JOSEPH PARSONS und TODD THIBAUD trafen sich erstmals in Deutschland, was niemanden so richtig verwundern wird. Todd war mit seiner Band auf Tour und Joseph suchte ein größeres Publikum. Als Support fand er nicht nur ein begeistertes Publikum, er fand auch einen neuen Freund. Zusammen bilden die beiden die Hälfte des Side-Projects Hardpan (das übrigens in 2008 einen neuen Anlauf für das lang ersehnte 2. Album nehmen wird), und im letzten Jahr drehten die beiden den Spieß um und Todd eröffnete solo die Shows von Joseph und seiner Band, wobei die beiden in der Mitte des Konzertes einen kleinen aber gänsehauterzeugenden Duo-Auftritt hatten. Daraus entstand dann auch ziemlich schnell die Idee, in dieser Art eine komplette Tour zusammen zu machen. Diese findet beim Lesen dieser Zeilen bereits statt und geht noch bis Ende November. Das besondere an diesen Shows ist, dass die beiden das komplette Programm zusammen gestalten, d.h. sowohl die eigenen als auch die Songs des jeweiligen Kollegen gemeinsam präsentieren.
Doch was wäre eine Tour ohne ein Album, das zu promoten wäre? Todd hat seit Northern Skies nichts Neues mehr veröffentlicht, und Joseph's The Fleury Sessions ist nun auch schon wieder über ein Jahr her. Außerdem sollte es schon etwas Gemeinsames sein - also kurzerhand ein Studio in Boston gebucht und in gerade mal 3 Tagen ein komplettes Album aufgenommen. 10 Songs, darunter brandneue Songs wie "My Daddy's Cadillac", "Dirty World", "The Right One" (Thibaud), "Tell Me Hello", "Skipping Stone" (Parsons) sowie Neueinspielungen bekannter Stücke wie "Good Or Bad", "Another Way Around" und "First Sight" von Joseph sowie "Unbroken" und "Johanna's Dreams" von Todd Thibaud. Absolut laid-back und intensiv-einfühlsam ist die Produktion, die beiden Freunde an den akustischen Gitarren (plus Todd an der Harmonica), unterstützt von dessen Kumpels Jeff St. Pierre am Bass und Milt Sutton am Schlagzeug, die beiden noch von der ersten Band-Tour von Thibaud in guter Erinnerung sein dürften.
So haben wir uns ein Alben der beiden gewünscht, und ohne dass wir es ihnen auftragen mussten, haben sie es in die Tat umgesetzt. Leute, haltet eure Taschentücher bereit!