded Knee' in einem Mix aus Crazy Horse, Richmond Fontaine und Bottle Rockets, der Titelsong mit fast qualvoll heulender Pedal Steel und schleppendem Son Volt-Beat und 'Patience In The Shadow' in lauter Go To Blazes-Garagenkultur - legt sich eine Klangatmosphäre wie aus der guten, alten No Depression-Aufbruchszeit! 'Double Blade' läutet dann eine zweite Hälfte ein, die auch wegen des vermehrten Einsatzes der Pedal Steel wieder stärker vom Country Rock geprägt ist. 'Parting Of The Clouds' wird von einer offensiven Rock-Mandoline geführt, während 'Leaving Chattanooga' mit seinem quirligen Banjo-Picking, dem mehrstimmigen Chorgesang und einer Steve Earle-haften Erzählweise dem alt.folkigen Singer/Songwriter-Charakter früherer WNM-Alben am nächsten kommt. 'Liberty Bell' zieht sich über fünf Minuten zeitlupenhaft bedächtig dahin, vermutlich genauso wie die zerstörte Beziehung, der hier nachgetrauert wird, 'Banks Of The James' wächst durch den episch breiten, pedalsteel-getränkten Chorus zu einer regelrechten Hymne.

Da mag ein wenig Auflockerung durch das munter rollende, mit schrägem Twang-Solo und noch schrägerer Steel-Einlage veredelte 'Central Daylight Time' gerade recht kommen - so als wären die seligen Beat Farmers wiedergeboren. Zum Abschluss lassen die Mules es nochmal richtig krachen, ziehen auf 'Dry Your Eyes' alle Register ihrer elektrischen Alt.Country Rock-Kunst und hypnotisieren uns mit dem Refrain als Endlosschleife: "The time has come to blow out the candles, pardon me if I was confused, dry your eyes and never grow old, there's no need to stoke up the fire, it's warm enough when you breathe". Was für ein mächtiger Schlusspunkt eines begeisternden Albums!

Apprentice To Ghosts ist ab sofort über unseren Webshop sowie ab 27. April auch im regulären Handel erhältlich.



22.04.

Welcome to Blue Rose:
I SEE HAWKS IN L.A.



I SEE HAWKS IN L.A.
New Kind Of Lonely


CD € 13,90
2-LP+CD
€ 26,90
I SEE HAWKS IN L.A. - die Band mit dem seltsamen, aber sehr prägnanten Namen gehört zu den allerbesten der jüngeren Country Rock-Bewegung an der amerikanischen Westküste und hat nach Jahren des Wirkens nun endlich mit ihrer neuesten Produktion den längst überfälligen Weg auf das deutsche Blue Rose-Label gefunden. New Kind Of Lonely heißt ihre aktuelle, insgesamt bereits 6. CD; etwas anders als zuvor haben wir es dabei mit einer ausdrücklich akustisch arrangierten Musik zu tun: subtil, differenziert, entspannt, gut abgehangen, manchmal introvertiert, immer unendlich friedlich, dabei in den Lyrics eher nachdenklich und düster, alles überzogen mit dem Hauch des Besonderen. Früher hätte man sicher noch "kosmisch" hinzugefügt, und ganz früher "hippiesk".

Cosmic Cowboy Americana, Honky Tonk Psychedelia, Alt.Country Rock, Paisley Hillbilly... - die Beschreibungen variieren, gemeint ist immer dasselbe: die Adaption von zeitlosem Country Rock fürs neue Millenium auf Basis von Pionieren wie Gram Parsons, Flying Burrito Brothers, Buffalo Springfield, New Riders Of The Purple Sage, Dillard & Clark Expedition usw. Besonders im Großraum Los Angeles hat sich dafür eine Szene etabliert, zu der u.v.a. Old 97s, Snakehandlers, Psychedelic Cowboys, Idaho Falls, Rick Shea, honeyhoney, Jonny Kaplan, Goin' South Band und Tony Gilkyson gehören; und I See Hawks In L.A., die in allen Belangen beste und interessanteste Band! 1999 trafen sich die beiden Sänger, Autoren und Gitarristen Rob Waller und Paul Lacques bei einer Exkursion in die Mojave Wüste und begannen ihre Arbeit an ersten Songs. Professionelle Hilfe erhielten sie vom bekannten Bassisten/Arrangeur David Jackson (Emmylou Harris, Peter Case, Dave Alvin) und Fiddler Brantley Kearns (David Bromberg, Dwight Yoakam). Ein erstes Ergebnis (I See Hawks In L.A.) kam 2001 unter großem Zuspruch heraus - wegen dieser eigenwilligen Synthese aus erfrischendem Country Rock und engagierten Lyrics, die ungewöhnlich ironisch, gesellschaftsbeobachtend und politisch sein können, eine originäre, moderne poetische Kraft ausstrahlen.

Grapevine bringt 2004 den Durchbruch, die Band heimst erste Awards ein und beginnt national zu touren. Mit Paul Marshall (Strawberry Alarm Clock, Hank Thompson, Rose Maddox) am Bass und Drummer Shawn Nourse (Dwight Yoakam, James Intveld) bekommt sie eine neue, erfahrene Rhythm Section. California Country ist in 2006 eine weitere, kaum für möglich gehaltene Steigerung. In allen relevanten Americana & Alt.Country Charts belegen ISHILA vordere Plätze und begeistern jetzt auch ihre Fans in Europa mit umjubelten Konzerten. Eine namhafte Riege von Studiogästen (inkl. Rick Shea und Chris Hillman) zeugt vom gewachsenen Stellenwert. 2008 erscheint ihr stilistisch offenstes Album Hallowed Ground. Neben dem typischen 70er Hippie Honky Tonk der Marke Burritos/New Riders hören wir Irish Folk, Willie & Waylon-style Outlaw Country, Folk Rock, Chicano Roots Pop und sogar elektrischen Southern Boogie. Für 2010 stellt das American Beat Label einen dieser "gemeinen" Sampler zusammen, den man trotzdem braucht, obwohl man eigentlich alles besitzt - Shoulda Been Gold lautet treffsicher der ironische Titel. Allein 7 der 17 Tracks des bis zum Rand vollgepackten Albums sind neu bzw. unveröffentlicht!

Und nun kommt mit New Kind Of Lonely wieder ein absoluter Volltreffer auf den Markt! Es ist zum ersten Mal eine rein "akustische" Produktion geworden, vielleicht auch aus der Ver-/Gelegenheit heraus, dass der langjährige Drummer Shawn Nourse die Band vor kurzem verlassen hat. Rob Waller, Paul Lacques und Paul Marshall sitzen im Studio um historisch anmutende Mikrofone herum, spielen live, Waller singt - ja, und er singt einfach großartig, trifft den Nerv eines John Stewart, eines Peter Rowan oder gar eines Gene Clark. Mitunter kommen ein paar Freunde hinzu: Fiddler Gabe Witcher (Punch Brothers, Chris Hillman/Herb Pedersen), Banjopicker Cliff Wagner (Old No.7), Akkordionist Richie Lawrence, Drummer Dave Raven (Neal Casal, Michelle Shocked, Anne McCue) an der Snare. Später werden nur noch die dreistimmigen, westcoast-sehnsüchtigen Harmony Vocals hinzugefügt und ein bisschen Dobro hier und da - fertig ist eine runde, mit 13 herrlich lässigen Nummern prall gefüllte CD in einem traumhaften Sound, der so analog-atmosphärisch aus den Boxen läuft, wie man es diesem Medium eigentlich gar nicht zutraut.

Aber letztlich zählen die Songs, die alles erst möglich machen. Und so sind ISHILA eben auch eine ausgemachte Songschreiber-Band mit gereifter Poetry, unendlichem Wortwitz und scharfer Beobachtungsgabe für die Dinge, die um uns herum passieren. Sämtliche Stücke stammen von Rob Waller und Paul Lacques, oft im Team mit Paul Marshall. Neben den gewohnten, stets leicht sehnsüchtigen, sentimentalen Inhalten über Freundschaften, Umwelt, Nachbarn, Erinnerungen an vergangene Illusionen und feinsinnig beschriebene soziale Entwicklungen ziehen sich diesmal auffallend düstere Themen wie Tod, Verlust und Selbstzerstörung praktisch durch das gesamte Album - oft mit völlig gegensätzlicher Musik verknüpft. So erzählt z.B. das beschwingte, in bester New Riders-Manier galoppierende 'Big Old Hypodermic Needle' auf beklemmend prosaische Art von zwei Schwestern, die auf ihrer Reise zum goldenen Schuss nichts mehr aufhalten kann; 'The Spirit Of Death' handelt (ähnlich wie jüngst Dave Alvin's 'Black Rose Of Texas') vom Freitod der befreundeten Geigerin Amy Farris und endet mit einem wahren Teufelstanz auf ihrem Grab in Gestalt eines furiosen Fiddle-Fanals von Gabe Witcher; 'Hunger Mountain Breakdown' ist reinster Bluegrass mit exzeptionellen Banjo-, Fiddle- und Dobro-Soli, allein die Suizid-Sehnsucht des Protagonisten in wunderschönster Berglandschaft ist Sarkasmus pur; und auch die Folk-Ballade 'Your Love Is Going To Kill Me', gespickt mit erstklassigem Acoustic Guitar Picking und einem Grateful Dead-Verweis, ist vermutlich leider ernst zu nehmen!

Ja, ständig werden bei ISHILA solche kleinen Anspielungen, musikalischen Zitate, geografischen Bezüge und versteckten Metaphern wie kleine Geheimnisse oder Ratespiele für Insider geschickt eingebaut. 'Highland Park Serenade' berichtet von dem trendigen, pittoresken Distrikt in L.A., in dem die alte, gewachsene Latino-Struktur langsam verfällt und von der neuen Hipster-Generation mit ihren schicken Läden aufgebrochen wird. Klar, wem die Sympathien der Hawks gelten, spätestens wenn sie gemeinsam in den tränenrührenden Norteno-Refrain einstimmen... Und eine der schönsten Liebeserklärungen an frühere Zeiten und die größte Band überhaupt ist auch drauf: 'I Fell In Love With The Grateful Dead', nichts weniger als eine späte Hippie-Hymne im besten New Riders Of The Purple Sage-Stil und mit einem augenzwinkernden Exkurs zu 'Eyes Of The World'!

New Kind Of Lonely ist ab sofort über unseren Mailorder, ab 27. April auch im regulären Handel erhältlich.



07.04.

MAILORDER NEWS




03.04.

MAILORDER NEWS


BAND OF HEATHENS
Double Down
(Giant Box)


2CD+2DVD+5LP
€ 129,00
BAND OF HEATHENS-Fans aufgepasst!

Wenn die jüngst veröffentlichten 2 CD- und 2 DVD-Sets The Double Down - Live In Denver das ultimate Live-Package der Band sind, wie soll man dann das anders bezeichnen als GIANT BOX, die wir ab sofort und weltweit nur über unsere Website in einer extrem kleinen Auflage von gerade einmal 20 (!) Exemplaren anbieten:

die BAND OF HEATHENS DOUBLE DOWN GIANT BOX enthält folgende Teile:
- beide Double Down-CD+DVD-Sets
- Downloadcode für 9 Bonus-Stücke der Shows
- 5 Vinyl-LPs mit den 24 Songs der beiden Double Down-CDs sowie die 9 nur als Download erhältlichen Bonus-Stücke plus eine Vinyl-10"-LP (clear Vinyl) mit den beiden DVD-Only-Nummern "Hey Rider" und "Wilson & Otis" - Gesamtspielzeit der 6 LPs ca. 217 Minuten!
- Double Down T-Shirt (Farbe grau) in wahlweise Größe L und XL (bei der Bestellung bitte angeben)
- Double Down Tote Bag (Stoff-Tragetasche)
- Double Down Koozie (Getränkekühler)
- Double Down Sticker
- Double Down Pin

Dieses Angebot gibt es nur bei uns. 20 Exemplare, handnummeriert in einer speziellen Kartonverpackung. Wäre ja möglicherweise noch ein passendes Ostergeschenk...
(Diese Box ist übrigens von unserer 15% Osteraktion ausgeschlossen!).



24.03.

Welcome to Blue Rose:
THE REFUGEES



THE REFUGEES
Three


CD € 13,90
Wenn alles optimal zusammenpasst, dann ergibt das Ganze mehr als die Summe seiner Einzelteile. Diese Weisheit gilt unbedingt auch für die REFUGEES, diesem exquisiten Americana-Frauentrio aus den USA, das derzeit mit seinem zweiten Album Three aufwartet. Der Titel steht dabei für die drei namhaften Musikerinnen, allesamt würdevoll gereifte Frauen in der Blüte ihres Schaffens und jede für sich mit einer interessanten Künstlerbiografie ausgestattet: Cindy Bullens, Deborah Holland und Wendy Waldman. Gemeinsam ergeben THE REFUGEES eine erstklassige Kombination aus profundem Songwriting, unverwechselbaren Stimmen und brillanter Musikalität.

Seit 2007 pflegen die drei Protagonistinnen aus Südkalifornien mehr oder weniger regelmäßig ihre kollektive Leidenschaft als REFUGEES, im Januar 2009 debütierten sie mit der CD Unbound und erhielten begeisterte Reviews in den einschlägigen Medien und allerorten viel Aufmerksamkeit und Anerkennung. Denn alle Drei sind wahrlich keine Unbekannten! Cindy Bullens ist sicher diejenige, die man dem informierten Blue Rose-Fan am wenigsten beschreiben muss - seit vielen Jahren zählt sie treu zum Stamm des Labels, ihre Alben Neverland, Dream #29 und - das jüngste - Howling Trains And Barking Dogs von Anfang 2011 gehören fest zum Americana-Referenzprogramm der Blue Rose-Marke. Bereits Mitte der 70er begann sie in Los Angeles eine Karriere als Backingsängerin auf Produktionen für Don Everly, Gene Clark, Rod Stewart, Bryan Adams, den Soundtrack Grease, Bob Dylan's Rolling Thunder Revue und für Elton John, der so von ihrem Können überzeugt war, dass er sie für seine Touring Band verpflichtete. Heute steht die zwischen Kalifornien und ihrem zweiten Wohnsitz Nashville pendelnde Cindy Bullens für melodischen Americana Rock, gitarrenlastige Midtempo-Songs und unter die Haut gehende Roots-Balladen der Extraklasse.

Deborah Holland ist bei diesem Trio die Musikerin mit der vielschichtigsten Vergangenheit und der etwas exaltierten Stimme. Von 1989-91 war sie die Frontfrau bei der experimentellen Rock Band Animal Logic, einer wahren Supergroup mit dem berühmten Jazz Rock-Bassisten Stanley Clarke (Return To Forever) und Drummer Stewart Copeland von The Police. In ihrer Sololaufbahn danach veröffentlichte sie vier Critics' Darling-Alben zwischen Folk, Pop, Rock, Blues, Jazz und Electronic Music - oft themenbewusst und in ihren Texten humorvoll, ironisch, politisch, in jedem Fall sehr entertaining! Auch die Dritte im Bunde ist ein absoluter Big Name: Wendy Waldman gehörte Anfang der 70er zusammen mit Andrew Gold, Kenny Edwards und Karla Bonoff jener sagenumwobenen "L.A. Mafia"-Band Bryndle an, die die meisten nur als Phantom kannten, Veröffentlichungen kamen erst Jahrzehnte später heraus. Dafür begeisterte Waldman zwischen 1973 und 82 mit 6 klassischen Westcoast/Songwriter/Pop-Perlen im Dunstkreis von Linda Ronstadt, Karla Bonoff, Maria Muldaur, Jackson Browne, Warren Zevon et al, bevor sie Ende der 80er nach Nashville zog, um sich dort als erfolgreiche Produzentin und Hitlieferantin für Country und Pop (Highway 101, Southern Pacific, Nitty Gritty Dirt Band, New Grass Revival, John Cowan, Suzy Boguss) ein neues Standbein aufzubauen.

Wie schon auf dem komplett alleine gesungenen und gespielten Debüt Unbound überraschen die drei Frauen auch auf Three wieder mit erstaunlich profundem Können an den verschiedensten Instrumenten: Cindy Bullens spielt elektrische und akustische Gitarren sowie Mandoline, bläst die bluesige Mundharmonika; Deborah Holland ist durchweg als Bassistin aktiv und hin und wieder am Klavier oder mit Akkordion zu hören; Wendy Waldman spielt weitere Gitarren und ist für die Soli auf dem Dobro zuständig. Unterstützung erhalten sie jetzt aber einige Male von dem berühmten Sam Bush an der Geige und von Drummer Scott Babcock (Victoria Williams, Marvin Etzioni, Bryndle, Grant-Lee Phillips) sogar auf den meisten Tracks.

Aber nicht nur durch das Schlagzeug klingt Three voller, kräftiger, rhythmischer, rootsiger und rockiger als der Vorgänger, der in Teilen noch etwas schnell zusammengebastelt schien. Die Band ist in der ganzen Zeit einfach noch enger miteinander verwachsen, das blinde Verständnis füreinander offenkundig. So sind allein 5 der 11 Tracks als Kompositionen im Dreierbund entstanden. Dabei setzt der locker groovende Opener 'Catch Me If You Can' mit seinen wechselnden Lead Vocals und den anspruchsvollen, an Crosby, Stills & Nash erinnernden Harmonien geich ganz hohe Maßstäbe! 'I Don't Care At All' hört sich wie ein vergessener Westcoast-Hit von 1975 an, das anschließende '5th Of July' besticht mit dezent aufgebauten Arrangements und geradezu beseeltem Dreistimmenchor. 'Rosalinda' ist flotter Folk Rock mit feiner Bluegrass-Note, Mandoline im Vordergrund und wieder sehr komplexen Gesangssätzen, 'Every Body And Soul' entlässt das Album mit Blues Harp, tiefem Bass, prägnantem Drumming, klirrender Mandoline und gospeligem Chor in sumpfig-schwüle Südstaatengefilde.

Aber zwischen diesen neuen Team-Hits müssen sich die individuellen Songbeiträge sicher nicht verstecken: z.B. der hyperschnelle, von Fiddle, Mandoline, Bass und Drums vorwärtsgetriebene Bluegrass Rock von Wendy Waldman's 'Can't Stop Now' oder ihre Mountain Folk-atmosphärische Neufassung des Traditionals 'Green Rocky Road', das sie selber bereits vor über 30 Jahren gesungen hat und das in der edlen Fassung von Kate & Anna McGarrigle eigentlich unantastbar schien... Die beiden Songs von Deborah Holland erweisen sich als regelrechte Ohrwurmkracher: 'Chain Stores, Malls And Restaurants' besitzt einen geradezu unverschämt eingängigen Refrain, der förmlich zum Mitsingen zwingt. 'My Favorite Joe' von ihrem 94er Debüt 'Freudian Slip' kommt im aktualisierten Americana-Arrangement und lässt sehnsüchtige Erinnerungen an Linda Ronstadt aufziehen. Und Cindy Bullens? Ihre beiden Songs sind zwar bekannt von Dream #29, hören sich aber in der Refugees-Bearbeitung stark anders an: '7 Days' ist mit seinem tanzintensiven Shuffle Beat und den dominanten Fiddle/Accordion-Arrangements zu einem echten Cajun Stomper mutiert und 'January Sky' erfährt eine Neubelebung in rein akustischer Umgebung mit Gitarre, Akkordion, Mandoline und den vielleicht wunderschönsten Harmony Vocals des gesamten Albums.

In diesen wohlmeinenden Americana-Zeiten, in denen Frauenformationen wie Wailin' Jennys, Larkin Poe, Secret Sisters, Ollabelle, Trishas, Watson Twins, Po' Girl, Angel Band - und wie sie alle heißen - begeistert gehört werden und große Erfolge verbuchen können, sollten die REFUGEES dank ihrer enormen Rundum-Qualitäten ganz nach vorne aufrücken! Mit Three sind Bullens, Holland & Waldman dafür bestens gerüstet!

Three ist ab sofort über unseren Mailorder, ab 6. April auch im regulären Handel erhältlich.



... UND ENDGÜLTIG DIE LETZTEN EXEMPLARE

TOM PETTY & HEARTBREAKERS
Kiss My Amps Live


LP € 24,90



26.02.


SONS OF BILL
Sirens


CD € 13,90
LP € 15,90
Stichwort: Americana Rock. In einer Zeit, in der Grenzlinien zwischen klassischem Country Rock der 70er Jahre, Alt.Americana, 90s No Depression Sound etc. verblassen und das Country-Genre stärker in die allgemeine Rock & Pop Music Einzug hält, wird es für junge Bands immer schwieriger, sich mit originellen, identifikationsreichen und nachhaltigen Beiträgen über dem Durchschnitt zu behaupten. Die SONS OF BILL aus Charlottesville, Virginia gehören seit einigen Jahren zur absoluten Créme dieser Gattung und treten soeben einen weiteren Beweis dafür mit ihrem brandaktuellen Album Sirens in beeindruckender Weise an! Sie haben damit eine ganz seltene Serie geschaffen: Nach einem traumhaften Debüt brachten sie nicht nur Jahre später einen mindestens ebenbürtigen Nachfolger auf den Markt, sondern wiederholen dieses Spektakel nun gleich noch einmal! Sirens besitzt alles, was man sich als Fan angesichts der beiden Vorgänger wünschen durfte, und wird die Sons Of Bill zweifellos auf die Erfolgsspur katapultieren!

Nein, der Bandname entstammt nicht irgendeinem Lieblingswestern! In der Tat handelt es sich bei der Kreativabteilung des Quintetts um die drei Söhne eines gewissen Bill Wilson, selbst früher ein lokal anerkannter Musiker in Virginia. Es ist jetzt fast 6 Jahre her, als James, Sam und Abe Wilson zusammen mit Seth Green am Bass und Todd Wellons am Schlagzeug ihr erstaunliches Debütalbum A Far Cry From Freedom auf privater Ebene veröffentlichten. Man mochte kaum glauben, was da unter dem arg selbstgestrickten Booklet an reifer Musik zum Vorschein kam: nichts weniger als die perfekte Synthese von 70er Jahre Country Rock, 90er Gitarrenrock und Alt.Country der No Depression-Generation. In den Texten wurde alten Heroen wie der Nitty Gritty Dirt Band gehuldigt, das ländliche Small Town-Ambiente hofiert und über Menschen gesungen, die die Grenzen ihres Countys noch nie in ihrem Leben passiert hatten. Als Teenager hatte James Wilson zuvor seine Metal-Zeit durchlebt, um ab Mitte des letzten Jahrzehnts endgültig der Musik von Gram, Townes, Hank, Neil, Dwight & Co. zu erliegen. Schnell waren seine beiden Brüder motiviert, wurde die Rhythm Section dazu gecastet, erste Songs geschrieben, zusätzliche Coverversionen von Steve Earle, Tom Petty bis Drive-By Truckers für die Live Gigs einstudiert. Von Anfang an betonten sie klar das "Rock" in Country Rock und stiegen damit direkt in die höchste Liga zu Poco bis Reckless Kelly, der Dirt Band und Whiskeytown, den Long Ryders bis Son Volt auf.

Genau drei Jahre später traten die Sons Of Bill den Beweis an, dass A Far Cry From Freedom keine Eintagsfliege war. One Town Away hieß im Sommer 2009 ihr Zweitwerk, das noch richtig einen draufsetzte! Für dieses Album, das hier bei uns auf Blue Rose herauskam, hatte sich die Band (mit dem neuen Drummer Brian Caputo) nach Kalifornien unter die Fittiche von Luxusproduzent Jim Scott (Whiskeytown, Wilco, Tom Petty, Neal Casal, BoDeans) begeben, der ihnen seinen bewährten Analog-Gitarrensound verschrieben und die tollen Lead & Harmony Vocals der Wilsons extra herausgeputzt hat. Zusätzlich wurde für einige Nummern der berühmte Studiocrack Greg Leisz an Pedal & Lap Steel verpflichtet! Das ergab einen wahrhaft kosmischen Sound, bei dem allen Country Rock-Fans das Herz aufgegangen sein muss!

Und nun also Sirens. Fast hat es wieder drei Jahre gedauert, bis alle Aufnahmen im Kasten waren. Eine Band wie die Sons Of Bill kann es sich halt noch nicht leisten, allzu lange aufs Touren zu verzichten, das Geld muss stetig reinkommen und mit dem Kickstarter-Sponsoring allein kann man z.B. einen Produzenten wie Cracker-Boss David Lowery kaum bezahlen. Jawohl, die Wilson-Brüder, Seth Green und der zurückgekehrte erste Drummer Todd Wellons sind diesmal nicht in die Ferne gezogen, sondern nur ein paar Meilen nach Osten in die Nachbarstadt Richmond gefahren, um in Lowery's Profi-Heimstudio Sound Of Music den Großteil von Sirens einzuspielen und sich von ihm produzieren zu lassen. In jenem Studio also, in dem neben Cracker schon Acts wie Sparklehorse, Trailer Bride, Clem Snide, Kingsbury Manx, Lucero, Magnolia Electric Co. und Hotel Lights gearbeitet haben.

Von den ersten Akkorden des Openers 'Santa Ana Winds' an ist völlig klar, wohin die Reise geht: mit mehr Druck von der Rhythm Section, einem volleren Keyboards-Teppich und satter aufgenommenen Gitarren zu einem erheblich kompakteren, lauteren Gruppensound, in dem es schon verdammt starker Songs und charakteristischer Lead Vocals bedarf, um möglichst viele individuelle Akzente zu setzen. Und genau solch ein Material hat die Band zusammengetragen! Tastenmann Abe Wilson ist bei den Writer Credits so häufig wie noch nie vertreten, mit dem 7-minütigen 'Turn It Up' und dem folgenden 'The Tree', bei denen er übrigens auch als Leadsänger agiert, "gehört" ihm das Zentrum des Albums. Leadgitarrist Sam Wilson, der als einziger in 2008 nebenher eine Soloplatte (Green Gates) veröffentlicht hat, steuert seine üblichen zwei Songs bei, die beide herausragend sind und die er auch singt: 'Find My Way Back Home' als früher Ohrwurm im BoDeans-Stil und das atmosphärisch schöne, mit Pedal Steel und Mellotron von Alan Weatherhead (Cracker, Sparklehorse) veredelte 'Radio Can't Rewind'. Das Gros des Materials stammt natürlich wieder vom baumlangen Youngster und Frontman James Wilson. Er spielt Gitarre und singt mit dieser angerauten, kratzigen Nasalstimme, die mittlerweile zu einem echten Markenzeichen der Sons Of Bill geworden ist. Neben Hits wie 'Santa Ana Winds' und 'Siren Song', die schon fast R.E.M.-Charakter aufweisen, gehören der Rocker 'Life In Shambles' mit den Cracker-Gästen David Lowery & Johnny Hickman, das Springsteen-hafte 'Angry Eyes', das ruppige 'This Losing Fight' und die abschließende kongeniale Balladenhymne 'Virginia Calling' zu seinen Credits.

Sirens ist ab sofort über unseren Webshop sowie ab 23. März auch im regulären Handel erhältlich.



26.02.


RUTHIE FOSTER
Let It Burn


CD € 13,90
2-LP+CD
€ 26,90
Mit der Texanerin RUTHIE FOSTER stößt eine schillernde Ausnahmemusikerin von internationalem Rang zum Blue Rose Label und erweitert dort die Blues & Soul-Abteilung um ein regelrechtes Juwel: Let It Burn heißt das erstklassige Werk, es ist bereits Foster's 8. Album und in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes. Mit ihrer Wahnsinnsstimme und einem enorm breit gestreuten Programm zwischen Roots Rock, Blues, Gospel, Americana, Rhythm & Blues und Soul beweist die farbige Mittvierzigerin aus Austin einmal mehr ihre große Klasse!

Ruthie Foster ist durch und durch Texanerin, sie stammt aus dem kleinen, östlich von Austin gelegenen Provinzkaff Gause mit mehr Kirchen als Einwohnern und wuchs in einer Familie auf, in der alle sangen - egal ob in einer weißen oder schwarzen Baptistenkapelle oder in einer Methodistenkirche, manchmal an einem Sonntag gerne auch in allen dreien nacheinander! Um sich von ihren Geschwistern und ihrer stimmgewaltigen Mutter abzugrenzen, lernte Foster frühzeitig Instrumente zu spielen. So avancierte sie schnell zu einer kompetenten Gitarristin und Pianistin: Fertigkeiten, die sie später ausbaute und sowohl in Livekonzerten als auch bei Studioproduktionen häufig nutzte. Mit dem Erwachsenwerden ging es von den Kirchen in die Bars, meist nur ein paar Blocks die Straßen runter. Der Gospel mutierte zum Blues, später kamen Soul, Funk und Rock dazu, aber ihr Interesse galt auch immer schon dem klassischen Songwriting weißer Folk & Americana-Vorbilder. So coverte sie auf früheren Platten eben nicht nur Son House und Brownie McGhee, sondern auch Patty Griffin, Lucinda Williams und Terri Hendrix, feilte an ihrem eigenen Komponieren in Workshops beim Kerrville Folk Festival und behauptete sich im überregionalen Folk Circuit bis hinauf nach Kanada.

Ab Mitte der 90er nimmt Foster's Karriere Gestalt an, 1997 produziert sie ihr erstes Album Full Circle, 1999 folgt das demohafte Crossover, bevor sich der einflussreiche Multiinstrumentalist/Produzent Lloyd Maines zur 2002er CD Runaway Soul einschaltet und für ein starkes Texas Folk-Werk sorgt. Mit ihrer Live-CD Stages wird dieser erste Ruthie Foster-Abschnitt gebührend abgeschlossen. Welch ein Quantensprung dann nur drei Jahre später! Schon der Titel des von Malcolm "Papa Mali" Welbourne produzierten Albums beweist das neue Selbstbewusstsein einer gereiften Künstlerin. The Phenomenal Ruthie Foster ist in jeder Weise professioneller: fett im Sound, funky in den Rhythmen, sexy im Gesang. Eine Musikerin, die genau weiß, in welche Richtung sie gehen will und alles für den Erfolg unternimmt. So wird The Phenomenal... quasi zum Trittbrett für den auch international durchschlagenden Siegeszug der folgenden, mittlerweile 6. Scheibe, The Truth According To Ruthie Foster in 2009. Aufgenommen in Memphis, unterstützt von Topmusikern wie Jim Dickinson, Robben Ford und den Memphis Horns kann sich das Werk kaum retten vor Preisen, einer Grammy-Nominierung und der Ehrung mit dem begehrten Koko Taylor Award. Der schon obligatorische Livemitschnitt Live At Antone's, Mitte letzten Jahres als DVD und CD herausgegeben, präsentiert Ruthie Foster zusammen mit ihrer Touring Band in optimaler Verfassung und auf dem Höhepunkt ihres gegenwärtigen Schaffens.

Aber Ruthie Foster ist keine Person, die sich allzu lange auf alten Lorbeeren ausruht, sie ist ständig auf der Suche nach frischen Inspirationen, womit wir bei ihrem brandaktuellen Album sind! Let It Burn ist speziell, weil es in jeder Weise abweichend zu den Vorgängern konzipiert ist, kurz: Produzent, Location, Band, Sound und Ausrichtung - alles ist neu! Erstmalig spielt Ruthie Foster kein einziges Instrument, sondern konzentriert sich völlig auf ihre begnadete Stimme und auf die Interpretation des Songmaterials, das nur drei Mal aus ihrer eigenen Feder stammt und ansonsten von klug ausgewählten Fremdkompositionen verschiedenster Herkunft lebt. Der bekannte Produzent John Chelew (John Hiatt, Richard Thompson, Vic Chesnutt, Los Lobos, The Blind Boys Of Alabama, Charlie Musselwhite) hat in New Orleans einen satten, vollen, lebendigen Analogsound auf die Beine gestellt, im engen Verbund mit einer wahren Allstar-Studioband - Dave Easley (Coco Robicheaux, Mem Shannon) mit seiner rockigen, eher nach einer Electric Slide klingenden Pedal Steel Guitar, die er im Stil eines Robert Randolph spielt; Hammond B3-Legende Ike Stubblefield, der vor 45 Jahren als Motown-Begleiter für die Four Tops, Temptations, Marvin Gaye und Stevie Wonder begann, später mit Ike & Tina Turner, B.B.King bis hin zu Derek Trucks und Eric Clapton auftrat; die hoch angesehene Rhythm Section der Funky Meters, George Porter Jr. am Bass und Russell Batiste als Drummer. Dazu kommen James Rivers mit gelegentlichen Saxofon-Parts, der alte Stax-Haudegen William Bell als Duettpartner auf seinem eigenen Soul-Klassiker 'You Don't Miss Your Water' und gleich vier Mal The Blind Boys Of Alabama. Es war nach eigenem Bekunden Foster's vermutlich größte Nagelprobe, mit den betagten Boys zu singen und sich dabei behaupten zu können.

Das sagt eine Ruthie Foster, die von der Fachwelt gerne mit Referenzgrößen wie Aretha Franklin, Nina Simone, Etta James, Roberta Flack, Ella Fitzgerald, Koko Taylor und Mavis Staples in einem Atemzug genannt wird! Dass sie diesem enormen Anspruch gerecht wird, beweist sie eindrucksvoll als Interpretin der total unterschiedlichen Songvorlagen auf Let It Burn. So stehen ihre eigenen Spirituals 'Welcome Home' und 'Lord Remember Me' neben zeitgemäßen Titeln von Los Lobos ('This Time'), Adele ('Set Fire To The Rain') und den Black Keys ('Everlasting Light'). Da fügen sich alte Folk- und Country-Lieder komplett umarrangiert in den Orgel- und Bass-lastigen Gospel Groove ein: June Carter's 'Ring Of Fire', 'Don't Want To Know' vom Briten John Martyn und Pete Seeger's 'If I Had A Hammer' - allesamt kaum wiederzuerkennen! Und es gewinnt eine der schönsten Balladen aus dem Katalog von The Band, Robbie Robertson's 'It Makes No Difference', neuen Glanz, erfährt die geschichtsträchtige David Crosby-"Woodstock"-Nummer 'Long Time Gone' eine wundersame Rock'n Soul-Wiederbelebung.

Den offiziellen Schlusspunkt bildet das Traditional 'The Titanic' in einer schier atemberaubenden Acapella-Version mit den Blind Boys Of Alabama. Aber die deutsche Blue Rose-Ausgabe hat noch einen prächtigen Bonus Track parat: 'Truth', ein zentrales Stück des Vorgängers The Truth According To Ruthie Foster - hier in einer bislang unveröffentlichten Alternativfassung, nämlich in der "New Orleans Funk Version".

Let It Burn ist ab sofort über unseren Webshop sowie ab 2. März auch im regulären Handel erhältlich.






06.02.

MAILORDER NEWS

NEUZUGÄNGE WOCHE 6/2012

PUBLIC IMAGE LTD.
Live At Rockpalast



CD € 11,90
DVD € 16,90
HERMAN BROOD
Live At Rockpalast



2-CD € 14,90
DVD € 16,90
CORY MORROW
Live At Billy
Bob's Texas


CD+DVD € 15,90
MARK LANEGAN
Blues Funeral



CD € 15,50
2-LP € 15,90
JOHN DOE
& THE SADIES
Country Club


CD € 15,50
LP € 16,90



06.02.

Die Austin Music Awards sind eine Institution - jedes Jahr im März zum SXSW Festival findet die Preisverleihung der populärsten und erfolgreichsten Künstler, die in der texanischen Hauptstadt und Umgebung leben, statt. Im Schatten dieser Zeremonie stehen die Lone Star Music Awards, die in New Braunfels, ca. 60 km von Austin entfernt, vergeben werden. Lone Star Music, das ist ein Dreigestirn von Website, Plattenladen und Musikmagazin, und alle drei Standbeine haben sich der Texas Music verschrieben. Die Website bietet einen Mailorder, einen redaktionellen Teil und vieles mehr an, der kultige rustikale Plattenladen liegt einen Steinwurf entfernt von der legendären Gruene Hall, und das Magazin hat schon diverse Preise eingeheimst.
Am 1. April ist es wieder soweit - die Lone Star Music Awards werden vergeben. Abstimmen kann jede/jeder über die Website, und natürlich gibt es diverse Kategorien mit Vorschlägen bzw. Nominierungen, um die Entscheidung etwas einfacher zu machen. Von Blue Rose-Seite her gesehen sind vor allem drei ganz heiße Eisen am Start - Cody Canada & The Departed, Jason Isbell sowie Owen Temple. Aber auch sonst stehen so illustre Künstler wie etwa Hayes Carll, Reckless Kelly, Robert Earl Keen, Lucinda Williams, Whiskey Myers, Gillian Welch oder Miranda Lambert zur Auswahl.
Es wäre doch schön, wenn unsere Labelkünstler am Ende ganz weit vorne wären - das soll absolut keine Beeinflussung darstellen, schaut doch bitte selbst die Kategorien und die Nominierten an und gebt bei Interesse eure Stimme ab. Zu gewinnen gibt es dabei nichts, es soll einfach Spaß machen, an der Wahl mitzumachen.



05.02.



Ab sofort im Vorverkauf - Auslieferung erfolgt zum offiziellen Erscheinungstermin 16. März
Das ultimative Live-Dokument von
THE BAND OF HEATHENS

The Double Down - Live In Denver
festgehalten auf 2 CDs und 2 DVDs


THE BAND OF HEATHENS
The Double Down Vol. 1


CD+DVD
€ 17,90
THE BAND OF HEATHENS
The Double Down Vol. 2


CD+DVD
€ 17,90
THE BAND OF
HEATHENS
The Double
Down Vol. 1+2


2-CD+2-DVD Bundle
€ 30,90
Am 7. und 8. Oktober 2011 spielte THE BAND OF HEATHENS beim Double Down Weekend in Denver, Colorado zwei Abend hintereinander ihre gewohnt langen und sehenswerten und nie gleichen, immer abwechslungsreichen Shows, so, wie wir sie seit nunmehr 3 1/2 Jahren (sind das tatsächlich erst 42 Monate, seit das Quintett aus Austin, Texas die Musik- und vor allem Live-Szene hierzulande aufgemischt hatte wie kaum eine Roots Rock-Band zuvor?) kennen und lieben. Die beiden Shows unterschieden sich völlig voneinander, bis auf vielleicht 3 Überschneidungen wurden unterschiedliche Sets gespielt. Beide Shows wurden sowohl audio- als auch videotechnisch mitgeschnitten. Eine wunderbare Auswahl der beiden Auftritte liegt nun auf 2 CDs und 2 DVDs (und als Bonus-Digital Files) unter dem Albumtitel The Double Down - Live In Denver vor, unterteilt in Vol. 1 und Vol. 2.

Die beiden Sets können sowohl einzeln wie auch als Bundle geordert werden, das Bundle (also ein "Quadpack", bestehend aus Vol. 1 und Vol. 2) zum Sonderpreis. Das Bundle gibt es exklusiv nur über unseren Mailorder zu erwerben.

Und nun das Bonbon - ach was sage ich - eine ganze Tüte voller Süßigkeiten:
Wer das Bundle vorbestellt, spart nicht nur einige Euro, sie/er erhält zudem einen Downloadlink (per Email oder auf der der Bestellung beiliegenden Rechnung), um weitere 9 Stücke der beiden Shows herunterladen zu können. Die Double Down Covers-EP zum einen enthält 5 Cover-Klassiker der Band ("Hurricane", "Handbags And Gladrags", "(Look At) Miss Ohio", "I Got You (At The End Of The Century)" sowie "Millionaire"), die Double Down Dead-EP zum anderen bietet gleich 4 Songs von Grateful Dead ("Mississippi Halfstep Uptown Toodleloo", "Ramble On Rose", "Mister Charlie" und "Brokedown Palace"). Wer per Online ein Bundle (vor-)bestellt, erhält diesen Downloadlink innerhalb von 48 Stunden von uns zugesandt, muss also nicht bis zum 16. März warten und kann somit gleich 9 Stücke als Appetitanreger in Empfang nehmen. Diese digitalen Files haben eine Spielzeit von über 56 Minuten (!), was einer weiteren CD gleichkommt. Sie werden als WAV-Dateien angeboten, das Downloadpaket hat eine Größe von 560 MB als zip-Datei. Eine große Datei fürwahr, dafür ist der Sound dann aber auch verlustfrei und nicht auf "gequetschte" MP3-Dateien reduziert.

Die Verpackung der beiden Sets hat jeweils eine zusätzliche freie Tasche zum Einstecken der beiden EPs, wenn man die 9 Songs auf eine oder zwei CDs brennen möchte. So liegen sie nicht unsortiert zuhause herum bzw. passen perfekt zum kompletten Live-Paket.

Wer eine Bestellung mit zusätzlichen Artikeln neben der BOH-Ausgabe tätigt und die zusätzlichen Artikel vor dem Erscheinen der BOH-Scheiben zugeschickt bekommen möchte, der möge das bitte auf der Bestellung vermerken. Allerdings fallen dann zusätzliche € 2 Versandkosten an.




03.02.

MAILORDER NEWS




29.01.


TOM GILLAM
Rustic Beauty


CD € 13,90
LP € 19,90
Als das Blue Rose-Label vor über vier Jahren den Americana-Rocker TOM GILLAM mit seinem damaligen Album Never Look Back in Europa bekannt machte, da war er für viele noch ein unbeschriebenes Blatt. Das hat sich mittlerweile komplett geändert! Anfang 2012 darf man behaupten, dass Tom Gillam bei uns mit all seinen verschiedenen Aktivitäten zu einer echten Hausnummer im weiten Roots Rock-Feld geworden ist und zu einem Inbegriff für wertige Blue Rose-Qualität. Den Beweis tritt er regelmäßig an: sowohl bei häufigen Trips über den Atlantik, um uns mit seinen Live-Shows zu unterhalten, als auch mit seinen Alben, egal ob - wie jüngst - als Teamspieler bei der kleinen Supergroup US Rails oder - ganz brandaktuell - mit einer weiteren Solo-CD. Rustic Beauty heißt das famose Werk - es ist bereits seine 8. Veröffentlichung unter eigenem Namen und die 5. auf Blue Rose in Serie.

Die meisten Fans haben Tom Gillam anlässlich seiner Never Look Back-CD & -Tour so richtig kennengelernt, obwohl er einigen bereits in den Jahren 2005/06 als Sideman eines anderen hoch geschätzten Blue Rose-Künstlers aufgefallen war. So spielte er damals in der Begleitcombo von Joseph Parsons, absolvierte als dessen (Slide-) Gitarrist etliche Tourneen und spielte auf seinen Platten. Dabei machte Gillam durch seine vitale, sympathische Bühnenpräsenz und sein großes Talent als Gitarrist gehörig auf sich aufmerksam. Zu diesem Zeitpunkt hatte er in den Staaten bereits drei eigene Alben veröffentlicht: das 1998er Debüt First Of All, Dallas von 2001 und Shake My Hand (2004).

Bewegten sich die frühen Platten noch deutlich im erweiterterten Country/Roots Rock/Americana-Bereich, so erweiterte Gillam später sein Spektrum, steuerte auf einen straighteren Rock-Kurs Richtung Mellencamp, Hiatt, Walsh, Seger. Nach besagter Never Look Back und dem fulminanten Live-Mitschnitt Play Loud...Dig Deep von 2008 baute er sein Renommée ein Jahr später mit dem nächsten Studioalbum Had Enough? noch weiter aus. Inzwischen hatte sich der an der Ostküste in New Jersey aufgewachsene und in der Szene von Philadelphia groß gewordene Musiker nach Texas orientiert und im Schmelztiegel von Austin seine neue Heimat gefunden. Neben häufigen Auftritten mit seiner Band Tractor Pull oder einfach auch nur solo moderiert er eine erfolgreiche Radio Show auf KNBT-FM, dem beliebten Sender im New Braunfels/San Antonio-Einzugsbereich. In "The Cosmic Power Hour" kultiviert er seine heftige Leidenschaft zur Musik der 70er Jahre: Poco, Ozark Mountain Daredevils, Outlaws, Byrds, Manassas, die Allmans oder auch gerne Obskureres kann man sonntagabends dort hören.

Und damit sind wir auch schon bei Rustic Beauty! Wie es sich anlässlich der in 2010 auf Blue Rose veröffentlichten, persönlich zusammengestellten Anthologie Better Than The Rest mit frühem und rarem Stoff bereits andeutete, gehen Gillam's aktuelle Neigungen wieder klar zurück zum 70er Country & Roots Rock und zu den musikalischen Themen seiner ersten Platten. Die härteren, elektrischen, mit Blues und Rock'n Roll getränkten Nummern und sein ganz spezielles Slide Guitar-Spiel hat er sich derzeit für das eingangs erwähnte US Rails-Projekt reserviert. Die beliebte Multi-Frontman-Band mit Joseph Parsons, Scott Bricklin, Ben Arnold, Matt Muir und eben Tom Gillam begeistert derzeit mit ihrem vor wenigen Wochen bei Blue Rose erschienenen zweiten Album Southern Canon, auf dem Gillam alle elektrischen Saitenklänge exklusiv spielt.

Sehr anders bei Rustic Beauty! Hier gibt er ganz den entspannten, unendlich relaxten Singer/Songwriter, der mit seiner akustischen Rhythmusgitarre, dieser unnachahmlichen, auffälligen Stimme und einer fantastischen Begleitband neue eigene Songs und ausgewählte Coverversionen in semiakustisch/elektrischen Frontporch/Backporch-Arrangements mit schwülem Southern Feeling präsentiert. Nichts gegen die deutlich rockigeren Tractor Pull vergangener Gillam-Produktionen, aber was die Drakes aus Austin hier spielen, das trifft den guten alten Country Rock-Nerv auf den Punkt! Die Drakes sind neben Tom Gillam der Leadgitarrist und Lap Steeler Matt Giles (Toni Price, Beaver Nelson, Nathan Hamilton), Keyboarder Ron Flynt (20/20, Bluehearts, Walter Tragert, Scrappy Jud Newcomb), Austin-Kultbassist Michael "Cornbread" Traylor (Alejandro Escovedo, Billy Joe Shaver, Larry Wilson) und Drummer Vicente Rodriguez (Walt Wilkins, Eric Hisaw). Ergänzt wird dieses Quintett des öfteren von Steelgitarrist David Spencer (Hayes Carll, Shelley King) und Fiddler Cody Braun von Reckless Kelly.

Rustic Beauty hat 11 erstklassig ausgesuchte und überlegt gekoppelte Tracks, darunter gleich 8 aus der Feder von Tom Gillam. Neben dem leicht country-souligen, in einen geradezu hymnenhaften Refrain mündenden 'Hand Me Down Blues' von Texas-Kollegin Terri Hendrix (wahrscheinlich eine der unterschätztesten Songwriterinnen der Szene!) hören wir dazu zwei 70er Klassiker, die direkt der "Cosmic Power Hour" Radio Show entnommen sein könnten: 'A Good Feelin' To Know', einer der stärksten Beiträge von Richie Furay für die kultige Country Rock-Referenzband Poco, und 'Change Partners', eines der markantesten Stephen Stills-Stücke überhaupt (von Stephen Stills 2)! Bemerkenswert, wie sich da Gillam's eigene Titel inmitten solcher Hochkaräter einfinden, nicht nur durch ausgefeiltes Handwerk überzeugen, sondern auch durch Sensibilität, Finesse und Gespür für den alten Zeitgeist, der aktuell mal wieder seine Renaissance erfährt. 'Till The Morning' als Opener ist solch eine Nummer, die nicht nur wegen der dominanten Fiddle an die Ozarks oder an Goose Creek Symphony erinnert. Danach walzert sich 'The Long Way Around' mit einem feinen Acoustic Lead-Solo in die Gehörgänge, wird den 'Crazy Southern Women' in Form eines sämig-sumpfigen, von Lap Steel durchzogenen Dan Penn/Spooner Oldham-Southern Souls Tribut gezollt oder bei 'A Song For Caroline' fröhlich-ländliche Uptempo-Laune zum Ausdruck gebracht. 'So In Tune' rockt melodisch mit Matt Giles' elektrischer Leadgitarre prominent im Vordergrund, während die leicht vernebelte Folk-Ballade 'Echo Town' dagegen klar auf Westcoast-Kurs frei nach David Crosby & Graham Nash geht.

So haben wir es bei Rustic Beauty wieder mit einem 100%ig handgemachten Tom Gillam-Album zu tun, das allerdings sehr viel weniger auf lauten Rock'n Roll setzt als auf unaufgeregten, abgehangenen, absolut souverän dargereichten Country Rock im klassischen Geist dieses Begriffs.

Rustic Beauty ist ab sofort über unseren Webshop sowie ab 24. Februar auch im regulären Handel erhältlich.



29.01.


LEEROY STAGGER
Radiant Land


CD € 13,90
LP+CD € 21,90
Kanadier sind immer ein wenig anders, ihre Musik aus dem hohen Norden des amerikanischen Kontinents ist stets etwas ganz Besonderes! Auch auf dem Blue Rose Label waren von Anfang an Acts dieser Provenience gerne vertreten: zunächst The Hooblers, Fred Eaglesmith, Driveway, Bocephus King, später Trevor Alguire, Corb Lund, Dustin Bentall und seit ein paar Jahren mit dem Singer/Songwriter und Heartland Rocker LEEROY STAGGER ein richtiger Volltreffer, der sich jetzt anschickt, mit seinem neuen Album Radiant Land, seiner vierten Blue Rose-Veröffentlichung in Folge, in der Label-Hierarchie richtig weit nach oben zu klettern!

Seit vier Jahren gehört Leeroy Stagger bereits zur Blue Rose-Familie, zunächst allerdings als Teil eines illustren Trios mit Namen ESP, das mit dem ruhigen, von Lagerfeuer-Feeling und Backporch-Romantik geprägten Album One For The Ditch begeisterte, nachdem es im Spätsommer 2008 eher leise auf den hiesigen Americana-Markt gelangte. ESP (aka Easton Stagger Phillips), das war ein befreundetes Zufallsbündnis der Sorte "reine Magie darf nicht geplant sein" vom langjährigen Blue Rose-Künstler Tim Easton, Evan Phillips, dem Bandleader der Whipsaws aus Alaska, und eben jenem Leeroy Stagger, der sich zuvor bereits internationales Renommée als Singer/Songwriter und Roots & Country Rocker mit vier herausragenden Alben erworben hatte. Dear Love (2004), Beautiful House (2005), Tales From The Back Porch (2006) und Depression River (2007) hießen die feinen Teile, die gemeinsam den bis dato vielleicht edelsten Katalog eines jüngeren kanadischen Roots-Musikers bildeten. Das Blue Rose-Debüt Everything Is Real markierte darauf in 2009 eine weitere Steigerung in puncto Professionalität - Stagger durfte sich fortan mit Vergleichen zu den ganz Großen der Branche, also z.B. Steve Earle, Tom Petty, Paul Westerberg, John Mellencamp, Ryan Adams, Chris Knight oder Jay Farrar von Son Volt, schmücken. Was ihn natürlich nicht davon abhielt, sein ganz eigenes CanAmericana/Prairie Rock-Ding weiterhin durchzuziehen: eine kerngesunde Mischung aus klassischem Country Rock, hooklined Guitar Pop, Heartland Rock, Alt.Country, rohem Roadhouse Rock, Singer/Songwriter und semiakustischen Folk Rock-Balladen im Einklang mit ehrlichen, ungeschminkten Lyrics, in denen er sich gerne über soziale Themen individueller und globaler Art auslässt.

Das 2010er Studioalbum Little Victories beschrieb nicht nur im Titelsong all die kleinen Lebenslügen und Alltagssorgen, aber auch die Reize an der Wirklichkeit der Small Towns in der weiten Prairie. Leeroy Stagger hatte eine harte Zeit mit Drogen- und Alkoholkonsum in der kulturellen Westcoast-Metropole Vancouver hinter sich und gerade eine Rundumerneuerung seines Lebens mitten im kanadischen Hinterland, in Lethbridge in der Provinz Alberta angepackt: Schritt für Schritt "kleine Siege" im eigenen Leben, sogar richtig große Erfolge mit seiner Musik. Die Auszeichnungen bei Juno Awards, dem kanadischen Grammy, und Notierungen in den einschlägigen Americana Charts häuften sich ebenso wie die Namen seiner Begleitbands - nach den Sinking Hearts gab es die Wildflowers, mit denen er auch durch Deutschland tourte, wovon der Mitschnitt Live At The Red River Saloon Ende 2010 eindrucksvoll Zeugnis ablegte.

Anfang 2012 heißt es ganz schlicht Leeroy Stagger And His Band. Die Idee zum brandneuen Album Radiant Land entstand während einer zweimonatigen Tour durch die USA im Sommer 2011. Drummer Nick Stecz war gerade zu Stagger (Guitars, Lead Vocals) und Evan Uschenko (Guitars, Bass, Backing Vocals) gestoßen und machte damit das Line-Up so richtig rund. Als man zwei freie Tage in Nashville vor Augen hatte, wollte man die Gunst der Stunde nutzen, etwas Studiozeit buchen, um ein paar neue Stagger-Songs als Demos aufzunehmen und dabei einfach nur Spaß zu haben. Das Ergebnis haben wir nun vorliegen - es passte einfach alles! Der Begeisterungspegel im Club Roar Studio stand am Anschlag, mit dem erfahrenen Robin Eaton (Jill Sobule, Tommy Womack, Tim Easton) hatte man einen engagierten Produzenten/Toningenieur und gelegentlichen Mitmusiker (Standbass, Harmonica, Backing Vocals) an Bord, Stagger spricht selber von seinem bis dato besten Songmaterial, seine Stimme war nach den ersten Gigs der Tour so richtig eingeölt und die Band hatte gerade Erfolgserlebnisse im Südwesten der USA, insbesondere in New Orleans sammeln können. Soll heißen: Das Feld war bestellt für eine denkwürdige Recording Session!

Beginnend mit dem gitarrenkrachigen, riffstarken Ohrwurmhit 'Dirty Windshields' begeben wir uns auf eine exklusive Reise durch CanAmericana-Land. Über den beweglichen uptempo Folk Rock von 'Enough Love To Go Around' geht es über das vehement rockige 'Maria' zum Titelsong im schleppenden Balladenstil. 'Radiant Land' thematisiert den geplanten Ausbau der Atomenergie in seiner Heimat Alberta. Es folgt mit 'For The Love Of You' eine zurückgenommene, eher introvertierte Akustiknummer, bei der Evan Uschenko seine Fähigkeiten an der Acosutic Lead Guitar einbringt, das bewegliche Drumming von Nick Stecz sehr präsent kommt und die Orgel von Recording Engineer Stephen Turney im Hintergrund schwelgt. 'Message Of Love' atmet Westcoast-Weite, pfundet mit einem satten Gitarrensound und wehmütig anmutenden Harmony Vocals; 'Light That Guides You Home' ist nicht das gleichnamige Stück von Kanada-Kollege Jim Cuddy (Blue Rodeo), sondern eine tiefe, schwermütige Langsamnummer mit abgestuften Acoustic/Electric-Passagen, während 'Nightime Talks To Me' als tempovariables Storytelling-Lied später im Refrain enorm Fahrt aufnimmt. 'Capitalism (Must Die!)' bedeutet nicht nur massive Systemkritik, bei der Stagger die aussichtslose Situation von gekündigten Arbeitern in einer großen Fabrik beschreibt, sondern kommt auch als herrlich straighter Electric Rocker - garantiert ein echter Knüller für künftige Live-Konzerte! Danach gibt's das Grand Finale mit dem klar lautesten, härtesten, fettesten Beitrag des gesamten Albums, 'Travelling Over Water' - ein Killertrack in der Traditon von Neil Young & Crazy Horse. Und... zuguterletzt ein Hidden Track: 'Summer Storm' vermittelt mit seinem simplen Banjo Plucking/Guitar Strumming allerfeinste Backporch-Atmosphäre und sorgt für einen "erholsamen" Abschluss eines weiteren erstklassigen Leeroy Stagger-Albums!

Radiant Land ist ab sofort über unseren Webshop sowie ab 24. Februar auch im regulären Handel erhältlich.



19.01.

MAILORDER NEWS


WEITERE NEUZUGÄNGE WOCHE 2+3/2012

LANCE LOPEZ
Handmade Music



CD € 16,50
NILS LOFGREN
Old School



CD € 12,90
PENELOPE HOUSTON
On Market Street



CD € 14,90
LP € 14,90
VARIOUS ARTISTS
Bridge School Concerts/
25th Anniversary Edition


3-DVD € 22,90



15.01.



Wir sind begeistert, denn wir haben die Europarechte für das neue, dritte Album der Wilson-Brüder SONS OF BILL bekommen! Nach A Far Cry From Freedom und dem Blue Rose-Debüt One Town Away erklimmt das Quartett aus Charlottesville, Virginia mit Sirens den bisherigen Gipfel ihres musikalischen Schaffens. Einen ersten Vorgeschmack auf das grandiose Album gibt es den Album-Opener "Santa Ana Winds" als kostenlosen Download. Bitte weitersagen!



08.01.

WIR WOLLTEN EURE TOP 10-ALBEN DES JAHRES 2011 WISSEN!


Das Jahr 2011 ist vorüber und sie sind wieder allgegenwärtig - die Umfragen und Statistiken, die unser tägliches Leben betreffen und die mehr oder weniger repräsentative Ergebnisse darstellen. Wir wollten dieses Interesse auf das fokusieren, was uns hobby-technisch am meisten beschäftigt: Welche Musik hat unsere Frans, unsere Kundschaft im Jahr 2011 am meisten begeistert?

Neugierig waren wir von Blue Rose vor allem auf die persönlichen Favoriten, auf die ALBEN DES JAHRES 2011 unserer Kunden/Fans/Freunde. Diese Umfrage war zwar nicht auf Blue Rose-Alben beschränkt und dennoch freuen wir uns, dass in den TOP 20 gleich 10 Alben aus unserem Hause stammen. Für uns die beste Motivation, auch im Jahr 2012 nach spannender und jenseits des Mainstreams liegender Musik zu suchen.

Hier sind sie nun also, die TOP 20-Alben des Jahres 2011, gewählt von unseren Freunden, Fans und Mailorderkunden:
1. Cody Canada & The Departed - This Is Indian Land
2. John Hiatt - Dirty Jeans And Mudslide Hymns
3. Israel Nash Gripka - Barn Doors And Concrete Floors
4. Wilco - The Whole Love
5. The Band Of Heathens - Top Hat Crown & The Clapmaster's Son
6. Ryan Adams - Ashes And Fire
7. Dave Alvin - Eleven Eleven
8. Parsons Thibaud - Transcontinental Voices
9. The Jayhawks - Mockingbird Time
10. Dawes - Nothing Is Wrong
11. Carolyn Wonderland - Peace Meal
12. Lucinda Williams - Blessed
13. The Decemberists - The King Is Dead
14. Deadman - Take Up Your Mat And Walk
15. Micky & The Motorcars - Raise My Glass
16. The Walkabouts - Travels In The Dustland
17. Steve Earle - I'll Never Get Out Of This World Alive
18. Deadman - Live At The Saxon Pub
19. Tedeschi Trucks Band - Relevator
20. Calvin Russell - The Last Call

Die 10 Warengutscheine (einzulösen in unserem Mailorderangebot) im Wert von jeweils € 15 haben gewonnen (der Rechtsweg ist ausgeschlossen):
Stefan Beckmann
Iris Schiebel
Martin Gottwald
Hubertus Kästlen
Jürgen Püttmann
Peter Tonk
Heinz Plehn
Gert Schiedewitz
Holger Paul
Jürgen Remmlinger



25.12.

Wir haben die Firma für eine Woche geschlossen, doch wir sind schon wieder fleißig beim Basteln unserer Angebote für den Januar 2012. Der dazugehörige Flyer wird hoffentlich rechtzeitig an den ersten Januar-Tagen bei unseren Mailorderkunden eintreffen, doch wir möchten bereits heute online auf die diversen Aktionen und Neuheiten hinweisen. Bestellungen können ab sofort online erfolgen, die Januar-Konditionen (siehe nachfolgend) gelten natürlich ab sofort!

 
    
So kann das Jahr starten:
Bei einer Bestellung vom 25.12.2011 bis 31.1.2012 gewähren wir 10% Rabatt auf den Lieferwert der Bestellung, wenn sie mindestens 3 Blue Rose- (BLU-) Artikel enthält!

Der Gesamtpreiskalkulator im Warenkorb ist zu ignorieren, er kann den Rabatt nicht erkennen. Wir ziehen die 10% manuell bei der Rechnung ab. Bei Bezahlung per Paypal erstatten wir die Differenz zurück.
    
 

Wir haben wieder einmal bei diversen CDs den Rotstift angesetzt und in den Midprice- und Budget Price-Bereich "degradiert":

Neu im Midprice (je € 8,90, wenn nicht anders angegeben):
JOSEPH PARSONS - Slaughterhouse Live (2-CD)
JON DEE GRAHAM - It's Not As Bad As It Looks
CRACKER - Live At The Rockpalast Crossroads Festival (2-CD+DVD) € 13,90
JULIAN DAWSON - Live (2-CD+DVD) € 13,90
JASON & THE SCORCHERS - Halcyon Times
HANK SHIZZOE - Breather
US RAILS - US Rails
RECKLESS KELLY - Somewhere In Time
THE SLUMMERS - Love Of The Amateur
RICH HOPKINS & LUMINARIOS - El Otro Lado/The Other Side
DUSTIN BENTALL - Six Shooter
TOM GILLAM - Better Than The Rest
LEEROY STAGGER - Little Victories
CHRIS BRECHT - Dead Flower Motel
LEEROY STAGGER & THE WILDFLOWERS - Live At The Red River Saloon (2-CD)

Neu im Budget Price (je € 4,90):
THE BAND OF HEATHENS - The Band Of Heathens
JULIAN DAWSON - Deep Rain
TODD THIBAUD - Broken
THE BOTTLE ROCKETS - Lean Forward
CHRIS CACAVAS - Love's Been Discontinued
WRINKLE NECK MULES - Let The Lead Fly
MICKY & THE MOTORCARS - Naive/Which Way From Here (2-CD)
TOM GILLAM - Had Enough?
TIFT MERRITT - Home Is Loud
SONS OF BILL - One Town Away
RAINRAVENS - Rattle These Walls (CD+DVD)
KASEY ANDERSON - Nowhere Nights
AUSTIN COLLINS - Wrong Control


MAILORDER NEWS



PRISCILLA AHN
When You Grow Up



CD € 16,50
DANNY BARNES
Rocket



CD € 14,90
BEARFOOT
American Story



CD € 17,90
THE BLACK KEYS
El Camino



CD € 16,90
BLAME SALLY
Speeding Ticket
And A Valentine


CD € 13,90
STEVE DAWSON
Nightshade



CD € 16,90
THE DECEMBERISTS
Long Live The King



CD € 9,90
LP € 13,90
DEER TICK
Divine Providence



CD € 12,50

BRIGITTE DeMEYER
Rose Of Jericho



CD € 13,90
FRED EAGLESMITH
6 Volts



CD € 14,90
EMORY QUINN
See You At
The Next Light


CD € 13,90
TOM FREUND
The Edge Of Venice



CD € 14,50
OWEN
Ghost Town



CD € 13,90
NOAM PIKELNY
Beat The Devil
And Carry A Rail


CD € 17,90
PISTOL ANNIES
Hell On Heels



CD € 13,90
JOHN PRINE
The Singing
Mailman Delivers


2-CD € 15,90

RICH ROBINSON
Through A
Crooked Sun


CD € 13,90
LP € 20,90
ANDY STATMAN
Old Brooklyn



2-CD € 20,90
LAURA VEIRS
Tumble Bee



CD € 15,90
WHITEHORSE
Whitehorse



CD € 11,90
PEGI YOUNG
& THE SURVIVORS
Bracing For Impact


CD € 16,50
VARIOUS ARTISTS
This One's For Him:
A Tribute To Guy Clark


CD € 18,90
VARIOUS ARTISTS
DARK RIVER - Songs
Of The Civil War Era


€ 14,90
VARIOUS ARTISTS
A Nod To Bob 2
Artists Tribute To Bob Dylan


CD € 17,90
WEITERE NEUZUGÄNGE WOCHE 52/2011

IAN HUNTER BAND
feat. Mick Ronson
Live At Rockpalast


CD € 10,90
DVD € 16,90
VARIOUS ARTISTS
Warren Haynes
Benefit Concert Vol. 4


2-CD € 18,90




25.12.


RICH HOPKINS & LUMINARIOS
Buried Treasures


2-CD € 13,90
2LP € 27,90
Kein anderer Blue Rose-Künstler arbeitet so regelmäßig wie Rich Hopkins aus Tucson, Arizona! Gleich zu Beginn des Jahres 2012 erscheint das brandneue Werk von RICH HOPKINS & LUMINARIOS, Buried Treasures. Es handelt sich dabei bereits um das 14. Album dieser Desert Rock-Institution, diverse andere Hopkins-Projekte wie die Sand Rubies oder das 2008er Honeymoon-Epos Loveland mit seiner Partnerin Lisa Novak sind da nicht mal eingerechnet. Es ist schon wirklich erstaunlich, wie der als Wüstenrocker in die Musikgeschichte eingegangene Haudegen es jedes Mal schafft, sich selbst neu zu erfinden und nach all den vielen Jahren, Tourneen und Platten angriffslustig und motiviert zu bleiben. Buried Treasures ist da gar keine Ausnahme - im Gegenteil! Mal wieder scheint Rich Hopkins in einen dieser zahlreichen Jungbrunnen gefallen zu sein, die da in seiner Heimat Tucson herumstehen müssen, mal wieder ist ihm eine Platte gelungen, die sich mit so manchen der allerbesten in seinem enormen Backkatalog messen lassen kann!

Neben all den hinreichend bekannten und ausführlich dokumentierten Aktivitäten als entscheidender Hauptakteur bei den Sidewinders, Sand Rubies und Underbelly ist die Marke Luminarios das zentrale Thema des einflussreichen Gitarristen/Sängers, der dabei selber freilich als einzige feste Größe vorkommt. Seit 1992 gibt es die Luminarios entweder als Trio, Quartett, Quintett oder einfach als ein loser Haufen befreundeter Musiker für ein bestimmtes Projekt oder einen einzelnen Song. Auf den klassischen frühen Alben Dirt Town, El Paso und The Glorious Sounds Of Mitte der 90er wandelte Hopkins noch gefährlich auf den hochelektrischen, mit Feedback und kompromisslosen Gitarrenbreitseiten planierten Spuren eines Neil Young. Später kehrte er mehr den gereiften Songschreiber aus sich heraus, veröffentlichte mit Devolver (99) und My Lucky Stars (01) komplexe Konzeptwerke, um aber immer wieder auch zu den brachialeren Klängen zurückzufinden, z.B. auf Tinitus in 2002 oder The Horse I Rode In On in 2006. Das bis dato jüngste Album El Otro Side/The Other Side aus 2010 handelte thematisch von der Kehrseite des American Dream und war deswegen durchaus als ein sozialpolitisches Rich Hopkins-Statement zu bewerten. Nicht zum ersten Mal engagierte sich der "Godfather of Desert Rock" für die Menschen aus der Southside von Tucson, die durch viele, wenn nicht alle Raster eines sinnerfüllten Lebens gefallen sind.

Auch auf Buried Treasures ziehen wieder unbequeme Alltagsthemen des amerikanischen Südwestens durch die Songs, sie sind aber diesmal längst nicht so dominant. So erleben wir in den zumeist von Hopkins und Partnerin Lisa Novak co-komponierten Stücken ganz viel uramerikanische Songerzählkultur und manche schräge Charaktere. Musikalisch haben wir es mit dem wahrscheinlich gradlinigsten, pur-rockigsten, elektrischsten Luminarios-Album seit "Lichtjahren" zu tun! Ja, in der Tat: Rich Hopkins hat seine altbewährte "Cosmic Power" wiedergefunden!! Sowohl in den vielen und langen Gitarren-Jams als auch mit dem rein elektrischen Grundkonzept und dem durchgängig rohen, garagigen "High Volume" Sound erinnert Buried Treasures an frühe Aufbruchszeiten, als der Feedback-getränkte, mit heftiger Psychedelia durchsetzte Guitar Rock bei den Luminarios im Vordergrund stand. Wie wird sich das wohl live anhören, wenn Rich Hopkins mit diesem Album auf Tour geht??!!

Die vorab ins Netz gestellte Single 'Dark Side Of The Spoon', gleichzeitig der Opener, ist da nur ein erstes Indiz wiedergewonner Rock-Elektrik - 'A Stone's Throw', 'Betcha Gotcha Now!' folgen im typischen Luminarios-Groove, bevor das mit einem wahren Hit-Chorus versehene 'See How They Run' zum verschärften Mitsummen einlädt. 'Outta My Head (Outta My Mind)' überschreitet danach als straighter 60s-style Kracher erstmals die 5-Minuten-Marke, gleiches gilt für 'Strutter', mächtig Orgel-unterstützt, mit Westcoast-Assoziationen im Text und in den von Lisa Novak bestimmten Chorus Vocals. Es folgt das von Special Guest und Tucson-Lokalmatador Salvador Duran in spanisch gesungene 'Alycia Perez', ein regelrechter Border Stomper, bevor wir zum zentralen Epos des Albums kommen: 'Friend Of The Shooter', eine sich über 7:23 Minuten langsam aufbauende Story mit scharfkantigen, endlos dahindräuenden Electric Guitars und schleppendem Beat à la 'Cortez The Killer' oder 'Like A Hurricane' - eine echte Hammernummer und garantiert die künftige neue Live-Attraktion, jede Wette!

Die Luminarios auf Buried Treasures sind zumeist ein Quintett: Rich Hopkins (Guitars, Vocals), Lisa Novak (Backing Vocals, Tambourine), Jon Sanchez (Guitars, Piano, Synthesizer, Organ), Duane Hollis (Bass), Alan Anderson (Drums). Sanchez (Ex-Summer Wardrobe) aus Austin, Texas war ja bereits auf der letzten Deutschland-Tour dabei, Hollis und Anderson kennen wir als Rhythm Section von Greyhound Soul! Auf verschiedenen Tracks spielen aber auch andere gute alte Bekannte wie Ken Andree und Amy Munoz (Bass), Winston Watson und Ernie Mendoza (Drums), George Duron (Percussion). Bei solch geballter musikalischer Qualität ist es fast egal, wer letztendlich gerade bei den Luminarios dabei ist; wenn Rich Hopkins wieder auf Tour geht, wird er schon ein schlagkräftiges Team aufbieten, das dieses neue Material gebührend würdigt!

Die Erstauflage des neuen Albums enthält eine Bonus-CD mit Home-Recordings unter dem Titel A Day In The Life Of Rich Hopkins In Paraguay.

Buried Treasures ist ab ca. 12. Januar 2012 über unseren Webshop sowie ab Ende Januar auch im regulären Handel erhältlich.





25.12.


US RAILS
Southern Canon


CD € 13,90
2LP € 24,90
US RAILS: Die Supergroup auf dem Blue Rose-Label ist soeben dabei, nicht mehr nur als vorübergehendes Phänomen in die Rock-Geschichte einzugehen, sondern ihre wachsenden Anhänger längerfristig zu begeistern und den besonderen Kultstatus weiter auszubauen. So steht nach etlichen Aktivitäten in den Staaten bereits für Januar/Februar 2012 eine weitere Tour bei uns auf dem Programm und mit Southern Canon erscheint dazu rechtzeitig ihre brandneue zweite CD, die eindrucksvoll beweist, wie eng die fünf Protagonisten Ben Arnold, Tom Gillam, Joseph Parsons, Scott Bricklin und Matt Muir mittlerweile zu einem kreativen Team verschmolzen sind. Gleich zu Beginn des neuen Jahres bekommt die stets hungrige Americana-Gemeinde also schon mal einen richtig fetten Brocken vorgesetzt - so gehaltvoll angereichert mit bestem Folk Rock und fetzigem Rock'n Roll, dass sie davon lange zehren kann!

Bereits seit einigen Jahren kursierte der Name US Rails durch die gut informierten Folk/Roots/Rock-Zirkel. Eine neue kleine Supergroup mit bekannten Singer/Songwritern hatte sich in der Szene von Philadelphia zusammengefunden, erste Konzerte sorgten für Aufmerksamkeit. Spätestens nach einer unvergessenen Stippvisite im Dezember 2009 bei der Blue Rose Christmas Party in der Blues Garage in Isernhagen stand auch für hiesige Fans fest, welches Talent und Potenzial diese Formation besitzt. Zur Bestätigung folgte das selbstbetitelte Debütalbum US Rails im Juni 2010 und eine erste ausgedehnte und allerorten bejubelte Europatour nur wenige Monate später. Dabei hätten es US Rails im Grunde schon belassen können, denn alle fünf Musiker gehen ihren eigenen Karrieren nach, in den meisten Fällen übrigens auch auf Blue Rose! Aber wenn die gemeinsame Inspiration einmal angefacht ist, wenn die Flamme der musikalischen Verbundenheit heftig lodert, wenn in dieser Gruppe noch längst nicht alles gesagt ist, sondern ungebrochen eine geradezu jugendliche Aufbruchsstimmung herrscht, dann muss man einfach weitermachen!

Gleich vier ansonsten eigenständige Künstler (plus Drummer) bilden den musikalischen Verbund von US Rails, mit dem man formal in der Tradition von CSNY bis Traveling Wilburys und - denken wir an ähnliche Fälle auf Blue Rose - von Resentments bis Hardpan steht. US Rails sind direkte Erben von 4 Way Street aus Philadelphia. Es handelt sich dabei zunächst um keinen Geringeren als Joseph Parsons (Acoustic Guitar, Vocals). Der sympathische, mittlerweile in Niedersachsen lebende Singer/Songwriter ist seit 1998 einer der ultimativen Eckpfeiler des Blue Rose Labels. Der Mann mit der warmen, sonoren Stimme, der wie kaum ein anderer den melodischen, sensiblen Folk Rock beherrscht, aber gerade auch live richtig zupacken kann, muss hier natürlich niemandem mehr vorgestellt werden! Allein in 2011 veröffentlichte er sein neuestes Solowerk Hope For Centuries und kürzlich für Blue Rose eine zweite Duoplatte mit seinem Kumpel Todd Thibaud, Transcontinental Voices.

Auch Ben Arnold (Acoustic Guitar, Piano, Organ, Vocals), Scott Bricklin (Bass, Acoustic Guitar, Organ, Vocals) und der häufig gebuchte Studio/Session-Mann Matt Muir (Drums, Percussion, Vocals) waren zuvor bei 4 Way Street. Arnold besitzt sicher die markanteste, weil "rostigste" Stimme und bringt seit 1995 eigene CDs heraus, zuletzt debütierte er in 2010 für Blue Rose mit dem exzellenten Album Simplify. Multiinstrumentalist, Produzent, Recording Engineer, Sänger und Songwriter Scott Bricklin hat genauso bereits eine lange Strecke hinter sich: die 80er Kultband Bricklin, Martin's Dam, Tourneen mit Joseph Parsons, den Figgs und Graham Parker... Er lebt seit ein paar Jahren in Paris und hat Anfang 2011 ebenfalls sein selbstbetiteltes Debüt vorgelegt. Bei US Rails ist er hauptamtlich am Bass zu hören und als Sänger seiner eigenen Stücke.

Bleibt noch der fünfte Mann übrig: Tom Gillam (Electric Guitar, Slide Guitar, Vocals), auch ein arrivierter Blue Roser der Güteklasse "A" und einer, der schon oft mit Joseph Parsons als Sideman unterwegs war - live und auf Platte. Er stammt aus New Jersey und gelangte über die Philadelphia-Schiene zu den anderen, lebt aber mittlerweile in Austin, Texas. Es sind klar seine instrumentellen Beiträge auf der elektrischen Gitarre, die den rockigen Unterschied bei US Rails ausmachen. Er transportiert den filigranen, harmonisch-melodischen, gerne und meist mehrstimmig gesungenen und mit akustischen Gitarren begleiteten Folk Rock in deutliche Roots Rock-Nähe. Tom Gillam bedeutet Rock'n Roll!

Wie auf US Rails ist auch bei den 13 Tracks von Southern Canon das Team der Star! Aber während wir es beim Vorgänger mit einem über etliche Jahre aufgenommenen und ergänzten Patchwork zu tun hatten, für das zum Teil bereits bekannte Songs bereitgestellt wurden, handelt es sich jetzt um ein eigens initiiertes Projekt mit ausschließlich neuem, exklusiv geschriebenem Material! Eindeutig hörbar bilden die fünf Musiker jetzt eine noch stärkere Einheit - trotz großer räumlicher Trennung und damit verbundener unterschiedlicher Recording-Situationen zwischen Pennsylvania und Deutschland, Paris und Texas. Einfach großartig gelungen ist die Überführung aller individueller Stärken in den gemeinsamen Band-Kosmos! US Rails tragen eine kräftige Handschrift, haben Charakter und versprühen jede Menge Charisma! Selbstverständlich bekommt jeder der vier Frontmänner ganz demokratisch den gleichen Anteil von je drei eigenen Kompositionen, sogar Drummer Matt Muir hat einen Song ('Don't Take Me Now') untergebracht und singt den auch.

Aus diesem sehr flexiblen, komplexen, geschickt gekoppelten Gebilde einzelne Beiträge hervorzuheben, ist fast eine unlösbare Aufgabe, zu gleichmäßig hoch ist das Niveau. Sicher ist der dynamische Opener, Scott Bricklin's 'Heart Don't Lie', eine besondere Nummer, weil dort alle als Leadsänger einzelner Strophen agieren. Auch seine mit einem unwiderstehlichen Chorus ausgestattete Power-Ballade 'Carry Your Weight' hätte alles Potenzial dieser Welt zu einem Hit! Auf 'Same Old You (Same Old Me)' erinnert uns Tom Gillam mal wieder an die längst vergessenen Qualitäten eines Joe Walsh, um auf der abschließenden, von Piano und elektrischer Gitarre geprägten Ballade 'Old Song On The Radio' in den herrlichsten Eagles-Harmonien zu schwelgen. Auf dem semiakustisch/elektrisch rockenden 'Do What You Love' singt Ben Arnold mit seiner Reibeisenstimme in einer Mischung aus Randy Newman und Gary Brooker von Procol Harum, auch das mittelschnelle 'You're My Home' begeistert mit tollem Wechselspiel von Lead & Harmony Vocals und leicht souligem Gospel Flair. Nicht ganz unerwartet beschert uns Joseph Parsons mit dem langsamen, schleichenden 'Take A Long Time' den ruhigsten Moment des ganzen Albums. Dass er natürlich auch ein offensiverer Troubadour sein kann, bestätigt er nachhaltig mit dem einprägsamen 'Night Bird'.

Southern Canon sorgt also für reichlich neuen Stoff und man darf sehr gespannt sein darf, wie er bei der kommenden Tour live umgesetzt wird. Mit soviel US Rails-Aktivität ist der Jahresanfang 2012 schon mal voll gelungen!

Southern Canon ist ab sofort über unseren Webshop sowie ab Mitte Januar 2012 auch im regulären Handel erhältlich.



14.11.

Welcome to Blue Rose:
ISRAEL NASH GRIPKA

In kürzester Zeit hat es der New Yorker Musiker ISRAEL NASH GRIPKA geschafft, sich in der Gunst der globalen Americana-Gemeinde mit einigen wirklich überzeugenden Veröffentlichungen und unermüdlichem Live-Einsatz ganz weit nach vorne zu katapultieren! Bei den einschlägigen Festivals in den Niederlanden ist er bereits ein gern gesehener Gast mit deutlichem Wiedererkennungswert, in Schweden tourte er kürzlich genauso wie zuvor in Belgien und Großbritannien, bei uns gibt es diesbezüglich noch beträchtlichen Nachholbedarf. Auf jeden Fall gilt es, die Entwicklung dieses hochtalentierten Künstlers nicht zu verpassen! Deshalb bringt Blue Rose jetzt parallel seine Alben #2 und #3 heraus. Es handelt sich dabei um das jüngste Studiowerk Barn Doors And Concrete Floors und - quasi als Pendant - die Live-Scheibe 2011 Barn Doors Spring Tour, Live In Holland im Paket mit einer Bonus-DVD.

Noch vor wenigen Jahren war der Name Israel Nash Gripka innerhalb der internationalen Roots-Szene völlig unbekannt. Praktisch aus dem Nichts startete er in 2009 mit der Debütplatte New York Town, einem noch etwas unebenen, aber in großen Teilen schon recht vielversprechenden ersten Ausrufezeichen in die Welt. Kräftiges Songwriting und spannende Arrangements waren genauso zu erkennen wie eine intelligente Instrumentierung mit einer cleveren Balance von akustischen und elektrischen Instrumenten, mit mal mehr, mal weniger Rock-Elementen, schöne Poesie im Wertewiderspruch von Big City und dem Landleben seiner eigenen Jugend. Denn der aktuelle Großstädter stammt als Sohn eines Baptistenpredigers aus den Ozarks im ruralen Missouri, was man der Musik des Endzwanzigers auch jederzeit anhört. Den Moloch von Brooklyn begreift er als kulturelle Aufgabe und als Hilfestellung für sein musikalisches Weiterkommen - nur auszuhalten, weil er eh ständig unterwegs ist. Insgeheim liebäugelt er mit dem erneuten Rückzug in den Süden, von Austin, Texas war zuletzt die Rede.

Für die Produktion seines zweiten Albums Barn Doors And Concrete Floors hat er die Bedürfnisse nach Ruhe und Entschleunigung schon mal radikal umgesetzt. So fanden die Aufnahmen in den Catskill Mountains in einer Scheune statt, die Gripka extra zu einem Tonstudio umbauen ließ. Insgesamt bedeutet dieses Werk eine ganz dicke Weiterentwicklung in allen Belangen! Süffige Midtempo Rocker in satter semiakustisch-elektrischer Instrumentierung, nachdenkliche Americana Songs in herzenswarmer Harmonica/Guitar Strumming-Lagerfeuer-Atmosphäre, relaxter Roadhouse Country Rock, Backporch Songs mit Banjo, Mandoline und Geige über elektrischen Gitarren... Israel Nash Gripka hat da wirklich eine unerhört attraktive Musik gekoppelt, die mal an John Fogerty (Stimme) oder Ryan Adams (Stimmung) erinnert, den guten alten Neil Young zitiert, an bessere Zeiten von Jay Farrar gemahnt und sowieso durchweg mächtig Stones/Burritos-infiltriert daherkommt (man denke nur an 'Wild Horses', 'No Expectations'...). Als Helfer hat er eine in der Tat auf den ersten Blick ziemlich verrückte Crew verpflichtet, die am Ende irgendwie wundersam zusammen harmoniert: Produzent ist Steve Shelley von Sonic Youth, der hier auch Schlagzeug spielt. Als Recording Engineer fungiert Ted Young, der jüngst mit Gaslight Anthem und Kurt Vile gearbeitet hat. Electric Lead, Slide und Resonator Guitars spielt Joey McClellan (Midlake), Bass sein Bruder Aaron McClellan, Brendon Anthony (Walt Wilkins, Pat Green, Cory Morrow) aus Texas ist für viele spezielle Instrumentalbeiträge an Banjo, Mandoline und Fiddle verantwortlich, Keyboarder Jason Crosby (Solar Circus, God Street Wine, Susan Tedeschi, Robert Randolph) stammt eher aus der NYer Jam Band/Roots Rock-Ecke, Pedal Steeler Rich Hinman (Nels Andrews, Matt Keating, Ben Kweller) und Eric Swanson (Bass, auch Banjo oder Mandoline) stehen für Alt.Country Rock. Sie alle scheinen geradezu beseelt von dieser magischen Studiofarm und motiviert durch die Qualität von Songs wie 'Fool's Gold', 'Drown', 'Sunset, Regret', 'Four Winds', 'Red Dress', 'Antebellum'... Und angezogen vom Charisma des Protagonisten! So sind die 11 komplett selbstgeschriebenen Songs nichts weniger als die perfekte Hochzeit von Folk und Rock, Country und Blues, Songwriter und Gospel, 70er Jahre-Stil und No Depression geworden!

Mit den herausragenden neuen Songs von Barn Doors And Concrete Floors als Fundament war Israel Nash Gripka im Frühjahr 2011 erneut unterwegs bei unseren Nachbarn. U.a. avancierte er beim kultigen Blue Highways Festival in Utrecht zum umjubelten Star! Die nun bei Blue Rose erschienene CD 2011 Barn Doors Spring Tour, Live In Holland enthält Mitschnitte eines vergleichbaren Konzerts im Mr.Frits in Eindhoven zwei Tage später am 25.04.2011. Gripka stand mitten auf der Bühne wie ein Fels in der Brandung, um ihn herum eine zum kräftigen, lauten Rocken höchst motivierte Truppe von fünf Kids, von denen einige aussahen, als ob sie zuhause noch nicht mal in Bars rein dürften. Und dann zog eine einzige gut einstündige Americana Rock-Breitseite, nur ein paar Mal unterbrochen von nicht minder deftigen Rock-Balladen, über das begeisterte Publikum: vier Gitarren (ING mit Akustischer und drei elektrische Gitarristen, wenn man die Electric Mandolin von Eric Swanson dazu zählt, die er auch genauso gespielt hat), Bass und Drums, dazu die markigen Vocals und etwas Harmonica des Meisters. Urgewaltig und total überzeugend! Sieben Stücke stammen von der aktuellen Studio-CD, drei vom Debüt New York Town und zum Abschluss kommt eine furios fetzende, polternde Fassung vom 'Revolution Blues' von Neil Young. Wen sonst sollten sie auch covern?





31.10.

Am Samstag, den 12. November, gibt es eine weitere Spezialausgabe der BLUE ROSE RADIO SHOW auf rockradio.de! Von 16 bis 18 Uhr stellt Blue Rose-Labelmacher Edgar Heckmann den Musiker CODY CANADA etwas näher vor. Mit seiner neuesten Formation THE DEPARTED kommt Canada im Dezember nicht nur erstmals überhaupt nach Deutschland auf Tour (bisher hatte er lediglich den Flughafen von Frankfurt kennengelernt), er spielt mit seiner Truppe bekanntlich auch auf unserer Christmas Party in Berlin, worauf wir uns schon seit Wochen freuen, denn mit The Band Of Heathens, Baskery sowie Julian Dawson als MC ("Master Of Ceremonies" oder Conferencier oder Moderator) sowie der Location (Roadrunners Rock & Motor Club) haben wir ein Top-Programm anzubieten. Vor The Departed war Cody Canada nahezu 10 Jahre lang der Kopf von Cross Canadian Ragweed, die den Red Dirt-Sound über die Grenzen von Oklahoma und Texas hinaus populär gemacht haben, außerdem wird Heckmann in der Sendung neben einem Interview mit Canada und Seth James, einem weiteren Bandmitglied von The Departed, natürlich viel Musik mit Canada und seinen langjährigen Weggefährten vorstellen.

Auf der Blue Rose-Facebook-Seite gibt es bereits diverse Videos von CODY CANADA & THE DEPARTED zu sehen. Man muss keine Anmeldung bei Facebook haben, um diese Seite und Videos sehen zu können. Wer allerdings regelmäßige, schnelle und exklusive Infos zu unserem Label haben möchte, dem sei eine Registrierung bei Facebook empfohlen (wobei man ja nicht gleich die "Hosen runterlassen" muss, wer Bedenken gegen diese Art Netzwerke hat).

Die Oktober-Ausgabe der Blue Rose Radio Show ist jetzt im Archiv und per Klick auf den blauen PLAY-Button in voller Länge (ca. 93 Minuten) nachzuhören. Moderator Heckmann berichtet darin von seinem Ausflug nach Austin, Texas und Nashville, Tennessee Anfang Oktober, bei dem er mit viel interessanter und teils unbekannter Musik zurückgekommen war und diese in der Sendung ausgiebig vorgestellt hatte.

Die nächste reguläre Ausgabe der monatlichen Internetradio-Sendung ist am Montag, den 21. November 2011, wie gewohnt von 22 bis 24 Uhr.



30.10.


HANK SHIZZOE
Live At The Blue Rose Christmas Party 2010


CD € 13,90
2LP+CD € 26,90
Seit vielen Jahren findet jedesmal im vorweihnachtlichen Dezember die mittlerweile berühmte Blue Rose Christmas Party statt. In bester freundschaftlicher Atmosphäre treffen sich Musikfans aus ganz Deutschland, um ihre Lieblingsbands aus Europa und - oft extra eingeflogen - aus den USA zu erleben und mit ihnen gemeinsam zu feiern. Die Weihnachtsfete 2010 stand unter dem Motto "Homecoming"! Nach drei Jahren "in der Fremde", nämlich in der Blues Garage in Hannover, kehrte Blue Rose-Labelchef Edgar Heckmann mit seinem Programm ins quasi vor seiner Haustür gelegene Bürgerhaus Böckingen in Heilbronn zurück, dahin, wo bis 2006 so illustre Acts wie die Drive-By Truckers, Steve Wynn & The Miracle 3, Todd Thibaud, Iain Matthews, Cindy Bullens usw. die Grundlage zur Legendenbildung um diese Veranstaltung schufen.

Am Sonnabend, dem 11. Dezember 2010, war zwischen den Lokalmatadoren Westwood, dem omnipräsenten, wie fast jedes Jahr als MC fungierenden Julian Dawson und der texanischen Country Rock/Red Dirt Band Micky & The Motorcars der nicht nur unter Blue Rose-Fans so ungemein populäre schweizer Roots Rocker HANK SHIZZOE angekündigt. Es sollte ein Rock'n Roll-Abend der Extraklasse werden, nichts weniger! Hank Shizzoe und seine Band erwischten - zusätzlich motiviert von der begeistert mitgehenden Menge - eine wahre Sternstunde! Eine geradezu kongeniale Show, zu gut, um sie dem Rest der Musikwelt vorzuenthalten, weshalb es sie jetzt als Silberling gibt: Live At The Blue Rose Christmas Party 2010.

Hank Shizzoe gehört seit fast zwei Dekaden zu den ganz Großen seines Fachs auf höchster internationaler Ebene und braucht hier wahrscheinlich niemandem mehr großartig vorgestellt zu werden. Ein Fach, das grob mit den Schlagworten "Blues Power, Roots Rock-Finesse, Slide Guitar-Craziness" beschrieben werden kann. Nach einer langen Geschichte mit 6 hervorragenden Veröffentlichungen auf dem norddeutschen Blues Label CrossCut Records debütierte der Mann, der eigentlich Thomas Erb heißt und in Bern wohnt, in 2007 für Blue Rose mit seiner CD Headlines. Zuvor eher im reinen Blues-Lager angesiedelt erfuhr er nun eine erheblich weitergehende Akzeptanz - hinein in die pralle Americana-Welt der innovativen Singer/Songwriter und des sumpfig-schwülen Roots Rock der Südstaaten. Ein im Stuttgarter Laboratorium mitgeschnittenes Konzert folgte im Frühjahr 2009 in Form der Doppel-CD Live In Motown. Beide Veröffentlichungen wurden in Quartettbesetzung eingespielt und firmierten unter Hank Shizzoe & The Directors. Anfang 2010 erschien das bislang wohl reifste Studioalbum Breather, eher eine Solonummer bei der Hank Shizzoe sich - übrigens nicht zum ersten Mal - als veritabler Multiinstrumentalist erweist, der sich an allen Saiten sowieso, aber auch an Klavier, Orgel, Bass und Schlagzeug zuhause fühlt.

Die Show im Bürgerhaus stand ganz unter dem rauen R.O.C.K.-Diktat von Rock'n Roll, Blues Rock, Roots Rock, Americana Rock: Im knappen elektrischen Trioformat spielten sich die drei Schweizer schon mit den ersten Akkorden in die Herzen der Zuschauer, zogen in der ihnen zur Verfügung stehenden Stunde alle Register ihre Könnens und brannten nach ausgiebiger, geradezu lustvoller Zündelei ein spektakuläres Feuerwerk ab - musikalisch wurde Silvester quasi um 20 Tage vorverlegt! Anders als bei den Directors agierte diesmal Felix Müller, ebenfalls ein langer Weggefährte Shizzoe's, an der elektrischen Bassgitarre, am Schlagzeug saß natürlich Christoph Beck, der nahezu auf allen Shizzoe-Platten dabei war. Der Saitenmeister selber zeigte sich in absolut souveräner Bestform mit furiosen Slide-Attacken, langen Electric Lead-Ausflügen und beseelten, mit tiefer, markiger Stimme vorgetragenen Vocals.

Flankiert von gleich drei bemerkenswerten Covernummern bestand das Programm zumeist aus eigenen Songs in einem breiten Spektrum von der allerersten CD Low Budget ('Oh So Near', 'Caught Asleep') über 'Southern Movements', 'Arrows Through My Heart' bis zu Directors-Stoff wie 'Mrs. Hippy', 'Hey Now Say Now' und 'I Still Want You' vom aktuellen Breather-Album. Letzteres als begeisternde 8:48-Jam-Version mit fulminantem Drums-Solo. Zur Eröffnung wählte das Trio das blues-rockige 'Shape I'm In' von der kultigen Austin-Band The Arc Angels (Doyle Bramhall II, Charlie Sexton & Double Trouble), in der Mitte stand mit David Lindley's 'When A Guy Gets Boobs' ein weiterer spektakulärer Track von Breather. Und als Zugabe gab es dann noch - wahrlich maßgeschneidert für diesen besonderen Auftritt - eine knochentrockene, slow-rockende Fassung von ZZ Top's 'Prettyhead'!

Ohne jede Übertreibung war das Hank Shizzoe And His Band at their very best, superpräsent, voll auf den Punkt, mit riesigem Spaß bei der Arbeit, den Nerv des begeisterten Publikums treffend. Jeder, der dabei war, wird sich glücklich und dankbar erinnern, alle anderen müssen sich mit dieser CD trösten. Natürlich nur die zweitbeste Lösung, aber immerhin...!!

Live At The Blue Rose Christmas Party 2010 ist ab sofort über unseren Webshop sowie ab Anfang Dezember auch im regulären Handel erhältlich.



14.10.

Die nächste Ausgabe der BLUE ROSE RADIO SHOW auf rockradio.de läuft am Montag, 17. Oktober zu gewohnten Zeit von 22 bis 24 Uhr. Blue Rose-Labelmacher und Moderator Edgar Heckmann kommt am Morgen von seinem Aufenthalt bei der "Americana Music Conference" in Nashville, Tennessee, zurück, und ohne Verschnaufpause wird er abends aus seinem Packen mitgebrachter Alben Stücke präsentieren. Darunter befinden sich topheiße CDs von Tom Gillam (Rustic Beauty wird es bis auf Weiteres nur bei den anstehenden Live-Shows zu Kaufen geben) oder Neuheiten von Jim Cuddy (Blue Rodeo), Whitehorse (Luke Doucet und Melissa McClelland), Miles Zuniga (neues Mitglied der Resentments), David Grissom, den Bangles sowie weitere dicke Tipps. Zwischen den Songs wird Heckmann von seinen Tagen in Nashville und Austin erzählen. Vor allem Nashville war wieder einmal eine Reise wert. Er macht einen Rückblick über die stattgefundenen Live-Shows und gibt die Ergebnisse der prestigeträchtigen "Americana Music Awards" bekannt. Er würde sich freuen, wieder zahlreiche Hörer begrüßen zu können.

Am 2.10. gab es von 14 bis 15:30 Uhr ein BLUE ROSE RADIO SHOW SPECIAL mit TODD THIBAUD und JOSEPH PARSONS. Neben den beiden Musikern war auch die Rhythm Section mit Matt Muir (Drums) und Freddi Lubitz (Bass) im Studio sowie Tour-Agent Christian Böhm, und alle fünf stellten sich den Fragen von Blue Rose-Labelmanager Edgar Heckmann. Doch auch die Musik kam nicht zu kurz, im Fokus lagen natürlich Songs aus dem aktuellen PARSONS THUIBAUD-Album Transcontinental Voices.

Wer die Sendung verpasst hat und/oder sie gerne (noch) einmal anhören möchte, der kann dies tun - einfach den blauen PLAY-Button oben rechts anklicken und die Sendung in voller Länge (ca. 88 Minuten) abspielen. Wir wünschen viel Vergnügen!



10.10.

Welcome to Blue Rose:
CAROLYN WONDERLAND



CAROLYN WONDERLAND
Peace Meal


CD € 13,90
2-LP
€ 24,90
CAROLYN WONDERLAND - kleine Frau mit kolossaler Stimme und riesigem Gitarrenspiel! Die begnadete Blues & Roots-Künstlerin aus Texas scheint mit ihrer musikalischen Entwicklung noch lange nicht fertig zu sein. Vor fast 20 Jahren hat sie ihre professionelle Laufbahn als Sängerin und Gitarristin in Houston gestartet und ist in den späten 90ern nach Austin gezogen. Mittlerweile ist die Enddreißigerin - sehr viele Nebenprojekte nicht mitgezählt - bei ihrem 8. eigenen Album angelangt. Peace Meal heißt das bravoröse Werk, das sie ein gehöriges Stück weg vom stilistisch manchmal doch etwas einengenden Texas Blues zu einer stärkeren Roots & Americana-Ausrichtung führt. Peace Meal ist dazu Carolyn Wonderland's Debüt auf Blue Rose und bestens geeignet, ihren fulminanten, urwüchsigen, dynamischen Stil auch bei uns erfolgreich durchzusetzen. Die 12 Tracks dieses hervorragenden Albums bieten dafür alle Voraussetzungen!

Blues Guitar Woman! Ganze Absätze könnte man verfassen über Carolyn Wonderland als eine der wenigen elektrischen Blues-Gitarristinnen, die es locker mit der männlichen Konkurrenz aufnehmen können. Aber das hieße, die vielen anderen Talente einer der meistbeschäftigten Powerfrauen in Texas zu verkennen. Sie ist nämlich ebenso eine hochkarätige Songschreiberin, die den Großteil ihres Repertoires selber komponiert, aber vor allem ist sie diese formidable Sängerin, die sich in allen Roots-Spielarten zuhause fühlt und in einem Moment die Janis Joplin-gestählte, Whiskey-getränkte Shouterin gibt, im nächsten die stimmgewaltige Americana-Interpretin frei nach Bonnie Raitt, Michelle Malone oder Susan Tedeschi. Und dann gibt's da auch noch Carolyn Wonderland als wichtige Szene-Integrationsfigur, die stets mehrere Projekte gleichzeitig betreut, die sich inmitten der All-Women-Southern Rocker von Sis DeVille genauso wohl fühlt wie als Leadsängerin in Jerry Lightfoot's Band Of Wonder oder beim Gospel-Treff der Imperial Golden Crown Harmonizers, die mit String Cheese Incident, Robert Earl Keen oder Los Lobos jammt, die mit Größen wie Buddy Guy, Bob Dylan und Johnny Winter auf Tour geht und die Songs mit Guy Forsyth, Sarah Brown und Candye Kane schreibt.

Carolyn Wonderland, 1972 in Houston geboren, wuchs als Kind einer Musikerfamilie eher mit Gitarren als Puppen auf, entdeckte bereits als Teenager ihre Vorliebe für den elektrischen Blues und gründete Anfang der 90er ihre langjährige Begleitband The Imperial Monkeys. Zusammen veröffentlichten sie in Serie die ersten vier deutlich Texas Blues-lastigen Alben Groove Milk (93), Truckstop Favorites Vol.2 (94), Play With Matches (95) und Bursting With Flavor (97), avancierten zu einem der regelmäßigsten und umjubelsten House Acts im legendären Antone's Club in Austin. In jenen "300 Gigs plus"-Jahren holte sich Wonderland Know How, Selbstvertrauen und Anerkennung. So steht ihr Name heute in einer Linie mit Local Heroines wie Lou Ann Barton, Angela Strehli, Sue Foley, Toni Price und Marcia Ball - immer wieder gerne geäußerte Vergleiche zu übermächtigen Texas-Ikonen wie Janis Joplin und Stevie Ray Vaughan zielen übrigens gar nicht so weit an der Realität vorbei!

Da war es nur folgerichtig, dass sie ab dem neuen Jahrtausend zwar noch mit den Imperial Monkeys auftrat, auf Concert Posters und Album Covers aber alleine firmierte. Alcohol & Salvation (01) und das von Stephen Doster produzierte Bloodless Revolution (03) wurden noch unter ähnlichen Bedingungen wie zuvor aufgenommen, mit Miss Understood gelang Wonderland in 2008 aber der ganz große Durchbruch in die weite Americana-Welt. Von Asleep At The Wheel-Mastermind Ray Benson produziert und mit einer großen Schar von angesagten Studiomusikern der Austin Topklasse eingespielt, präsentierte sie ein bislang nicht gekanntes buntes Spektrum von Roadhouse Rock und Boogie über R&B und Funk bis Singer/Songwriter, Texas Folk, Country und zurück zum elektrischem Blues Rock.

Unter der Überschrift "es geht immer noch etwas besser" bietet uns Carolyn Wonderland mit Peace Meal nun den vorzüglichen, stilistisch mindestens ebenso breit aufgestellten Nachfolger zu Miss Understood. Der Albumtitel ist eine Anspielung auf ihr ausgeprägtes soziales Engagement in Austin, besonders für die Versorgung der vielen Homeless People, für die Finanzierung von Armenwohnungen und Suppenküchen, für Krankenversicherungen für Musiker, für die Legalisierung von Marijuana usw. Es spricht für Wonderland's Selbstbewusstsein und Coolness, dass sie gleich zum Start eine eher unbekannte Janis Joplin-Nummer ausgesucht hat, die sie dann entsprechend offensiv und extrovertiert interpretiert - oben im Rock-Himmel wird ihr garantiert jemand bei 'What Good Can Drinkin' Do' zuprosten...! In der Folge erleben wir einen gelungenen Mix von 6 neuen Wonderland-Eigenkompositionen, großer Blues-Tradition in Gestalt von Muddy Waters ('Two Trains'), Elmore James/Robert Johnson ('Dust My Broom') und Bo Diddley (Samuel Smith's 'I Can Tell'), sowie je einem Song aus dem Grateful Dead-Umfeld ('Golden Stairs' von Vince Welnick/Robert Hunter) und von Bob Dylan ('Meet Me In The Morning'). Mit Dylan verbindet sie eine lange Freundschaft, nachdem er förmlich ausgeflippt war, als er vor Jahren ihren Song 'Bloodless Revolution' hörte und sie spontan zum Jammen in seine Show einlud.

Auf Peace Meal reichen gleich drei illustre Produzenten den Studiotürschlüssel weiter: Ray Benson, schon für den Sound auf Miss Understood verantwortlich, fällt dabei der Löwenanteil zu, der schwer beschäftigte Gitarrist Larry Campbell hat vier Tracks in der berühmten Scheune von Levon Helm in Woodstock aufgenommen. Er hat ja gerade erst für Helm, Ollabelle, Paul Simon, Hot Tuna, Rosanne Cash, Solomon Burke u.a. gearbeitet und glänzt hier zudem mit akustischen, elektrischen und Pedal Steel Gitarren und an der Mandoline. Eine echte Überraschung bedeutet der Name des großen Michael Nesmith als Produzent des Blues-Klassikers 'Dust My Broom'. Der mittlerweile 68-jährige Ex-Monkees-Chef/Country Rocker/Videokultur-Innovator/Musiknetzwerk-Stratege hält es in jeder Weise kurz und knapp: In nur 2:45 lässt Wonderland mit Lap Steel und Vocals, nur begleitet von Klavier und Drums, keine Blues-Fragen offen! Wenn sie nicht an der Lap Steel sitzt oder wie auf dem abschließenden 'Shine On' Mandoline spielt, ist sie sonst durchweg an der elektrischen Gitarre zu hören - und auch das mal wieder in geradezu bestechender Form! Zu den ausgesuchten Studiomusikern auf Peace Meal gehören neben Larry Campbell u.a. Cindy Cashdollar (Lap Steel), Cole El-Saleh (alles mit Tasten), Lincoln Schleifer oder Glenn Fukunaga (Bass), Rob Hooper (Drums) und die McCrary Sisters mit ihren typischen Gospelchor-Stimmen.

Carolyn Wonderland - Blues Guitar Woman, Roots Rock Lady, Vocal Goddess!!

Peace Meal ist sofort über unseren Webshop sowie im regulären Handel erhältlich.



30.09.


DEADMAN
Take Up Your Mat And Walk


CD € 13,90
DEADMAN ist eine neue, unbedingt zu beachtende Größe in der Folk & Roots Rock-Abteilung von Austin, Texas. Das Sextett um den charismatischen Bandleader Steven Collins hat sich über viele Jahre eine enorme Fangemeinde aufgebaut, zu der auch schon seit längerem das Blue Rose-Label gehört. Nach kontinuierlichem Baggern ist es in diesen Monaten endlich gelungen, Deadman unter Vertrag zu nehmen. Im Juli wurde vorab, quasi als Appetitanreger für das hiesige Publikum, bei dem der Name Deadman noch nicht geläufig war, die Live-CD Live At The Saxon Pub veröffentlicht. Mit großer, durchweg positiver Resonanz bis hin zur völligen Begeisterung. Mit diesem kompakten Team Sound à la The Band, in dem so leichtgängig Southern Rock, Texas Folk, Country Rock und 70er old school Rock'n Roll unter dem aktuellen Americana-Banner verknüpft wird, ließ sich wohl punkten! Nun ist wie versprochen das angekündigte neue Studioalbum fertig und kann auf die wartende Deadman-Gemeinde losgelassen werden: Take Up Your Mat And Walk.

Deadman ist keineswegs eine neuere Errungenschaft, sondern durchaus eine Band mit Vergangenheit oder genauer: Ihr Frontmann Steven Collins befindet sich schon länger im Geschäft. Er stammt nämlich eigentlich aus Dallas und hat dort eine erste Deadman-Inkarnation bereits vor 12 Jahren an den Start geschickt. Im Quartett mit seiner Frau Sherilyn an den Tasten veröffentlichte er nach einer frühen EP zunächst 2002 regional das volle Debüt Paramour. Obwohl der Produzentenstuhl mit Daniel Lanois-Schüler Mark Howard (Chris Whitley, Vic Chesnutt, Lucinda Williams, Tito & Tarantula) hochkarätig besetzt war, verschwand das Album schnell aus den Regalen. Der ebenfalls von Howard produzierte 2005er Nachfolger, Our Eternal Ghosts auf dem renommierten Independent Label One Little Indian, stellte das Ehepaar Collins nicht nur auf dem Cover stark in den Vordergrund und markierte eine deutliche Tendenz zu Alt.Country und versponnenem Freigeist-Folk Rock à la Sarah Lee Guthrie & Johnny Irion. Aber auch diese CD war leider schnell vergessen. Erst ab 2008 machte Deadman wieder auf sich aufmerksam - in Form eines komplett runderneuerten Projekts, nachdem Steven Collins von seiner Frau verlassen wurde und in die ewig blühende Musikmetropole Austin umgezogen war, um einen kompletten Neuanfang zu wagen. Das sollte ihm im Sommer 2008 mit dem Album Severe Mercy gelingen. Die Texte flossen nur so aus seiner Feder, schließlich gab es reichlich Beziehungs- und Trennungsstoff zu verarbeiten. Dem ganzen Album liegt eine traurige Note zugrunde und der schwebende, wabernd atmosphärische Sound im Produktionsstil eines Daniel Lanois tut sein übriges dazu. So war Severe Mercy Vergangenheitsbewältigung und Aufbruch zugleich.

Steven Patrick Collins ist Leadsänger, Songschreiber und Rhythmusgitarrist des aktuellen Sextetts, zu dem auch Akustikgitarrist Kevin McCollough, Drummer Kyle Schneider, Bassist Lonnie Trevino Jr., Hammond B3-Organist Matthew Mollica und der exzellente Leadgitarrist Jacob Hildebrand gehören. Anders als noch in den frühen Dallas-Zeiten präsentiert sich Deadman heute als kompakte musikalische Einheit, in der ein Rädchen ins andere greift, und die in unzähligen Konzerten, besonders an den regelmäßigen Dienstag-Abenden im Saxon Pub, fest zusammengeschweißt wurde. Wie wir alle wissen, legt Live At The Saxon Pub davon ein beeindruckendes Zeugnis ab! Aber Take Up Your Mat And Walk, das mittlerweile 5. Album in Steven Collins' Deadman-Diskografie, ist eine ganz andere Geschichte und stellt nun die Studioqualität der Band in den Vordergrund. Anders noch als zuletzt auf Severe Mercy hat man auf eine künstlich übergestülpte Klanglandschaft völlig verzichtet und das Material bewusst auf ganz natürliche Weise im Stil der frühen 70er Jahre arrangiert und mit altem Analog-Equipment in Eigenregie und -produktion aufgenommen.

Von den 10 Stücken, allesamt Steven Collins-Kompositionen, kennen wir die Hälfte bereits vom Saxon Pub-Mitschnitt in den raueren, groovenden, mit schweren Gospel-Elementen versehenen Live-Versionen. Hier erfahren wir 'If I Lay Down In The River', 'Don't Do This To Me', 'Oh Delilah', 'Ain't No Music' und den Titelsong dagegen in geradezu lässiger, entspannter Folk & Country Rock-Atmosphäre. Ja, besonders deutlich werden die Unterschiede bei 'Ain't No Music', das hier fast als ein vergessener Outtake von Bruce Springsteen's Nebraska anmutet!

Von den neuen Songs kommen 'Till The Morning Comes' und 'I'm Not Who You Think I Am' als luftige Alt.Country Rock-Nummern: stilistisch fest in den 70ern verankert, aber mit dem gewissen Etwas der No Depression-Generation verbandelt. 'This Old World's Not Gonna Change' erinnert gar an 'Visions Of Johanna', steht auch sonst in klarer Dylan-Diktion, bis die schroffe elektrische Gitarre von Jason Hildebrand frühe Uncle Tupelo-Parallelen aufkommen lässt. 'Gilead' bemüht ein weiteres Mal den bei Deadman so häufig vermerkten Vergleich zu The Band und ist vielleicht der eingängigste Song auf dem ganzen Album. 'We All Need Love' glänzt mit einem feinen 4- oder 5-Part-Chor über breiter Hammond Orgel, während sich Steven Collins' Leadgesang mal wieder in Richtung Van Morrison erhebt und mit einer Bläsersection konkurriert.

Das letzte Stück von Take Up Your Mat And Walk, der gleichnamige Titelsong, ist mit über 5 Minuten deutlich am längsten und baut am Ende nochmal feinstes The Band-Feeling auf, die Gitarre hört sich wie bei Poco anno 1971 an und der endlos hymnischen Melodieschleife wird sich keiner ohne weiteres entziehen können. So schön kann pure Nostalgie also klingen!

Take Up Your Mat And Walk ist ab sofort über unseren Webshop sowie ab dem 7. Oktober auch im regulären Handel erhältlich.



16.09.


PARSONS THIBAUD
Transcontinental Voices


CD € 13,90
LP € 19,90
Mit Transcontinental Voices melden sich zwei Blue Rose-Urgesteine eindrucksvoll zurück. Die beiden Singer/Songwriter JOSEPH PARSONS und TODD THIBAUD gehören bereits seit Ende der 90er Jahre zum großen Familienclan des Labels, haben dort eine Unmenge von Soloalben, aber auch mehrere verschiedene Bandprojekte veröffentlicht. So oft sich ihre Wege bei Live-Terminen schon kreuzten, der eine beim anderen im Vorprogramm spielte und umgekehrt, so selten sind die beiden vereint auf einer CD zu hören. Gut, da fällt einem zunächst das legendäre Quartett Hardpan ein, mit dem sie in 2002/03 reichlich Aufsehen erregten, und dann Ende 2007 ihr selbstbetiteltes akustisches Duo-Debüt, das wegen einer anstehenden Deutschland-Tournee ziemlich ad hoc aufgenommen wurde und je zur Hälfte aus neuen und bekannten Stücken bestand. Nach fast vierjähriger Pause nimmt das Team PARSONS THIBAUD nun wieder Fahrt auf und präsentiert den Nachfolger Transcontinental Voices - ein prächtiges Gemeinschaftswerk mit sehr viel Wohlklangatmosphäre!

Joseph Parsons wuchs in Pennsylvania auf, zog später nach Los Angeles, Boston, New York und Louisiana, machte Musik auf den Straßen von Barcelona und anderen europäischen Metropolen. Seit den frühen 90ern wurde Parsons in Philadelphia sesshaft, professionell startete er bei Blue Rose Anfang 98 mit dem von der Kritik begeistert aufgenommenen 5 A.M. Ein Jahr später folgte das Album Joseph Parsons, Live In Europe bot danach feinen Stoff seiner 99er Deutschland-Tournee mit Begleitband. Im Herbst 2001 begann er mit seinen Kollegen Chris Burroughs, Terry Lee Hale und Todd Thibaud das Unternehmen Hardpan. Eine Studio-CD und ein Live-Doppelalbum zählten zu den absoluten Label Highlights der letzten Dekade! Nach einem kurzen Abstecher bei 4 Way Street, einem weiteren All-Star-Quartett in klassischer CSNY-Manier, etablierte sich Joseph Parsons mit seinen Blue Rose-Alben The Vagabond Tales (2005), The Fleury Sessions (2006) und Heavens Above (2008) endgültig in der ersten Songschreiberliga! Der große Blonde mit der markanten, ausdrucksstarken Stimme, der inzwischen in der Nähe von Hannover wohnt, begeistert mit seinen durchgängig guten Songs eine breite Schicht von Americana- und Folk Rock-Fans. Seine jüngste CD Hope For Centuries (2011) erschien im Eigenverlag, aber bereits zuvor im Sommer 2010 feierte man bei Blue Rose eine weitere Supergroup von vier namhaften, jeder für sich herausragenden Singer/Songwriter-Persönlichkeiten, die sich unter dem Namen U.S. Rails zusammenfanden: Neben Parsons sind das Tom Gillam, Ben Arnold und Scott Bricklin, mit Matt Muir am Schlagzeug.

Todd Thibaud begann seine Karriere Anfang der 90er mit den Courage Brothers, einer Formation, die in Something Strong(92) und Wood (95) zwei erstklassige Alben vorlegte - beide wurden später auf Blue Rose wiederveröffentlicht. Bereits damals bestach Thibaud mit melodiereichen Folk Pop Songs und einem erlesenen Gitarrensound. Mit dem 97er Solodebüt Favorite Waste Of Time setzte sich der Mann aus Boston ein erstes kleines Denkmal. Es folgten die klassischen Blue Rose-Studiowerke Little Mystery (99), Squash (2000), Northern Skies (2004), Broken (2008) und die bereits erwähnte Hardpan-Phase, alle davor, dazwischen und danach erschienenen Live-Veröffentlichungen - solo oder mit Band, als CD oder DVD - aufzuzählen, würde jeden Rahmen sprengen! Sein einfühlsamer, attraktiver Gesang, diese zwingenden Harmonien, süffige Gitarrenläufe Marke Westcoast, clever verteilte Acoustic/Electric Parts, dazu der Punch von Heartland & Prairie Rock haben ihn zu einem absoluten Meister vertrauter, fast traditioneller Singer/Songwritermusik mit Rock & Pop reifen lassen!

Transcontinental Voices ist also das lang ersehnte zweite Album von Parsons Thibaud. Anders als beim Vorgänger haben wir es nun mit einer richtig konzipierten, voll arrangierten Produktion inklusive Begleit-Rhythm Section zu tun, für die unsere beiden Helden brandneues Material bereitgestellt haben. Einzig die Joseph Parsons-Nummer 'Float' ist kürzlich auf dessen Album Hope For Centuries in einer alternativen Version zu hören und Todd Thibaud-Kenner mögen sich vielleicht daran erinnern, dass sein 'All That I Can Do' bereits als Demo-Version auf der Bonus-CD zu Broken enthalten war. Beginnend mit Thibaud's 'Hands Of Love', einem eingängigen Ohrwurm-Folk Rocker, erleben wir 10 Tracks, jeweils im steten Wechsel wie früher bei... sagen wir mal David Crosby & Graham Nash oder, um im zeitgemäßeren Americana-Bild zu bleiben, wie bei Mark Erelli & Jeffrey Foucault. 'The Natural Way' kommt mit der Parsons eigenen Melancholie, 'Broken Sparrow' schlurft leise akustisch vor sich hin, bevor 'Gaze' mit Byrds-ähnlicher Gitarre und einem feinen Acoustic Solo wieder Folk Rock-Kurs hält. Hervorragend im Fluss und mit unendlichen Melodien gespickt, nicht unähnlich einer frühen Simon & Garfunkel-Platte geht es zwischen Balladen und Folk Rock weiter: 'So Unkind', 'Drowning', 'I'm Right Here', 'Float', 'All That I Can Do' bis hin zum abschließenden 'Loaded Guns'.

Beide Protagonisten sind für sämtliche 6-String-Parts auf den akustischen und elektrischen Gitarren zuständig, Thibaud bläst manchmal die Mundharmonika, Parsons steuert etwas Percussion bei, aber es ist die Art, wie sie ihre Stimmen einsetzen, was nachhaltig in Erinnerung bleibt! Die unterschiedlichen Tonlagen sind leicht zu identifizieren, der jeweilige Leadgesang kommt beseelt und voller Leidenschaft, man trifft sich wie im von übergeordneter Hand geleiteten Blindflug in schwelgerischen Harmonien oder singt, um Sekundenbruchteile versetzt, gemeinsam im Refrain. Das wirkt ungemein attraktiv und auf sympathische Weise einschmeichelnd, das sind "transkontinentale Stimmen" von erlesener Qualität! Begleitet werden sie von zwei befreundeten Ostküsten-Profis: Matt Muir von U.S. Rails am Schlagzeug und Pete Donnelly von den Figgs (oft die Begleitgruppe für Graham Parker) am Bass und manchmal an der Orgel.

Transcontinental Voices ist ab sofort über unseren Webshop sowie ab dem 23. September im regulären Handel erhältlich.



16.09.


RICH HOPKINS & LUMINARIOS
Live At The Rockpalast Crossroads Festival


2CD+DVD € 19,90
3LP+DVD € 30,90

 
Foto: Gudi Bodenstein
Das Blue Rose-Urgestein RICH HOPKINS meldet sich zurück mit einer neuen Live-Scheibe! Rich Hopkins und seine Luminarios stehen für bedingungslosen Gitarrenrock, wahren Tucson Rock'n Roll, Byrds-style Psychedelic Pop, höchste Elektrizität und urwüchsige Power. Trifft das schon auf die zahlreichen Studioalben zu, die Hopkins seit seinem Luminarios-Debüt Personality Crisis im Jahr 1992 überwiegend auf Blue Rose veröffentlicht hatte, so begeistern seine Live-Shows umso mehr. Seit 1997 ist Hopkins regelmäßig auf deutschen Bühnen zu Gast und hat sich so eine große und treue Fangemeinde erspielt. Seine Auftritte waren schon immer außergewöhnlich und festigten seinen Ruf als Desert Rock-Gitarren-Derwisch mit endlos langen, schweiß-treibenden Gitarrensoli und der aufopfernden Bühnenpräsenz.

Neben bisher neun Studioalben für Blue Rose hat Rich Hopkins überraschenderweise "nur" zwei Live-Scheiben veröffentlicht, wobei eine davon eine DVD war (Live in Germany 2004). Seit 13 Jahren war keine Live-CD mehr von RICH HOPKINS & LUMINARIOS erschienen, und so war der Auftritt beim prestigeträchtigen Crossroads-Festival des WDR-Rockpalasts in der Bonner Harmonie am 22. Oktober 2010 die beste Gelegenheit, hier Abhilfe zu schaffen. Und zwar in der von Blue Rose bereits gewohnten "Vollbedienung" in Form einer Doppel-CD+DVD, wobei die DVD die 60-Minuten-TV-Ausstrahlung in perfektem Bild und Stereo-PCM-Ton enthält. Auf den beiden CDs ist der komplette 90-minütige Set der zum Quintett erweiterten Luminarios festgehalten. Neben Rich Hopkins standen in Bonn Jon Sanchez (Gitarre), Ken Andree (Bass), George Duron (Drums) sowie Rich's Lebensgefährtin Lisa Novak (Gitarre, Vocals) auf der Bühne und begeisterten die Zuschauer in der proppenvollen Harmonie mit einem bunten Querschnitt des Hopkins'schen Schaffens, wobei Klassiker wie "Paraguay", "Soul Leecher" oder "Dirt Town" nicht fehlen durften.


Live At The Rockpalast Crossroads Festival ist ab sofort über unseren Webshop sowie ab dem 23. September im regulären Handel erhältlich.



28.08.


Blue Rose 2011-Shirt

Noch ist der Sommer nicht vorbei, und in Erwartung eines herrlichen Spätsommers gibt es jetzt passend dazu das BLUE ROSE-T-SHIRT im neuen 2011-Design. Dezent und nicht aufdränglerisch prangt das Blue Rose-Logo auf Brusthöhe, auf der Rückseite zeigt der Fan des Hauses, dass er Tonträger, seien es CDs oder Schallplatten, immer noch zu kaufen bereit ist.

Wir bieten das T-Shirt für Männlein und Weiblein und in 6 verschiedenen Farben bei den Männer-T-Shirts an: Schwarz, grau, dunkelblau, dunkelgrün, dunkelrot und weiß. Bei den Größen kann zwischen M, L, XL und XXL (auch weitere X-Größen sind auf Wunsch gegen einen Aufpreis machbar) wählen, bei den "Lady Fit"-T-Shirts für die Frauen (mit speziellem V-Ausschnitt) zwischen M, L und XL und den Farben schwarz, grau, royalblau, navy, rot und weiß. Bitte im Kommentarfeld bei der Onlinebestellung die Art (Mann/Frau), Farb- und Größenwunsch angeben.

Preis je T-Shirt € 15,00




26.08.

BREAKING NEWS!!!


JOHN HIATT hat es als 2. Blue Rose-Artist geschafft, die deutschen TOP 100-Album-Charts zu entern! Am 23.2.2007 war das Rickie Lee Jones mit ihrem Album The Sermon On Exhibition Boulevard gelungen, sie stieg damals auf Platz 70 ein. John Hiatt machte es mit seinem neuesten Werk Dirty Jeans And Mudslide Hymns besser - Platz 61 ist ein beachtliches Ergebnis und sein bisher zweiter Charts-Erfolg in Deutschland überhaupt. 1995 war es ihm mit seinem Album Walk On gelungen, nachdem er kurz zuvor in der TV-Sendung "Geld oder Liebe" mit Jürgen von der Lippe aufgetreten war und daraufhin auf Position 49 chartete. Wir hatten weder TV- noch große flächendeckende Radiounterstützung, wir werten den Einstieg auf Position 61 daher als großen Erfolg.

Das Feedback zum neuen Album ist durchweg hervorragend. Hier einige Online-Reviews als Bestätigung:
- Hooked-On-Music.de
- CountryMusicNews.de
- Gaesteliste.de
- Monstersandcritics.de
- Motor.de
- Musicheadquarter.de
- Rocktimes.de
- Rollingstone.de
- Sonomagazin.de
- Teleschau.de
- Welt.de

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Die Blue Rose-Band US RAILS mit Joseph Parsons, Tom Gillam, Ben Arnold, Scott Bricklin und Matt Muir sind zurzeit in den USA auf Tour. Ihr neues Album Southern Canon wird bei uns ab Januar 2012 erhältlich sein, gefolgt von einer umfangreichen Deutschland-Tour. Der Band wurde dieser Tage die Ehre zuteil, beim Baseball-Match der Philadelphia Phillies gegen die New York Mets in einer Spielpause vor ca. 80.000 Zuschauern eine 1-minütige A-Capella-Version von "Take Me Out To The Ballgame" zu singen.

Heute geben die US RAILS eine Live-Show beim Radio-Sender WXPN - auch online zu hören auf www.xpn.org. Beginn 18 Uhr deutsche Zeit!

Wer diese Nachricht zu spät liest, dem sei der Tipp gegeben, sich auf Facebook anzumelden bzw. sich bei Blue Rose Records als "Freund" registrieren zu lassen. Kurzfristige interessante News können so nicht mehr verpasst werden.



12.08.


MICKY & THE MOTORCARS
Raise My Glass


CD € 13,90
2-LP+CD
€ 26,90
Seit fast 10 Jahren begeistern MICKY & THE MOTORCARS ihr Publikum in Texas und darüber hinaus mit kernigem, zeitlosem Red Dirt/Country Rock. Zunächst noch etwas abseits vom weitaus größeren Rummel um ihre Brüder bei Reckless Kelly, aber deswegen nicht weniger mit stetig wachsender Reputation! Raise My Glass ist das 6. Album des Quintetts aus Austin und der Studionachfolger zu Naive, dem 2009er Blue Rose-Debüt und gleichzeitig ihrer bislang erfolgreichsten Veröffentlichung.

Micky & The Motorcars gehören zum einflussreichen Braun Family Clan, der ursprünglich aus Idaho stammt, sich dann im Großraum Austin angesiedelt hat und ja mit den älteren Brüdern Willy & Cody bestens bei Reckless Kelly vertreten ist. Micky und Gary Braun haben ihre Band etwas mehr "down home" angelegt und sich mit größter Leidenschaft dem urtexanischen Country Rock verschrieben. Eigentlich sind Micky & The Motorcars eine typische Live Band, die regelmäßig den "mehrere 100 Shows per Annum"-Schlauch durchzieht. Auszeiten nehmen sie sich praktisch nur, wenn sie genug Material für neue Studioaufnahmen beisammen haben. Die Ergebnisse hören sich dann in der Regel auch sehr direkt, schnörkellos, aus einem Guss, eben richtig live an - und Raise My Glass macht da selbstverständlich keine Ausnahme! So hören wir hier 11 brandneue Songs in einer im positiven Texas-Sinn konventionellen Produktion von Bukka Allen (Sohn des legendären Terry Allen) und Brian Standefer, die beide auch große Erfahrung als Sessionmusiker für Alejandro Escovedo, Owen Temple, Po' Girl, die Flatlanders und Ryan Bingham vorweisen können.

Noch mehr als auf Naive hat Bandboss, Frontman mit erhöhtem Coolness-Faktor, Leadsänger und Gitarrist Micky Braun diesmal seine Stücke mit Freunden aus der Szene im Team verfasst, z.B. mit dem großen Singer/Songwriter Kevin Welch und dessen Nachkommen Savannah (The Trishas) & Dustin Welch, Brian Keane, Jason Eady und mit seinem Reckless Kelly-Bruder Willy Braun. 'Big Casino' ist eine Zusammenarbeit von Gary und Willy - es ist folglich auch der eine obligatorische von Rhythmusgitarrist Gary Braun gesungene Track der Platte. Wie immer komplettieren Leadgitarrist Kris Farrow, Bassist Mark McCoy und Drummer Shane Vannerson die Besetzung. Unter den wenigen Studiomusikern befinden sich natürlich die beiden Produzenten mit Keyboards bzw. Cello, dazu Pedal Steeler Marty Muse, Harmoniesängerin Sally Allen und Kevin Welch als Gitarrist auf seinem 'How Far I'll Go'.

Raise My Glass ist beginnend mit dem Titelsong ein einziger Fluss von Country Rock im mittleren bis offensiven Tempo von eingängigen Rockern mit elektrischen Gitarren und dominanten Hooklines bis zu sämigen, melodiestarken Balladen mit hymnischen Refrains, die man sich schon jetzt perfekt zu später Stunde an geeigneter Stelle in einem typischen Micky & The Motorcars-Konzert vorstellen kann. 'Raise My Glass', 'A Thousand Tears', 'How Far I'll Go', 'Longer Walk In The Rain', 'Never Been Out Of West' und 'St.Lucy's Eyes' mögen vielleicht etwas herausstechen, aber im Grunde ist es die Dichte der Songqualität, die bei Micky & The Motorcars mal wieder restlos überzeugt!

Raise My Glass ist ab sofort über unseren Webshop sowie ab dem 26. August im regulären Handel erhältlich.



27.07.

Welcome to Blue Rose:
DEADMAN



DEADMAN
Live At The Saxon Pub


CD € 13,90
2LP+CD
Was lange währt... Seit über einem Jahr ist Blue Rose schon an der Verpflichtung von DEADMAN dran, jener Kultband aus Austin, die sich mit häufigen Live Shows im Saxon Pub und anderswo eine große Reputation unter ihren zahlreichen Anhängern und den einschlägigen Fachleuten vom Austin Chronicle über das Paste Magazine bis Uncut erspielt hat. Nun hat es endlich geklappt, Ende September 2011 präsentiert Deadman ein neues Studioalbum, und es wird bei Blue Rose erscheinen! Um die in unseren Breiten nahezu unbekannten Texaner schon einmal gebührend vorzustellen, haben wir uns entschlossen, die bislang nur lokal und über die Band-Website erhältliche Live At The Saxon Pub-CD im Vorfeld auch hier zu veröffentlichen - sozusagen als Appetitanreger. Es ist ein fulminantes, fast 70-minütiges Statement über das riesige Potenzial dieser tollen Formation geworden, die so leichtgängig Southern Rock, Texas Folk, Country Rock und 70er old school Rock'n Roll unter dem aktuellen Americana-Banner verknüpft!

Wenn Deadman selbst eingefleischten Fans mittlerweile als typischer Austin-Botschafter ähnlich wie z.B. die befreundete Band Of Heathens gilt, dann beweist das nur, wie fest man in der Szene bereits verankert ist. Dabei ist Deadman durchaus eine Band mit Vergangenheit oder genauer: ihr Frontmann Steven Collins. Der stammt nämlich eigentlich aus Dallas und hat dort eine erste Deadman-Inkarnation bereits vor 10 Jahren an den Start geschickt. Im Quartett mit seiner Frau Sherilyn an den Tasten veröffentlichte er zunächst 2002 regional das Debüt Paramour. Obwohl der Produzentenstuhl mit Daniel Lanois-Schüler Mark Howard (Chris Whitley, Vic Chesnutt, Lucinda Williams, Tito & Tarantula) hochkarätig besetzt war, verschwand das Album schnell aus den Regalen. Der ebenfalls von Howard produzierte 2005er Nachfolger, Our Eternal Ghosts auf dem renommierten Independent Label One Little Indian, stellte das Ehepaar Collins nicht nur auf dem Cover stark in den Vordergrund und markierte eine deutliche Tendenz zu Alt.Country und versponnenem Freigeist-Folk Rock à la Sarah Lee Guthrie & Johnny Irion. Erst ab 2008 machte Deadman erneut auf sich aufmerksam - in Form eines komplett runderneuerten Projekts, nachdem Steven Collins in die ewig blühende Musikmetropole Austin umgezogen war.

Steven Patrick Collins ist Leadsänger, Songschreiber und Rhythmusgitarrist des Sextetts, zu dem auch Akustikgitarrist Kevin McCollough, Drummer Kyle Schneider, Hammond B3-Organist Matthew Mollica und der exzellente Leadgitarrist Jacob Hildebrand gehören. Der Job am Bass ging in den vergangenen Monaten gleich durch mehrere Hände: neben Lonnie Trevino Jr. spielten ihn allein auf diesem Album noch Glenn McGregor, John Michael Schoepf und Chris Gebhard. Anders als noch in den frühen Dallas-Zeiten präsentiert sich Deadman heute als kompakte musikalische Einheit, in der ein Rädchen ins andere greift, und die in unzähligen Konzerten fest zusammengeschweißt wurde. Und Live At The Saxon Pub legt davon ein beeindruckendes Zeugnis ab!

Gleich zum Start gibt Deadman mit 'Brother John' die Stimmung für die nächsten 68:30 Minuten vor: Die Orgel schwillt an, die Rhythm Section gerät in einen rollenden Groove und die drei Gitarren rocken herrlich abgestuft mit- und nebeneinander, Steven Collins intoniert hier seine klassischen Shouter Vocals nicht zufällig in der Manier eines Van Morrison und die anderen stimmen ein in diesen bis zu fünfköpfigen, fast gospel-artigen Harmoniechor, der sich im weiteren Verlauf zu einem echten Markenzeichen von Deadman entpuppen wird. Spätestens nach dem etwas schnelleren 'Don't Do This To Me' und der ersten längeren Nummer mit vielen Jam Rock-Anteilen, dem 7-minütigen 'If I Lay Down In The River', werden Assoziationen zu The Band, Little Feat, der Jerry Garcia Band und den Allman Brothers offenkundig. Ja, besonders die Ähnlichkeiten zu The Band in ihrer frühsiebziger Phase von 'Stage Fright' zu 'Cahoots' hören sich geradezu frappierend an. Deadman macht auch gar kein Hehl daraus, im Gegenteil: Mit Augenzwinkern wird hier sogar der Chorus vom The Band-Klassiker 'Life Is A Carnival' als "life is a carousel" eingebaut. Das hat Stil und bereitet einen gleich auf den nächsten Kracher vor - die nach Art der Band Of Heathens ('Shine The Light') höchst gospelig vorgetragene Ballade 'Love Will Guide You Home'.

Mit dem Rocker 'Oh Delilah', der auch gut jede Levon Helm-Scheibe adeln würde, und gleich zwei rootsigen Border/TexMex-Themen hintereinander geht es abwechslungsreich weiter. 'Adios Mi Corazon' und das über 6-minütige 'The Ballad Of The Gold Thief' streifen atmosphärisch und stilistisch Los Lobos, Calexico und Greyhound Soul. Letzteres mündet in ein berauschendes Finale mit abgefahrenen, spooky Licks des bestens aufgelegten Gitarristen Jacob Hildebrand, der aber im nächsten Stück sogar noch ein paar Schippen drauflegt. 'Ain't No Music' ist, dem Applaus des Publikums nach zu urteilen, Deadman's Trademark Song und Crowd Pleaser. In 9:21 schaukelt sich die Band durch südstaatlichen Roots Rock, Collins' Gesang steigert sich mit dem Bandchor in eine wahre Call & Response-Schlacht, Gitarren und Orgel jubilieren um die Wette und Hildebrand beweist, dass er seine Lektionen aus der großen Gitarrenschule von Dickey Betts bis Robbie Robertson nicht nur stumpf auswendig gelernt hat, sondern sie bis zum letzten Blutstropfen auslebt! Auch Matthew Mollica an der Orgel zeigt eindrucksvoll, wie unverzichtbar er für den Gesamtsound ist. 'Take Up Your Mat And Walk' verbindet nochmals The Band-meets-Band Of Heathens-Balladenpower mit heftigen Van Morrison- und Bob Dylan-Anleihen, 'Absalom! Absalom!' ist ein kurzer 3-Minuten-Rocker, bevor mit 'When The Music's Not Forgotten' das mit Abstand hymnenhafteste Stück im Bandkatalog folgt. Dieser zwingenden Melodie kann man sich einfach nicht entziehen und wenn dann noch die schwelgerische Leadgitarre einstimmt...

Das country-rockige, immer wieder von Acapella-Stops unterbrochene 'Mankind' beschließt eigentlich dieses so enorm stimmungsvolle, dichte Album, aber für die Blue Rose-Version gibt es noch einen unveröffentlichten Bonus Track obendrauf: 'Rough God Goes Riding' von Van Morrison's 97er Album The Healing Game! Die einzige Covernummer ist dem Ausnahmesänger Steven Collins natürlich wie auf den Leib geschneidert; ja, wie der hier den Van The Man gibt, das ist schon fast unheimlich!

Live At The Saxon Pub ist ab sofort über unseren Mailorder sowie im regulären Handel erhältlich.





27.07.

Welcome to Blue Rose:
STEPHEN SIMMONS



STEPHEN SIMMONS
The Big Show


CD € 13,90
2-LP+CD
€ 26,90
Mit STEPHEN SIMMONS ist einer der aktuell interessantesten jungen Americana-Musiker aus Tennessee auf dem Blue Rose-Label gelandet. Der mit einer poetisch kraftvollen Handschrift und mit so einer wunderbar warmen Baritonstimme gesegnete Singer/Songwriter veröffentlicht seit einer Dekade seine kleinen musikalischen Beobachtungen über Land und Leute auf lokaler Ebene und darüberhinaus mit stetig wachsendem Erfolg. Öfter war er auch schon in Europa, wo er sich besonders in Holland auf den einschlägigen Roots-Festivals oder auch in vertraulicher Clubatmosphäre einen regelrechten Kultstatus erspielt hat. Nach einer Serie von starken Genrealben zwischen Folk und Country bedeutet The Big Show nichts weniger als das Meisterwerk für Simmons bis dato und seinen Eintritt in die Blue Rose-Welt neben solchen hochkarätigen Kollegen wie Greg Trooper, Owen Temple, Chris Brecht, Markus Rill, Tim Easton, Jeff Black und wie sie alle heißen!

Stephen Simmons lebt seit vielen Jahren in East Nashville und gilt als fester Bestandteil der dort abseits vom Mainstream aktiven Alt.Americana-Szene. Ein derartig kreatives Umfeld ist die beste Voraussetzung, um die Stücke für ein solches Projekt wie The Big Show zu komponieren und die Texte in einer Mischung aus Innenansicht, Tiefgang, Ironie, versteckten Anspielungen, trockenem Humor, doppelsinnigen Wortspielen und ganz viel Lebenserfahrung "von der Straße" schnörkellos und leichtgängig aus der Feder fließen zu lassen. The Big Show ist ein Konzeptwerk über Leben und Leiden eines Clowns "on the road" mit seinem Zirkus. Es geht dabei um nichts weniger als die Suche nach Liebe und dem Sinn des Lebens, den Traum von Erfüllung und Anerkennung, die Ambivalenz von Heimat und Fernweh... - all die großen Themen inmitten trister Small Towns, zwischen dem Lachen des Publikums und dem Blues der einsamen Nächte oder der Flucht in dunkle Bars. The Big Show steht also nicht nur für die kurze Zeit am Abend auf der Bühne unter den Spotlights, sondern als Metapher für all die kleinen Rädchen im Getriebe des Lebens.

Letztendlich hat Stephen Simmons natürlich keinen tiefschürfenden Psycho-Roman geschrieben, sondern Musik gemacht. Und wie! The Big Show läuft über 73 Minuten, hat 20 Tracks, die meisten davon Songs im Americana-Zeitgeist zwischen Folk, Alt.Country und Country Rock, ein paar sind kurze Überleitungen und song-verbindende Statements. Stilistisch/formal besteht The Big Show aus einigen reinen Solostücken, die Simmons - ganz im Stil seiner 2006er CD Drink Ring Jesus - nur mit akustischer Gitarre, dylanesk sägender Mundharmonika und seiner attraktiven Wohlklangstimme im gehobenen Lagerfeuerambiente vorträgt. In der Mehrzahl hören wir den sympathischen Tennessee Troubadour allerdings zusammen mit bekannten, top-professionellen Studiomusikern in einer analogen state-of-the-art Produktion von Eric Fritsch, der bereits in 2004 Simmons' exzellentes Volle-Länge-Debüt Last Call betreut hatte. Fritsch, nicht nur Produzent sondern auch Multiinstrumentalist, ist bekannt von seinen Jobs für Scott Miller & Commonwealth, Greta Gaines, Kathy Mattea oder Altmeister Porter Wagoner bei seinem Comeback Wagonmaster. Auf The Big Show spielt er neben Dave Coleman (The Coal Men) die elektrischen und akustischen Gitarren sowie Hammond B-3 Orgel. Ferner wirken mit: Jen Gunderman (Ex-Jayhawks, Caitlin Cary, Paul Burch) am Klavier, Akkordion oder mit E-Piano, Orgel, Harmonium, Pedal Steeler Alex McCollough, die Bassisten Tim Marks (Will Hoge, Will Kimbrough) oder Dave Jacques, die Drummer Matt Crouse (John Coinman, Kevin Costner) oder Paul Griffith und Harmoniesängerin Wendy Newcomer.

Stephen Simmons ist ein sehr ausdrucksvoller Musiker mit ganz eigener Note und hohem Wiedererkennungswert! Trotzdem drängen sich beim Hören solcher Lieder wie 'Parchcorn Falls', 'Spark', 'Just What I Got' und 'I Am Not' Vergleiche zu Steve Earle, Robert Earl Keen und Bruce Springsteen auf, bei 'I'm Late', 'Empty Belly Blues No.32' und 'Heart Trouble' sogar zu John Prine und Townes Van Zandt. Im 6-minütigen 'The Circus' überrascht Simmons mit einem rezitativem Erzählstil frei nach Van Morrison, während die Band lässig und cool in den Jam-Modus verfällt. 'C'mon World' ist dagegen von der Leine gelassener Country Rock von zeitloser Güte, 'Born With A Mind' Freestyle/Spoken Word Poetry mit unterlegter Slide Guitar, wie man das in Nashville sonst nicht hört! Ja, und das kapitale, 9:15-lange 'Revelations No. 34' kommt zwar erst ziemlich spät, darf aber mit diesen abgefahrenen, über einen langen Europa-Aufenthalt als Gegenentwurf zu den gesellschaftlichen Versäumnissen in seiner Heimat reflektierenden, irgendwie surrealen "stream of consciousness" Lyrics und der sich zu einem veritablen Rock-Arrangement aufschaukelnden Begleitung gerne als ultimatives Highlight angesehen werden!

Derart frei von irgendwelchen Vorgaben, kommerziellen Zwängen und musikalischen Korsettstangen wie hier hat man Stephen Simmons jedenfalls noch nie erlebt. So ist The Big Show eine einzige Offenbarung eines tollen Künstlers mit großer Zukunft!

The Big Show ist ab sofort über unseren Webshop sowie ab dem 12. August im regulären Handel erhältlich.



24.07.

Die letzte Sendung vom 18. Juni auf rockradio.de verpasst? Kein Problem - einfach den PLAY-Button auf der rechten Seite anklicken und die BLUE ROSE RADIO SHOW in voller Länge (ca. 125 Minuten) nachhören.
Endlich waren die Soundprobleme der letzten Ausgaben gelöst und es gab eine Radio Show ohne (erkennbare) Pannen. Eine Playlist aller vorgestellten Titel gibt es hier.

Die nächste Sendung findet wieder am 3. Montag des Monats statt, das wäre im August der früheste mögliche Termin überhaupt, der 15. Wie immer von 22 bis 24 Uhr, dann wieder mit dem immer wieder gern gesehenen Studiogast Thomas "Chill Music" Dewers, der zusammen mit Blue Rose-Labelmacher Edgar Heckmann zwanglos neue und vielleicht auch nicht mehr ganz taufrische Alben und Songs daraus präsentieren wird. Der Live-Chat wird ebenfalls wieder aktiviert sein, der zum Mitdiskutieren einlädt.



04.06.

Welcome to Blue Rose:
CODY CANADA & THE DEPARTED



CODY CANADA & THE DEPARTED
This Is Indian Land


CD € 13,90
2-LP+CD
€ 26,90
Auslieferung ab 17.6.
Red Dirt Music heißt das Stichwort und CODY CANADA ist einer der herausragendsten Köpfe jenes kulturellen Genres, das im Südwesten der USA beheimatet ist und innerhalb des letzten Jahrzehnts immer größere überregionale und internationale Aufmerksamkeit erregt hat. Der ehemalige Boss von Cross Canadian Ragweed hat wirklich keine Zeit verstreichen lassen, um nach der Auflösung seiner Erfolgsband gleich das nächste Projekt anzupacken: THE DEPARTED - mit einem neuen Line-Up, gespickt mit erstklassigen Musikern, und mit einer Titelauswahl, die jeden gut informierten Red Dirt-Puls zum Siedepunkt bringen müsste! This Is Indian Land ist nun das heiß ersehnte Debütalbum von CODY CANADA & THE DEPARTED.

Wie keine andere Band verkörperten Cross Canadian Ragweed Sound und Lebensgefühl der Red Dirt Scene aus dem Großraum Stillwater, Oklahoma, einem bekannten Schauplatz zwischen Tulsa und Oklahoma City, in Fankreisen auch "North Austin" genannt. Jene mit der sprichwörtlich "roten Erde" gespickte Mischung aus Country, Southern Rock, Singer/Songwriter, Heartland Rock, Boogie und Guitar Rock spiegelte auch die geographische, best-of-both-worlds-mäßige Lage Oklahomas wider - zwischen den Südstaaten, insbesondere Texas, und dem Mittelwesten, einfach perfekt! Hier sind und waren gestandene Acts wie Mike McClure & Great Divide, Jason Boland & The Stragglers, Jimmy LaFave, Bob Childers, Tom Skinner, die Red Dirt Rangers, Brandon Jenkins und Greg Jacobs zuhause. CCR haben zwischen 1998 und 2009 gleich 10 im Laufe der Jahre immer erfolgreichere Alben herausgebracht. Zuletzt konnten sie regelmäßige Top 10-Entries in der Billboard Country Charts verzeichnen, ihre Konzerte zwischen San Francisco und NYC, New Orleans und Chicago waren stets ausverkauft und in Oklahoma avancierten sie zu einem regelrechten Mythos wie zuvor nur Leon Russell und J.J. Cale!

Seit ein paar Jahren hat CCR-Mastermind Cody Canada nun in Texas, im westlich von Austin gelegenen New Braunfels, sein neues Zuhause gefunden. Was ihn aber rein gar nicht daran hindert, mit stolzen Gefühlen und sicher einer gehörigen Portion Wehmut im Herzen auf sein Leben im Nachbarstaat zurückzublicken. So ist This Is Indian Land eine richtig ambivalente Geschichte geworden: Rückschau zum einen, andererseits geht es mit Volldampf in die Zukunft. Jedenfalls bedeutet die Titelauswahl nichts weniger als eine eindeutige Liebeserklärung an Oklahoma und seine mehr oder weniger bekannten musikalischen Protagonisten! Neben den arrivierten Singer/Songwritern Bob Childers, Greg Jacobs, Brad James und dem Red Dirt Rangers-Team von Benny Craig, John Cooper & Brad Piccolo hören wir Stücke von noch nicht so eingeführten Kollegen aus Cody Canada's Generation wie Randy Pease, Scott Evans, Randy Crouch und Mike Shannon. Aber natürlich kommen bei einer solchen Konzeption auch die Gründungsväter zu Wort: Leon Russell mit 'Home Sweet Oklahoma', J.J. Cale mit 'If You're Ever In Oklahoma' und Kevin Welch sogar gleich zwei Mal - 'True Love Never Dies' und 'Kickin' Back In Amsterdam'!

The Departed interpretieren all diese Stücke - ingesamt handelt es sich um 15 Tracks - mit sehr viel Respekt vor der Leistung ihrer Urheber, aber auch im Aufbruchsgeist der neuen Band, für die This Is Indian Land den allerersten Schritt in eine langfristig erfolgreiche Phase bedeutet. The Departed sind ein Quintett mit spitzenmäßigen Cracks aus der Red Dirt Scene und Texas. Anders als bei CCR hat Cody Canada in Seth James einen gleichberechtigten Saitenmeister neben sich agieren. James, der vor zwei Jahren mit seinem Album That Kind Of Man Aufsehen erregte, und Canada spielen eine Fülle von elektrischen und akustischen Gitarren, wechseln sich mit Lead & Rhythm-Parts ab, um dann auch mal - ganz southern-rockig - in Twin Leads zueinanderzufinden. Dahinter agiert eine knackige Rhythm Section mit CCR-Mann Jeremy Plato am Bass und Studiodrummer Dave Bowen. Keyboarder Steve Littleton, den man bereits auf vielen Red Dirt-Alben gehört hat, spielt Orgelflächen auf der B3, gnucksendes Fender Rhodes Piano, Boogie-Klavier oder Clavinet. Cody Canada singt die meisten Titel, zwei Mal wechselt ihn Jeremy Plato mit Lead Vocals ab. Unter den Studiogästen befinden sich Reckless Kelly-Leadgitarrist Dave Abeyta, Pedal Steeler Kim Deschamp (Blue Rodeo, Fred Eaglesmith, Cowboy Junkies), Slidegitarrist Geoff Queen, Dave Percefull (Gitarrist von Brandon Jenkins) und die Harmoniestimmen von Kevin Welch, Stoney LaRue und Jessica Murray. Alle Tracks wurden in einem Rutsch in Austin mit Recording Engineer Adam Odor (CCR, Micky & The Motorcars, Willie Nelson, Reckless Kelly) aufgenommen.

This Is Indian Land bietet von vorn bis hinten eine leidenschaftliche, mitreißende Mixtur von härterem Roots Rock ('Face On Mars', 'Any Other Way', 'Years In The Making'), Country Rock mit Südstaatenatmosphäre ('Ballad Of Rosalie', 'Long Way To Nowhere', 'If You're Ever In Oklahoma'), mächtigen Balladen fürs Classic Rock Radio ('Home Sweet Oklahoma', 'Starin' Down The Sun', 'Skyline Radio') und akustisch arrangierter Laidback-Americana ('Make Yourself Home', 'Water Your Own Yard', 'A Little Rain Will Do'). Scott Evans' monumentales 'Hold On Christian' wird zum fulminanten Abschluss von Cody Canada, Seth James & Co. in einer 8:29-langen Wahnsinnsfassung - Gitarrenorgien inklusive - regelrecht zelebriert und atmet den Hauch von 'Can't You See' und 'Free Bird'.

Sämtliche Fragen nach der Bedeutung von "Red Dirt Music" sollten nach diesen höchst abwechslungsreichen 69 Minuten endgültig beantwortet sein! Cross Canadian Ragweed sind tot - es lebe Cody Canada & The Departed!!

This Is Indian Land ist ab 17. Juni über unseren Mailorder, ab 24. Juni auch im regulären Handel erhältlich.



01.06.

Welcome to Blue Rose:
BASKERY



BASKERY
New Friends


CD € 13,90
LP € 15,90
LP lieferbar ab ca. 21.6.
BASKERY! Eine frische Brise aus dem Norden weht durch Fenster und Türen des Blue Rose-Labels und mischt das traditionell sehr männerdominante Programm mächtig auf. Denn Baskery aus Stockholm sind ein Trio mit gleich drei Frauen, den Schwestern Sunniva, Greta und Stella Bondesson. Und die sehen nicht nur ungemein attraktiv (und typisch schwedisch-blond) aus und sind als aufregender Live Act längst auch bei uns ein fester Begriff, sondern legen jetzt mit ihrem brandneuen, zweiten Studioalbum New Friends ein regelrechtes musikalisches Powerpaket vor, das stilistisch zwar wieder weit über den Atlantik nach Americana-Land schaut, aber auch noch so viel mehr zu bieten hat!

New Friends! Baskery finden ständig neue Freunde überall, denn sie sind seit einigen Jahren ohne Pause unterwegs und fühlen sich auf den großen Festivals weltweit schon wie zuhause. Ob im englischen Glastonbury, im dänischen Toender, beim Waterfront Bluesfest in Oregon oder Down Under beim Woodfork Folk Festival, beim California Worldfest in Chico oder - wie noch vor wenigen Wochen - bei der größten Musikmesse der Welt, der SXSW in Austin, Texas... Baskery begeistern allerorten mit ihrer fulminanten, energiegeladenen Bühnenshow, einem mitreißenden Programm und ihrer wirklich außerordentlichen musikalischen Kompetenz, die sich in mehrstimmigen Gesangssätzen genauso wie in der Beherrschung verschiedenster Instrumente widerspiegelt. Sunniva steht auf der Bühne meist rechts, sie ist zwar die jüngste im Trio, gibt aber in Sachen Lead Vocals und Songwriting den Ton an. Sie strummt die akustische Rhythmusgitarre, spielt auf dem neuen Album dazu aber auch viel Electric Guitar und etwas Cello. Stella traktiert den riesigen Akustikbass im körperlichen Stil vieler Vorbilder aus Rock'n Roll und Rockabilly. In der Mitte sitzt Greta hinter einer Bass Drum, die sie meist barfüßig betrommelt. Ihr Hauptinstrument ist allerdings das Banjo, das sie oft mit Slide spielt und elektrisch verzerrt. Wie Stella singt sie grandiose Harmony Vocals, ist auf New Friends ebenfalls mit elektrischer Gitarre und dazu mit einem kompletten Schlagzeugset gelistet.

Bereits seit Ende der 90er sind die drei Schwestern musikalisch on the road. Früher - mit ihrem Vater an den Drums - nannten sie sich The Slaptones, veröffentlichten zwei Alben und tourten mit dem berühmten Ex-Stray Cats Brian Setzer und seinem Orchestra im Vorprogramm. Ab 2006 schwammen sie sich frei, legten sich den Namen Baskery zu und begannen ihr Augenmerk mehr auf selbstkomponierte Songs und vor allem auf eine eigenständige Bandidentität zu lenken. So entstand der wahrlich originäre und mittlerweile berühmte Baskery-Sound zwischen den Polen von temperamentvollem, geradlinig vorwärts gerichtetem Alt.Country/Garage/Swamp Punk bis zu subtil-schöner Americana Music mit ausgeprägtem Singer/Songwriter-Charakter. In 2008 präsentierten Baskery zunächst in ihrer Heimat das von den einschlägigen Medien (Rave Review im Mojo!) schwer umjubelte Debütalbum Fall Among Thieves, das bei uns Anfang 2009 auf Glitterhouse Records herauskam und mit seinem intensiven live-im-Studio-Stil überzeugte.

Auf New Friends schaffen Baskery den Spagat vom Erhalt des spontan wirkenden Live-Gefühls und dieser besonderen innerfamiliären Chemie inmitten einer doch nun deutlich hochwertigeren Studioproduktion und stark gereifter Qualitäten als Autoren! Die Instrumentaltracks wurden daheim in schwedischen Recording Studios eingespielt. Als dann aber die nächsten Tourtermine bereits um die Ecke schauten, nahm man kurzerhand die meisten Lead & Harmony Vocals einfach unterwegs auf - z.B. in Hotelzimmern in Öland, Berlin, Aberdeen und Belfast. Später traf man in Berlin mit den bekannten Studiotüftlern/Mixern Peter "BlackPete" Schmidt (Joe Jackson, Depeche Mode, Beatsteaks) und Simon Beizai zusammen, die den Tracks den nötigen Remix-Feinschliff verpassten.

New Friends wirkt also erfahren und ausgeklügelt, die Produktion klingt kontrastreich und dynamisch, die Arrangements sind meistens deutlich elektrischer und rockiger als beim Debüt und durch die Songs ziehen sich viele düstere Wolken. Ja, die drei Schwestern präsentieren sich gleich auf dem Opener 'Shame And Dance' von ihrer dunklen Seite, Sunnivas nervöser, extrovertierter Gesang erinnert nicht nur hier an Kristin Hersh von Throwing Muses, allein der clevere Refrain mit den süffigen Harmoniestimmen lässt noch auf einen Popsong schließen. 'Nobody Nice' besticht mit seiner vom Bass getragenen Rockabilly-Note und komplett dreistimmigen Vocals, 'The Queen & Drone' ist dagegen ganz Gretas Stück - eine tief-soulige Ballade mit elektrischen Memphis-style Gitarren. 'Rivers Of Home' ist purer Gothic Folk, abgründig und spooky, erscheint mit dem unterlegten Cello und den verhallten Stimmen fast sakral. Das karge, um ein einziges Riff herum drapierte 'Throw Me A Bone' avanciert bereits früh zu einem künftigen Live-Favoriten, 'Rotten/Boys' begeistert mit seinem radiofreundlichen Refrain und fetzigen Harmonica-Zwischenrufen; elektrische Gitarren sorgen zusätzlich für Druck. Das sich gefährlich dahinschleppende 'Beat Up The Blues' erweist seinem Titel alle Ehre, rockt gitarrenstark und unwiderstehlich im Chorus, der Triogesang mit Sunniva vorneweg schneidet sich geradezu seinen Weg in die Gehörgänge. 'As Simple As This' ist schiere (Stimmen-) Verführung und schwingt sich im Refrain gar zu einem Hit in klassischer Bangles-Manier auf. 'Tendencies' belegt dann zum Ende nochmal die Nähe der Schwestern zum Americana Folk: Sachte untermalt von akustischen Gitarren spannen Baskery einen nahezu historischen Bogen von Kate & Anna McGarrigle bis zu den Secret Sisters. Und beschließen danach dieses in jeder Weise herausragende Album mit einem sogenannten 'Postlude', einer simplen Folkmelodie und den immer wieder im Trio gesungenen, fast geflüsterten Zeilen "round we're going, down we're heading, going round, heading down...". Das hat Stil, das zeugt von Klasse, das ist die ganz große Baskery-Kunst!!

New Friends ist ab sofort über unseren Mailorder, ab 10. Juni auch im regulären Handel erhältlich.