GILLAM, TOM




Good For YouCD 14,50
Good For You2-LP (Personal Vinyl Edition) 24,90
Rustic BeautyCD 14,50
Rustic BeautyLP (Personal Vinyl Edition) 19,90
Better Than The Rest - An AnthologyCD 5,50
Had Enough?CD 5,50
Better Than The Rest - An Anthology2-LP (Personal Vinyl Edition) 27,90
Had Enough?2-LP (Personal Vinyl Edition) 24,90
Never Look BackDigipak-CD 5,50
Never Look Back2-LP (Personal Vinyl Edition) 24,90
Single By Request7" 7,90
Play Loud… Dig DeepCD 5,50
Play Loud… Dig Deep2-LP (Personal Vinyl Edition) 27,90


   Obengenannter Künstler ist auch zu hören auf folgenden Alben / Artist also worked on the following records:
US RAILS
Heartbreak SuperstarCD 14,50
Heartbreak Superstar2-LP (Personal Vinyl Edition) 24,90
Live Europe 20122-CD+DVD 19,90
Live Europe 20123-LP+DVD (Personal Vinyl Edition) 31,90
Wire & WoodCD 11,90
Southern CanonCD 14,50
Southern Canon2-LP (Personal Vinyl Edition) 24,90
US RailsCD 5,50
US Rails2-LP 27,90

"Welcome once again..." begrüßt uns TOM GILLAM im Booklet seiner neuen CD Good For You und gemeint ist damit - selbstbewusst und nicht ganz uneitel: 'Tom Gillam Is Good For You'! Keine Frage: Der sympathische Singer/Songwriter/Gitarrist von der amerikanischen Ostküste, der nun bereits seit etlichen Jahren in der großfamiliären Szene von Austin, Texas beheimatet ist, hat definitiv seine Fans - überall verteilt in den Staaten und mit einer beeindruckenden Serie von hervorragenden Veröffentlichungen auf Blue Rose und gleich mehreren Europa-Tourneen auch und besonders bei uns. Und jawohl: Eine neue CD von Tom Gillam tut uns mit ihrer ansteckenden, positiven, elementare Rock'n Roll-Werte bewahrenden Ausstrahlung wirklich nur allzu gut!!

Mit seinem 9. Album kehrt Tom Gillam zumindest in deutlichen Portionen zurück zum rockigeren, oft von seiner markanten Electric Slide Guitar veredelten Sound seiner Erfolgsplatten Never Look Back und Had Enough?. Good For You ist schon seine 3. (Blue Rose-) Veröffentlichung in 2012. Sie folgt auf den 70s-nostalgischen Country Rock von Rustic Beauty und die jüngste Studio-CD Southern Canon seines "zweiten Babys", den US Rails, jener erfolgreichen kleinen Supergroup mit Joseph Parsons, Ben Arnold, Scott Bricklin, Matt Muir und eben Tom Gillam.

Als das Blue Rose-Label vor ziemlich genau fünf Jahren den Americana-Rocker Tom Gillam mit seinem 4. Album Never Look Back in Europa einführte, da war er für viele noch der große Unbekannte. Das hat sich vollkommen geändert! Heute muss man feststellen, dass Tom Gillam bei uns in all seiner Vielschichtigkeit zu einem Inbegriff für handgemachte, nachhaltig wertvolle Blue Rose-Kost geworden ist. Den Beweis dafür tritt er regelmäßig von Neuem an: z.B. bei seinen häufigen Live-Tourneen durch die einschlägige europäische Clubszene, sei es mit eigener Band, solo akustisch, in Duos mit Todd Thibaud bzw. Joseph Parsons oder als Teil der bereits erwähnten US Rails. Und natürlich mit seinen vielen Alben - eine stolze Serie von 6 aufeinanderfolgenden Veröffentlichungen sind seit 2007 allein auf Blue Rose erschienen, dazu zwei mit den US Rails.

Zuvor hatte er in den Staaten bereits drei eigene Alben veröffentlicht: das 1998er Debüt First Of All, Dallas von 2001 und Shake My Hand (2004). Befand sich dieser frühe Stoff noch deutlich im erweiterterten Country/Roots Rock/Americana-Bereich, so erweiterte Gillam später sein Spektrum, steuerte auf einen straighteren Rock-Kurs Richtung Mellencamp, Hiatt, Walsh, Seger. Nach besagter Never Look Back und dem fulminanten Live-Mitschnitt Play Loud, Dig Deep von 2008 baute er sein Renommée ein Jahr später mit dem nächsten Studioalbum Had Enough? noch weiter aus. Inzwischen hatte sich der an der Ostküste in New Jersey aufgewachsene und in der Szene von Philadelphia groß gewordene Musiker nach Texas orientiert und in der Kreativzelle von Austin seine neue Heimat gefunden. Neben Liveshows mit seiner Band Tractor Pull oder einfach auch nur solo moderiert er eine erfolgreiche Radio Show auf KNBT-FM, dem beliebten Sender im New Braunfels/San Antonio-Einzugsbereich. In "The Cosmic Power Hour" kultiviert er seine heftige Leidenschaft zur Musik der 70er Jahre: Poco, Ozark Mountain Daredevils, Outlaws, Byrds, Manassas, die Allmans oder auch gerne Obskureres kann man sonntagabends dort hören.

Wie es sich anlässlich der 2010er Anthology Better Than The Rest mit frühem und rarem Stoff bereits andeutete, gingen Gillam's Neigungen zuletzt auf dem überraschend entspannten und in großen Teilen akustischen Rustic Beauty wieder klar zurück zum 70er Country & Roots Rock und zu den musikalischen Themen seiner ersten Platten. Die härteren, elektrischen, mit Blues und Rock'n Roll getränkten Nummern und sein ganz spezielles Slide Guitar-Spiel hatte er sich vermeintlich für das US Rails-Projekt reserviert.

Auf Good For You findet er mit seinen 12 neuen Songs den golden Mittelweg, bietet eine abwechslungsreiche Folge von sämig-rockigen Midtempo-Balladen der Extraklasse, forschem Country Rock und fetzigeren Nummern auf der elektrischen Seite der Americana-Medaille! 'Right Here, Right Now' ist dabei nichts weniger als der perfekte Opener: Über einer tight & solid werkelnden Rhythm Section und einem rollenden E-Piano agiert Tom Gillam als dominanter Frontman mit seiner typisch knödeligen Powerstimme, die mal an Joe Walsh, mal an Gregg Allman erinnert, und mit emphatischen Slidepassagen auf der elektrischen Gitarre. In dieselbe Kerbe schlagen 'Goodbye Goodtime', das southern-swampige 'Put Me In The Ground', 'Something's Not Right' mit Tony Joe White-Nähe und prägnanten Harmonica-Einschüben eines gewissen Lincoln Durham, der gerade selber erst vor wenigen Wochen auf Blue Rose debütierte, sowie die beiden letzten Nummern: das 6-minütige, slow-groovende 'One More Time', bei dem sich Gillam (Slide), sein langjähriger Tractor Pull-Axeman Craig Simon (Lead Guitar) und US Rails-Tastenmann Ben Arnold (Electric Piano) geradezu jam-rockig-beseelte Duelle liefern, und zum Grand Finale die munter-augenzwinkernde Warnung 'You Better Be Good (To Me)'!

Dazwischen steht mit 'Last Night On Earth' eine kapitale "Hymne mit siebziger Flair". Diese von akustischer Gitarre, Wurlitzer Piano und Orgel getragene Ohrwurmmelodie wird ganz im Stil der Eagles mit Backing Vocal-Ooohs und elektrischen Twin Guitars aufbereitet und hätte locker das Zeug zum Burner auf jeder neuen Bob Seger-Platte! Das country-folkige 'Come The Morning' mit seinem akustischen, von Fiddle und Mandoline geprägten Arrangement und 'A Train, The Rain & Other Things' im rollenden Country Rock-Modus hätten auch bestens auf Rustic Beauty gepasst. 'Any Day', eine melodiöse, leicht R&B-untermalte Teamkomposition mit Ed Jurdi (Band Of Heathens), und der Titelsong, ein Co-Writing mit Ben Arnold, sorgen für einen angenehmen, ohrenfreundlichen Flow in der Mitte dieser exzellenten CD.

Gillam's US Rails-Kollegen Ben Arnold und Matt Muir haben die Aufnahmen in Maryland produziert und gemixt, haben damit gehörigen Anteil an der warmen Wohlklangatmosphäre. Arnold spielt dazu Klavier, E-Piano und Orgel, Muir betätigt das Schlagzeug, beide singen Backing Vocals. Am Bass wechseln sich Zach Djanikian (Ben Arnold, Amos Lee) und TJ McGlinchey ab, Craig Simon (Tractor Pull) spielt akustische und elektrische Gitarren, Mandoline und Banjo, in Nebenrollen geigt Valerie Voulo und Lincoln Durham bläst die Blues Harp. Aber der Star heißt natürlich Tom Gillam, ist Autor aller Songs, Leadsänger, Gitarrist, exklusiver Slidespezialist und gelegentlich auch an der Orgel zu hören. Yeah, Tom Gillam is very good for us!

TOM GILLAM died March 20, 2006, returning from a string of dates in Texas and in the middle of recording his fourth album. He's doing fine, thank you. There's a reason his new album is called Never Look Back.

He suffered two of three heart attacks on the table in the ER of Virtua Hospital in deepest New Jersey. They were operating to clear his totally blocked aorta the third time; two percent of the men in their 30s and 40s survive similar attacks. Occasionally it pays to be in the minority.

None of which means his new album is filled with maudlin songs revealing his new appreciation of life and deep spirituality. (Those are private matters.) Like 2005's breakthrough Shake My Hand - 14 weeks on the Americana radio top 10, peaking at #4 - for which he received a "Best Emerging Artist" nomination from the Americana Music Association - Never Look Back is a thoroughly entertaining and highly literate burst of classic songwriter-driven rock.

After a short recuperation, Gillam returned to the studio (yes, clean and sober; or at least regularly washed) with his long-time band Tractor Pull and producer Joe Carroll to finish Never Look Back. The new album is both an extension of Shake My Hand and a step beyond its promises. "I wanted to make a record that was a bit deeper lyrically than my last few, but at the same time still entertaining on a purely emotional level," Gillam says.

His knack for a strong hook blends the edgier side of Americana with muscular '70s-style guitar rock. Gillam's vision is facilitated throughout by his crack band, some of whom he's played with since high school, all of whom play with effortless and intuitive commitment. Tractor Pull (Craig Simon on guitar; Tim McMaster on bass; Dave Latimer on drums; and producer Joe Carroll on acoustic and baritone guitars) are the perfect vehicle for Gillam's songwriting voice and slide guitar, gliding effortlessly between straight-ahead rock, moody ballads, and simple acoustic numbers.

Echoing the past thirty years of rock history (much of which, to his shame and credit, Gillam has lived), these eleven new songs maintain a fresh and unique sound. Their topics reflect Gillam's broad interests, from love to love lost, from addiction to current affairs and religion (there is a difference).

The song Gillam himself seems most attached to, just now, is "Where Is Bobby Gentry?", a tune inspired by the mysterious '60s country pop songstress who penned "Ode To Billy Joe." As Tom tells it, "I found a copy of her first LP in a used vinyl store. After I took it home and listened to it, I was flooded with memories of my childhood and quite taken with her songwriting and singing style. After a while I tried to find out what happened to her after the hits, but found very little info past the late '70s. The actual song I wrote very quickly; it seemed to write itself. We recorded it maybe a day later." The song is performed to subtle perfection by Gillam & Co., augmented by a haunting string arrangement conducted by jazz pianist Dave Falciani.

The title track, one of two contributions from guitarist Craig Simon, sums it up best: "with no regrets, no debts to pay, there's nothing standing in my way." Or, as Tom Gillam puts it, "Honestly, I'd be doing this even if nobody was listening. It's just what I do."

Let's hope someone is listening.